Heimsieg gegen Dynamo – Kleeblatt wieder in der Spur

Länderspielpausen haben auf jeden Fall ihr Gutes: Eine Mannschaft wie die Spielvereinigung kann sich nach drei Niederlagen erst mal wieder sammeln und neu definieren. Das war auch der Plan für das Heimspiel im Fürther Ronhof – übrigens das 800. der Spielvereinigung in der Zweiten Liga! Das Traditionsteam von Dynamo Dresden war zu Gast – und mit ihm fast 2000 angereiste Fans.

Der Fürther Coach hatte im Gegensatz zum 0:2 beim Hamburger SV seine Startelf auf vier Positionen verändert: In der Verteidigung wurden David Raum und Maximilian Sauer durch Marco Meyerhöfer und Maximilian Wittek ersetzt. Paul Seguin spiete für Hans Nunoo Sarpei, und im Sturm lief der frisch erblondete Daniel Keita-Ruel für Tobias Mohr auf. Ein kluger Schachzug von Stefan Leitl. Das Spiel startete nach wenigen Minuten mit einem Paukenschlag. Nach einer guten Hereingabe von Havard Nielsen von rechts landete der Ball messerscharf bei Keita-Ruel, der reaktionsschnell abzog und für die frühe Führung sorgte. Es folgte eine Schrecksekunde für die lautstarken Kleeblattfans, weil das Tor zunächst nicht zählen sollte, da die Schiedsrichterassistentin an der Linie eine Abseitsstellung angezeigt hatte. Doch nach Überprüfung des Videoassistenten in Köln wurde der Treffer gegeben – zu Recht! Jubel bei den Kleeblättern (Foto: Sportfoto Zink).
Damit hatte das Kleeblatt schon mal vorgelegt und agierte mit zunehmendem Selbstvertrauen. Zwar gelang den Dresdnern bis zum 16-Meter-Raum einiges, sie überzeugten mit genauem Passspiel. Aber im weiß-grünen Strafraum scheiterten sie fast immer an der Fürther Abwehr und konnten einfach keinen zählbaren Abschluss landen. Marco Caligiuri lieferte eine Top-Leistung und klärte souverän und fair brenzlige Situationen.
Dann wurde Daniel Keita-Ruel zum „man of the match“ – nach einem Konter wie aus dem Bilderbuch gelang ihm der Doppelpack. Sebastian Ernst lief frei auf Dynamo-Keeper Kevin Broll zu, riskierte dann aber keinen eigenen Schuss, sondern gab im Sechzehner auf den mitgelaufenen Keita-Ruel ab. Der 30-Jährige verwandelte eiskalt links oben zum 2:0-Halbzeitstand.
In der zweiten Halbzeit konzentrierte sich die SpVgg primär auf den Erhalt des Status quo. Dynamo Dresden arbeitete sich mehrmals in den gegnerischen Sechzehner vor, was aber ohne Konsequenz blieb. Dafür hatten Keita-Ruel und Caligiuri jeweils eine gute Chance zum 3:0.
Aber das 2:0 blieb der Endstand in dieser Partie. Nach der Niederlage des 1. FC Nürnberg gegen Erzgebirge Aue liegt das Kleeblatt in der Zweitliga-Tabelle wieder vor dem fränkischen Rivalen.
Dem Kleeblatt wird der Heimsieg Selbsbewusstsein geben. Daniel Keita-Ruel, der sich seit einigen Spielen gegen starke Konkurrenz im Fürther Sturm behaupten muss, hat gezeigt, dass er mit fünf Toren in zehn Spielen dieser Saison fußballerisch einfach Klasse hat. Stefan Leitl ist gut beraten, in den kommenden Begegnungen – gegen den VfL Osnabrück und SSV Darmstadt 98 – wieder auf eine starke Offensive zu setzen.

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