Wieder Tor im Nachhinein annulliert

Tore, die nach Begutachtung des Videomaterials nicht gegeben werden, beeinträchtigen die Freude beim Ansehen eines Fußballspiels inzwischen entscheidend. So war es auch heute bei der Partie der Spielvereinigung gegen den Aufsteiger VfL Osnabrück. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit jubelte die Handvoll angereister Kleeblattfans genauso wie die Fürther Spieler: Branmir Hrgota hatte nach einer Flanke von Marco Meyerhöfer den Ball ins Tor genickt. Leider intervenierte dann der Video Assistant Referee (VAR), und Schiedsrichter Sven Waschitzki sah sich die Szene unmittelbar vor dem Kleeblatt-Tor an der Seitenlinie noch mal genauer auf dem Monitor an. Er entschied dann, das vermeintliche Tor nicht zu geben (Foto: Sportfoto Zink). Sebastian Ernst hatte sich ein paar Spielzüge vorher ein Foul gegen van Aken geleistet.
Ich finde, solche Entscheidungen – Minuten nach einem Treffer – schmälern das  Vergnügen am Spiel immens. Auch bei internationalen Begegnungen hatte man sich ja darauf geeinigt, Spielzüge nicht abzupfeifen, sondern zu Ende spielen zu lassen. Was zur Folge hat, dass gefallene Tore zurückgenommen werden oder erst nach einem Treffer z.B. noch auf Abseits gepfiffen wird. Man kann bei einem Tor nie mehr sicher sein, ob es wirklich gegeben wird. Schade!

Ob ich in meinem Blog auch etwas zu den restlichen 90 Minuten schreibe, wird sich so mancher fragen. Heute halte ich mich zurück und kommentiere die Begegnung nur kurz. Die SpVgg hatte gut begonnen, dann waren aber die Präzision und die Luft raus. Kaum ein Spielzug, der von Konzept und Aufbau her raffiniert war, geschweige denn gut umgesetzt wurde. Weder Daniel Keita-Ruel noch Havard Nielsen oder Marco Caligiuri hatten heute einen guten Tag. Man gab den Weiß-Lilanen eher Chancen zu Kontern, die – Gott sei Dank – aufgrund deren mangelnden Abschlussqualitäten nicht von (Tor-)Erfolgen gekrönt waren.

Dafür war dann die zweite Halbzeit an der „Bremer Brücke“ von vielen Fouls und einigen Gelben Karten geprägt, der Spielfluss wurde dadurch permanent unterbrochen. Das Spiel endete torlos 0:0. Je ein Punkt für das Kleeblatt und Osnabrück – damit sind beide Mannschaften mehr als gut bedient. Die Spielvereinigung rangiert mit 15 Punkten nach 11 Spieltagen auf Platz sieben (übrigens einen Rang vor den 1.FC Nürnberg). Am nächsten Samstag, 2. November, empfängt das Kleeblatt zu Hause SV Darmstadt 98. Hoffentlich macht dieses Spiel mehr Spaß als das heutige!

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