In letzter Minute das Unentschieden vergeben

Buchstäblich in der letzten Minute der Nachspielzeit hat sich die Spielvereinigung heute einen Punkt nehmen lassen und verlor das Auswärtsspiel gegen den SV Sandhausen. In einer vor allem in der zweiten Halbzeit hitzigen und zum Teil chaotischen Partie offenbarte das Kleeblatt nach dem sehr guten Spiel und Sieg in der vergangenen Woche gegen den SV Darmstadt heute seine Schwächen.

Sieben Zweitligaspiele in Serie waren die Gastgeber ohne Sieg – oft sind ja solche Gegner besonders gefährlich. Fürths Trainer Stefan Leitl war sich sicher nicht nur dessen bewusst, sondern musste auch noch personell umdisponieren: Maximilian Bauer ersetzte den wegen einer Schulterverletzung gehandicapten Mergim Mavraj. Dann ging das Kleeblatt schon in der 13. Minute in Führung, Julian Green hatte einen Freistoß an der Sandhäuser Mauer vorbei souverän ins Tor gesetzt. Ab diesem Moment dominierte die SpVgg mit guten Kombinationen und intelligentem Aufbau das Spiel. Die Partie kippte dann nach der Auswechslung von Paul Seguin. Der hatte nach einem Foul von Kevin Behrens starke Probleme im Rücken und musste das Spielfeld verlassen. Prompt gelang dann den Sandhäusern der gefürchtete Ausgleich vor der Halbzeitpause. Behrens, der wiederholt im Fürther Strafraum Duelle zwar für sich entschieden, aber dann die Kopfbälle nicht in Burcherts Tor bekommen hatte, verwandelte einen (von Julian Green unglücklich verursachten) Elfmeter zum 1:1.
Sieben Minuten nach Anstoß von Halbzeit zwei gelang Branimir Hrgota das zweite Tor für Fürth. Julian Green hatte zu Havard Nielsen abgespielt, der mit einer Drehung an Hrgota abgab. Der spielte – obwohl der gegnerische Keeper ihm bedrohlich entgegenkam – nicht an den mitgelaufenen Keita-Ruel ab, sondern behielt die Nerven, das Tor selbst zu machen. Aber das Kleeblatt war heute leider zu unsortiert und fand keine Antwort auf Behrens. Niemand im Fürther Strafraum hatte den agilen Stürmer wirklich im Griff. So landete in der 64. Minute sein Kopfball (dann leider endlich!) punktgenau im weiß-grünen Tor, Sascha Burchert war chancenlos.
Ein Unentschieden wäre dann sogar noch das kleinere Übel gewesen. Denn das Spiel wurde von Seiten der Sandhäuser zusehends härter.  Wittek, Seguin, Keita-Ruel, Burchert – so heißen die „Opfer“ der Sandhäuser, deren robuste Aktionen das Spielgeschehen bestimmten. Die angereisten Kleeblattfans machten weiter Stimmung und hofften zumindest auf den einen Punkt. Vier Minuten Nachspielzeit. Und dann avancierte Joker Aziz Bouhaddouz zum Matchwinner! Nach Abgabefehlern von Caligiuri und Wittek sprintete Engels rechts über den Flügel und gab in die Mitte ab. Dort hielt Bouhaddouz nur noch den Fuß hin: 3:2. Enttäuschte Gesichter bei Daniel Keita-Ruel und Marco Caligiuri nach dem Spielende (Foto: Sportfoto Zink).
Das Kleeblatt verpasste den möglichen Sprung in Richtung Tabellenspitze. Denn sowohl der VfB Stuttgart als auch der Hamburger SV waren heute nicht siegreich. Nächste Woche ist Länderspielpause. und dann steigt am Sonntag, 24. November, im Fürther Ronhof das schon ausverkaufte Derby gegen den 1. FC Nürnberg. Hoffentlich sind bis dahin alle Verletzungen wieder auskuriert!

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