Derby gegen angeschlagenen Club

Das 265. fränkische Lokalderby gegen den 1. FC Nürnberg am nächsten Sonntag kommt mit Riesenschritten näher. Gestern hat mir meine Freundin Ulli auf WhatsApp geschrieben, dass sie hofft, dass der Club nicht so hoch verliert: „Ich habe schon Angst.“ Ich habe sie beruhigt. Wie man eben als Kleeblattfan eine Clubanhängerin beruhigen kann…

Offen gesagt, habe ich für die Spielvereinigung allerdings kein supergutes Gefühl. Angeschossenes Wild soll man auch nicht unterschätzen, da werden manchmal ungeahnte Kräfte mobilisiert. Und der Club kommt mir seit einigen Wochen wie ein waidwundes Reh vor: Er hat einige Spiele – zum Teil sehr hoch – verloren. Die Torleute fielen nach und nach aus. Und dann hat man sich auch noch von Coach Damir Canadi getrennt. Er hatte zur Saison 2019/20 die Profimannschaft des zuvor abgestiegenen 1. FC Nürnberg übernommen und wurde freigestellt, als die Mannschaft nach dem 12. Spieltag mit 14 Punkten auf dem 11. Platz stand und zuvor im DFB-Pokal gegen den Drittligisten 1. FC Kaiserslautern ausgeschieden war. Aktuell steht der Club auf dem 14. Tabellenplatz (mit Tendenz nach unten). Shit happens!
Seit dem 13. November heißt der neue Club-Cheftrainer Jens Keller. Er steht am Sonntag zum ersten Mal am Spielfeldrand. Interessant wird auch die Rolle des Nürnberger Top-Torschützen Johannes Geis: 2013 traf er noch für Fürth im Frankenderby gegen den Club, am Sonntag kehrt er als Club-Profi in den Sportpark Ronhof zurück.
Heute hat die SpVgg übrigens die Verträge mit dem Trainerduo Stefan Leitl und Andre Mijatovic um ein Jahr verlängert. Das ist ein gutes Signal für die Mannschaft, die in den vergangenen Wochen eindrucksvoll gezeigt hat, dass sie Fußball spielen kann.
Also: Um 13.30 Uhr wird am Sonntag, 24. November, das Derby im Sportpark Ronhof angepfiffen. Das letzte Derby hat das Kleeblatt im März 2018 auswärts mit 2:0 gewonnen (Foto: Sportfoto Zink). Die Greuther-Weiber tippen – vorsichtig – wieder auf einen Kleeblattsieg.

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