Derbysieger ist diesmal keiner!

Wochenlang wird vor Lokalderbys das Pro und Contra diskutiert. Wer macht das erste Tor, wie brutal wird es zugehen? Wer gewinnt? So auch heute beim fränkischen Klassiker Spielvereinigung gegen 1. FC Nürnberg. Über gefallene Tore musste man sich nach dem Abpfiff allerdings nicht echauffieren. Die Begegnung ging torlos 0:0 aus.

Während des Vormittags mischten Clubfans die Fürther Innenstadt ziemlich auf. 900 Anhänger des 1. FC Nürnberg zogen mit dem Spruchband „Nürnberg ist Euer Untergang“ quer durch Fürth zum Ronhof (Foto: Sportfoto Zink). Bengalos wurden abgefackelt, die Stimmung war ungut. Viele unbeteiligte Bürger, die ahnungslos in die Innenstadt fahren wollten, wurden großzügigst umgeleitet – Ausnahmezustand wegen Fußball!

Anpfiff um 13.30 Uhr, und schon nach vier Minuten hatten die Clubberer drei Ecken herausgeholt. Ein druckvoller Start, das war’s dann aber auch. Das Kleeblatt kam besser ins Spiel und dominierte die erste Halbzeit klar. Allerdings war es im Abschluss (mal wieder) nicht konsequent genug. Von Marco Meyerhöfer eingeleitete Aktionen ermöglichten zwar Chancen, der Treffer ins Nürnberger Tor gelang jedoch nicht.

Wie ausgewechselt erschien dann die Mannschaft des 1.FCN nach der Halbzeitpause auf dem Spielfeld. Als hätte der neue Trainer Jens Keller ihnen kräftig die Leviten gelesen, versuchten die Nürnberger jetzt, das Spiel an sich zu reißen. Das gelang auch. Daniel Keita-Ruel blieb heute eindeutig unter seinen Möglichkeiten und brachte den Gegner selten in Bedrängnis. Der neue Club-Keeper Felix Dornebusch machte ein gutes Spiel, er klärte mehrmals mit der Faust. Aber auch Kleeblatt-Tormann Sascha Burchert hatte seine Glanzparaden. So stand er z. B. in der 79. Minute nach einem Abschluss von Iuri Medeiros aus 22 Metern goldrichtig. Eine Minute später zielte Johannes Geis bei einem Freistoß aufs rechte untere Eck, Burchert reagierte wieder prompt, tauchte ab und lenkte den Ball aus der Gefahrenzone. Die beste Chance des Clubs versemmelte Medeiros kurz vor Spielende: Valentini hatte auf ihn abgespielt, er stand frei vor Burchert, schoss aber dann  zwei Meter links am Tor vorbei.

Insgesamt kein hochklassiges Spiel – aber das sind Derbys ja selten. Die erste Halbzeit ging deutlich an die SpVgg, in der zweiten Halbzeit war der Club das bessere Team. Aber anders als beim Boxen werden beim Fußball Punkte nach der Zahl der Tore vergeben. Also: Je ein Punkt für die SpVgg und den 1. FC Nürnberg. Nach 14 Spieltagen liegt das Kleeblatt auf dem siebten Tabellenplatz. Der Club bleibt auf Rang 14.

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