Kleeblatt schlägt St. Pauli mit 3:0

Trotz der problematischen Anstoßzeit an einem Dienstag um 20.30 Uhr waren gestern über 9.000 Zuschauer in den Fürther Ronhof gekommen. Sie sahen beim ersten Heimspiel 2020 gegen den FC St. Pauli eine in den ersten 45 Minuten kurzweilige, in der zweiten Halbzeit nicht mehr allzu präzise Partie. Kleeblatt-Coach Stefan Leitl musste mit seinem Personal jonglieren: David Raum und Hans Nunoo Sarpei blieben erst mal auf der Bank, Mergim Mavraj war wegen seiner Adduktorenproblemen nicht im Kader.

Das Spiel startete mit Verve. Ein vermeintliches Tor des FC St. Pauli in der 17. Minute wurde nach einem Videobeweis nicht gegeben: Henk Veerman hatte einen hohen Steilpass im Sechzehner angenommen, sein Oberarm war jedoch mit im Spiel gewesen. Nachdem Julian Green in der 32. Minute verletzt ausgewechselt werden musste, gelang Branimir Hrgota mit einem toll platzierten 30-Meter-Schuss sein neunter Saisontreffer und das 1:0 für die Spielvereinigung (43. Minute).

Immer besser macht sich im Kleeblatt-Team Jamie Leweling, der für Green auf den Platz gekommen war. Eine gute Chance in der 53. Minute konnte er erst mal nicht verwandeln. Aber Leweling ist ein Motivator und entwickelt sich allmählich zu mehr als einem „Joker“. Die Hamburger Kiezkicker spielten gestern mit wenig Esprit und Ideen, die Kleeblätter agierten bei der Passabgabe oft ungenau und schludrig, aber bei einem schwachen Gegner hat das keine Konsequenzen.
Bei einem Konter der Fürther kurz vor Spielende hatte Leweling viel Platz, tanzte Östigard raffiniert und beherzt aus, überwand Keeper Himmelmann aus spitzem Winkel und traf ins Hamburger Tor (86.). Leweling freute sich wie ein Schneekönig (Foto: Sportfoto Zink) – 2:0 zu Hause, das ist doch was! Und er setzte sogar noch einen oben drauf: In der Nachspielzeit behielt Leweling die Übersicht, gab an Daniel Keita-Ruel ab, dessen erster Schuss aus 18 Metern geblockt wurde. Den Nachschuss setzte er dann ins lange Eck. 3:0-Endstand beim ersten Heimspiel in diesem Jahr – ein schöner Erfolg.
Das Kleeblatt tritt schon am kommenden Freitag, 31. Januar, um 18.30 Uhr bei Jahn Regensburg an. Die haben gestern überraschend, aber verdient den Bundesliga-Absteiger Hannover 96 mit 1:0 geschlagen. Also: Die Oberpfälzer nicht auf die leichte Schulter nehmen!

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