Manuel Neuer und Sascha Burchert im Pech

Die Situation in der Schlussminute beim Heimspiel gegen Hannover 96 erinnerte mich fatal an die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland: Die letzten Minuten liefen in der Kasan-Arena, die deutsche Mannschaft stürmt mit allem, was Beine hat, um das heißersehnte Tor zum Weiterzukommen zu machen. Dem Südkoreaner Young-Gwon Kim gelingt es kurz vor Schluss, das 1:0 für Südkorea zu erzielen. Daraufhin setzt die deutsche Nationalmannschaft in der Nachspielzeit noch mal alles auf eine Karte, und sogar Torwart Manuel Neuer stürmt mit nach vorne.  Aber unglücklicherweise bekommt Korea beim Konter in der 96. Minute den Ball, und Heung-Min Son schiebt nur noch ins leere Deutsche Tor ein!
Ähnlich war es auch am Sonntag im Fürther Ronhof:In der Schlussphase verteidigen zehn Hannoveraner ihren 2:1-Vorsprung leidenschaftlich. Dann sind alle Kleeblätter bei einem Eckball vor dem Hannoveraner Tor – einschließlich dem Keeper Sascha Burchert. Der heißersehnte Ausgleich für die Hausherren gelingt jedoch nicht. Stattdessen bekommen die Gäste noch mal den Ball und laufen in Richtung Fürther Tor. Burchert versucht zwar mit einem Spurt, seinen Kasten noch rechtzeitig zu erreichen. Aber nach uneigennütziger Vorarbeit von Linton Maina macht Simon Stehle mit dem Schlusspfiff das 3:1 ins leere Fürther Tor (Foto: Sportfoto Zink). Pech fürs Kleeblatt.
Allerdings war das 3:1 in diesem Fall nur noch Kosmetik. Und das Kleeblatt-Team ist mit einem solchen Versehen in bester Gesellschaft. Deutschland – der Fußball-Weltmeister von 2014 – schied bei der WM 2018 nach 100 Spielminuten als Tabellenletzter der Gruppe zum ersten Mal in der WM-Geschichte in der Vorrunde aus!