Verlustreicher Kleeblattsieg gegen Stuttgart

Aus Sicht der Spielvereinigung könnte jedes Jahr Schaltjahr sein. Ausgerechnet am 29. Februar – der nur alle vier Jahre stattfindet – hat sie den Aufstiegsaspiranten in die Bundesliga, den VfB Stuttgart, zu Hause mit 2:0 besiegt. Ein Erfolg, der nach den letzten Spielen (zwei Niederlagen und ein Unentschieden) unerwartet kam, aber umso wichtiger ist.
Allerdings hat die Mannschaft auch grandios gespielt. Allen voran Torwart Sascha Burchert, der seinen Kasten mal wieder sauber hielt. Mit tollen Paraden, mutigem Aus-dem-Tor-Gehen und festem Zugreifen gefährlicher Bälle. Dann auch Marco Caliguiri, seines Zeichens Kleeblatt-Kapitän und sichere Bank in der Abwehr. Er verteidigte souverän und fair. Und ihm gelang zum ersten Mal nach langer Zeit wieder ein eigenes Tor – das 1:0. Der zweite Treffer nach Vorarbeit von Harvard Nielsen durch Sebastian Ernst war dann das i-Tüpfelchen einer sehr guten Leistung der SpVgg. All das, was ich in meinem letzten Blogbeitrag kritisierte, haben die Kleeblätter im Spiel gegen den Bundesligaabsteiger umgesetzt.
Verlustreich war die Partie aber durch die schwere Verletzung von Maximilian Wittek. In der 57. Minute fiel er unglücklich im Fürther Strafraum auf seinen Arm und schrie vor Schmerzen (Foto: Sportfoto Zink). Jeder, der im Stadion war, sah, dass er sich ernsthaft verletzt haben musste. Sascha Burchert sagte später, er habe „es knacken hören“. Die Diagnose war nicht gut: Wittek hatte sich eine Unterarmschaftfraktur zugezogen, wurde inzwischen operiert und wird vermutlich acht Wochen ausfallen. Die Greuther-Weiber wünschen ihm alles Gute.
Damit ist die Liste der verletzten Spieler von Trainer Stefan Leitl um einen wichtigen Akteur erweitert: Zu Marco Meyerhöfer, Mergim Mavraj, Julian Green, Daniel Keita-Ruel, Marvin Stefaniak und Jamie Leweling kam jetzt noch Maxi Wittek. Hoffentlich geht es den anderen lädierten Kleeblattspielern bis zum nächsten Sonntag, wenn die SpVgg zu Holstein Kiel fährt, wieder besser.