Vom Kleeblatt kommt einfach zu wenig!

Enttäuschend – anders kann man die aktuelle Leistung der Spielvereinigung nicht charakterisieren. Gestern Abend gewann im Ronhof der SV Sandhausen zum ersten Mal gegen das Kleeblatt in Fürth, feierte den dritten Sieg in Serie und ist seit vier Spielen ungeschlagen. Im Gegensatz dazu konnte die Spielvereinigung seit dem Start nach der Corona-Pause noch kein einziges Spiel gewinnen.
„Was ist eigentlich mit dem Kleeblatt los?“ fragte mich heute eine Freundin auf WhatsApp, deren Herz früher einmal (aus verschiedenen Gründen) für die SpVgg schlug. „Ich habe mich gestern sehr geärgert über das Spiel. Da sieht man leider die Abhängigkeit von Nielsen und Hrgota – einer verletzt, einer unter seinen Möglichkeiten.“ Stimmt, da hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Dabei waren die Weiß-Grünen recht gut in die Spielzeit 2019/20 gestartet. Im Dezember besiegte man zu Hause den VfL Bochum mit 3:1 und den Karlsruher SC auswärts sogar mit 5:1. St. Pauli, Jahn Regensburg, alle konnte man schlagen und wichtige Punkte einfahren. Und den 2:0-Sieg Ende Februar 2020 gegen den Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart feierte man wie einen Sechser im Lotto. Da waren nicht nur die Kleeblattfans glücklich, der Verein war mit seinen Spielern und Trainer Stefan Leitl im Reinen.
Doch seit dem erneuten Start nach der coronabedingten Zwangspause – in der sich viele Kleeblattspieler regenerieren und auskurieren konnten – ist der Wurm drin. Das 2:2-Unentschieden gegen den Hamburger SV war letztendlich einem riesigen Durcheinander vor dem Hamburger Tor in der vierten Minute der Nachspielzeit und einer schnellen Reaktion von Havard Nielsen zu verdanken. Die Niederlagen gegen Osnabrück und gestern gegen Sandhausen waren unnötig und zeigen deutlich die Schwächen der Fürther Mannschaft.
Man muss nicht lange diskutieren: Das Kleeblatt ist in seiner sportlichen Leistung einfach nicht konstant. Das Attackieren des Gegners – das Pressing – findet oft nicht statt. Die Pässe sind ungenau und manchmal völlig überhastet. Die SpVgg hat den bei weitem höheren Anteil an Ballbesitz (gestern 63 Prozent), weitaus mehr gespielte Pässe, oft mehr Eckbälle. Aber das, was unterm Strich herauskommt, ist eben nicht genug. Da machen die Gegner die Tore, da gelingt kein Treffer nach einem Eckball (ohnehin das Manko der Kleeblätter), da werden Spiele gegen (vermeintlich) schlechte Gegner verloren. Vielleicht dämpft ja auch die Tatsache, dass die Verträge von Kapitän Marco Caligiuri (enttäuscht nach dem Abpfiff, Foto: Sportfoto Zink) und Maximilian Wittek nicht verlängert werden, die Moral im Team.

Am kommenden Dienstag, 9. Juni, wird um 18.30 Uhr das Spiel gegen Dynamo Dresden nachgeholt. Wie schreibt meine Freundin zu Recht: „Da muss ein Dreier her!“ Und am nächsten Samstag, 13. Juni, findet das Lokalderby gegen den 1. FC Nürnberg statt – vor einer Geisterkulisse ohne Zuschauer im Max-Morlock-Stadion. Auf jeden Fall muss das Kleeblatt dann in Form sein, sonst endet die Saison 2019/20 für die Spielvereinigung wider Erwarten ganz weit unten in der Tabelle.

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