Derbysieger, Derbysieger – leider ohne Publikum

Wirkliche Kleeblattfans sind eben von ihrer Mannschaft überzeugt. Das bestätigte auch die große Zustimmung auf Facebook zu unserem letzten Blogbeitrag. „Lokalderby: Erster Sieg des Kleeblatts nach Restart“ hatten wir getitelt. Und so kam es auch. Die Spielvereinigung gewann das 266. Derby gegen den 1. FC Nürnberg im Max-Morlock-Stadion mit 1:0 – das war der erste Sieg nach der Coronapause für das Kleeblatt.
Das Geisterspiel ohne Zuschauer war hitzig und – wie für ein Derby erwartbar – ruppig, dadurch wurde der Spielfluss oft unterbrochen. Luftduelle endeten mit Kopfzusammenstößen und Verletzten (Mavropanos/Hrgota in der 11. Minute, Mavropanos/Keita-Ruel in der 61. Spielminute, Keita-Ruel hatte eine Platzwunde am Kopf und trug dann einen grünen Turban). Spielerisch zeigten beide Teams nicht viel, es gab Fehlpässe, Torschüsse segelten mehr oder weniger weit am Tor vorbei. Das Kleeblatt agierte – relativ gesehen – noch erfolgreicher, der Club bewies, dass er den schlechten Tabellenplatz nicht zu Unrecht belegt.
Zehn Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit kam es zum heißersehnten Fürther Treffer: Marco Meyerhöfer spielte von rechts in den Strafraum zu Julian Green, der in der 46. Minute eingewechselte Joker David Raum hatte sich frei gelaufen und köpfte aus kurzer Distanz zum 1:0 ins Tor von Christian Mathenia (Foto: Sportfoto Zink). Die weiß-grünen Ersatzspieler auf der Bank und die Fürther Trainerbank jubelten lautstark. Wie wäre dieses Tor bei den Fürther Fans im Stadion gefeiert worden!
Der Club versuchte dann, sich zu fangen und attackierte das Kleeblatt. Ohne Erfolg. In der vierten Minute der Nachspielzeit musste man allerdings noch einmal um den Derbysieg zittern: Die Flanke von Michael Frey köpfte Felix Lohkemper aufs Tor von Sascha Burchert, aber der rettete souverän mit einer Glanzparade.

Das Kleeblatt ist mit diesem Sieg im Lokalderby über die 40-Punkte-Marke in der Tabelle gelangt und wird definitiv nicht mehr in die Abstiegszone kommen. Natürlich muss man in erster Linie auf sich schauen. Aber für den 1. FC Nürnberg wird es zunehmend enger. Der Club steht nach wie vor mit 33 Punkten auf dem 15. Tabellenrang der Zweiten Liga, also in unmittelbarer Nähe des Relegationsplatzes. In den verbleibenden drei Spielen hat er es zunächst im Kellerduell mit Wehen Wiesbaden zu tun – eine lösbare Aufgabe. Aber die Partie gegen den VfB Stuttgart wird für den Club kritisch: Die Stuttgarter wollen unbedingt wieder in die Bundesliga aufsteigen und werden keine Gnade kennen.

Die Spielvereinigung trifft am kommenden Dienstag, 16. Juni, um 18.30 Uhr zu Hause auf den aktuell Viertplatzierten der Zweiten Liga, den 1. FC Heidenheim (der noch Aufstiegsambitionen hat). Auch das Spiel gegen den VfL Bochum (Sonntag, 21. Juni, 15.30 Uhr) ist tricky. Und am letzten Spieltag wird das Kleeblatt beim Spiel gegen Karlsruher SC unter Umständen darüber (mit-)entscheiden, welche Mannschaft in der nächsten Spielzeit drittklassig ist. 

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