Haarscharf an Blamage vorbeigerauscht

Oft ist es ja so, dass man vermeintlich schwache Gegner im Sport unterschätzt. Diesen Eindruck hatte die Spielvereinigung vor der ersten Pokalrunde gegen den Oberligisten RSV Meinerzhagen allerdings nicht vermittelt, Trainer Stefan Leitl hatte von einem „ernstzunehmenden Gegner“ gesprochen. Trotzdem ist das Kleeblatt gestern ganz knapp am Aus in der ersten Runde vorbeigeschrammt.

Der Westfalenpokalsieger Meinerzhagen verzichtete auf sein Heimrecht, da der Verein die strengen Hygienevorschriften nicht hätte leisten können. So fand die Partie im Sportpark Ronhof statt. Schon von Beginn an war offensichtlich, dass die Meinerzhagener ein starker Gegner waren. Sie zeigten wenig Respekt vor dem Zweitligisten. Das Kleeblatt wirkte unsortiert und entwickelte keine Ideen. Die Westfalen setzten die Fürther schon früh unter Druck. Ein Konzept, das von Erfolg gekrönt war, denn die SpVgg hatte im gesamten ersten Durchgang große Probleme im Spielaufbau und konnte trotz höheren Ballbesitzes keine Chancen herausspielen. Pässe gingen oft an den Gegner, kaum eine Aktion war erfolgversprechend. Enttäuschend war auch Neuzugang Abdourahmane Barry, der noch dazu eine Gelbe Karte erhielt.
Prompt gelang dann dem „Underdog“ das Führungstor in der 50. Minute. Fürth stand ab jetzt unter Zugzwang, um das dritte Erstrunden-Aus in Serie abzuwenden. Sebastian Ernst gelang dann in der 72. Minute der ersehnte Ausgleich. Während schon alle Mannschaften im DFB-Pokal, die schwächere Gegner hatten, mit hohen Ergebnissen in die Kabinen gehen konnten, musste die SpVgg in die Verlängerung. Doch die Kräfte bei den Akteuren des RSV Meinerzhagen schwanden. Julian Green gelang mit seinem Schuss zum 2:1 (99.) endlich die Führung. Rechtsverteidiger Marco Meyerhöfer konnte sich noch in der ersten Hälfte der Verlängerung zweimal in die Torschützenliste eintragen, innerhalb weniger Minuten hieß es auf einmal 4:1 (103./105.).
Im letzten Spielabschnitt wurde dann die Fürther Dominanz noch deutlicher. Ein weiterer Spieler des RSV Meinerzhagen konnte nicht mehr weitermachen, so dass die Gäste nur noch mit acht Feldspielern auf dem Platz waren. Dem Sommerneuzugang vom SC Eltersdorf – Dickson Abiama – gelangen seine ersten beiden Pflichtspieltreffer für das Kleeblatt, er freute sich und wurde von seinen Teamkollegen beglückwünscht (Foto: Sportfoto Zink).
Insgesamt war das ein hart erkämpfter 6:1-Erfolg gegen den Oberligisten RSV Meinerzhagen. Damit löst die Spielvereinigung nach zwei erfolglosen Teilnahmen endlich mal wieder das Ticket für die 2. Runde des DFB-Pokals. Meinerzhagen hielt lange stark dagegen und schnupperte an der Sensation – doch letztlich fehlten den Amateuren die Kräfte.

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