TV-Wahrsagerin sieht „Veränderung beim Kleeblatt“

Meine langjährige Freundin – die vor fast zwei Jahren von Erlangen nach Fürth gezogen ist und sich hier wunderbar eingelebt hat – interessiert sich inzwischen auch für das sportliche Wohl und Wehe des Kleeblatts. „Sieh‘ Dir mal die Sendung mit der Wahrsagerin im Franken Fernsehen an“, mailte sie mir, „was die für die Spielvereinigung für 2018 vorhersagt“. Ich mache mich also schlau und bekomme dort Interessantes und Aufschlussreiches zu sehen.

Helga Meiner verwendet (nach eigenen Angaben) für ihre Vorhersagen Pendel und Karten, besonders effektiv sei das „Zigeuner Tarot“. Auf die Frage aus dem Off, wie ihre Prognose für bzw. gegen einen möglichen Abstieg der Spielvereinigung Greuther Fürth lautet, kommt Folgendes: Frau Helga meint, dass Greuther Fürth „Unterstützung bekommen wird, die man sich wünschen kann…Aber es sieht so aus, als ob sie weiterhin Probleme haben werden“. Helga Meiner sieht da „eine Veränderung“, „möglicherweise kommen auch andere Personen dazu oder gehen weg“. Frau Helgas Fazit „Sie werden sich sehr schwer tun!“
Ob man etwas auf die kryptischen Prophezeiungen der FF-Wahrsagerin gibt, bleibt jedem einzelnen überlassen. Manche glauben ja an Wahrsagerinnen, Kartenleser und Horoskope. Kleeblattfans sind in diesem Fall aber vermutlich eher skeptisch, denn Helga Meiners Pendel verrät für den 1. FC Nürnberg, dass „Verein und Fans 2018 endlich den langersehnten Aufstieg des Clubs in die Erste Liga feiern“.

Naja, mal sehen, was uns das Fußballjahr 2018 bringt. Wir Greuther-Weiber und unsere Freundin sind ja nicht generell gegen Orakel. Wir schwören allerdings in erster Linie auf die Eingebungen und Prognosen des Tierorakels Daisy.

Hier ist der gesamte Videoclip des Franken Fernsehens mit der Wahrsagerin Helga Meiner.

„Heute bin ich blond“

Das erste Training des Kleeblatts im neuen Jahr 2018 fand statt und sportlich war eigentlich alles wie 2017. Trainer Damir Buric freute sich über engagierte Spieler, die „mit Freude“ den Trainingsbetrieb wieder aufnahmen. „Intensive Einheiten in Verbindung mit Fußball“, beschrieb der Coach das Programm, das auf seine Spieler wartete.

Auffallend waren allerdings eher optische Veränderungen. Schon 2016 gab es bei prominenten Fußballern einen Trend zu blonden Haaren. Lionel Messi, Neymar und Mats Hummels färbten sich ihre Haare. Und auch 2017 griffen Robert Lewandowski und Rafinha tief in den Wasserstoffperoxid-Topf. Zur Freude oder dem Leidwesen ihrer weiblichen Fans. Ich persönlich finde dunkelhaarige Sportler bzw. Männer (bis auf wenige Ausnahmen) attraktiver.

Jetzt – Monate später – ist die Welle in Franken, sprich: Fürth, angekommen: Außer Ersatztormann Timo Königsmann ist offenbar auch Maximilian Wittek in den Weihnachtsferien zum Friseur gegangen und entschied sich dafür, aus seiner dunklen Haarpracht eine helle zu machen (Foto: Sportfoto Zink). Vielleicht hat er sich ja auch den Titel der Tragikomödie des Regisseurs Marc Rothemund zu Herzen genommen: „Heute bin ich blond“.

Und noch etwas: Vom 6. bis 13. Januar 2018 geht’s – jetzt doch!!! – für die Profis der Spielvereinigung ins Trainingslager. Ziel ist die spanische Stadt Jerez de la Frontera – kurz Jerez – in der Region Andalusien. Jerez ist bekanntlich die Heimatstadt des berühmten Sherry. Die SpVgg ist dort im Hotel Barceló Montecastillo Golf untergebracht. Zuvor wartet am morgigen Freitag bereits das erste Vorbereitungsspiel. Das Kleeblatt ist um 14 Uhr zu Gast bei Bayer 04 Leverkusen.

Hier findet Ihr eine Bilderstrecke auf ran.de zum Thema „Hummels und Co: Die Top-Elf der Blondgefärbten 2016“.

Mit Optimismus ins weiß-grüne Fußballjahr 2018

Jahresrückblicke haben oft so was Besserwisserisches. Da wird erklärt, was man hätte besser, anders oder schöner machen können. Und in Jahren, die nicht besonders glücklich und erfolgreich waren, hat ein Blick zurück sogar deprimierende Züge. Diesem Gefühl kann ich mich nur schwer entziehen, wenn ich meine Rückblicke im Greuther-Weiber-Blog auf vergangene Jahre durchlese. „Himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt“ titelte ich im Dezember 2012 – trotz des Aufstiegs in die Bundesliga. Dann: „2013 war ein zwiespältiges Jahr für Kleeblattfans“, im Dezember 2015 riskierte ich den „Blick zurück mit Daisy“, unserem Tierorakel. „Kopf hoch: 2017 wird auf jeden Fall besser“ prognostizierte ich dann Ende 2016. Nein, im Dezember 2017 machen wir es anders. Die Spielvereinigung hat es verdient, dass man auch als kritisches Greuther-Weib die positiven Komponenten betont.

Mit dem Neubau der Haupttribüne und ihrer Verlängerung wurde rund um den Sportpark Ronhof | Thomas Sommer im vergangenen Jahr ein großes Projekt in Angriff genommen. Überdimensioniert oder ein Muss, wenn man im modernen Profi-Fußball bei Sponsoren und lukrativen Unterstützern eines Vereins punkten möchte? Ich glaube: Das Projekt war ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Mannschaft hat sich nach der Trennung von Trainer Stefan Ruthenbeck (der sich inzwischen um das Schlusslicht in in der Bundesliga, den 1. FC Köln, kümmert) und Janos Radoki (bis Ende August 2017 in Fürth)  auf den (seit Anfang September) neuen Coach Damir Buric eingeschworen. Der hatte und hat es bestimmt nicht leicht, denn die Resultate der 18 bisherigen Zweitligaspiele sind alles andere als gut. Das Kleeblatt rangiert aktuell mit 18 von möglichen 54 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz. Aber: Mit einer gefühlten Tendenz nach oben. Denn die einzelnen Spieler haben durchaus Potenzial und versuchen, ihr Können und ihre Erfahrung in den einzelnen Partien auszuspielen.

Seit wenigen Wochen ist Rachid Azzouzi nach fünf Jahren wieder Sportdirektor der Spielvereinigung. Von ihm erhofft man sich Taten und Entscheidungen, richtige Entscheidungen. Wer in der Winterpause gehen und – noch wichtiger – kommen wird, das wird sich zeigen. Das Kleeblatt ist neben Jahn Regensburg das einzige Zweitliga-Team, das nicht in den Genuss eines Trainingslagers im Ausland kommt. Die Kleeblätter trainieren ab Mittwoch, 3. Januar, in Fürth. Geplante Testspiele: 5. Januar bei Bayer Leverkusen, am 17. Januar gegen SV Darmstadt 98. Die Saison 2018 startet am Mittwoch, 24. Januar, mit der Auswärtspartie bei Arminia Bielefeld, dann bleiben der SpVgg noch 16 Spieltage, um sich vom Abstiegsplatz nach oben zu kämpfen. Ich denke mal, das ist zu schaffen. (Das Lokalderby gegen den 1. FC Nürnberg steigt am Samstag, 3. März 2018, um 13 Uhr im Max-Morlock-Stadion.)

Wenn sich die Kleeblattfans in den kommenden Monaten verstärkt dazu entscheiden könnten, ins Stadion im Ronhof zu gehen und ihrem Verein lautstark den Rücken zu stärken, dann könnte die Mannschaft nach gewonnenen Partien im Teamkreis vor dem Fanblock feiern (Foto: Sportfoto Zink). Und dann sollte diese bislang desolate Saison doch noch gut zu Ende gehen! Oder nicht?

Last-Second-Tor für die Lilien

Wie kann das sein? Die Kleeblattfans wähnten sich mit einem 1:0-Sieg gegen den SV Darmstadt 98 schon auf dem Relegationsplatz in der Winterpause, da passiert es: Drei Minuten Nachspielzeit, Schiedsrichter Tobias Reichel lässt einfach noch weiter spielen (3:15, 3:20), er pfeift und pfeift nicht ab. Da gelingt Hamit Altintop aus 25 Metern eine wunderschöne Flanke, die der Fürther Keeper Sascha Burchert nicht halten kann. Der Ball schlägt ins Fürther Tor! Da ist der Ausgleich zum 1:1, Spieler, Trainer und Fans sind wie gelähmt. Aber das Leben ist kein Ponyhof, und eine Partie läuft eben leider so lange, wie der Schiedsrichter es möchte.

Das Spiel vor rund 9000 Zuschauern war von Beginn an qualitativ eher mittelprächtig. Dass die Kleeblattfans vor dem Pausenpfiff doch einen Grund zum Jubeln hatten, konnten sie Maximilian Wittek verdanken. Er verwandelte in der 45. Minute einen direkten Freistoß mit einem Linksschuss zur 1:0-Führung fürs Kleeblatt. Wittek ließ sich zu Recht von den begeisterten Zuschauern feiern (Foto: Sportfoto Zink).

Nach der Pause verbesserte sich das Niveau der Partie deutlich, beide Seiten hatten gute Torchancen, die allerdings weder die Kleeblätter noch die Lilien in Tore umsetzen konnten. Der Mann des Tages im Fürther Team (zumindest bis zur Nachspielzeit) war eindeutig Torwart Burchert, der seinen Kasten mit souveränen Paraden sauber hielt. Vielversprechende Konterchancen versemmelten sowohl Fürths Kapitän Marco Caligiuri (82. Minute ) als auch der kurz vorher eingewechselte Daniel Steininger (85. Minute). Eine fatale Nachlässigkeit, die die Fürther am Ende teuer bezahlen mussten.

Die Spielvereinigung muss durch diesen Last-Minute-Ausgleich auf einem direkten Abstiegsplatz (17. Rang) überwintern. Sie hat 18 Punkte nach 18 Spielen und muss sich an Silvester für das Jahr 2018 mehr Erfolg wünschen. Zur Winterpause sieht es jedenfalls zappenduster aus. Im neuen Jahr spielt das Kleeblatt am Mittwoch, 24. Januar, in Bielefeld. Neues Jahr, neues Glück? Das kann man nur hoffen.

Lilien auf dem Weg zum Fürther Ronhof

Vor wenigen Minuten sind die Fans von Darmstadt 98 durch die Königstraße in Richtung Fürther Ronhof marschiert. Eine nicht allzu große Gruppe – das nasskalte Winterwetter ist nicht gerade einladend für die Zuschauer, heute um 13.30 Uhr das Stadion zu füllen.
Das Pflichtspieljahr 2017 erreicht an diesem Wochenende seine Ziellinie. Die Begegnung mit der Spielvereinigung ist für die Lilien etwas Besonderes: Sie bildet nicht nur den Rückrundenauftakt der laufenden Saison. Nein, es ist gleichzeitig auch das erste Pflichtspiel von Cheftrainer Dirk Schuster seit seiner Rückkehr auf den Trainerstuhl des SV 98. Bekanntlich wurde Torsten Frings nach einer Serie von elf sieglosen Spielen am 8. Dezember 2017 als Coach freigestellt. Mit „riesiger Vorfreude“ blickt der 49-Jährige Schuster – so die Vereins-Website – diesem Startschuss entgegen, wohl wissend, dass die 90 Minuten am Sonntag nur die ersten Meter eines „langen und steinigen Weges“ darstellen.

Darmstadt 98 liegt aktuell (nach seinem Bundesligabstieg Ende der letzten Saison) mit 18 Punkten auf dem 16. Rang der Zweiten Liga. Das Kleeblatt ist den Lilien mit nur einem Punkt Abstand dicht auf den Fersen. Wenn die SpVgg heute gewinnt und drei Punkte holt, dann kann sie die Winterpause immerhin auf dem Relegationsplatz verbringen. Das wäre mal ein kleines Trostpflaster – für Spieler, den Verein und vor allem die Fans. Denn die Punkte-Abstände zu den anderen Plätzen sind nicht allzu groß und keinesfalls unüberwindbar. Ein Freund meinte gestern, dass das Kleeblatt heute mit 4:0 gegen Darmstadt 98 siegen wird. Lieber Pit, Dein Wort in Gottes Ohr!

Merry X-mas: Rettungsring für Kleeblattfans

Der Altstadt-Weihnachtsmarkt auf dem Fürther Waagplatz hat Kultstatus. In der kleinen Budenstadt können Besucher von Nah und Fern – inzwischen schon zum 38. Mal – bei Hobbykünstlern ihre Weihnachtseinkäufe tätigen und ihnen beim Klöppeln, Glasblasen und Malen zusehen. Der Altstadt-Weihnachtsmarkt ist außerdem ein beliebter Treffpunkt: Bei Glühwein, Eierpunsch und Maroni sieht man alte Bekannte wieder. Ein Highlight ist jeden Abend um 20 Uhr der Auftritt des Nachtwächters, der nach seinem Vortrag den Markttag mit dem markigen Ausruf „Marktruhe!“ beschließt.
Als Greuther-Weib bin ich ja immer besonders aufmerksam, ob es in Fürth etwas Originelles gibt, das mit der Spielvereinigung zu tun hat. Auch auf der Altstadt-Weihnacht wurde ich fündig. Viele von Euch können sich bestimmt noch an meinen Blogbeitrag über die „Weiß-grünen Kleeblattmäuse aus der Mäusefabrik“ erinnern. Andrea und ihr Mann sind seit Jahren dem Häkeln verfallen, ihre Kleeblatt- und anderen Mäuse sind längst zum Verkaufsrenner geworden. Die beiden kommen neben ihrem Beruf bei der Menge der Bestellungen oft kaum hinterher. Mit der Spielvereinigung fiebern die beiden nach wie vor mit. Und deshalb haben sie sich jetzt wieder was Besonderes einfallen lassen: Ihre Türkränze im Spielvereinigungslook sind witzig. Es gibt sie in einer kleinen (16 €) und großen (24 €) Version. Ein fairer Preis, wenn man bedenkt, dass Andrea für so ein Exemplar ungefähr fünf Stunden häkelt. Die Mäuseprodukte werden noch bis nächsten Sonntag, 17. Dezember, wochentags zwischen 16 und 20 Uhr und am Samstag und Sonntag zwischen 13 und 20 Uhr im Marktstand direkt am Waagplatz verkauft.

Ich hatte, als ich die „Türkranz-Inspiration“ von Andrea zum ersten Mal sah, allerdings noch eine völlig andere Assoziation: Könnte es sich nicht vielleicht um einen Rettungsring handeln, der Kleeblattfans über Wasser halten soll? Auch oder gerade dann, wenn der Verein gegen den möglichen Abstieg in die Dritte Liga kämpft? Wenn das so ist, dann sollten sich viele diesen Ring zulegen. Denn gemeinsam mit Hilfe und der Unterstützung seiner Anhänger schafft es das Kleeblatt garantiert, sich im Laufe der nächsten Monate wieder vom Tabellen-Ende ins Mittelfeld hochzukämpfen.
Wer es bis Sonntag nicht zum Waagplatz schafft: Die „Rettungsringe“ gibt es auch über Facebook.

Magyars Tor macht Kleeblattfans glücklich

Nach dem fulminanten 4:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli vor zwei Wochen hat das Kleeblatt letzten Samstag gegen den MSV Duisburg wieder geschwächelt. Umso wichtiger sind die drei Punkte, die es heute gegen den 1. FC Heidenheim im Ronhof einfahren konnte. 1:0 lautete das Ergebnis nach dem Abpfiff.

Im Gespräch haben mich diese Woche zwei Fußball-Greenhorns gefragt, woran es in dieser Saison bei der Spielvereinigung eigentlich hakt. Ich brachte es schnell auf den Punkt: Grundsätzlich ist das Zusammenspiel bei den Fürthern harmonisch und effektiv. Die einzelnen Spieler haben durchaus Qualitäten und sind auch motiviert. Aber die Offensive hat im gegnerischen Strafraum oft kein Durchsetzungsvermögen, zu wirklichen Abschlüssen – sprich: Toren – kommt es einfach zu selten. So ähnlich war es auch heute wieder. Die Spielvereinigung agierte mit Mut und Können, aber wo war die Chancenverwertung? Und der FC Heidenheim hatte (Gott sei Dank!) einen schlechten Tag und musste nach zuletzt fünf ungeschlagenen Spielen (vier Siege, ein Remis) wieder mal eine Niederlage einstecken.

Schon in der sechsten Spielminute wäre es beinahe zum Kleeblatt-Tor gekommen: Jurgen Gjasula hatte sich einen Abpraller ergattert und scheiterte nur an einer starken Parade des Heidenheimer Keepers Kevin Müller. In der folgenden halben Stunde gelang den Gästen erst mal nicht viel. Als sie dann endlich Oberwasser hatten und verstärkt im Fürther Strafraum kämpften, waren es die Kleeblätter in der 28. Minute, die zu ihrem heiß ersehnten Treffer kamen: David Raums Pass und Gjasulas Abschluss wurde vom herausrennenden Müller und Timo Beermann erst mal geblockt. Doch Gjasula behielt seinen klaren Kopf, gab an Richard Magyar ab, der seinen Größenvorteil gegenüber Ronny Philp ausnutzte (Magyar ist neun Zentimeter größer) und aus fünf Metern zum 1:0 einköpfte. So lautete auch der Pausenstand.
Gut zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff hätte die SpVgg fast das 2:0 gemacht. Aber Khaled Nareys starker Lauf war nicht vom Erfolg gekrönt, und Julian Greens Kopfball scheiterte an Keeper Müller. Insgesamt bleib der heutige Angstgegner FC Heidenheim in den Zweikämpfen zu zaghaft. Echte Chancen hatten vielmehr die Kleeblätter. Aber – wie oben kritisiert – die Chancenverwertung klappte eben nur mäßig! Bis vor das gegnerische Tor spiel(t)en sie stark, bei vermeintlich todsicheren Gelegenheiten sind die Jungs aber einfach zu lax.

Am Ende reichte es heute durch den einen Treffer von Magyar (der sich nach Spielende richtig freute, Foto: Sportfoto Zink) für drei ganz wichtige Punkte. Mit insgesamt 17 Punkten nähert sich die Spielvereinigung wieder den Nicht-Abstiegsplätzen. Der SV Darmstadt 98 hat gegen Erzgebirge Aue verloren und liegt nach 17 Spielen nur einen Punkt vor dem Kleeblatt auf Tabellenrang 16. Und genau diese Darmstädter sind die Gegner der SpVgg beim letzten Heimspiel des Fußballjahrs 2017 am nächsten Sonntag, 17. Dezember. Hoffentlich kommen dann mehr Zuschauer ins Stadion als heute: Gerade mal 6965 Zuschauer waren da – ein Armutszeugnis!

Kleeblatt-Ente auf La Palma bringt Glück

In den vergangenen Jahren war ich in der tristen Winteranfangszeit immer jeweils eine Woche in wärmeren Gefilden: Portugal, Mallorca, Ibiza und 2016 auf Fuerteventura. Und in diesem November habe ich die kanarische Insel La Palma besucht. Auf ihr sind alle Highlights der anderen Kanaren – Teneriffa, La Gomera, El Hierro, Fuerteventura, Lanzarote und Gran Canaria – vereint. Die Natur ist spektakulär: Es gibt schöne Strände mit schwarzem Sand, beeindruckende Vulkane, hohe Berge, Lorbeerwälder, Drachenbäume und Leuchttürme. Der Vielfalt und der – zumindest im Nordosten – ganzjährig grünen Vegetation verdankt La Palma die Beinamen La Isla bonita („Die schöne Insel“).

Natürlich habe ich als Greuther-Weib auf meine Reise wieder ein typisches Kleeblatt-Accessoire mitgenommen, das Glück bringen sollte. Letztes Jahr auf Fuerteventura einen Hipsterbeutel, dieses Mal eine weiß-grüne Kleeblatt-Ente mit Greuther-Fürth-Schal. Diese Ente habe ich dann für das Foto (oben) wagemutig an den Rand einer vulkanischen Klippe positioniert. Das Meer, die Brandung und der Wind waren extrem wild, weil am Tag zuvor ein kleines Sturmtief über La Palma hinweg gezogen war.

Aber was ein echtes Kleeblatt ist, das kann auch den heftigsten Turbulenzen widerstehen. Und es hält sich wacker im Sturm. So ähnlich muss es sich wohl auch bei den Fußballern der Spielvereinigung verhalten. Denn während ich die Kanaren besuchte, haben sie im Ronhof den FC St. Pauli empfangen und zur großen Freude aller SpVgg-Fans den Kiezverein mit 4:0 besiegt. Greuther-Weib uwo hat zu Hause das Spiel gesehen und darüber gebloggt. Und ich saß am Sonntag nach dem Schlusspfiff gemütlich bei einem Café con leche in einem typischen Straßencafé (mit Wettbüro!) in Los Llanos de Aridane und habe im Internet vom tollen Ergebnis in Fürth erfahren. Viva!

Kleeblatt trotzt Bochum einen Punkt ab

Knapp zwei Stunden nach dem Schlusspfiff bei der heutigen Auswärtsbegegnung zwischen der Spielvereinigung und dem VfL Bochum saß ich mit Tierorakel Daisy im Auto und stand bei der Ampel der A73-Ausfahrt Poppenreuth an der roten Ampel. „Heute haben beide fränkischen Vereine leider nur unentschieden gespielt“, lauteten die Sport-News auf Bayern 3. Dem 1. FC Nürnberg habe ein 2:o-Vorsprung gegen Holstein Kiel nichts geholfen, die Clubberer beendeten das Spiel mit 2:2. Und die Spielvereinigung Greuther Fürth kam leider auch nicht über ein Remis hinaus. Wobei – so der vermeintlich fachmännische Kommentator im Radio – „nach einem frühen Treffer des Kleeblattspielers Daniel Caligiuri“ alles drin gewesen wäre. Tja, dachte ich mir, ein böser Schnitzer! Da müsste man eben wissen, dass der Mittelfeldspieler Daniel Caligiuri beim FC Schalke 04 unter Vertrag steht. Und dass Daniel Caligiuri der jüngere Bruder von Marco Caligiuri ist, der für die SpVgg kickt.

Der heutige 14. Spieltag war fürs Kleeblatt zumindest kein sportliches Fiasko. Trainer Damir Buric hatte sich dafür entschieden, den „Spielmacher“ Jurgen Gjasula nach der 2:3-Niederlage bei Jahn Regensburg erst mal auf der Bank zu belassen. Auch Manuel Torres schaffte es nicht in die Startformation. Dafür konnte Maximilian Wittek nach seiner Gelbsperre wieder antreten.

Der Ruhrpott-Verein Bochum rangiert nur wenige Plätze vor der SpVgg in der Tabelle – und kassierte heute mit der ersten Standardsituation nach acht Minuten ein schnelles 0:1! An Witteks Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld kam Serdar Dursun nicht ran, aber Caligiuri fackelte nicht lange und schob den Ball aus wenigen Metern flach ins Bochumer Netz. Sein drittes Saisontor! Nur zehn Minuten später glich der VfL dann aber aus – ebenfalls nach einer Standardsituation. In dem Stil hätte es für die Zuschauer und angereisten Kleeblattfans weitergehen können: Viele Tore erfreuen jeden Fußballfan. Aber leider war die zweite Halbzeit von taktischem Spiel geprägt. Das Kleeblatt machte seine Sache recht gut, es stand in der Defensive kontrolliert und setzte auf schnelles Umschaltspiel. Spannend wurde es noch mal ganz am Schluss, als Khaled Narey in der 90. Minute in Richtung Tor abzog, nachdem ein Bochumer Abwehrspieler ausgerutscht war. Leider wurde Narey im letzten Moment noch beim Schuss geblockt. So blieb es beim 1:1.

Unsere Bilanz: Auch im 18. Spiel in Folge hat die Spielvereinigung heute kein Gegentor vermeiden können und damit den Vereins-Negativrekord eingestellt. Trotz 13 Schüssen aufs Bochumer Tor und mit einem Ballbesitz von nur 38 Prozent war das heute das zweite Unentschieden des Kleeblatts in dieser Saison. Mit elf Punkten liegt die Mannschaft immer noch auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Abstand zum Relegationsplatz sind drei Punkte. Am nächsten Sonntag, 26. November, empfangen die Fürther zu Hause den FC St. Pauli. Zwar ein Gegner, dem man emotional positiv gegenübersteht. Aber das Aufeinandertreffen wird dennoch kein leichtes sein. Wie wäre es deshalb mal mit vielen Zuschauern im Ronhof? Damit das Kleeblatt die kraftvolle Unterstützung bekommt, die es dringendst braucht!

Lesestunde für kleine Kleeblattfans

Noch vor dem nächsten Zweitliga-Auswärtsspiel am kommenden Samstag, 18. November, gegen den VfL Bochum (Anstoß um 13 Uhr) findet etwas ganz Besonderes statt. Anlässlich des bundesweiten Vorlesetages für Jung und Alt lädt die Volksbücherei ein: Am Freitag, 17. November, von 14 bis 17 Uhr werden Geschichten für alle von bekannten und nicht bekannten Vorlesern zum besten gegeben. Im Zentrum des Nachmittags stehen Geschichten für Kids im Alter zwischen fünf und zehn Jahren. Nach Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung (14 Uhr) wird der frühere Fan-Koordinator und jetzige Leiter des CSR-Managements der Spielvereinigung, Nicolas Heckel, lesen (um 16.30 Uhr). Der Ort der Veranstaltung ist die Fürther Innenstadtbibliothek (Neue Mitte, Friedrichstraße 6a). Der Eintritt ist frei.

Bereits zum 14. Mal rufen DIE ZEIT, Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Stiftung ganz Deutschland zur Teilnahme am bundesweiten Vorlesetag auf. Im letzten Jahr waren es über 130.000 Teilnehmer, die geholfen haben, ein Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens zu setzen. Denn für das Lesen und Vorlesen brauchen Kinder Vorbilder, die ihnen Lesefreude vermitteln, damit sie später mit mehr Begeisterung selbst zu Büchern, Zeitungen oder E-Books greifen.