Heimsieg gegen Dynamo – Kleeblatt wieder in der Spur

Länderspielpausen haben auf jeden Fall ihr Gutes: Eine Mannschaft wie die Spielvereinigung kann sich nach drei Niederlagen erst mal wieder sammeln und neu definieren. Das war auch der Plan für das Heimspiel im Fürther Ronhof – übrigens das 800. der Spielvereinigung in der Zweiten Liga! Das Traditionsteam von Dynamo Dresden war zu Gast – und mit ihm fast 2000 angereiste Fans.

Der Fürther Coach hatte im Gegensatz zum 0:2 beim Hamburger SV seine Startelf auf vier Positionen verändert: weiter lesen

Der Hamburger SV war einfach besser

Eines gleich vorneweg: Die Spielvereinigung hat ihre unverständlich desolate Leistung im letzten Spiel gegen Holstein Kiel heute wettgemacht. Leider hat sie dennoch die Auswärtsbegegnung beim Hamburger SV mit 0:2 verloren. Dass das Ergebnis heute noch niedrig ausfiel, ist vor allem der Fürther Abwehr – allen voran Kapitän Marco Caligiuri und Mergim Mavraj (Foto: Sportfoto Zink) – und dem sicheren Tormann Sascha Burchert zu verdanken. weiter lesen

Kleeblatt vergeigt das Kärwaspiel

Heimspiele am Kärwasonntag haben für Kleeblattfans immer eine ganz besondere Faszination. Immerhin 9350 Zuschauer konnte man heute im Ronhof zählen. Vormittags war schon eine Gruppe von Kleeblattanhängern lautstark durch das Kirchweihgelände gezogen (Foto: KH) und hatte mit ihrem Anliegen – eine Spielvereinigung ohne das Wort „Greuther“ im Namen – für einiges Aufsehen bei den ersten Kirchweihbesuchern gesorgt. Da war kaum ein Durchkommen, aber alles blieb friedlich.

Das Fußballspiel gegen den (bis zu diesem Zeitpunkt) Tabellenvorletzten der Zweiten Liga, Holstein Kiel, sollte aus Fürther Sicht kein gravierendes Problem werden. Und auch OB Thomas Jung hatte beim gestrigen Anstich des ersten Bierfasses bei der Kärwa-Eröffung Orakal spielen wollen: So viele Schläge, wie er benötige, so hoch könne die Spielvereinigung heute auch gewinnen. Jung brauchte drei Schläge.

Pustekuchen! Es kam komplett anders. Die Partie ging tatsächlich 3:0 aus. Allerdings für die Kieler. Die Männer aus Holstein waren deutlich überlegen und profitierten von Fehlern einer Fürther Mannschaft ohne Biss und Konzept. Tor Nummer 1 fiel in der 27. Minute: Janni Serra lief um Kleeblatt-Keeper Sascha Burchert – der weit aus dem Tor gekommen war – herum auf traf aus äußerst spitzem Winkel ins Fürther Tor. Eine sportliche Reaktion der SpVgg war praktisch nicht vorhanden: unzählige Ballverluste, schlechte Pässe, die Offensive litt offenbar unter „schweren Beinen“.
Demzufolge starteten die Störche aus Kiel die zweite Halbzeit mit einem zweiten Tor, das Makana Baku für sich verbuchen konnte. Den Treffer hatte Ex-Kleeblatt David Atanga geschickt eingeleitet. Aber nicht mal dieser Rückstand rüttelte die SpVgg auf. Nicht ein einziger Schuss aufs Kieler Tor! Und als eine gute Stunde im Fürther Ronhof vergangen war, erhöhte Baku dann noch zum 3:0 für die Gäste. Fürth erwachte erst dann aus dem gefühlten Zustand des Wachkomas. Harvard Nielsens und Julian Greens zaghafte Versuche, einen Abschluss zu machen, scheiterten leider kläglich.
Nach dem verlorenen Heimspiel gingen viele Kleeblattfans eher mit gedrückter Stimmung auf die Kärwa. Vor dem Stadtteater trafen sich weiß-grün gekleidete Fans bei fränkischer Musik der „Kapelle Konrad“ (Foto: KH), aber nicht mal die fetzige Musik konnte frustrierte Fans aufbauen. Kein Grund zum Feiern!
Hoffen wir auf eine bessere sportliche Leistung bei der nächsten Begegnung beim Hamburger SV am nächsten Samstag. Oft spielt das Kleeblatt auswärts bei guten Mannschaften (siehe letztes Spiel gegen den Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart) ja deutlich besser als zu Hause gegen vermeintlich schlechte Teams.

Färdder Kärwa – Kleeblatt satt!!!

Wer befürchtet, dass er während der zwölftägigen Fürther Kirchweih vom 28. September bis 9. Oktober Entzugserscheinungen von der Spielvereinigung bekommen könnte, der irrt gewaltig. Besondere Aktionen des Kleeblatts gibt es zuhauf: Autogrammstunde, Heimspiel-Highlights und Erntedank-Festzug – es wird allerhand geboten. weiter lesen

Kleeblattfans gänga zum Ronhof nieber

Die Kärwa naht mit schnellen Schritten, große Teile der Fürther Innenstadt werden heute für den Aufbau von Buden, Fahrgeschäften und Karussells gesperrt. Das Kärwaspiel am kommenden Sonntag, 29. September, ab 13.30 Uhr im Ronhof gegen Holstein Kiel wirft seine Schatten voraus. Witzig ist das große Plakat, das an mehreren markanten „Einflugschneisen“ (Foto: Kirsten Harder) , sprich: wichtigen Straßen, hängt: „Andere fahren zu ihrem Klub, mir gänga nieber“ ist dort zu lesen. Dieser Satz trifft den Nagel auf den Kopf. Woanders ist auf großen Transparenten zu lesen, dass sich andere Fans bei guten Aktionen und Erfolgen ihrer Mannschaft zu „Standing ovations“ hinreißen lassen, Kleeblattfans nur fränkisch-trocken kommentieren „Bassd scho“. Stimmt, Fürther Fußballfans haben ihren eigenen Humor, da wird mit enthusiastischer Begeisterung manchmal dezent hinter dem Berg gehalten.

Also: Ich hoffe, das Stadion ist am Sonntag rappelvoll, wenn viele Fans „nieberganga“ sind. Denn: Um den Luxus, dass ein Fußballstadion so zentral im Stadtgebiet liegt und man einfach mal schnell zu Fuß dorthin läuft oder spontan mit dem Rad zum Ronhof rüberfährt, darum beneiden uns viele andere Vereine!

Super gespielt, aber leider verloren!

Was für ein tragischer Verlauf dieses heutigen Spitzenspiels gegen den Bundesliga-Absteiger und Tabellenersten VfB Stuttgart! Da macht die Spielvereingung vor über 50.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena ein richtig gutes Spiel (Teamkreis nach dem Abpfiff, Foto: Sportfoto Zink), hat mehrere verdammt sichere Torchancen. Und verliert dann doch unglücklich mit 0:2.

Pech hatte das Kleeblatt gleich zum Start der Begegnung: weiter lesen

Heimsieg auf den letzten Drücker

Heute war bei warmem Herbstwetter der berühmte Grafflmarkt in Fürth. Und wie so oft fand am gleichen Tag im Sportpark Ronhof ein Spiel der Spielvereinigung statt. Der heutige Gegner hieß SV Wehen Wiesbaden. Vor dem Anpfiff lagen die Aufsteiger aus der Dritten Liga auf dem letzten Tabellenplatz der Zweiten Liga. Die Geschichte des hessischen Vereins ist interessant: In der Spielzeit 2006/07 gelang nach 81 Jahren Vereinsbestehen der erstmalige Aufstieg in die 2. Bundesliga. Seit der Saison 2007/08 trägt die Mannschaft ihre Heimspiele nicht mehr im Wehener Stadion am Halberg aus, da es nicht den Anforderungen der Deutschen Fußballliga (DFL) entsprach. Man entschied sich gegen eine Erweiterung und für einen Stadion-Neubau in Wiesbaden (Wehen ist der drittgrößte Stadtteil von Taunusstein und liegt nur zehn Kilometer von Wiesbaden entfernt). Seit der Umsiedlung nach Wiesbaden nennt sich der Verein SV Wehen Wiesbaden.

Das Spiel startete so, wie einige Skeptiker es befürchtet hatten: weiter lesen

Kleeblatt startet mit Power ins Spiel

Wenn es die Stadt Bielefeld wirklich nicht gäbe, hätte die Spielvereinigung heute auch nicht gegen deren Zweitligateam gespielt. Wer den Hintergrund dieser satirischen Verschwörungstheorie nicht kennt: Bei der „Bielefeld-Verschwörung“ wird behauptet, die Stadt Bielefeld gäbe es nicht, ihre Existenz werde lediglich überzeugend vorgetäuscht. Diese Theorie kursiert seit 1994 als Dauerwitz im Internet.

Aber: Bielefeld existiert, und das Kleeblatt hat mit einem 2:2-Unentschieden heute einen Punkt mit nach Hause genommen. Immerhin, es war kein leichtes Vorhaben. weiter lesen

Erkämpfter Punktgewinn beim Bundesliga-Absteiger

Nicht nur Miesmacher und Pessimisten befürchteten heute eine (eventuell sogar hohe) Niederlage der Spielvereinigung gegen den Bundesligaabsteiger Hannover 96. Aber es kam anders: Das Kleeblatt erkämpfte sich mit einer guten Leistung ein 1:1-Unentschieden. Und damit einen Punkt in der Tabelle der Zweiten Liga.
Im Gegensatz zur Partie in der letzten Woche gegen Jahn Regensburg wirkte die Fürther Mannschaft von Anfang an geordnet und strukturiert. weiter lesen

Daniel Keita-Ruel und seine zweite Chance

Ein Profi-Stürmer der Spielvereinigung ist unter die Schriftsteller gegangen. Daniel Keita-Ruel verfasste seine Autobiografie unter dem Titel: „Zweite Chance: Mein Weg aus dem Gefängnis in den Profifußball“. Das Buch – so der Verlag Kiepenheuer & Witsch (Foto: Screenshot) – wird am 16. Januar 2020 erscheinen, als KiWi-Paperback (224 Seiten, 18 Eur) und E-Book.

Daniel Keita-Ruel hat französisch-senegalesische Wurzeln (sein Vater kommt aus dem Senegal, seine Mutter von der französischen Mittelmeerinsel Korsika) und ist seit dem 1. Juli 2018 im Kleeblattkader. Die Story des Buchs wird auf der Website des Verlags kurz erzählt: weiter lesen