Sieg durch Dresdner Eigentor, warum nicht?

Wer kann sich nicht noch gut daran erinnern, als das Kleeblatt in früheren Spielzeiten vom Pech verfolgt war? Da fielen in den letzten Sekunden noch entscheidende Gegentore, da wurden Treffer wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben, da ging dem Kleeblatt einfach mal die Luft aus.

Heute war es genau umgekehrt. Und ich frage: Warum nicht? Die Spielvereinigung hat die Partie gegen den Fünfplatzierten der Zweiten Liga – Dynamo Dresden – durch ein Eigentor von Aias Aosman (Foto) mit 1:0 gewonnen. Glücklich werden die Sachsen sagen. Verdient, meine ich. Das Spiel war von Beginn an erst mal fest in Fürther Hand, es gab einige brisante Situationen und gute Chancen. Die allerdings nicht verwandelt werden konnten. Das Kleeblatt agierte quirlig, war aktiv, aber das Feintuning beim Zusammenspiel und den Pässen war alles andere als optimal. (Was Passgenauigkeit ist, hat man beim Champions-League-Spiel AS Monaco gegen den Borussia Dortmund bewundern können. Da saß doch einfach alles!)

Zurück zur heutigen Begegnung im Ronhof. Mit 0:0 gingen beide Mannschaften in die Pause. In der 54. Minute wechselte dann Trainer Janos Radoki Mathis Bolly für Khaled Narey ein. Wohl in der Hoffnung, dem Fürther Konzept neue Impulse zu geben. Allerdings war es der Dresdner Akaki Gogia, der fünf Minuten später nach einem schnellen Lauf quer durchs Stadion und einem Schuss aus knapp 20 Metern Distanz zum ersten ernstzunehmenden Abschluss der Dresdner kam. Möglichkeiten hier, Chancen dort. Als Zuschauer befürchtete man schon, dass es heute zum torlosen 0:0 kommen könnte.

Doch dann hatten die Kleeblattfans ihre Freude in der 74. Minute: Eine Flanke von Veton Berisha von der linken Seite – auf Höhe der Strafraumgrenze – will Aias Aosman klären. Er ist voll im Sprint, erwischt den Ball mit dem rechten Oberschenkel und knallt ihn aus 16 Metern unglücklich ins eigene Tor. Keeper Marvin Schwäbe ist völlig chancenlos.
Zwar hatte Dynamo in der restlichen Spielzeit noch ein, zwei gute Gelegenheiten zum Ausgleich, die Gäste kamen aber nicht zum Vollzug. Das Kleeblatt rettete sich über die letzten Minuten und verpasste es, eigene Kontermöglichkeiten effektiv umzusetzen.

Die Spielvereinigung kann nach drei sieglosen Partien heute über drei wichtige Punkte richtig happy sein. Der Abstand zum Tabellenfünften Dynamo Dresden ist auf drei Zähler geschrumpft. Nächsten Samstag, 29. April, ist das Team von Janos Radoki zu Gast beim Abstiegskandidaten Arminia Bielefeld – dessen Torwart Wolfgang Hesl viele Kleeblattfans ja noch in bester Erinnerung haben.

Kein Ostergeschenk fürs Fürther Kleeblatt

Man kann neunzig Minuten guten Fußball spielen – und trotzdem mit 0:1 verlieren. Wie soll das gehen? Ganz einfach: Aufgrund eines einzigen Fehlers vonseiten der Spielvereinigung fiel das Tor für den VfL Bochum. Und drei mögliche Punkte waren für das Kleeblatt perdu.

Fußball am „heiligen“ Ostersonntag? Geschmackssache, aber mittlerweile im engen Zeitplan der Profivereine wohl unvermeidbar. Das Ruhrstadion in Bochum war trotzdem mit fast 11 500 Zuschauern passabel gefüllt, die angereisten Kleeblattfans drängten sich in der engen Fankurve (Foto). Aber sie machten – wie so oft – positive und lautstarke Stimmung für ihr Team. Das Spiel startete mit deutlichen Vorteilen für die Gäste, Robert Zulj, Jurgen Gjasula und Khaled Narey hatten einige ganz vielversprechende Ansätze. Doch das Verhängnis ereignete sich dann in der 18. Spielminute: Sercan Sararer spielt einen völlig verunglückten Rückpass direkt in den Lauf des Ex-Kleeblatts Johannes Wurtz. Der zieht vor Keeper Balazs Megyeri erst nach außen und gibt dann quer ins Zentrum. Dort lässt sich Thomas Eisfeld nicht lange bitten und schiebt den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 ins Fürther Tor. Der Führungstreffer schien das Kleeblatt nicht groß zu beeindrucken, aber die Zahl der Fehlpässe nahm nach dem Bochumer Führungstor zu – auf beiden Seiten.
Nach der Halbzeitpause gelingen der SpVgg bis zum Strafraum ganz gute Kombinationen, aber je näher die Kleeblätter sich dem gegnerischen Tor nähern, desto einfallsloser und schlampiger agieren sie. Nach dem Wechsel in der 60. Minute für den angeschlagenen Robert Zulj hat Veton Berisha eine supergute Chance: Er läuft beherzt mit der Kugel aufs Tor zu und möchte sich den Ball für den entscheidenen Schuss zurechtlegen. Aber der Bochumer Tormann Manuel Riemann macht dem Norweger einen Strich durch die Rechnung. Symptomatisch für die heutige Partie. Beide Keeper liefern als „spielende Torleute“ eine sehenswerte Leistung und vereiteln weitere Tore. Ein Highlight war außerdem Marcel Franke, der mögliche Chancen des VfL kurz vor dem Vollzug mit fairen Mitteln vereitelte.

Die Partie ging für das Kleeblatt etwas unglücklich mit 0:1 zu Ende. Die Mannschaft ist offensiv einfach zu harmlos und verlor heute zum zweiten Mal in Folge. Nach fünf Unentschieden hintereinander gewann der VfL Bochum wieder einmal ein Spiel und schiebt sich auf den neunten Tabellenplatz nach oben. Die Spielvereinigung bleibt weiter auf Rang sechs, sie ist mit 40 Punkten allerdings 14 Zähler vom Relegationsrang entfernt. Fazit: Die Zweitliga-Saison wird fürs Kleeblatt wohl trotz zunehmend guter Mannschaftsleistung auf einem mittleren Platz zu Ende gehen. Die Fürther empfangen bereits am Freitag (18.30 Uhr) Dynamo Dresden zu Hause im Ronhof.

Kleeblatt-Osterhase erobert nicht nur Kinderherzen

Ausgerechnet am Ostersonntag findet das nächste Zweitligaspiel des Kleeblatts statt. Gegner ist der VfL Bochum, ein Verein, für den ich ja bekanntlich besondere Sympathie habe, weil einer meiner Lieblingssänger, Herbert Grönemeyer, aus der Ruhrpottstadt kommt.
Ein Highlight für viele Kinder ist der Ostersonntag, weil man versteckte Ostereier sucht und vielleicht auch so noch das eine oder andere Geschenk absahnt. Für Kleeblatt-Fans sollte es nicht schwer sein, dieses Jahr für ihre Kids etwas Passendes zu finden. Ich spreche vom Kleeblatt-Osterhasen (Foto). Ich finde ihn supersüß, er hat doch Charisma, oder? Nach dem Weihnachtsmann und den Kleeblatt-Adventskalendern, über die wir schon in unserem Greuther-Weiber-Blog geschrieben haben, kommt jetzt also der nächste weiß-grüne Typ zu besonderen Ehren. In den Fanshops und dem einen oder anderen Supermarkt ist er (noch) zu haben.

Für alle Mitglieder des Stammtisch Ronhof und der Ronhof Racker gibt´s eine perfekte Kombination im Angebot: Stammtisch Ronhof-Mitglieder und Racker, die sich in Kleeblatt-Fanshops auf die Suche nach einem Ostergeschenk begeben, sollten das ab sofort im Franken Ticket oder im Fanshop Greuther Teeladen tun. Dort bekommen sie ab einem Einkaufswert von 20 Euro einen Kleeblatt-Osterhasen gratis dazu. Die Aktion gilt nur gegen Vorlage des Mitgliedsausweises des Stammtisch Ronhof beziehungsweise der Bestätigungsmail der Ronhof Racker bis einschließlich Ostersamstag.

Mund abwischen und weiter kämpfen!

Serien sind dafür da, irgendwann auch mal durchbrochen zu werden. So passierte es beim Auswärtsspiel des Fürther Kleeblatts gegen den 1. FC Kaiserslautern. Die Spielvereinigung verlor nach neun Partien ohne Niederlage, Lautern gewann nach sechs Spielen ohne Sieg. 2:0 war der Endstand für die Gastgeber. Eine Serie hat jedoch weiter Bestand: Seit über acht Jahren holte die Spielvereinigung keinen einzigen Punkt auf dem Betzenberg.

Die beiden Tore für die Roten Teufel waren schon (in der 20. und 39. Minute) gefallen, als David Raum (Foto) zu Beginn der zweiten Halbzeit für Johannes van den Bergh auf den Platz kam. Der 18-jährige Mittelfeldspieler ist ein vielversprechendes Talent aus dem eigenen Nachwuchs und bestritt sein zweites Zweitligaspiel. Coach Janos Radoki hatte bereits kurz vor der Pause taktisch auf das bewährte 3-4-1-2-System umgeswitcht und hoffte nun, mit Einwechslungen ein wenig mehr Power und Durchschlagskraft ins Team zu bringen. Nach Raum kam dann Sercan Sararer (54.) für Veton Berisha. Aber die heutige Krux des Kleeblatts – geringe Präzision im Zuspiel und zu wenig Biss – konnte auch mit den frischen Spielern nicht therapiert werden. Wie es eben manchmal ist, wenn man drei Spiele in sieben Tagen hat: Diese Englischen Wochen zehren an den Kräften und haben es definitiv in sich.
Erst in der Schlussphase kam die Spielvereinigung zu einer (ersten) erwähnenswerten Torchance: Khaled Narey gelang aus 14 Metern in zentraler Position ein Abschluss, er zielte aber exakt auf den Lauterer Keeper Julian Pollersbeck. Deshalb blieb es vor 21 812 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion beim 2:0 für die Roten Teufel.
Das Kleeblatt rangiert weiterhin mit 40 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz der Zweiten Liga. Am Ostersonntag, 16. April, tritt die SpVgg um 13.30 Uhr erneut auswärts an, sie spielt gegen den (aktuell) Tabellenzehnten VfL Bochum.

0:0 – Das war das Spiel der Tormänner

Entweder haben sich zu wenige Kleeblattfans das Attest von Coach Janos Radoki ausgedruckt. Oder aber die Chefs ließen sich nicht erweichen, ihre Mitarbeiter schon früher von der Arbeit ins Stadion zu schicken. Denn nur so lässt sich die geringe Zahl von 8035 Zuschauern im Fürther Ronhof erklären. Die Anstoßzeit 17.30 Uhr an einem ganz normalen Wochentag ist einfach grenzwertig.

Um es kurz zu machen: Die Spielvereinigung bleibt auch nach dem neunten Spiel in Folge ungeschlagen und hat sich von Eintracht Braunschweig mit 0:0 getrennt. Schade, denn eigentlich hätte das Fürther Team locker gewinnen können. Es spielt inzwischen viel passgenauer als früher und entwickelt Schnelligkeit. Außerdem ist „Pressing“ für die Kleeblätter schon längst kein Fremdwort mehr.

Einfach Pech war der vom Braunschweiger Keeper gehaltene Foulelfmeter, den Niko Gießelmann in der 36. Minute nicht zum Führungstor verwandeln konnte. Jasmin Fejzic, den viele von uns noch wegen der unglücklichen Niederlage im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund 2012 in guter Erinnerung behalten haben, machte dem Kleeblatt einen Strich durch die Rechung. Überhaupt: Die „Männer des Tages“ waren beide Torleute – eben Fejzic (rechts) und Balazs Megyeri (links). Sie hielten, was es zu halten gab, sie verbauten ihrem Gegner manch gute Chance.
Das Kleeblatt biss sich die Zähne an den mauernden Niedersachsen aus. Auch nach der Einwechslung von Dursun und Gjasula kam es zu keinen nachhaltigen Aktionen, sprich: Toren. In den Schlusssekunden wurde es noch einmal richtig spannend: Braunschweig scheiterte mit einem Schuss an Megyeri (90.). Und zwei Minuten später köpfte Dursun aus fünf Metern ganz knapp am Tor vorbei.

Am Samstag geht es schon wieder weiter: Das Kleeblatt spielt auswärts beim 1. FC Kaiserslautern.

„Kleeblatt-Attest“ von Chefcoach Radoki

Seit acht Spielen in Folge ist das Kleeblatt ungeschlagen. Fünf davon endeten sogar mit einem Sieg. Das einzige Manko bei der Spielvereinigung ist derzeit die geringe Zuschauerzahl. Die dümpelt vor sich hin, egal, welcher Gegner im Ronhof aufläuft. Beim Spiel Mitte März gegen den Zweitligaersten VfB Stuttgart waren beispielsweise nur 12 660 Gäste im Stadion. Und auch morgen könnte es mau werden, die frühe Anstoßzeit um 17.30 Uhr macht es nicht einfacher, das Kleeblatt zu unterstützen. Um potenzielle Besucher zu motivieren, sich für das morgige Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Eintracht Braunschweig ein Ticket zu kaufen, hat sich der Verein eine witzige Aktion einfallen lassen:

Acht gute Gründe gegen Eintracht Braunschweig ins Stadion zu kommen:
1. Läuft gerade beim Kleeblatt! Mit fünf Siegen aus neun Rückrundenspielen und insgesamt 18 Punkten ist die SpVgg Greuther Fürth das zweitbeste Team der Rückrunde. Nur der 1. FC Union Berlin ist besser.

2. Gute Aussichten im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer! Vor allem vor heimischer Kulisse ist die Mannschaft von Janos Radoki stark. Die letzte Heimniederlage datiert von Anfang Dezember 2016 gegen den FC St. Pauli. Seitdem trat die SpVgg weitere vier Mal zu Hause an – und konnte alle Partien für sich entscheiden.
3. Tore garantiert! Das Kleeblatt präsentiert sich zuletzt effektiv und treffsicher. Das letzte Heimspiel ohne Kleeblatt-Tor war ebenfalls die Begegnung gegen die Mannschaft vom Millerntor im Dezember. Seitdem brachte die Spielvereinigung im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer die Kugel immer im Tor unter.
4. Die weißeste Weste der Rückrunde: Erst fünf Tore musste die Radoki-Elf in der Rückrunde hinnehmen – so wenig wie kein anderes Team. Außerdem schaffte es seit Dezember nur Hannover 96, in Fürth ein Tor zu schießen. Beim 4:1-Kleeblattsieg. Die letzten drei Heimspiele stand bei Torhüter Balazs Megyeri die Null.
5. Radoki macht Spaß! Seitdem dem Amtsantritt des 45-Jährigen steht sein Motto: „Wir müssen mit Leidenschaft auf dem Platz unsere Fans mitreißen.“ Das haben auch alle seine Jungs verinnerlicht und zeigen sich in jeder Partie zweikampfstark, mit Wille, Emotionen und Leidenschaft.
6. Abendessen steht bereit: Dank dem neuen Kleeblatt-Caterer El Paradiso muss sich kein Stadionbesucher Gedanken um das Abendessen machen. Ob „Bratwurst-Schaschlik“, „Lachssemmerla“ oder andere Stadion-Köstlichkeiten – jeder wird im Angebot an den Kiosken bestimmt fündig werden.
7. Das Wetter spielt mit! Zwar soll es gegen Ende der Woche wieder etwas kälter werden, aber Mittwoch ist ja zum Glück noch nicht Ende der Woche. Zum Anstoß um 17.30 Uhr werden es um die 14 Grad mit der Chance auf noch ein paar Abend-Sonnenstrahlen.

Und das achte Argument gefällt mir besonders gut:

Das „Kleeblatt-Attest“ vom Chefcoach:
Wer noch Überzeugungsarbeit beim Vorgesetzten leisten muss, dem hilft vielleicht das Kleeblatt-Attest für das Mittwochabend-Spiel, unterschrieben vom Cheftrainer Janos Radoki höchstpersönlich.

Hier könnt Ihr Euch das Attest runterladen und ausfüllen. Also: Nichts wie hin morgen Abend zum Topspiel gegen Eintracht Braunschweig. Auf dass das Stadion voll wird und das Kleeblatt auch in der neunten Begegnung in Folge ungeschlagen bleibt!

Gjasulas Comeback und Zuljs Doppelpack

Ich hatte vor dem heutigen Auswärtsspiel gegen den FC Heidenheim optimistisch einen 3:1-Sieg des Kleeblatts vorhergesagt. Greuterweib uwo war jedoch eher skeptisch. Wir sollten beide nicht Recht behalten. Die Spielvereinigung hat gewonnen, aber „nur“ mit einem 2:0. Beide Treffer machte Robert Zulj, der nach Vorlagen von Veton Berisha und Khaled Narey den gegnerischen Torwart schlecht aussehen ließ.

In der ersten Halbzeit war das Kleeblatt eindeutig die dominierende Mannschaft. Nach einer guten Chance von Niko Gießelmann in der 7. Minute fiel eine Viertelstunde später das 1:0 durch Zulj. Die Gastgeber wussten mit dem Rückstand nicht umzugehen, sie leisteten sich viele Fehlpässe, was nicht gerade zur Qualität des Spiels beitrug. Kapitän Marc Schnatterer war während der gesamten 93 Minuten der mit Abstand beste Spieler im Team der Ostalbstädter. Nur: Er konnte keinen Ball im Fürther Tor unterbringen.

Nach der Halbzeitpause drehte sich die Situation allerdings um: Die Gastgeber agierten offensiver und souveräner, Schnatterer machte dem Kleeblatt das Leben weiter schwer: Einmal musste Balazs Megyeri sensationell mit den Fingerspitzen retten, dann setzte Schnatterer (Gott sei Dank!) knapp über die Latte (62., 63.). Glück für die Spielvereinigung!
Die angereisten Kleeblattfans jubelten, als in der 65. Minute Jurgen Gjasula nach langer Ausfallzeit (wegen eines Achillessehnenrisses) sein Comeback feiern konnte. Vielleicht war das der Kick für das Kleeblatt-Team? Denn schon drei Minuten später gibt Serdar Dursun den Ball an Narey, der an Zulj weiterleitet. Und der erhöht völlig ungestört den Fürther Vorsprung auf 2:0. Gjasula jubelt mit dem Torschützen (Foto). Vier Minuten später hat dann Khaled Narey noch mal ein tolle Chance, aber – wie so oft – schwächelt er im Abschluss und zielt aus spitzem Winkel links am Heidenheimer Tor vorbei (72.).

Mit dem heutigen Sieg kann das Kleeblatt seine Erfolgsserie fortsetzen: Für die Mannschaft von Trainer Janos Radoki war das bereits das achte Ligaspiel in Folge ohne Niederlage. Chapeau! Ausruhen kann man sich in dieser englischen Woche allerdings nicht. Am Mittwoch, 5. April, empfängt das Kleeblatt um 17.30 Uhr zu Hause im Fürther Ronhof Eintracht Braunschweig. Die rangiert mit 50 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz und könnte für die Spielvereinigung eine echt harte Nuss werden!

Am Sonntag ist wieder Kleeblatt-Time

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Am nächsten Sonntag ist endlich wieder „Kleeblatt-Time“. Die Länderspielpause seit dem Heimsieg gegen den VfB Stuttgart ist dann vorbei. Allerdings – und da werde ich vielen Fußballfans aus dem Herzen sprechen: Die beiden Länderspiele waren unterhaltsam. Vor allem das Frendschaftsspiel gegen England war teilweise hoch emotional. Als Lukas Podolski bei seinem Abschiedsspiel in der Nationalmannschaft seine Begrüßungsworte sprach, das hatte was. Und nach seinem Traumtor in der 69. Minute – das 49. in seiner Länderspiellaufbahn – schwappten die Gefühle im Dortmunder Stadion und bei den Zuschauern vor den Fernsehgeräten über. Poldi – Du hast die Fußballszene bereichert und bist ein echt toller Typ! (Angeblich will Poldi, bevor er nach Japan geht, im Sommer noch eine Eisdiele eröffnen. Dazu wünschen wir ihm eine Extra-Portion Glück!)

Ob die Auswärtspartie der Spielvereinigung am 2. April gegen den 1. FC Heidenheim ähnlich spannend wird, muss man sehen. Das Kleeblatt ist immerhin seit sieben Spielen ungeschlagen und steht momentan auf dem sechsten Tabellenplatz. Der 1:0-Sieg gegen den (damaligen) Tabellenführer VfB Stuttgart war Balsam auf die Seelen vieler Fürther Kleeblattfans. Die sportliche Leistung verbessert sich kontinuierlich. Die Mannschaft hat sich inzwischen mehr und mehr aufeinander eingespielt, das Konzept von Trainer Janos Radoki geht offensichtlich auf. Er gibt immer wieder auch jungen Spielern die Chance, sich in einem Zweitligaspiel zu bewähren. „Alte Hasen“ wie Robert Zulj, Niko Gießelmann und Marco Caligiuri sind eine sichere Bank. Und die (hoffentlich) baldige Rückkehr von Jurgen Gjasula (nach langem krankheitsbedingtem Ausfall) könnte dem Team einen Schub geben.
Es sind noch neun Spiele bis zum Saisonende am 21. Mai im Fürther Ronhof, wenn das Kleeblatt zum krönenden Abschluss gegen Union Berlin antritt – den aktuellen Tabellenführer. Die Gegner bis dahin sind mit z.B. Eintracht Braunschweig und Dynamo Dresden keine leichten, aber äußerst attraktiv. Vielleicht – und da werden so manche wieder sagen, wir Greuther-Weiber sehen die SpVgg manchmal zu sehr durch die rosarote Brille – wird nach dem Abpfiff des letzten Spiels der Saison 2016/17 der Berliner Kiezverein in die Bundesliga aufsteigen. Und das Kleeblatt steht dann womöglich wieder einmal auf dem Relegationsplatz…

Mit der Leistung besiegt man auch Tabellenführer

Seitdem ich mein neues Kleeblatt-Hoodie an den Tagen anziehe, wenn das Kleeblatt spielt, ist die Spielvereinigung eindeutig auf der Gewinnerstraße. Meine Schwester schlug vor, es einfach mal drauf ankommen zu lassen, und das gute Stück bei einem wichtigen Spiel nicht anzuziehen, um zu sehen, was passiert. Aber ich kann mich beherrschen.

Also, nach der heutigen Leistung muss ich der Mannschaft wirklich mein Kompliment ausdrücken. Gegen den Spitzenreiter VfB Stuttgart zu Hause anzutreten, ist keine einfache Sache. Ihn zu besiegen, das ist toll! Von Beginn des Spieles an war das Kleeblatt selbstbewusst, mutig und dominierte das Geschehen im Ronhof. Dass ausgerechnet Veton Berisha, der in den vergangenen Wochen und Monaten keine überzeugenden Leistungen geboten hatte, und dem das Glück einfach nicht hold war, das 1:0 machte, freut mich besonders. In der neunten Minute zog der Norweger forsch aus 30 Metern Distanz ab. Sein Aufsetzer schlug im rechten Eck von Stuttgarts Keeper Mitchell Langerak ein. Die frühe Führung verlieh den Gastgebern Motivation, die Fans im mit knapp 12 700 Zuschauern ganz gut besetzten Stadion waren begeistert. Auch im weiteren Spielverlauf zeigten die Fürther wenig Respekt vor dem Zweitliga-Spitzenreiter und spielten munter nach vorne. Adam Pinter (15., 36., 41.) und wiederum Berisha (17.) hätten die Führung ausbauen können. Die schwäbischen Bundesliga-Absteiger waren heute insgesamt wenig kreativ und vom schnellen Fürther Führungstor und deren Überlegenheit wohl überrumpelt und frustriert.
Nach einer superschönen Chance von Serdar Dursun kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit – und einer weiteren eine Viertelstunde später – schaltete die SpVgg einen Gang zurück, was dem VfB einen besseren Stand ermöglichte. Aber dank Keeper Balász Megyeri und einer kompakten Abwehr kamen die Stuttgarter nicht zum Anschlusstreffer. Sie versuchten zwar in der Schlussphase, verstärkt Druck zu machen und drängten das Kleeblatt immer weiter zurück, ein wahres Ballgewitter prasselte auf das Kleeblatt nieder. Aber die Weiß-Grünen zeigten Stärke und boten dem VfB Paroli. Es blieb beim 1:0.
Die Spielvereinigung ist also seit sieben (!) Spielen ungeschlagen und rangiert jetzt auf dem sechsten Tabellenplatz. Und mein Hoodie, klar, das werde ich auch beim nächsten Spiel am 2. April gegen den 1. FC Heidenheim wieder tragen.

VfB-Blog fragt – Greuther-Weiber antworten

Kleeblattfans stehen seit Tagen in den Startlöchern: Morgen um 13 Uhr wird das Spiel gegen den Tabellenersten – den VfB Stuttgart – im Ronhof angepfiffen. Die Stuttgarter sind letzte Saison aus der Bundesliga abgestiegen, haben allerdings neben Union Berlin und Hannover 96 gute Karten, den Wiederaufstieg perfekt zu machen. Aber das Kleeblatt wird morgen ein harter Brocken. Die Spielvereinigung ist seit sechs Spielen ungeschlagen und will, dass das weiter so bleibt. Nicht unmöglich, denn gegen den damaligen Tabellenführer Hannover 96 hat das Kleeblatt Anfang Februar zu Hause mit 4:1 gewonnen.

Auch für die Fans des VfB ist die Begegnung morgen etwas Besonderes. Deshalb wurden die Greuther-Weiber vor ein paar Tagen von den Machern des Blogs „Rund um den Brustring“ gefragt, ob sie sieben provokante Thesen zum morgigen Spiel und zur aktuellen Situation der Spielvereinigung beantworten möchten.  „Rund um den Brustring“ ist ein Blog und ein Podcast, der sich seit Oktober 2015 mit allem rund um den Brustring, also den VfB Stuttgart 1893 e.V., beschäftigt. Regelmäßig werden hier Spiele des VfB besprochen, Experten zum nächsten Gegner oder zu Neuzugängen befragt, außerdem die Vereinspolitik und viele weitere Themen rund um den Brustring kommentiert. Also ein ähnliches Konzept, wie wir es mit unserem Greuther-Weiber-Blog auch verfolgen.
Hier findet Ihr die Fragen des Blogs und unsere Antworten: Rund um den Brustring