Nullnummer in Aachen

Edgar PribGut, es gibt Studien, die wollen herausgefunden haben, dass Trainerwechsel aufgrund anhaltender Erfolglosigkeit meistens nicht wirklich etwas bringen. Ich erinnere da an eine Untersuchung einiger Forscher aus Münster und Kassel aus diesem Jahr, die sich mehr als 150 Trainerentlassungen zwischen 1963 und 2009 vorgenommen haben und dabei zu der Erkenntnis gekommen sind, dass die meisten Mannschaften nicht im Geringsten davon profitieren.
Und doch konnte man bei der Partie der SpVgg in Aachen mal wieder sehen, dass sich Mannschaften unter neuem Coach zumindest kurzzeitig steigern können. Weitaus stärker als in den vergangenen Wochen  hat man die Aachener bei ihrer ersten Partie unter Interimstrainer Ralf Außem erlebt. Von einem Duell Tabellenführer gegen Schlusslicht war da jedenfalls nichts zu erkennen, im Gegenteil. Die Fürther hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn sie ohne Zähler die Heimreise hätten antreten müssen. So ist die Spielvereinigung nochmal mit einem blauen Auge – und einer ärgerlichen Roten Karte für Edgar Prib – davongekommen.

Einen kühlen Kopf bewahrt!

Manchmal ist das Leben ganz schön unfair. Ich will am morgigen Samstag endlich mal wieder trempeln gehen und den ganzen alten Trödel loswerden, der sich in unserem Keller angestaut hat. Und was sagt der Wetterbericht? Na klar, dass es ausgerechnet ab morgen vorbei ist mit dem Sommer 2011, sogar regnen soll es.

Und Fürths Fußballer? Die müssen am Freitag Abend bei brütender Hitze gegen Bochum ran. Dass die Partie gegen den VfL nicht gerade ein Augenschmaus werden würde, war da ja fast abzusehen. Rein statistisch betrachtet hätte das eigentlich eine klare Sache werden müssen, immerhin hat Bochum noch kein einziges Heimspiel in der 2. Liga gegen Fürth gewonnen.

So klar war es dann aber doch nicht, zumindest nicht in der ersten Halbzeit, denn da war Bochum doch das  spielbestimmendere  Team. Spielerisch war die Partie zwar auch nach dem Wechsel nicht gerade ein Schmankerl, aber wie treffsicher sich die Fürther da präsentierten und wie eiskalt sie ihre Chancen verwandelten, verdient wirklich allen Respekt. Gleich viermal schepperte es im Bochumer Kasten, am Ende ein hochverdienter 4:1-Sieg für das Kleeblatt. Die Statistik hat also Recht behalten.

Fazit: Tabellenführung vorerst zurückerobert, Abkühlung redlich verdient!

Wiedersehen mit einem alten Bekannten

Ich würde ja schon gerne wissen, welche Gefühle Benno Möhlmann morgen beschleichen, wenn er mit seinem aktuellen Team, dem FC Ingolstadt, auf seine alte Mannschaft trifft. Immerhin hat er die Fürther selbst – in mehreren Anläufen – insgesamt acht Jahre lang trainiert. Möhlmann hat wie ich finde immer eine besondere Art der Ruhe und Abgeklärtheit ausgestrahlt, und er ist in all den Jahren fast schon zu einer Art Institution am Ronhof geworden.

Jetzt kämpft er mit den Ingolstädtern um den Klassenerhalt, während das Kleeblatt mit einem Sieg sogar wieder auf einen Aufstiegsplatz klettern kann. Das wird auf jeden Fall ein spannendes Derby morgen Abend. Ich persönliche wünsche mir natürlich den Fürther Sieg, und hoffe trotzdem, dass Ingolstadt am Ende der Saison die Klasse halten kann!

Herausforderungen muss man annehmen

Das vergangene Sportwochenende hat, wie ich finde, vor allem einen Aspekt deutlich herausgestellt. Dass es im Sport oftmals mehr bringt, Herausforderungen anzunehmen und auch mal unter widrigen Umständen anzutreten als nach Ausreden zu suchen und lange über Gebrechen oder Verletzungen zu lamentieren.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Skiläuferin Maria Riesch. Sie war ja zuletzt ziemlich angeschlagen, musste sogar einige  Trainingsläufe absagen. Trotzdem hat sie stets betont, dass es einfach nicht angebracht sei, über Krankheiten oder Verletzungen allzu viele Worte zu verlieren, wenn man sich entschieden hat, bei so einer WM an den Start zu gehen. Riesch nahm die Herausforderung an und wurde Dritte in der Damenabfahrt. Alle Achtung!

Auch über das große Verletzungspech der Fürther wurde ja in den vergangenen Tagen viel geredet und debattiert. Und die Vereinsführung hat meiner Meinung nach richtig reagiert und immer wieder betont, dass alles Jammern ja ohnehin nichts bringt. Die Mannschaft selbst hat schließlich das Beste aus ihrer vermeintlich misslichen Lage gemacht. Das, was die Jungs –  vor allem diejenigen aus der zweiten Reihe, die sonst kaum zum Einsatz kommen – beim 3:1-Erfolg gegen Cottbus hingelegt haben, war richtig gut.

Kein leichter Gegner zum Auftakt

Gut einen Monat vor dem Saisonauftakt in der zweiten Liga hat die DFL heute die ersten Partien der neuen Spielzeit bekannt gegeben. Zum Auftakt müssen die Fürther gleich mal gegen den Karlsruher SC ran. Nicht gerade ein leichter Kontrahent zum Start, und das nicht nur, weil die Karlsruher durchaus ernstzunehmende Aufstiegskandidaten sind.

Wir erinnern uns: Eine 1:4-Heimniederlage kassierte Fürth damals im Hinspiel. Und auch in der zweiten Begegnung – beim 1:1 am letzten Spieltag – taten sich die Fürther gegen die Mannschaft von Trainer Markus Schupp schwer. Ob der KSC da genau der richtige Gegner zum Saisonauftakt ist? Aber man kann es sich halt leider nicht aussuchen.  

Bislang jedenfalls scheint die Vorbereitung der SpVgg ja optimal zu verlaufen. Ende Juli geht´s erstmal ins Trainingslager nach Kitzbühel. Und ein Testspiel gegen Bundesligist TSG Hoffenheim steht auch schon fest. Da kann sich die Büskens-Truppe schon mal warmschießen für ihr erstes Heimspiel in der Trolli-Arena.

Der Tag danach

Ja, kann man sagen, es ist doch „nur“Fußball. Und natürlich hat es die Deutsche Elf bei der WM weit gebracht. Trotzdem bin ich heute morgen mit einem komischen Gefühl aufgewacht. Tag eins nach dem Ausscheiden der DFB-Auswahl gegen Spanien. Der Traum vom Titel geplatzt! Da ist man doch ein bisschen wehmütig und traurig.

Schließlich überwiegt dann aber doch wieder das Positive, vor allem, wenn man sich das  Auftreten der Deutschen Elf noch einmal ins Gedächtnis ruft: Sie haben immerhin wunderschönen Fußball gezeigt, haben den Fans viel Freude gemacht und vor allem hatte man das Gefühl, das hier ein Team auf dem Platz stand, das vor allem im Kollektiv stark war. Da hat Jogi Löw wirklich ganze Arbeit geleistet.

Mal sehen, wie sich die jüngste „Teambuilding“-Maßnahme der Fürther auf die kommende Saison auswirkt. Die Mannschaft hatte sich ja zuletzt in die Fränkische Schweiz zurückgezogen, um beim Kajakfahren und Orientierungslauf das optimale Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln.

Erschien in Allgemein | Kommentare deaktiviert für Der Tag danach

Punkteteilung am Ostersonntag

20100404_fca_spvgg_2459Mit den Feiertagen ist das ja so eine Sache. Da stehen die obligatorischen Familienbesuche an, meist beginnt die Sause schon am Mittag, anschließend geht es bei Kaffee und Kuchen weiter. An solchen Tagen kann es schon mal passieren, dass das fußballerische Geschehen in den Hintergrund rückt und man sich ausnahmsweise mal nur mit den nötigsten Infos versorgen lässt.

Ich hatte am heutigen Ostersonntag einen Freund gebeten, mich per sms über die Partie der Fürther gegen Augsburg auf dem Laufenden zu halten. Nach einer knappen Viertelstunde piepste es erstmals: 1:0 Nöthe – Super, dachte ich mir und legte das Handy zufrieden beiseite. Ein paar Tassen Kaffee und einige Schokoeier später hatte ich die Partie in der Impuls-Arena – das muss ich zu meiner Schande gestehen – schon fast wieder vergessen.

Tja, und so kann es dann gehen: Beim erneuten Blick aufs Mobiltelefon gab es gleich die geballte Ladung: Gelb-Rot für Biliskov, Ausgleich Thurk, verschossener Elfmeter von Allagui – Das waren meine 90 Minuten Kleeblatt im Schnellverfahren. Na dann, Frohe Ostern!

Koblenz bleibt Angstgegner

20100319 TuS Koblenz - SpVgg Greuther FürthEs wird ja – mit fortschreitendem Saisonverlauf –  meistens immer schwerer, gerade gegen diejenigen Mannschaften zu punkten, die im Tabellenkeller stehen. Davor hatte Mike Büskens schon im Vorfeld der Partie gegen TuS Koblenz gewarnt. „Sie werden kratzen, beißen, spucken“, hatte er  prognostiziert. Ganz so viel Einsatz mussten die Koblenzer letztlich nicht einmal an den Tag legen – die Fürther machten es ihnen auch so leicht genug.

Mal ehrlich: Was das Kleeblatt beim 0:2 gegen Koblenz abgeliefert hat, war ja wohl nix – da war kein Kampfgeist zu erkennen und auch kein Siegeswille. Vor allem nach dem 0:1 schienen die Fürther in eine regelrechte Schockstarre verfallen zu sein. Und dann kam auch noch Pech dazu, als Fürstner den Gastgebern per Eigentor zum zweiten Treffer verhalf.

Fazit: Koblenz war auch beim vierten Versuch für die SpVgg nicht zu knacken und bleibt wohl erstmal der Angstgegner der Franken. Und während sich die TuS mit diesen Sieg wieder ein bisschen Hoffnung im Abstiegskampf machen kann, würde ich ja gerne mal wieder ein ambitioniertes und schönes Spiel der Fürther sehen…

Bewährungschance genutzt

Leo Haas feiert mit Müller und Nöthe seinen Treffer zum 1:0Er ist 28 Jahre jung, trägt die Rückennummer 18 und durfte zuletzt nur zuschauen: Gegen Hansa Rostock bekam Leo Haas aber endlich wieder eine Einsatzchance. Und er nutzte seine Bewährungschance prompt.  In der zwölften Minute schoss er das Siegtor für die Fürther.

Sonst war es wieder mal eine Partie, die mich – abgesehen von der ersten halben Stunde – spielerisch nicht gerade überzeugt hat. Allerdings kam von den Rostockern, die ihr erstes Spiel unter dem neuen Trainer Thomas Finck absolvierten, viel zu wenig, um den zweiten Kleeblatt-Sieg in Folge gefährden zu können. Ein insgesamt verdienter Dreier für die Fürther, also. Und vielleicht darf sich der Torschütze Haas künftig ja wieder auf mehr Einsätze im Fürther Trikot freuen.

Arbeitssieg gegen RWO

Sagen wir es so: Mit Ruhm haben sich die Fürther beim 1:0-Erfolg gegen Oberhausen ja nicht gerade bekleckert, wenn man mal den gesamten Spielverlauf betrachtet. Immerhin waren die Gastgeber über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, während bei der SpVgg vor allem in der ersten Hälfte nach vorne nicht wirklich viel lief.

Trotzdem: Solche Spiele muss man auch erstmal gewinnen. Schließlich stecken die Oberhausener mitten im Abstiegskampf und brauchen die Punkte dringend. Und dass ein schönes Spiel nicht zwangsläufig auch zu einem Erfolg führen muss, hat man ja bei den letzten Partien der Fürther gegen Bielefeld, Bayern und die Löwen gesehen.

Wie hatte es Büskens doch so schön formuliert: „Ich möchte am Sonntag keine Blumen. Mir würde es reichen, wenn ich mich mal für einen dreckigen Sieg entschuldigen müsste.“  Dank Sami Allaguis Treffer steht das Kleeblatt jetzt auf einem gesicherten Mittelfeldrang – und das wiegt meiner Meinung nach mehr als die Art und Weise, wie der Erfolg zustande kam.

Etwas ärgerlich ist nur, dass sich Kim Falkenberg die fünfte Gelbe Karte eingehandelt hat und somit bei der nächsten Partie am Samstag gegen Rostock fehlen wird. Aber vielleicht bekommt Christian Rahn ja dann endlich mal eine Chance.