Kein normaler Fußballsommer

In eigenartigen Zeiten wie diesen, da stoßen sogar die Greuther-Weiber und „Die 3 Clubfreunde“ ins gleiche Horn: Worüber soll man als Blogger schreiben, ohne ins Lamento über nicht stattfindende Spiele einzufallen? Oder banale Sportthemen aufzubauschen? Themenflaute auf ganzer Linie!
Ein kleiner „Hoffnungsschimmer“ tat sich auf, als der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet eine mutmachende Vision von „möglichen Geisterspielen ab dem 9. Mai“ ins Gespräch brachten. Nun rudert jetzt das Bundesinnenministerium zurück: Man ist strikt dagegen, jetzt schon einen Termin für die Wiederaufnahme von Bundesliga-Spielen zu nennen. Das geht aus einem Schreiben hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. In dem Papier heißt es, die von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder zunächst bis zum 3. Mai vereinbarten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gälten „uneingeschränkt“ auch für den Sport. Angesichts der weiterhin schwierigen Pandemielage sollten derzeit keinerlei Öffnungen oder Lockerungen für den Sportbetrieb zu einem konkreten Termin in Aussicht gestellt werden.

Also doch keine Perspektive für Fußballfans! Wobei man sich fragen muss, ob Geisterspiele ohne Zuschauer überhaupt einen Sinn machen. Ob dann nicht die Fußballanhänger bevorzugt sind, die sich die Begegnungen bei einem Bezahlsender ansehen können. Und dann wird der Run auf diese Pay-TV-Abos vermutlich groß. Außerdem: Was passiert, wenn einer der Spieler positiv getestet wird (wie es ja bei den letzten Spielen Mitte März schon der Fall war)? Müssten dann alle Spieler in Quarantäne, müssten diese Vereine aus dem Wettbewerb herausgenommen werden? Würde also der Verein Deutscher Meister 2020, der bis zum Ende keinen infizierten Spieler hat?
Aber – und da wird mir bestimmt auch der Autor der „3 Clubfreunde“ zustimmen: Warten wir es ab. Es tut sich ja jeden Tag etwas Neues, warum nicht auch in Sachen Sport?