„Kleeblatt-Attest“ von Chefcoach Radoki

Seit acht Spielen in Folge ist das Kleeblatt ungeschlagen. Fünf davon endeten sogar mit einem Sieg. Das einzige Manko bei der Spielvereinigung ist derzeit die geringe Zuschauerzahl. Die dümpelt vor sich hin, egal, welcher Gegner im Ronhof aufläuft. Beim Spiel Mitte März gegen den Zweitligaersten VfB Stuttgart waren beispielsweise nur 12 660 Gäste im Stadion. Und auch morgen könnte es mau werden, die frühe Anstoßzeit um 17.30 Uhr macht es nicht einfacher, das Kleeblatt zu unterstützen. Um potenzielle Besucher zu motivieren, sich für das morgige Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Eintracht Braunschweig ein Ticket zu kaufen, hat sich der Verein eine witzige Aktion einfallen lassen:

Acht gute Gründe gegen Eintracht Braunschweig ins Stadion zu kommen:
1. Läuft gerade beim Kleeblatt! Mit fünf Siegen aus neun Rückrundenspielen und insgesamt 18 Punkten ist die SpVgg Greuther Fürth das zweitbeste Team der Rückrunde. Nur der 1. FC Union Berlin ist besser.

2. Gute Aussichten im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer! Vor allem vor heimischer Kulisse ist die Mannschaft von Janos Radoki stark. Die letzte Heimniederlage datiert von Anfang Dezember 2016 gegen den FC St. Pauli. Seitdem trat die SpVgg weitere vier Mal zu Hause an – und konnte alle Partien für sich entscheiden.
3. Tore garantiert! Das Kleeblatt präsentiert sich zuletzt effektiv und treffsicher. Das letzte Heimspiel ohne Kleeblatt-Tor war ebenfalls die Begegnung gegen die Mannschaft vom Millerntor im Dezember. Seitdem brachte die Spielvereinigung im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer die Kugel immer im Tor unter.
4. Die weißeste Weste der Rückrunde: Erst fünf Tore musste die Radoki-Elf in der Rückrunde hinnehmen – so wenig wie kein anderes Team. Außerdem schaffte es seit Dezember nur Hannover 96, in Fürth ein Tor zu schießen. Beim 4:1-Kleeblattsieg. Die letzten drei Heimspiele stand bei Torhüter Balazs Megyeri die Null.
5. Radoki macht Spaß! Seitdem dem Amtsantritt des 45-Jährigen steht sein Motto: „Wir müssen mit Leidenschaft auf dem Platz unsere Fans mitreißen.“ Das haben auch alle seine Jungs verinnerlicht und zeigen sich in jeder Partie zweikampfstark, mit Wille, Emotionen und Leidenschaft.
6. Abendessen steht bereit: Dank dem neuen Kleeblatt-Caterer El Paradiso muss sich kein Stadionbesucher Gedanken um das Abendessen machen. Ob „Bratwurst-Schaschlik“, „Lachssemmerla“ oder andere Stadion-Köstlichkeiten – jeder wird im Angebot an den Kiosken bestimmt fündig werden.
7. Das Wetter spielt mit! Zwar soll es gegen Ende der Woche wieder etwas kälter werden, aber Mittwoch ist ja zum Glück noch nicht Ende der Woche. Zum Anstoß um 17.30 Uhr werden es um die 14 Grad mit der Chance auf noch ein paar Abend-Sonnenstrahlen.

Und das achte Argument gefällt mir besonders gut:

Das „Kleeblatt-Attest“ vom Chefcoach:
Wer noch Überzeugungsarbeit beim Vorgesetzten leisten muss, dem hilft vielleicht das Kleeblatt-Attest für das Mittwochabend-Spiel, unterschrieben vom Cheftrainer Janos Radoki höchstpersönlich.

Hier könnt Ihr Euch das Attest runterladen und ausfüllen. Also: Nichts wie hin morgen Abend zum Topspiel gegen Eintracht Braunschweig. Auf dass das Stadion voll wird und das Kleeblatt auch in der neunten Begegnung in Folge ungeschlagen bleibt!

Ein Cappuccino von Marco Caligiuri

SAMUCCA_FuerthDie Spielvereinigung ist für originelle Aktionen bekannt, z.B. die berühmte Autogrammstunde auf der Fürther Kärwa. Oder „Jetzt zählt jeder“ im Mai 2015, als der SpVgg der Abstieg drohte, und man viele Fans mobilisieren wollte, um der Mannschaft Mut zuzusprechen.
Unter dem Motto „Das Kleeblatt fürs Leben“ statten am morgigen Donnerstag, 17. März, drei Kleeblätter dem Café und Deli SAMOCCA in der Neuen Mitte in Fürth – Rudolf-Breitscheid-Straße 4 – einen Besuch ab. Zwischen 14.00 Uhr und 15.30 Uhr werden die Gäste des Cafés von Trainer Stefan Ruthenbeck, Kapitän Marco Caligiuri und Robert Zulj (dem zweifachen Torschützen der letzten Begegnung gegen Eintracht Braunschweig) bewirtet. Außerdem wird OB Thomas Jung der Stammbelegschaft des SAMOCCA unter die Arme greifen.

Das SAMOCCA wurde vor ziemlich genau einem Jahr eröffnet und erfreut sich bei den Fürthern großer Beliebtheit. SAMOCCA ist ein Projekt der Dambacher Werkstätten, einer Einrichtung der Lebenshilfe Fürth e.V.. Bemerkenswert ist, dass im Sinne einer beruflichen Rehabilitation und Integration eine ausgelagerte Werkstattarbeitsgruppe entstand, in der zahlreiche neue Arbeitsfelder für Menschen mit Handicaps geschaffen wurden. Bei den hier im Café Beschäftigten handelt es sich neben den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um Menschen mit einer geistigen Behinderung. Diese arbeiten weitestgehend selbständig in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen, sie sind inzwischen unverzichtbarer Teil des Fürther SAMOCCA-Teams und wesentlich an der Weiterentwicklung des Kaffeehauses beteiligt. Wer noch weitere Infos möchte, die sind hier zu finden (der Website habe ich auch das Foto entnommen).

Ich werde auf jeden Fall morgen Nachmittag ins SAMOCCA gehen, mir dort einen leckeren Cappuccino Oriental bestellen und hoffen, dass Marco Calugiuri ihn mir souverän serviert.

So gewinnt man neue Kleeblatt-Fans

Immer mehr Leute zieht es – und ziehen – nach Fürth. Auch eine gute Freundin von mir, die eigentlich Erlangerin mit Haut und Haaren ist. Sie ist da geboren, zur Schule gegangen, hat dort mit ihrer Familie gewohnt und arbeitet auch in der Universitätsstadt. Aber sie hat sich jetzt dafür entschieden, ein weiß-grünes Gewächs zu werden – und ich denke, sie wird es garantiert nicht bereuen.
Beim unserem letzten Treffen hat sie mir erzählt, dass sie gerne mal mit mir zu einem Kleeblatt-Fußballspiel in den Sportpark Ronhof gehen möchte. Ich war überrascht, denn eigentlich ist Fußball nicht gerade ihre Sportart. Der Grund für den Wesenswandel: Sie hat als Neubürgerin bei der offiziellen Anmeldung im Bürgeramt ein Willkommensgeschenk von der Spielvereinigung erhalten. Unter dem Slogan „Erst wird man Fürther. Dann wird man Fan“ begrüßt der Verein nämlich seit dem vergangenen Jahr alle Zugezogenen mit einem Willkommensbrief des Vereinspräsidenten Helmut Hack und einem Gutschein mit zwei Tickets für ein Heimspiel der SpVgg. Die Schnupperkarte fürs Kleeblatt gilt für alle Heimspiele in der Zweiten Liga im Jahr des Zuzugs, man erhält gratis zwei Stehplatzkarten im Block „Lohner“ oder zwei Sitzplatzkarten im Block 7.

Fürths OB Thomas Jung hat diese weiß-grüne Begrüßungs-Aktion bei der Einführung positiv kommentiert: „Ich finde das eine pfiffige Idee, auch die Menschen, die neu nach Fürth ziehen, mit diesem Geschenk zum Kleeblatt zu holen.“ Der Hintergedanke, dass sich neue Fürther nicht nur mit der Stadt, sondern auch mit dem Kleeblatt identifizieren sollen, ist meiner Ansicht nach eine Supergeste. Natürlich werde ich das Angebot meiner Freundin annehmen, mit ihr zu einem Heimspiel noch in dieser Saison zu gehen. Sie wird sich freuen, dabei meine Kommentare als Greuther-Weib mal live mitzuerleben. Aber das war die Einschränkung meiner Freundin: „Das wird bestimmt ganz lustig – allerdings nur, wenn sie gewinnen“.

Mach’s mit einem Kleeblatt!

Die neuen Werbe-Motive der Spielvereinigung sind nicht ganz ohne! „Ich mach’s im Stehen“, „Ich mach’s mit meiner Freundin“ oder „Ich mach’s 90 Minuten“ sind die Slogans einer Anzeigenkampagne, die an markanten Stellen in Fürth für das Kleeblatt werben sollen. „Mach’s! Aber mach’s mit uns. Fußball beim Kleeblatt – immer gefühlsecht“. Erstmals startet noch eine groß angelegte Imagewerbung außerhalb der Stadtgrenze. „Unsere Regionalstudie hat gezeigt, dass wir viele Sympathisanten, darunter auch viele Frauen, in ganz Franken haben. Diese wollen wir damit erreichen und ihnen den Besuch in unserem Stadion, bei unserem besonderen Verein, schmackhaft machen. Wie schon in der Vergangenheit gehen wir dabei bewusst andere Wege, wollen unser Profil somit weiter schärfen und für eine klare Abgrenzung sorgen“, so Timo Schiller, Gesamtleitung Marketing, Vertrieb, Kommunikation und Merchandising beim Kleeblatt. Auf über 70 Werbeflächen wird die neue Kampagne der SpVgg zu sehen sein.

So richtig neu ist das aber nicht: Die Motive und der Slogan erinnern verdächtig an eine bundesweite Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Seit 1993 macht die BZgA mit ihrer „mach’s mit-Kampagne“ auf die Gefahren einer HIV-Infektion aufmerksam und motiviert zum Schutz mit Kondomen. Die Motive sind sehr konkret – in ihrer Aussage und in der Botschaft. Dort erzählen ganz unterschiedliche Menschen, was ihnen beim Sex gefällt. Und nicht nur das. Mit ihrem Statement vermitteln sie gleichzeitig eine für alle wichtige Botschaft zum Schutz vor HIV und sexuell übertragbaren Infektionen. Hier ist der Link auf die Website (der ich das Foto entnommen habe) und die Motive.

MM_spontanWitzig ist bei der neuen Kleeblatt-Aktion die Möglichkeit, ein Poster mit einem individuellen Foto produzieren zu lassen. Bis zum 8. November können Kleeblattfans ein Foto von sich an die Spielvereinigung mailen, das in das Anzeigenmotiv integriert wird. Dann kann man Poster, Aufkleber oder eine Tasse bekommen. Hier findet ihr den Link zum Bestellformular.

Begegnung mit Gänsehaut-Moment?

MSV_DuisburgMorgen um 13 Uhr trifft die Spielvereinigung in der Schauinsland-Reisen-Arena auf den MSV Duisburg. Bislang trafen die Kleeblätter 22-mal auf die Zebras – alle Partien wurden ausschließlich in der zweiten Liga ausgetragen. Die Bilanz ist dabei ziemlich ausgeglichen: Achtmal konnten die Zebras gewinnen, neunmal die SpVgg, fünfmal wurden die Punkte geteilt. Die Spiele zwischen der SpVgg und dem MSV sind traditionell Begegnungen mit knappem Ergebnis: Weder die Fürther noch die Duisburger konnten eines der Spiele mit mehr als zwei Toren Unterschied gewinnen. Das letzte Heimspiel haben Kleeblattanhänger garantiert noch in Erinnerung. Durch Tore von Olivier Occean und Robert Zillner konnten die Fürther im März 2012 den Ruhrpott-Verein in einer Hängepartie mit 2:0 schlagen.
Die Zuschauer in Duisburg freuen sich auf ein Wiedersehen mit ihren Ex-Profis Jurgen Gjasula, Marco Caliguiri und Goran Sukalo, die derzeit im Kader der SpVgg stehen. Gjasula spielte von 2011 bis 2013, Caliguiri von 2006 bis 2007 und Sukalo von 2010 bis 2013 beim MSV Duisburg.

Geplant ist übrigens eine besondere Aktion: Zebra-Fans wollen im Stadion dem Ex-Spieler Sascha Dum einen Gänsehaut-Moment bescheren. Dum war seit dem Januar 2013 beim Zweitligisten MSV Duisburg verpflichtet und unterschrieb damals bis zum Saisonende 2012/13 mit einer Option auf Verlängerung. Nach dem Lizenzentzug und Zwangsabstieg des MSV aus der zweiten Liga blieb der Abwehrspieler dem Verein auch in der folgenden Drittligasaison treu. Einen festen Stammplatz nahm er zwar nicht ein, stand aber regelmäßig im Aufgebot. 2015 gelang ihm mit der Mannschaft die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Am 24. August 2015 wechselte er nun zum FC Schalke 04, wo er mit dessen zweiter Mannschaft in der Regionalliga West spielt.
Um ihrem „Dumbo“ gebührend zu verabschieden, hat sich der inoffizielle Fanklub „Area 47“ etwas Besonderes einfallen lassen. Die Mitglieder haben ein riesiges Dum-Trikot angefertigt, das der Fanklub gerne am Samstag vor dem Spiel gegen Fürth auf dem Stadionrasen ausbreiten und von der Mannschaft unterschreiben lassen will, um es dann Sascha als Dankeschön zu überreichen. Die Entscheidung des Vereins, ob die Aktion vor dem Anpfiff stattfinden darf, steht noch aus. Außerdem ist unklar, ob Dum auch tatsächlich in der Arena sein wird.