Glückwunsch – perfekter geht´s nicht!

13. Spieltag in der 2. Bundesliga – ich dachte mir gleich: Das ist ein Glückstag! (Ein wenig Aberglauben darf auch mal sein, oder?) Dann auch noch Geburtstag von Greuther-Weib „kiki“. Da kann man schon mal ein Geschenk in Form eines Kleeblatt-Sieges erwarten. Wurde ja auch prompt geliefert – danke, Jungs!

Also, ich hatte auf ein 2:1 getippt, da wäre ich nach den drei Niederlagen der letzten Spiele eigentlich schon zufrieden gewesen. Dass die SpVgg aber ein wahres Tore-Feuerwerk abbrennen sollte, das hätte ich mir in den kühnsten Träumen so nicht ausmalen können: 6:2 gegen Erzgebirge Aue!!!

Überragender Mann des Tages, ganz klar, ist Niclas Füllkrug. Gibt sich mit dem Hattrick, den er in sechzehneinhalb Minuten(!)  (5., 8., 17.) schaffte, nicht zufrieden, sondern setzt am Ende noch eins drauf. Sein vierter Treffer in dieser turbulenten Partie: 6:2, zugleich der Endstand. Dazwischen schenkten uns die „Veilchen“ ein Eigentor (Rau zum 2:4, 48. Minute), und Zoltan Stieber durfte einen Elfmeter versenken (5:2, 56. Minute) – der wiederum war ein Geschenk an Kleeblatt von Schiedsrichter Stieler; eine harte Entscheidung  gegen die Sachsen, die eigentlich überflüssig war.

Ja, so sehen wir die SpVgg gern – gern auch öfter! Jetzt bleibt der dritte Tabellenplatz erst mal sicher. Denn der 1. FC Köln und Union Berlin treffen am Montag aufeinander, sie werden sich also gegenseitig die Punkte nehmen oder – im Falle eines Unentschiedens – teilen.  Einfach perfekt, dieser 13. Spieltag! Glückwunsch an alle, auch an Kleeblatt-Trainer Frank Kramer!

Apropos Trainer: Für einen brachte die Dreizehn dieses Spieltags  Pech, nämlich für Mike Büskens. Nach der 0:1-Niederlage von Fortuna Düsseldorf gegen Alemannia Aalen steht er angeblich kurz davor, gefeuert zu werden. Das wäre wirklich hart, zweimal in einem Jahr als Trainer gehen zu müssen  – wir Greuther-Weiber hegen immer noch große Sympathie für ihn.

Ach du Schre(ö)ck!

Die schlimmsten Befürchtungen sind jetzt Realität: Stephan Schröck hat sich in der Begegnung gegen Alemannia Aachen doch ernsthaft verletzt. Der SpVgg-Profi erlitt eine Zerrung des inneren Kniescheiben-Bandes. Das ergaben Untersuchungen an diesem Wochenende. Der 25-Jährige wird damit  – nach Angaben von Kleeblatt-Mannschaftsarzt Dr. Harald Hauer auf der Vereins-Homepage – bis auf Weiteres ausfallen.
Das ist für das Kleeblatt eine neue Hiobsbotschaft. Schon vor einer Woche hatte ja Hoffnungsträger Gerald Asamoah Pech. Der Kleeblatt-Stürmer hatte sich beim 2:0-Erfolg in Duisburg eine Verletzung am rechten Oberschenkel zugezogen. Anschließende Untersuchungen ergaben die Diagnose: Muskelfaser-Riss. Es droht eine Ausfallzeit von mindestens zwei bis drei Wochen. Wegen einer ähnlichen Verletzung beim Testspiel gegen Austria Wien musste der Deutsch-Ghanaer schon im Trainingslager in der Türkei pausieren.
Damit muss Trainer Mike Büskens im nächsten Spiel gegen 1860 München (Samstag, 17. März, 13 Uhr in der Allianz Arena) auf zwei wichtige Spieler verzichten. Und ob Asamoah beim DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund am 20. März wieder fit ist? Das steht in den Sternen.
Auf jeden Fall keine schöne Situation für den Verein. Und heute hat auch noch Verfolger Eintracht Frankfurt einen 5:1-Sieg gegen den Tabellenletzten Hansa Rostock eingefahren und liegt jetzt wieder nur einen mickrigen Punkt hinter der Spielvereinigung auf Tabellenplatz zwei. Es ist wie verhext!

Arbeitssieg gegen Alemannia Aachen

Das war ja ein echt torarmer Abend bei den drei Spielen in der zweiten Bundesliga! Drei Begegnungen, drei Tore. Gott sei Dank keines für den SC Paderborn, sonst hätte es in Fürth Heulen und Zähneklappern gegeben. Die Kleeblätter hatten gegen Alemannia Aachen einige reelle Torchancen, von denen letztendlich nur Torjäger Olivier Occean eine verwerten konnte. Sein 1:0 in der 29. Minute sollte bis zum Ende bestehen bleiben. Und das hat der Spielvereinigung auch am 25. Spieltag die Tabellenführung gesichert.

Immerhin 11 300 Zuschauer waren in die Trolli ARENA gekommen – allerdings erst nach und nach. Denn der Termin am Freitag um 18 Uhr ist eben keine gerade zuschauerfreundliche Zeit. Auch wenn man mit Werbeaktionen versucht, Unternehmer und Arbeitgeber in Fürth zu motivieren, ihre Mitarbeiter früher ins Wochenende zu schicken, damit die ins Stadion können. Am Sonntag Nachmittag sähe es im Ronhof ganz anders aus.

Insgesamt hatte die Partie eher den Charakter eines Arbeitssieges für das Kleeblatt. Mir hat Sercan Sararer heute gut gefallen. Er hat frech und schnell den gegnerischen Torraum unsicher gemacht, aber leider keine seiner Aktionen in ein Tor umwandeln können. Unschön waren für mich die giftigen Unsauberkeiten und Fouls der Aachener. Da kocht oft die Emotionalität hoch, das ist zwar für die Zuschauer kurzweilig, aber für meinen Geschmack unnötig. Besonders unerfreulich das Foul an Stephan Schröck in der 19. Minute (Foto), er wurde dann später durch Pektürk ersetzt. Und Schiedsrichter Markus Schmidt führte nach meinem Geschmack ziemlich Aachen-lastig. Ungerechte Gelbe Karten für Fürther Spieler, keine Sanktionen für Fouls der Alemannen.

Insgesamt kein spektakuläres Spiel. Das Kleeblatt zeichnet aber inzwischen aus, dass es jetzt auch Begegnungen mit schwächeren Gegnern, die es früher oft verloren hat,  gewinnt. Unterm Strich zählt jedes Pünktchen – heute haben die Fürther derer drei verbuchen können. Und nur das zählt!

 

 

Nullnummer in Aachen

Edgar PribGut, es gibt Studien, die wollen herausgefunden haben, dass Trainerwechsel aufgrund anhaltender Erfolglosigkeit meistens nicht wirklich etwas bringen. Ich erinnere da an eine Untersuchung einiger Forscher aus Münster und Kassel aus diesem Jahr, die sich mehr als 150 Trainerentlassungen zwischen 1963 und 2009 vorgenommen haben und dabei zu der Erkenntnis gekommen sind, dass die meisten Mannschaften nicht im Geringsten davon profitieren.
Und doch konnte man bei der Partie der SpVgg in Aachen mal wieder sehen, dass sich Mannschaften unter neuem Coach zumindest kurzzeitig steigern können. Weitaus stärker als in den vergangenen Wochen  hat man die Aachener bei ihrer ersten Partie unter Interimstrainer Ralf Außem erlebt. Von einem Duell Tabellenführer gegen Schlusslicht war da jedenfalls nichts zu erkennen, im Gegenteil. Die Fürther hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn sie ohne Zähler die Heimreise hätten antreten müssen. So ist die Spielvereinigung nochmal mit einem blauen Auge – und einer ärgerlichen Roten Karte für Edgar Prib – davongekommen.

Auf Gedeih und Verderb gegen das Kleeblatt?

alemanniaMit harten Bandagen will der nächste Gegner der Kleeblätter wohl kämpfen? Auf der Website von Alemannia Aachen habe ich dieses vielversprechende „Begrüßungsfoto“ entdeckt. Super, was? Aber zu dieser Begegnung später mehr.

Bei der Spielvereinigung tut sich im Moment so einiges. Zur Verstärkung des Profikaders wurde jetzt Burak Kaplan verpflichtet. Der offensive Mittelfeldspieler kommt auf Leihbasis bis zum 30. Juni 2011 vom Erstligisten Bayer Leverkusen in den Ronhof. Kaplan wurde in Köln geboren, er ist Türke und U21-Nationalspieler seines Landes. Gestern hat der 20-Jährige die erste Trainingseinheit mit dem Kleeblatt-Team absolviert. Trainer Mike Büskens beurteilt auf der Vereins-Homepage den Neuzugang so:

Burak ist ein junger Spieler, der bei Bayer schon Erfahrungen in der Euro League sammeln konnte. Er ist dribbelstark, quirlig und beweglich und kann Eins-zu-Eins-Situationen für die Mannschaft lösen.

Und auch Burak Kaplan freut sich offensichtlich, dass er jetzt in Fürth die SpVgg unterstützen kann:

Ich möchte möglichst viel Spielpraxis sammeln und der Mannschaft bei ihren Zielen helfen. Ich bin voll im Training und bereit, wenn mir der Trainer die Chance gibt.

Kaplan erhält beim Kleeblatt die Trikot-Nummer 11 und wird vermutlich am Samstag, 29.1., beim Spiel gegen Aachen für die Kleeblätter antreten. Die Partie gegen den Zehntplatzierten könnte zu gewinnen sein, denn der Mannschaft steckt bestimmt noch das Pokalspiel gegen den FC Bayern München am Mittwoch in den Knochen. Das hat Aachen mit 0:4 verloren. Die Weiß-Grünen sind voll motiviert und zeigen ab 13 Uhr – hoffentlich – volle Konzentration. Und werden kämpfen – auf Gedeih und Verderb!

Fürth versus Frankfurt!

Das nächste Heimspiel der Kleeblätter rückt unausweichlich näher: Schon am Freitag, 17. September, trifft die Mannschaft in der Trolli ARENA auf den FSV Frankfurt. Anstoß ist um 18 Uhr.

Greuther-PlakatIm Vorfeld ist mir – einmal mehr – ein originelles Plakat der SpVgg aufgefallen: Beim  ehemaligen Grundiggebäude in der Kurgartenstraße prangt quer über der Fahrbahn der Spruch: „Bei uns trägt sogar der Rasen Vereinsfarben“. Stimmt, weiß-grün respektive grün-weiß – da haben die Kleeblätter den Nagel auf den Kopf getroffen!

Noch mal zum Spiel am Freitag: Ich komme ja aus Frankfurt und habe schon in meiner ersten Saison als „Greuther-Weib“ darüber geschrieben, dass bei der Begegnung der beiden „F“-Städte gewissermaßen zwei Seelen in meiner Brust schlagen. Trotzdem drücke ich für das vierte Saisonspiel natürlich der SpVgg beide Daumen, dass sie nach dem ungerechten Unentschieden gegen Aachen wieder einen Sieg einfährt. Ich persönlich kann am Freitag leider nicht mit im Stadion sein. Ich bin in einer weiteren „F“-Stadt – nämlich in Freiburg – und vertrete da ein junges Fürther Unternehmen bei der „Baden-Messe“ an einem eigenen Stand.

Happy Birthday, Sportpark Ronhof!

Der Sportpark Ronhof feiert am Samstag, 11. September, seinen 100. Geburtstag. Schon seit Wochen hat die Spielvereinigung mit verschiedenen Aktionen die Fürther Bevölkerung auf das Jubiläum aufmerksam gemacht. Ein Höhepunkt wird mit Sicherheit das Spiel gegen Alemannia Aachen am Sonntag, 12. September, ab 13.30 Uhr in der Trolli ARENA.
Vorab ein Tipp von den „Greuther-Weibern“: Wer aus berufenem Mund einiges zur Historie des Sportparks hören und sehen möchte, der darf sich eine Fernsehsendung am heutigen Freitag, 10. September, nicht entgehen lassen: Der Vize-Präsident der SpVgg, Edgar Burkart, ist zu Gast in der „Frankenschau Aktuell“ des Bayerischen Fernsehens. Gemeinsam mit der Moderatorin Karin Schubert blickt er zum 100. Geburtstag des Sportparks Ronhof auf die bewegte Geschichte der Sportstätte zurück und gibt natürlich auch die eine oder andere Anekdote zum Besten. Die Sendung beginnt um 17.30 Uhr im Bayerischen Fernsehen.
20100910_jubilaeumstrikotFür den Sonntag hoffen die Kleeblätter auf einen möglichst hohe Zuschauerzahl. Bestimmt werden viele Fans den Weg in den Ronhof antreten, um „ihren Sportpark“ gebührend zu feiern. Beim Jubiläumsspiel zeigen sich die Spieler von Trainer Mike Büskens übrigens in einem speziell gestalteten weiß-goldenen Sondertrikot (das Foto haben wir der Homepage der SpVgg entnommen, es zeigt Edgar Prib und Stephan Schröck mit dem Jubiläumstrikot). Dort, wo auf dem Shirt sonst das Kleeblatt zu sehen ist, tragen die SpVgg-Profis das Aktions-Logo „100 Jahre Ronhof“ auf der Brust. Weitere Besonderheiten des auf 500 Stück limitierten Trikots: Der Schriftzug „100 Jahre Ronhof“ auf der Kragen-Rückseite, ein geprägtes SpVgg-Logo von 1910 sowie der Schriftzug „Spielvereinigung“ auf dem Rücken. Die Hemden sind dann ab dem 12. September in allen Fanshops für 100 Euro erhältlich.

Kleeblatt goes Lidl

Am 11. September wird der altehrwürdige Sportpark Ronhof bekanntlich 100 Jahre alt. Die SpVgg startet schon im Vorfeld mit verschiedenen Jubiläumsaktivitäten. So wollen der Verein und der Discounter Lidl mit einer gemeinsamen Aktion der geringen Zahl an Zuschauern bei den Heimspielen Abhilfe schaffen: Interessierte Kleeblatt-Fans können einen Jubiläums-Gutschein kaufen, den es exklusiv in 17 Lidl-Filialen in und um Fürth gibt.

sportparkDer Deal sieht folgendermaßen aus: Wer einen Gutschein im Wert von 19,10 Euro kauft, bekommt dafür zwei Tickets im Wert von bis zu 42 Euro auf der Gegentribüne (Block G und I) für eines von drei Heimspielen des Kleeblatts in der Zweiten Bundesliga. Lidl und die SpVgg haben sich drei Spiele ausgesucht, für die die Gutscheine, die es noch bis zum 4. September zu kaufen gibt, in Eintrittskarten umgetauscht werden können. Natürlich ist das Jubiläumsspiel am Sonntag, 12. September, um 13.30 Uhr gegen Alemannia Aachen mit dabei, ebenso wie die Begegnung am 4. Spieltag (17. – 19. September 2010) gegen den FSV Frankfurt und die Partie am 6. Spieltag (24. – 27. September 2010) gegen den FC Ingolstadt.

Die Gutscheine können entweder direkt am Spieltag an der Tageskasse oder im Vorfeld eines Spiels im Kleeblatt-Fanshop „Greuther Teeladen“ in der Trolli ARENA eingelöst werden. Pro Spieltag steht nur ein begrenztes Karten-Kontingent zur Verfügung. Ein Wermutstropfen für Kleeblatt-Fans: Sollten die Kontingente ausgeschöpft sein, besteht kein Anspruch auf Einlösung der Gutscheine für ein spezielles Spiel. Das Angebot gilt nur, solange der Vorrat reicht. Also: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Entscheidend ist nicht nur, dass man einen Gutschein kauft. Viel wichtiger ist der Gang in den Laubenweg zum „Greuther Teeladen“, um dann dort auch die Karten für das gewünschte Spiel zu bekommen.

Bei welchen Lidl-Filialen es die Gutscheine zu kaufen gibt, findet man hier.

Fürth bleibt Remis-König

Superwetter in Nordrhein-Westfalen und tolle Stimmung am 32. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga im „Tivoli“. Langweilig war’s heute bei der Begegnung vor 18 924 Zuschauern zwischen Alemannia Aachen und der SpVgg Greuther Fürth nicht. Nach einem guten Beginn der Kleeblätter hatten sich die Chancen im Laufe der ersten 45 Minuten immer mehr auf die Seite der Schwarz-Gelben verlagert.  Und so schoss in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit auch Abdul Özgen per Kopfball das 1:0 für die Gastgeber.

remisSchweißnasse Hände bekamen viele Zuschauer dann direkt nach der Pause. Innerhalb von zehn Minuten passierten alle Höhepunkte des Spiels: Nach Högers sehenswertem Zuspiel schwächelte in der 48. Minute Rahn kurz, und Babacar Gueye traf aus 15 Metern locker ins linke Eck – unhaltbar für den Fürther Keeper Max Grün. Ein Schlag in die Magengrube für die Fürther, für die das Match gelaufen schien.

Doch auf der Gegenseite erzielte Sami Allagui drei Minuten später beinahe den Anschlusstreffer, aber Fehlanzeige. Der Tunesier versuchte sein Glück nochmals in der 54. Minute, nutzte eine Unachtsamkeit der Aachener Defensive und traf knochentrocken aus 16 Metern ins Tor. Und nur eine Minute später hatten die Fürther mehr Glück als Verstand: Aus halbrechter Position will Nico Müller den Ball querlegen,  macht einen Linksschuss, der Alemanne Herzig geht dazwischen und fälscht das Leder – für Fürth glücklich – ins eigene Tor ab.

Dann blieb der Kampf der beiden Teams weiter spannend, auch wenn es nicht mehr zu den ganz klaren Chancen reichte. Beide Mannschaften suchten die Entscheidung, Nicolai Müller hätte in der 77. Minute die Sache perfekt machen können. Doch der Ball prallte vom rechten Pfosten ab. In der Schlussphase wurde es noch einmal turbulent: Nach Aktionen von Auer  (88.) und einem Kopfball des mittlerweile eingewechselten Mauersberger auf der Gegenseite (90.), stand in der Nachspielzeit Demai im Blickpunkt des Geschehens: Der Rechtsverteidiger klärte gleich dreimal vor der Linie (90.+1) und rettete für seine Mannschaft das 2:2.

Insgesamt ein lebendiges Spiel, das Kleeblatt schnupperte in der zweiten Halbzeit am Sieg, konnte das aber nicht umsetzen. Es war das vierte Unentschieden in Folge, das Team von Mike Büskens ist seit fünf Spielen ungeschlagen und hat nun 43 Punkte auf dem Konto. Durch den Sieg des SC Paderborn in Duisburg fällt die SpVgg auf Rang neun zurück. Wir hoffen am vorletzten Spieltag, am Sonntag, 2. Mai, um 17.30 Uhr auf ein spannendes Spiel im Playmobil-Stadion gegen den Tabellenzweiten und möglichen Aufsteiger FC St. Pauli.

Fürth-Gegner Aachen hat sich übernommen

Würde man in Fürth durch die Fußgängerzone gehen und Passanten fragen, ob sie sich wünschen, dass die SpVgg Greuther Fürth in die 1. Bundesliga aufsteigt, ich würde Wetten abschließen: Die meisten würden mit „Ja“ antworten. Aber so einfach wäre es nicht. Hauptproblem ist vor allem das Playmobil-Stadion, Verzeihung: Bald heißt es ja „Trolli-Arena“. Was jedoch nichts daran ändert, dass hier nur 15 000 Zuschauer (9200 Sitz- und 5800 Stehplätze) Platz finden. Denkt man an Spiele gegen Bayern München oder andere große Vereine (vom Club der Nachbarstadt möchte ich an dieser Stelle nicht reden), die dann im Ronhof stattfinden würden, wäre das auf  jeden Fall zu wenig Platz.

e2fabd2748bafa046881875bf9a50c68-4046Die Konsequenz wäre also ein Stadionneubau. Das könnte aber – abgesehen vom Standort – auch massive finanzielle Probleme für den Verein und die Stadt Fürth darstellen. Ein Negativbeispiel dafür, wie man sich mit dem Bau einer größeren Fußball-Arena übernehmen kann, ist die Stadt, in der die Kleeblätter am Samstag, 24. April, um 13 Uhr antreten werden: Aachen. Ein wirklich großes Stadion ist das „Tivoli“ der Alemannia (Foto der Homepage von Alemannia Aachen entnommen). Insgesamt bietet das neue Stadion seinen schwarz-gelben Fans 32 960 Plätze, davon sind 11 681 Stehplätze. Damit ist das „Neue Tivoli“ das viertgrößte Stadion der 2. Bundesliga.

Die Kosten für das Stadion, das seit der Saison 2009/10 die neue Heimat von Alemannia Aachen ist, hat den Verein in massive Finanznot gebracht, die drohende Insolvenz wird jetzt dank einer Ausfallbürgschaft der Stadt Aachen abgewendet. Der Stadtrat stimmte einer sogenannten Patronatserklärung zu, die eine Bürgschaft über drei Millionen Euro für 2010 und eine weitere über 2,5 Millionen Euro für das nächste Jahr enthält. Dadurch dürfte der Aachener Verein auch die von der DFL auferlegten Bedingungen zum Erhalt der Lizenz erfüllen.

Ein Beispiel dafür, dass alles seine zwei Seiten hat. Und vielleicht sollten wir in Fürth glücklich damit sein, dass unsere Kleeblätter bescheiden bleiben und so an der 2. Bundesliga hängen.

Wen es interessiert, wie die Schwarz-Gelben die anstehende Begegnung am 32. Spieltag mit der Spielvereinigung einschätzen, sollte den Vorbericht auf deren Website lesen. Witzig die Überschrift: „Mehr investieren als der Gegner“. Das haben sie beim Stadionbau auf jeden Fall getan!