Super gespielt, aber leider verloren!

Was für ein tragischer Verlauf dieses heutigen Spitzenspiels gegen den Bundesliga-Absteiger und Tabellenersten VfB Stuttgart! Da macht die Spielvereingung vor über 50.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena ein richtig gutes Spiel (Teamkreis nach dem Abpfiff, Foto: Sportfoto Zink), hat mehrere verdammt sichere Torchancen. Und verliert dann doch unglücklich mit 0:2.

Pech hatte das Kleeblatt gleich zum Start der Begegnung: weiter lesen

Wenn eine Mannschaft einfach zerbröckelt

Am beeindruckendsten an dieser Partie heute gegen den SC Paderborn war aus Fürther Sicht wohl die Choreo vor dem Spiel: Die Paderborn-Fans haben dem ehemaligen Vereinspräsidenten Wilfried Finke, der kürzlich verstarb, eine würdige Abschiedsvorstellung gewidmet (Foto: Sportfoto Zink).
Was das Kleeblatt dagegen heute geboten hat, kann man höchstens als Trauerspiel beschreiben. Dabei war die 0:6-Klatsche von A bis Z verdient. Zwar kann man das 0:1 noch als ein wenig unglücklich bezeichnen, da die dem Tor vorausgehende Situation ohne Videobeweis nicht ganz zu klären war; man hätte auch eine Schwalbe auf der Seite des SC Paderborn sehen können. Doch letztlich entscheidet der Schiedsrichter, und der sah die Sache eben als Elfmeter gegen die Spielvereinigung und Gelb gegen Sascha Burchert. Den Strafstoß verwandelte Philipp Klement souverän zum Führungstreffer. Und von da an ging´s nur noch bergab für die Spielvereinigung.

Auf den Spielverlauf möchte ich deshalb gar nicht groß eingehen. Man wollte gar nicht mehr hinschauen, die Mannschaft zerbröckelte nach und nach und löste sich in ihre Einzelteile auf. Trainer Damir Buric war – wohl wegen der Sperre, die er sich zuletzt wegen Übereifers am Spielfeldrand eingehandelt hatte – heute in die zweite Reihe auf der Bank verwiesen worden. Seine Geste beim 0:1 (Foto: Sportfoto Zink) spricht Bände! Hat er da womöglich schon das nahende Debakel kommen sehen? Ein Debakel, das schließlich auch für ihn persönlich Folgen haben könnte. Denn dass die Vereinsspitze die schlechten Leistungen von Spiel zu Spiel weiterhin kommentarlos einfach so hinnimmt wie bisher, kann man sich kaum vorstellen. Den Vertrag von Buric hat man leichtsinnigerweise bis in eine gefühlte Ewigkeit verlängert. Doch mit dem Engagement von Benno Möhlmann als Berater wurde – wenn man so will –  eine Art Ersatztrainer für den Notfall beschafft. So wird jedenfalls in Fürth gemunkelt, und nun könnte diese Lesart der Realität langsam näher kommen.

Geißbock frisst Kleeblatt

Der Geißbock frisst das Kleeblatt mit Haut und Haaren auf – dieses bitterböse Bild drängt sich mir nach der 0:4-Klatsche der Spielvereinigung gegen den 1.FC Köln unwillkürlich auf. Nun habe ich als Tierfreundin eigentlich überhaupt nichts gegen den Hennes (Foto: dpa) – ich habe ihm ja hier sogar schon mal zum Geburtstag gratuliert. Trotzdem: Eine Niederlage in dieser Höhe hätte es nicht sein müssen. Schließlich haben die Fürther ihre Sache in der ersten Halbzeit gar nicht schlecht gemacht. Das 1:0 für den Effzeh in der 17. Spielminute, erzielt ausgerechnet vom Ex-Kleeblatt Dominick Drexler, war erstens Pech und zweitens kein regulärer Treffer, weil ihm gleich zwei Abseits-Pässe vorausgegangen waren. Doch das Schiedsrichter-Gespann schien auf beiden Augen blind zu sein. Umso mehr ist es der Kleeblatt-Elf anzurechnen, dass sie sich nicht ins Bockshorn 😉 jagen ließ. Mund abwischen, weiterkämpfen, lautete die Devise, die während der letzten zehn Minuten in Durchgang eins auch aufging. Fürth erspielte sich die eine oder andere Chance – das ließ für die zweite Halbzeit hoffen. Zumal man ja weiß, dass das Kleeblatt fast immer erst nach dem Wechsel so richtig loslegt. weiter lesen

Unschöner Ausflug nach Berlin

Die Begegnung der Spielvereinigung gegen Union Berlin stand heute wahrlich unter keinem guten Stern. Bei Regen mussten die Kleeblätter an der Alten Försterei auflaufen, viele Fürther Fans hatten vor und während des Spiels Ärger mit dem Ordnungsdienst, im Fürther Block gab es einen Polizeieinsatz. Dann startete die Partie um den möglichen dritten Tabellenplatz aus weiß-grüner Sicht katastrophal: Nach einem Zusammenprall mit seinem Gegenspieler Suleiman Abdullahi verletzte sich Maximilian Wittek in der 3.Spielminute schwer am Kopf (Foto: Sportfoto Zink). weiter lesen

Sascha Burchert als Unglücksrabe Hans Huckebein

Er war schon in der letzten Saison oft der Retter fürs Kleeblatt – hatte auch großen Anteil daran, dass Fürth der Abstieg erspart blieb -, und auch in der jetzigen Spielzeit zeigte er eine ganze Reihe von Glanzparaden: Keeper Sascha Burchert. Heute, in der Partie gegen Darmstadt 98, leistete er sich einen Lapsus, der ihn selbst wohl am allermeisten gewurmt hat. Aus unerfindlichen Gründen ließ er einen ziemlichen schwachen Schuss von Tobias Kempe erst unter seinen Armen, dann unter den Beinen durchlaufen, direkt in seinen Kasten hinein. Burchert war völlig perplex und sichtlich mehr als verärgert über dieses unnötige Gegentor (Foto: Sportfoto Zink). Ob dieser Moment der Unkonzentriertheit eine Folge davon war, dass Burchert ein paar Minuten vorher zu Boden gegangen war, nachdem Richard Magyar bei einer Abwehraktion regelrecht in den Keeper hineingeflogen war und ihn kurz außer Gefecht gesetzt hatte?

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Jedenfalls gingen die Lilien mit 1:0 in Führung (23.), was zu diesem Zeitpunkt aber insgesamt in Ordung ging. Die Spielvereinigung hatte sich bis dahin keine wirklich gute Chance herausgespielt. Weder Daniel Keita-Ruel noch Tobias Mohr, die bislang erfolgreichsten Kleeblatt Torschützen in der Spielzeit 2018/19, sorgten für einen wirklich gefährlichen Torabschluss. weiter lesen

Kleeblatt im alten Fahrwasser?

Schade, schade. Heute feiert die Spielvereinigung ihren 115. Geburtstag. Am 23. September 1903 wurde sie in der Gustavstraße gegründet. Und so hatten sich die angereisten Kleeblattfans beim Auswärtsspiel in Heidenheim auch eine passende Choreographie (Foto: Sportfoto Zink) vor dem Anpfiff ausgedacht. Der Verein hätte sich  dann auch über ein Punktegeschenk gefreut. Aber leider ist der gute Vorsatz voll daneben gegangen.
Trotz weitaus größeren Ballbesitzes in der ersten Spielhälfte gelang den Kleeblättern beinahe nichts. Es war komplett der Wurm drin. weiter lesen

Der Befreiungsschlag gelingt nicht

Es  ist zum Haareraufen! Statt Sieg eine 3:0-Niederlage! Dabei hat die Spielvereinigung in der ersten Hälfte im Audi-Sportpark Ingolstadt durchaus anständigen Fußball gezeigt, hat endlich mal wieder richtig Fußball gespielt. Das war zum Teil recht nett anzuschauen – doch leider blieben auch da die zwingenden Torchancen aus. Wenn´s mal gefährlich wurde vor dem Ingolstädter Kasten , dann haben sich die Kleeblatt-Spieler gegenseitig angeschossen und so geblockt. Ingolstadt dagegen konnte seine leichte Überlegenheit in ein Tor ummünzen, durch einen souveränen Sonny Kittel in der 33. Minute. Immerhin lobenswert, dass man sich davon nicht gleich entmutigen ließ und einen ganz guten Konter herausspielte. Julian Green verschoss aber leider. Und so musste das Kleeblatt mit einem 0:1-Rückstand in die Kabinen.

Durchgang zwei kann man am ehesten mit „Pleiten, Pech und Pannen“ charakterisieren. Trainer Damir Buric hatte gleich nach dem Wechsel den Fürther Neuzugang Uffe Bech für Sontheimer gebracht. Doch das Kleeblatt kam einfach nicht ins Spiel. In der 56. Minute dann ein unglücklicher Zusammenstoß zwischen Marco Caligiuri und Stefan Kutschke, der für den Fürther Kapitän mit einem mehrminütigen Aus wegen mediznischer Behandlung und schließlich mit einem Turban endete (Foto: Sportfoto Zink). In der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte passierte spielerisch praktisch gar nichts. Dann machten die Schanzer wieder mehr Druck, und Kleeblatt-Keeper Sascha Burchert war immer wieder gefordert. Oft parierte er tadellos. Doch gegen das 0:2 durch Alfredo Morales (70.) konnte er nichts ausrichten.

Daniel Steininger kam für David Raum (73.), doch das Kleeblatt fand einfach kein Konzept mehr, um für sich ein Spiel aufzubauen. So gut wie alle Zweikämpfe gingen verloren. Man gab sich viel Mühe – aber Mühe allein genügt eben nicht! Die SpVgg war zwar häufig in Ballbesitz, doch alle Angriffsversuche perlten am Gegner ab. Maxi Wittek versuchte es nochmal (85.), aber ohne Erfolg. Dafür  hatte Ingolstadt gleich darauf nochmal zwei dicke Chancen. Das 3:0 lag in der Luft – und ausgerechnet der Ex-Fürther Thomas Pledl machte es dann auch (88.). Der Schiedsrichter pfiff ein wenig verfrüht ab, aber auch die durch Caligiuris Behandlung eigentlich fällige Nachspielzeit hätte dem Kleeblatt nichts mehr gebracht.

Dabei hätte man heute bei einem Sieg vom Punktestand her mit Erzgebirge Aue gleichziehen können und wäre damit vom direkten Abstiegplatz weggekommen. „Hätte, hätte…“ bringt aber nichts. So heißt es Zähne zusammenbeißen und weitermachen im Kampf gegen den Abstieg. Die nächste Runde muss das Kleeblatt dabei vor heimischem Publikum gegen Dynamo Dresden bestreiten. Schau´mer mal…

Kein Ostergeschenk fürs Fürther Kleeblatt

Man kann neunzig Minuten guten Fußball spielen – und trotzdem mit 0:1 verlieren. Wie soll das gehen? Ganz einfach: Aufgrund eines einzigen Fehlers vonseiten der Spielvereinigung fiel das Tor für den VfL Bochum. Und drei mögliche Punkte waren für das Kleeblatt perdu.

Fußball am „heiligen“ Ostersonntag? Geschmackssache, aber mittlerweile im engen Zeitplan der Profivereine wohl unvermeidbar. Das Ruhrstadion in Bochum war trotzdem mit fast 11 500 Zuschauern passabel gefüllt, die angereisten Kleeblattfans drängten sich in der engen Fankurve (Foto). Aber sie machten – wie so oft – positive und lautstarke Stimmung für ihr Team. Das Spiel startete mit deutlichen Vorteilen für die Gäste, Robert Zulj, Jurgen Gjasula und Khaled Narey hatten einige ganz vielversprechende Ansätze. Doch das Verhängnis ereignete sich dann in der 18. Spielminute: Sercan Sararer spielt einen völlig verunglückten Rückpass direkt in den Lauf des Ex-Kleeblatts Johannes Wurtz. Der zieht vor Keeper Balazs Megyeri erst nach außen und gibt dann quer ins Zentrum. Dort lässt sich Thomas Eisfeld nicht lange bitten und schiebt den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 ins Fürther Tor. Der Führungstreffer schien das Kleeblatt nicht groß zu beeindrucken, aber die Zahl der Fehlpässe nahm nach dem Bochumer Führungstor zu – auf beiden Seiten.
Nach der Halbzeitpause gelingen der SpVgg bis zum Strafraum ganz gute Kombinationen, aber je näher die Kleeblätter sich dem gegnerischen Tor nähern, desto einfallsloser und schlampiger agieren sie. Nach dem Wechsel in der 60. Minute für den angeschlagenen Robert Zulj hat Veton Berisha eine supergute Chance: Er läuft beherzt mit der Kugel aufs Tor zu und möchte sich den Ball für den entscheidenen Schuss zurechtlegen. Aber der Bochumer Tormann Manuel Riemann macht dem Norweger einen Strich durch die Rechnung. Symptomatisch für die heutige Partie. Beide Keeper liefern als „spielende Torleute“ eine sehenswerte Leistung und vereiteln weitere Tore. Ein Highlight war außerdem Marcel Franke, der mögliche Chancen des VfL kurz vor dem Vollzug mit fairen Mitteln vereitelte.

Die Partie ging für das Kleeblatt etwas unglücklich mit 0:1 zu Ende. Die Mannschaft ist offensiv einfach zu harmlos und verlor heute zum zweiten Mal in Folge. Nach fünf Unentschieden hintereinander gewann der VfL Bochum wieder einmal ein Spiel und schiebt sich auf den neunten Tabellenplatz nach oben. Die Spielvereinigung bleibt weiter auf Rang sechs, sie ist mit 40 Punkten allerdings 14 Zähler vom Relegationsrang entfernt. Fazit: Die Zweitliga-Saison wird fürs Kleeblatt wohl trotz zunehmend guter Mannschaftsleistung auf einem mittleren Platz zu Ende gehen. Die Fürther empfangen bereits am Freitag (18.30 Uhr) Dynamo Dresden zu Hause im Ronhof.

Mund abwischen und weiter kämpfen!

Serien sind dafür da, irgendwann auch mal durchbrochen zu werden. So passierte es beim Auswärtsspiel des Fürther Kleeblatts gegen den 1. FC Kaiserslautern. Die Spielvereinigung verlor nach neun Partien ohne Niederlage, Lautern gewann nach sechs Spielen ohne Sieg. 2:0 war der Endstand für die Gastgeber. Eine Serie hat jedoch weiter Bestand: Seit über acht Jahren holte die Spielvereinigung keinen einzigen Punkt auf dem Betzenberg.

Die beiden Tore für die Roten Teufel waren schon (in der 20. und 39. Minute) gefallen, als David Raum (Foto) zu Beginn der zweiten Halbzeit für Johannes van den Bergh auf den Platz kam. Der 18-jährige Mittelfeldspieler ist ein vielversprechendes Talent aus dem eigenen Nachwuchs und bestritt sein zweites Zweitligaspiel. Coach Janos Radoki hatte bereits kurz vor der Pause taktisch auf das bewährte 3-4-1-2-System umgeswitcht und hoffte nun, mit Einwechslungen ein wenig mehr Power und Durchschlagskraft ins Team zu bringen. Nach Raum kam dann Sercan Sararer (54.) für Veton Berisha. Aber die heutige Krux des Kleeblatts – geringe Präzision im Zuspiel und zu wenig Biss – konnte auch mit den frischen Spielern nicht therapiert werden. Wie es eben manchmal ist, wenn man drei Spiele in sieben Tagen hat: Diese Englischen Wochen zehren an den Kräften und haben es definitiv in sich.
Erst in der Schlussphase kam die Spielvereinigung zu einer (ersten) erwähnenswerten Torchance: Khaled Narey gelang aus 14 Metern in zentraler Position ein Abschluss, er zielte aber exakt auf den Lauterer Keeper Julian Pollersbeck. Deshalb blieb es vor 21 812 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion beim 2:0 für die Roten Teufel.
Das Kleeblatt rangiert weiterhin mit 40 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz der Zweiten Liga. Am Ostersonntag, 16. April, tritt die SpVgg um 13.30 Uhr erneut auswärts an, sie spielt gegen den (aktuell) Tabellenzehnten VfL Bochum.

Wieder dieser verflixte Kärwa-Beginn!

VfB Stuttgart - SpVgg Greuther FürthDer Beginn der Färdder Kärwa scheint dem Kleeblatt kein Glück zu bringen. Mit Grausen erinnere ich mich an das vergangene Jahr, als die SpVgg am ersten Tag der Michaelis-Kirchweih gegen Bochum zu Hause im Ronhof mit 0:5 baden ging. Heute, am dritten Tag der größten Straßenkirchweih in Süddeutschland, hieß es am Ende auswärts beim VfB Stuttgart 0:4 für die Elf von Stefan Ruthenbeck. Und es gab weitere Parallelen: Heute dauerte es 69 Sekunden, bis die Fürther den ersten Treffer des Gegners einstecken mussten, 2015 waren es 111 Sekunden, bis es so weit war. Damals hieß es nach 31 Minuten 0:3 fürs Kleeblatt, diesmal lautete der Spielstand bereits nach 24 Minuten so. Wie im letzten Jahr spielte Bochum eine gewisse Rolle bei der Niederlage: Der neue – leider muss es gesagt werden: äußerst sympathische – Trainer des VfB, Hannes Wolf, ist gebürtiger Bochumer.

Aber genug der Vergleiche! Bleiben wir im Hier und Jetzt – das ist schon schlimm genug! Zwei Treffer von Carlos Mané (2. und 4. Spielminute), der erstmals für den Bundesliga-Absteiger Stuttgart im Einsatz war, brachten die blitzschnelle Führung für den Gegner. Der vom VfB aus dem französischen Lille eingekaufte Pavard setzte in der 24. Minute durch einen Kopfball noch eins drauf, und in der 80. Minute war es Gentner, der zum vierten Tor für Stuttgart einschoss. Vom völlig übertölpelten Kleeblatt kam kaum Gegenwehr, die Fürther waren offenbar so eingeschüchtert, dass sie sich nicht einmal mehr trauten, nach ihren wenigen gut herausgespielten Gelegenheiten überhaupt auf den Stuttgarter Kasten zu schießen – geschweige denn zu treffen. Die Seele der Fürther Fans blutete ebenso wie die von Trainer Stefan Ruthenbeck, der am Spielfeldrand in der Mercedes-Benz-Arena der Verzweiflung nahe war (siehe Foto). Der Kleeblatt-Coach versuchte in der zweiten Halbzeit, durch das Einwechseln von Zlatko Tripic, Benedikt Kirsch und Daniel Steininger die Offensive zu stärken – allerdings ohne Erfolg. Zlatko Tripic wäre in der 88. Minute fast noch der Ehrentreffer gelungen, aber eben nur fast… Während die große Mehrheit der 38.150 Besucher in der Mercedes-Benz-Arena Gesänge wie „Oh, wie ist das schön!“ anstimmte, wünschten sich unsere Kleeblätter wohl nichts so sehnlichst herbei wie den Schlusspfiff, den ihnen Schiedsrichter René Rohde aus Rostock auch ohne jede Nachspielzeit gewährte.

Der nach drei Spielen (während derer er gesperrt war) wieder aufgestellte Robert Zulj enttäuschte heute ebenso wie Serdar Dursun. Statt mit Leistung glänzten beide durch wenig faires Auftreten, das womöglich ihrem Frust geschuldet war, das sich aber trotzdem nicht entschuldigen lässt. Ein bisschen mehr Einsatz wäre stattdessen wünschenswert gewesen! Dass Jurgen Gjasula wegen Verletzung ausfiel, machte sich besonders schmerzlich bemerkbar;  sein Achillessehnenriss dürfte ihn für Wochen lahmlegen. Wenn sich da andere wie Zulj und Dursun nicht mehr ins Zeug legen, sehe ich schwarz.

Der VfB Stuttgart hat an diesem achten Spieltag den Sprung an die Tabellenspitze der Zweiten Bundesliga geschafft, wo er momentan Platz 3 belegt, das Kleeblatt rutschte weiter zurück auf den 8. Platz. Bitte jetzt keine Berg- und Talfahrt, wie wir sie von der Kärwa her kennen!