Polizeiarbeit in Deutschlands sicherster Stadt

SchalFürth hat ja bekanntlich das Image, die sicherste Großstadt Bayerns, vielleicht sogar die sicherste Stadt Deutschlands zu sein. Daran wird sich auch nach folgender Begebenheit wenig ändern:
Die Polizei  – so war heute im „Polizei-Protokoll“ der „NZ“ zu lesen – konnte am Dienstag in Fürth innerhalb kürzes­ter Zeit zwei Diebe ermitteln. Die jun­gen Männer im Alter von 19 und 24 Jahren stehen unter Verdacht, dass sie zwei jugendlichen Fußballanhän­gern der Spielvereinigung ihre Fanschals entwendet haben. Die beiden Männer sind offen­bar Fans des VfR Aalen und sollen den beiden Kleeblattfans im Alter von 14 und 17 Jah­ren vor der Zweitliga-Begegnung im Bereich des Fürther Haupt­bahnhofs die Schals von den Hälsen gezogen haben. Die Fürther Teenager melde­ten den Diebstahl sofort bei der Poli­zei. Noch während des Spiels im Stadion am Laubenweg konnten die zwei Tatver­dächtigen im Aalener Gästeblock per Videoauswertung ausfindig gemacht und identifiziert werden. Es waren übrigens nur gut 100 Fans aus Aalen nach Fürth gereist.
Da frage ich mich doch, ob unsere Hüter von Recht und Ordnung nichts Wichtigeres zu tun haben, als Dieben von weiß-grünen Fanschals per Videoauswertung auf die Spur zu kommen.
Wer übrigens noch einen Bericht des Bayerischen Fernsehens vom März 2014 zum Thema „Fürth – Deutschlands sicherste Stadt“ sehen möchte, der kann sich hier informieren.

Das TV-Interview: Clubfan trifft auf Greuther-Weib

Fast zwei Stunden nach dem Abpfiff in der Frankfurter Commerzbank-Arena und dem Ende der Begegnung der SpVgg gegen Eintracht Frankfurt am vergangenen Freitag war es so weit:
In der TV-Sendung „Kipfenberg“ im Bayerischen Fernsehen wurde der Filmbeitrag über die „denkwürdige Begegnung“ des eingefleischten Clubfans Andi H. mit mir gesendet. In dieser vierten Ausgabe von „Kipfenberg“  wollte Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt die fußballerischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Bayern ergründen. Stargast war Sepp Maier, ehemaliger Rekord-Torhüter des FC Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft, der mehr oder weniger Originelles und Erhellendes über seine Erlebnisse mit anderen bayerischen Fußball-Mannschaften zum Besten gab.
Wer die Sendung verpasst hat – weil er z.B. noch auf der Heimfahrt vom Spiel in Frankfurt war oder einfach schon geschlafen hat –  für den haben wir hier das Video zum Thema „Frankenderby“ Fürth gegen Nürnberg. Web-Reporterin Christina Wolf hat versucht herauszufinden, ob die Fans der beiden Vereine tatsächlich so große Rivalen sind.

TV-Interview mit Clubfan und Greuther-Weib

Clubfans und Kleeblattanhänger – Das geht gar nicht? Die unschönen Ereignisse am vergangenen Wochenende bringen mich wieder ins Grübeln. Was muss in Fans vorgehen, die in einer Nacht- und Nebelaktion zum Vereinsheim der Sportfreunde Ronhof nach Fürth fahren, um sich dort eine handfeste Schlägerei zu liefern?
Es geht auch anders. Das will der Bayerische Rundfunk in seiner Sendung „Kipfenberg“, einer journalistischen Unterhaltungs-Talkshow, moderiert von Hubertus Meyer-Burckhardt, zeigen. Deshalb nahm ein Mitarbeiter Kontakt mit mir – „Wir sind auf Euer Greuther-Weiber-Blog gestoßen und finden es super“ – und Andi, einem eingefleischten Clubfan, auf, um uns und unserem Verhältnis zueinander mal kräftig auf den Zahn zu fühlen.
Wir trafen uns mit einem Kamerateam, der Reporterin Christina Wolf und dem Autor an der Stadtgrenze Nürnberg/Fürth und ließen uns filmen. Händeschütteln mit cooler Miene, er im Club-Outft, ich mit weiß-grünem Schal.
Das eigentliche Interview fand dann in der Nähe des Fürther Rundfunkmuseums unweit der Pegnitz statt. „Was fühlt Ihr beim Derby?“, wurden wir gefragt. „Worauf beruhen eigentlich die immerwährenden Animositäten zwischen dem Kleeblatt und dem 1. FCN?“ „Hat das historische Hintergründe?“ – Viele Fragen an uns, emotionale Reaktionen und Antworten von Andi und mir.
Das Ergebnis dieser Begegnung vor laufender Kamera kann man am Freitag, 2. November, ab 23.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen ansehen. Ich hoffe, wir haben unsere Sache gut gemacht. Eines haben der Clubfan und ich am Ende des Interviews festgestellt: Wir finden uns beide gar nicht so übel!

Heute nicht verpassen: Bayerisches Fernsehen, 20.15 Uhr

„Himmelkreuzsakrament!“ werden sie sich gedacht haben, die ganzen Münchner und Bayern-Anhänger, die gestern Abend in der BMW-Welt in der Landeshauptstadt dabei waren: Bei der Verleihung des Bayerischen Sportpreises 2012. Wieso? Weil ausgerechnet der Bundesliga-Aufsteiger und künftige Gegner Spielvereinigung Greuther Fürth zu den geehrten Sportlern und Mannschaften gehörte. Und man als Franke bekanntlich im Rest von Bayern schlechte Karten hat.
Wer heute Abend Zeit hat, der sollte sich das nicht entgehen lassen: Das Bayerische Fernsehen zeigt von 20.15 Uhr bis 21.45 Uhr in „Blickpunkt Sport“ eine Aufzeichnung des gestrigen Events. Zu den Preisträgern – ich habe ja hier schon mal darüber geschrieben – gehören neben der Spielvereinigung z.B. die Biathletin Magdalena Neuner und Andreas Köpke für sein „Sportliches Lebenswerk“.  Es muss – so ist auf der Kleeblatt-Homepage zu lesen – ein „toller Abend“ für die Spielvereinigung in München gewesen sein.  Coach Mike Büskens und Kapitän Thomas Kleine haben den Preis entgegengenommen. Der Trainer und der Innenverteidiger standen an der Spitze der Kleeblatt-Delegation. Überreicht wurde der Pokal samt Urkunde von Ministerpräsident Horst Seehofer. Die Gala wurde von Sportreporter Markus Othmer moderiert, der vielen Kleeblatt-Fans noch von der Live-Übertragung der Aufstiegsfeier vom Fürther Rathaus-Balkon in bester Erinnerung ist.
Also: Macht Euch heute Abend ein Grüner-Bier auf, setzt Euch vor den Fernseher und genießt ein weiteres Highlight in der Karriere der Spielvereinigung! (Das Foto rechts habe ich von meiner Leib- und Magen-Programmzeitschrift abfotografiert, und das ist die BR-Bildergalerie).

Natürlich geht der BR lieber nach Fürth!

Seit gestern Abend steht es fest: Die Fußball-Mannschaften der beiden Städte, zu denen ich die tiefste emotionale Bindung habe, steigen in der nächsten Saison in die erste Bundesliga auf: Fürth und Frankfurt. In der ersten lebe und arbeite ich seit über 20 Jahren, in der zweiten bin ich geboren und habe die ersten Jahre meiner Kindheit verbracht. Also: Für mich ein Erfolg auf ganzer Linie.
Die Stimmung in der Aufsteigerstadt Fürth ist seit Tagen erstklassig. Nach und nach werden Häuser und Balkone, sogar das Rathaus (Foto) beflaggt, man fiebert der großen Aufstiegsfeier am nächsten Sonntag, 29. April, ab 18 Uhr vorm Fürther Rathaus – und nicht nur da – entgegen.
Zur Belustigung vieler Kleeblatt-Fan ist jetzt noch eine Entscheidung des Bayerischen Rundfunks avanciert: Die nächste Ausgabe von „Blickpunkt Sport“ wird nicht von der Nachbarstadt Nürnberg aus gesendet. Nein, der TV-Event findet in der „Comödie“ in Fürth statt. Sendetermin: Montag, 30. April, 20.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen.
Das ganze wäre eigentlich nur eine Randmeldung, wenn die Verantwortlichen des 1. FCN nicht beschlossen hätten, die Sendung zu boykottieren. Nach Fürth geht man offensichtlich nicht, da verzichtet man lieber vollkommen auf Medienpräsenz. Die Sicht der „3 Clubfreunde“ zu diesem Thema kann man hier lesen.
Ich kann mich nur wundern! Aus allen Städten in Deutschland erhält man derzeit herzliche Glückwünsche zum Aufstieg, aus Berlin, Bremen, Dortmund, sogar aus München. Aber die direkt angrenzende Stadt lässt jede Souveränität vermissen und schmollt. Mir kommt es so vor, als ob die Antipathie zwischen Fans von Bayern München und der Spielvereingung kleiner wäre als die zwischen Clubberern und Kleeblättern. Da kann ich nur sagen: Wo bleibt Eure Lockerheit, Sportsfreunde?