Es ging leider doch schief!

Nein, es war kein Zweckoptimismus, dass ich beim heutigen Heimspiel gegen den FC St. Pauli mit einem Sieg, sogar einem hohen Sieg (4:1) gerechnet habe. Ich war vielmehr nach der 1:2-Niederlage in Düsseldorf zuversichtlich, dass das Kleeblatt die Länderspielpause gut genutzt und neue Kräfte getankt hat.

Das Spiel startete gut, aber schon in der 12. Minute traf Sebastian Maier für die Hanseaten ins Tor von Keeper Wolfgang Hesl und eröffnete damit ein torreiches Spiel. Das Kleeblatt agierte druckvoll, versuchte viel und wurde dann auch zwölf Minuten später mit dem Ausgleich durch Stephan Fürstner belohnt. Nervig für alle Beteiligten war im Laufe der Partie der starke Regen, den eigentlich kein Wetterbericht vorhergesagt hat. Der tat zwar der Stimmung bei den Kleeblattfans im mit gut 14.000 Zuschauern besetzten Stadion kaum Abbruch. Aber das half der SpVgg wenig, das Team von St. Pauli war konzentrierter und effektiver.

Nach der Halbzeitpause wechselt St.-Pauli-Coach Michael Frontzeck den angeschlagenen Ex-Fürther Bernd Nehrig aus – Kevin Schindler kam für ihn auf den Platz, und damit sollte das Verhängnis beginnen. Im Abstand von nur acht Minuten traf er zwei Mal und ließ Hesl keine Chance. Beim dritten Tor in der 58. Minute hatte sogar Christopher Nöthe die Vorlage zum Tor geliefert – er hegt offenbar keine sentimentalen Gefühle mehr für seinen ehemaligen Verein. Florian Trinks gelang es dann in der 78. Minute, den 2:3-Anschlusstreffer zu erzielen. Aber in der Trolli-Arena war klar: Hier konnte das Kleeblatt nichts mehr reißen. Im Gegenteil: In der Nachspielzeit (90. +5.!!)  sah Torschütze Fürstner nach grobem Foulspiel gegen Lennart Thy die Rote Karte – er hatte sein Bein  zu hoch und traf seinen Gegenspieler an der Brust. Und dann knallte Fin Bartels zum 4:2 ins Tor der Spielvereinigung. Die Enttäuschung nach Spielende war beim Kleeblatt entsprechend groß (Foto).
Ich muss also einiges zurücknehmen, was ich gestern in meinem Blogbeitrag geschrieben habe. Wenn jemand den Mund zu voll genommen hat, dann waren das nicht die Hamburger, sondern ich.

Schon nächsten Freitag, 25. Oktober, empfängt das Kleeblatt um 18.30 Uhr Tabellenschlusslicht FC Ingolstadt beim nächsten Heimspiel. Ich bin ja versucht, zu schreiben, da kann nichts schief gehen, aber…

Wiedersehen mit Ex-Teamkollegen

Am kommenden Sonntag, 20. Oktober, empfängt um 13.30 Uhr die Spielvereinigung den FC St. Pauli in der Trolli Arena – eine Mannschaft, mit der die Kleeblattfans auf freundschaftlichem Fuß stehen. Nichtsdestotrotz werden die Kleeblatt-Profis natürlich alles daran setzen, um das Spiel zu gewinnen. Vor allem nachdem die Partie gegen Fortuna Düsseldorf mit 1:2 verloren ging. Die Hamburger stehen aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz und müssten eigentlich zu schlagen sein! Mindestens 14.000 Zuschauer werden erwartet. Ist das Wetter gut, werden sicher noch einige Zuschauer spontan den Weg zum Ronhof einschlagen.

Die Fürther Fans sind auf jeden Fall auf das Wiedersehen mit Christopher Nöthe (Foto) gespannt. Er war vier Jahre lang im Fürther Kader bevor er in dieser Saison zum Millerntor wechselte. Auf der St.-Pauli-Website kommentiert Nöthe die Begegnung mit seinem Ex-Verein so :
„Für mich wird es ein ganz normales Spiel und kein emotionales Highlight… Der Höhepunkt meiner Zeit in Fürth war natürlich der Bundesliga-Aufstieg im Sommer 2012. Die vergangene Saison kann man aber als Tiefpunkt bezeichnen“.

Nöthe verweist auch auf den im Sommer vollzogenen Umbruch der SpVgg, als 19 Spieler den Verein verließen und 14 Neuzugänge präsentiert wurden. Entsprechend wird Nöthe seinem Cheftrainer Michael Frontzeck auch „kaum Tipps geben können“, denn viel mehr als er wisse er auch nicht über den aktuellen Kader.
Außer mit Christopher Nöthe wird es am Sonntag auch zum Wiedersehen mit Bernd Nehrig und Rachid Azzouzi kommen. Der ehemalige Spieler und spätere Kleeblatt-Manager ist ja seit 2012 Sportdirektor bei FC St. Pauli.

Glücklicher Kleeblatt-Sieg beim VfB Stuttgart

Das heutige Spiel gegen den VfB Stuttgart endete mit einem glücklichen 2:0-Sieg des Kleeblatts. Die Schwaben waren jedoch von Anfang an die bessere Mannschaft, obwohl sie auf ihren Gelb-gesperrten Superstar Vedad Ibisevic verzichten mussten. Aber sie konnten die zahlreichen Chancen einfach nicht verwerten. Ähnlich, wie es dem Kleeblatt in dieser Bundesliga-Saison oft ging. Das Pech des VfB spitzte sich in der 51. Minute zu, als Gotoku Sakai beim Trubel vor dem Fürther Tor ein Eigentor schoss. Dieses 1:0 erinnerte mich fatal an das CL-Eigentor des FC Barcelona in dieser Woche in der Partie gegen den FC Bayern München. Aber heute verdrehte es eigentlich die realen Kräfteverhältnisse. Obwohl – und das will ich deutlich betonen: Das Kleeblatt war taktisch diszipliniert, hatte eine ausgesprochen gute Abwehr, und man merkte der Mannschaft wirklich nicht an, dass sie moralisch – nach dem sicheren Abstieg – eigentlich am Ende sein müsste.
Nein, die Fürther kämpften vielmehr mit Bravour und hatten gerade in der zweiten Halbzeit einige gute Chancen. Richtig spannend wurde es für die ca. 800 angereisten Kleeblattfans (insgesamt 48.300 Zuschauer in der Mercedes-Benz-Arena), als es in der 74. Minute zu einer schwer durchschaubaren Entscheidung von Schiedsrichter Guido Winkmann kam: Rote Karte für Antonio Rüdiger wegen Nachtretens gegen Felix Klaus – und ein Elfmeter für die Spielvereinigung. Bernd Nehrig legte sich den Ball zurecht, schoss schwach, und der Stuttgarter Keeper Ulreich wehrte erfolgreich ab. Kein Tor.
Dann konnte Ilir Azemi nur neun Minuten, nachdem er für Felix Klaus eingewechselt worden war, doch noch ein zweites Tor erzielen: Fürstner spielte einen Pass auf Prib, der war frei vor Ulreich und gab an den mitgelaufenen Azemi ab, der ins leere Tor traf.
Ein glücklicher Sieg für die Spielvereinigung in einem zeitweise kuriosen Spiel. Egal, drei Punkte, und das ist mal wieder ein gutes Gefühl für das Kleeblatt und uns Fans. Nächste Woche kommt der SC Freiburg in den Ronhof – wir hoffen ja nach wie vor auf den ersten Heimsieg!

Spannung pur im Ronhof

Es ging leidenschaftlich und effektiv los: Nach einem Foul in der 10. Minute an Asamoah wurde ein Foulelfmeter vergeben. Mönchengladbachs Keeper ter Stegen entscheidet sich für die rechte Ecke, und Bernd Nehrig haut den Ball in die Tormitte. Fürth führt – Jubel im Stadion! Aber die böse Wendung kam nur zwei Minuten später: Thomas Kleine sah unglücklich Rot, und ab da mussten die Kleeblätter mit einem Mann weniger spielen. Mike Büskens reagierte sofort und wechselte Stieber gegen den Abwehrmann Lasse Sobiech aus. Aber die verstärkte Defensive half nichts: das „Fohlen“ und Elfmeterverursacher Oscar Wendt machte den Ausgleich, und die Laune der Fans im ausverkauften Ronhof bekam einen Knacks. Die Spielvereinigung ließ sich jedoch nicht hängen, und die Elf von Trainer Lucien Favre spielte auch nicht allzu inspiriert auf dem nach Dauerregen nassen Boden.
Immer wieder schreibe ich, dass Gerald Asamoah, seitdem Mike Büskens ihn geholt hat, „der“ Spieler beim Kleeblatt ist. Und das bewies er auch heute wieder. Er ist cool, erfahren, er behält die Übersicht! Und so schoss Edgar Prib nach wunderbarer Vorlage von Asa drei Minuten vor der Halbzeitpause das 2:1. „GERALD, DU GOTT!!“, kommentiert daraufhin ein Fan bei Facebook.
Aber kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit wurde er ausgewechselt, der völlig erschöpfte Gott aus Fürth. Für ihn kam Christopher Nöthe auf den Platz. Und 120 Sekunden später krachte es nach einem Eckball wieder im Tor von Max Grün. Die Gladbacher machten den Ausgleich. Zu diesem Zeitpunkt hatte Gladbach fast 65 Prozent Ballbesitz. Das sollte nichts Gutes verheißen. Und dann ging es auch Schlag auf Schlag: Tor in Minute 57 durch Patrick Hermann. Die Euphorie der Fürther Fans nahm von Minute zu Minute ab. Und in der zweiten Minute der Nachspielzeit dann noch die Gelb-Rote Karte wegen Handspiels für Pekovic. Elfmeter – und die Borussen machen mit einem vierten Tor den Sack endgültig zu.
Also: Alle Spekulationen, dass Borussia Mönchengladbach nach dem Spiel gegen Olympique Marseille und das 2:2-Unentschieden in der Nachspielzeit völlig ausgepowert seien, gingen nicht auf. Vielmehr zehrte die Unterzahl an den Kräften der Fürther. Es hat heute nicht sollen sein. Und die Entscheidungen des Schiedsrichters waren oft mehr als umstritten. Machen wir’s wie Mike Büskens kurz vor Ende des Spiels: Jacke ausziehen, im T-Shirt an der Seitenlinie stehen, das signalisiert: „Auf zum nächsten Spiel. Gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund.“ Ein echter Kleeblattfan, der lässt sich nicht unterkriegen!

Von fairen Feinden und Fußball-Fahnen

Wir beide haben schon ein verflixt frustrierendes Wochenende hinter uns. Wer? Na, der „Feind in unserem Haus“ und ich. Mein Feind, genauer gesagt: meine Feindin ist bekanntlich begeisterter Fan von Borussia Dortmund. Und wünscht sich natürlich heiß und innig, dass der BVB auch in dieser Saison wieder Deutscher Meister wird und Bayern München souverän hinter sich lässt. Deshalb hat sie dann auch letzten Freitagabend mit ihrem Besuch (aus Nordrhein-Westfalen) eine Fürther Sportsbar besucht, um sich dort das Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart anzusehen. Wäre alles prima gewesen, hätte die atmeberaubend spannende Partie nicht in allerletzter Sekunde durch ein Tor des Stuttgarters Christian Gentner mit einem unglücklichen 4:4-Unentschieden geendet. Dadurch liegt Dortmund – nach dem Sieg der Münchner beim „Club“ – nur noch drei Punkte vor den Bayern, und es wird an den letzten Spieltagen auf jedes Pünktchen ankommen. (Dieses Tor in der letzten Sekunde des Spiels erinnert mich übrigens fatal an gewisse Ereignisse vor zwei Wochen!)

Und mir ging’s dann am Samstag nicht anders. Der vermeintlich leicht zu packende Gegner FC Erzgebirge Aue hat es dem Kleeblatt schwerer gemacht als erwartet. Das Spiel ging dann auch unentschieden – nämlich 1:1 – aus.
Übel ist die Konsequenz für die Spielvereinigung: Kleeblatt-Profi Bernd Nehrig zog sich bei diesem Spiel einen Muskelfaser-Riss am hinteren Oberschenkel zu. Der 25-Jährige musste am Samstag verletzt ausgewechselt werden und fällt bis auf weiteres aus.

Übrigens hat sich die BVB-Anhängerin in meinem Haus inzwischen als echte Sportsfrau geoutet. Sie wünscht dem Kleeblatt aufgrund seiner konstant guten sportlichen Erfolge und der tollen Stimmung in der Stadt und bei den Fans unbedingt den Aufstieg in die erste Liga. Deshalb hat sie auch schon Pläne für den 6. Mai geschmiedet. Sollte an diesem letzten Spieltag in der zweiten Liga entschieden sein, dass die Spielvereinigung in die Bundesliga aufsteigt, und schon am Tag zuvor Borussia Dortmund Deutscher Meister geworden sein, dann werden wir gemeinsam feiern und auch nach außen Farbe bekennen. Ich hisse meine weiß-grüne Kleeblatt-Flagge, und sie wird ihre gelb-schwarze BVB-Fahne aus dem (Fürther) Fenster hängen. Denn dann hat alles Bibbern und Daumendrücken ein positives Ende gefunden und für uns beide ist die Fußball-Welt in Ordnung!

Fürth lässt in Aue zwei Punkte liegen

Nein, das war wirklich nicht der Tag des Kleeblatts. Die SpVgg kam im Erzgebirgsstadion nur mit großer Mühe ins Spiel. Die Veilchen taten alles, um unseren Jungs das Leben schwer zu machen. Lange Zeit in der ersten Hälfte war Erzgebirge Aue eigentlich die bessere Mannschaft, das muss man fairerweise sagen. Dann kam auch noch Verletzungspech dazu: Bernd Nehrig musste nach einem Zweikampf mit Jan Hochscheidt in der 22. Minute gehen. Der für ihn eingewechselte Asen Karaslavov war einfach kein adäquater Ersatz für Nehrigs Können. Dass Olivier Occean in der 43. Minute mit einem Klasse-Kopfball dann doch die 1:0-Führung schaffte, grenzte fast an ein Wunder. Es spricht aber für Occeans unglaublichen Ball-Instinkt. Heinrich Schmidtgal hatte außerdem gute Vorarbeit geleistet.

Statt nach der Pause einen Zahn zuzulegen, wachte das Kleeblatt auch in der zweiten Halbzeit zu spät auf, nämlich erst nach dem Treffer von Savran (55.), der für die Veilchen den Ausgleich besorgte. Schon davor konnte man sich nur verzweifelt fragen, warum die Fürther dem gefährlichen Kocer immer wieder freie Hand ließen. Kocer und Savran wurden beide zu spät attackiert. Auch wenn Heinrich Schmidtgal alles gab, konnte er das Ruder nicht mehr herumreißen. Ein gefährlicher Kopfball von Christopher Nöthe kurz vor Schluss landete ebenfalls nicht mehr im Kasten von Aue. Und dann mussten wir auch noch zittern, ob Schiedsrichter Manuel Gräfe eine unschöne Aktion von Occean gegen den Auer Keeper Männel mit einer Roten Karte ahnden würde – zum Glück zog er nur Gelb.

Klar, der Druck für das Kleeblatt war groß, nachdem Eintracht Frankfurt am Freitagabend Bochum mit 3:0 besiegt und sich an die Tabellenspitze gesetzt hatte. Aber der Druck wird in den nächsten Wochen nicht weniger, sondern noch stärker werden. Die Mannschaft muss einen Weg finden, damit besser umzugehen. Sonst bleibt der Aufstieg nur ein schöner Traum.

 

 

Kleeblatt baut seine Führung aus

Es war eine harte Woche für unser Kleeblatt – sowohl der Sieg gegen die Münchner Löwen als auch die Niederlage im DFB-Pokal gegen Dortmund haben die Spieler Kraft gekostet. Das war der Fürther Mannschaft heute deutlich anzumerken. Trotzdem will die Elf von Mike Büskens ja ihr großes Ziel, den Aufstieg, nicht aus den Augen verlieren. Und das hat sie auch nicht getan! Mit einem 3:0-Sieg konnte sie den Vorsprung in der Tabelle weiter ausbauen: Auf sechs Punkte gegen die drittplatzierten Düsseldorfer, der derzeitige Tabellenzweite Eintracht Frankfurt spielt allerdings noch am Montagabend gegen Union Berlin, bleibt aber selbst im Fall eines Sieges einen Punkt hinter der SpVgg Greuther Fürth.

Allerdings: Gegen den abstiegsgefährdeten Karlsruher SC kam die SpVgg heute in der mit 12760 Besuchern gut gefüllten Trolli Arena erst mal nicht so richtig ins Spiel. Im Gegenteil: Die Gäste waren es, die sich am Anfang angriffslustig und selbstbewusst präsentierten. Und unser sonstiger Joker Olivier Occean wurde von den Karlsruhern so dicht belagert, dass er sich kaum einmal freispielen konnte. Erst das Tor von Heinrich Schmidtgal (28.), ein souverän verwandelter direkter Freistoß, legte den Hebel um. Von diesem Moment an lief es wieder für das Kleeblatt. Schon vor dem Pausenpfiff wäre durchaus noch mehr als die 1:0-Führung drin gewesen.

Nach dem Seitenwechsel hat Sercan Sararer immer wieder für Druck sorgen können. Schade, dass ihm kein Tor gelang, verdient hätte er es. Doch das 2:0 machte statt dessen Bernd Nehrig (70.), dessen Foulelfmeter bombensicher im Kasten der Karlsruher landete. Und Christopher Nöthe konnte diesen Spieltag nach einem Doppelpass mit Sercan Sararer noch zum 3:0 abrunden (83.).

Ja, das Kleeblatt hat den nötigen Biss und bleibt weiter auf Aufstiegskurs! Es hat sich von der Niederlage im DFB-Pokal nicht beirren lassen. Genau so wollen wir Greuther-Weiber die SpVgg sehen, und so kommt sie ihrem Traumziel auch Schritt für Schritt näher.

Ein Delfinbaby namens Occean?

Wir Greuther-Weiber sind ja auch große Fans des Tiergartens Nürnberg. Dort wurde jetzt ein kleiner Schabrackentapir geboren, ein äußerst niedliches Tierbaby. Es hat aus unserer Sicht nur einen Fehler, und das ist sein Name. Die Tierpfleger haben es nämlich auf den Namen Pinola getauft. Der Vater der Kleinen – es handelt sich um ein weibliches Tapirbaby – heißt Pi, und die Kleine sollte ursprünglich Nola heißen. Auf Wunsch der Club-Fans unter den Tierpflegern wurde daraus dann eben Pinola.

Tja, damit werden wir Fürther Anhänger der Spielvereinigung wohl leben müssen, ob wir wollen oder nicht. Aber für die Zukunft möchten wir bitteschön auch ein süßes Tierbaby für uns beanspruchen. Mit der Namensgebung haben wir es allerdings, das muss ich einräumen, schon etwas schwerer als die Nachbarn im Osten. Nehrig oder Nöthe kann natürlich kein Tierkind heißen, obwohl der Anfangsbuchstabe N für den Nürnberger Tiergarten eigentlich ideal wäre. Auch auf Schahin, Schmidtgal oder Prib möchte wohl kein Tierbaby hören müssen. Ganz schlimm wäre Schröck.

Bei längerem Nachdenken fällt mir eigentlich nur eine Lösung ein: Occean könnte man den nächsten Delfin nennen, der in der Lagune geboren wird. Sollte es noch längere Zeit nicht klappen mit dem Nachwuchs bei den Großen Tümmlern – zuletzt hat es ja leider einige Todesfälle bei den Delfingeburten gegeben -, würden wir uns notfalls auch mit einem Seelöwenbaby zufriedengeben.

Herber Rückschlag im Aufstiegsrennen

Eines vornweg: Wer geglaubt hat, das werde angesichts der aktuellen Minusgrade eher ein lauer Zweitliga-Abend, der wurde zweifellos eines Besseren belehrt:  Immerhin hatten die drei Freitags-Partien eine satte Torausbeute von zwölf Treffern zu bieten.

Leider wurde es nichts mit der Ankündigung der SpVgg, man wolle gleich im ersten Punktspiel des neuen Jahres an die Erfolge aus 2011 anknüpfen. Dabei wäre ein „Dreier“ gegen die Dresdner doch die Chance gewesen, sich an die Tabellenspitze zu setzen. Vor allem in der ersten Hälfte bot die SpVgg eine doch eher enttäuschende Leistung –  irgendwie fehlten die wirklich guten Einfälle, um gegen die Gastgeber etwas ausrichten zu können. Und wirklich angriffslustig gaben sich die Gäste auch nicht. So wurde es am Ende ein verdienter 3:1-Sieg für die Dresdner.

Und die Fürther könnten – sollten Frankfurt und Pauli punkten – nach dem aktuellen Spieltag sogar bis auf Rang fünf durchgereicht werden.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte zweifellos Bernd Nehrig. Ein Tor mitverschuldet, Elfer verschossen und dann auch noch die zehnte Gelbe kassiert. Und nächste Woche empfängt das „Kleeblatt“ ausgerechnet den SC Paderborn, der sich nach einem 3:2-Erfolg gegen Union Berlin erstmal auf Tabellenplatz Zwei geschoben hat.

Motivationsschub aus Ghana

Mit dem Engagement von Gerald Asamoah bei der Spielvereinigung haben Mike Büskens und Helmut Hack eventuell eine geniale strategische Entscheidung getroffen. Der Ghanaer ist erst seit wenigen Tagen ein Weiß-Grüner, hat sich aber offensichtlich schnell in die Mannschaft integriert. Denn beim ersten Testspiel in der Winterpause gegen den Erstligisten FC Augsburg hat Asamoah gleich demonstriert, dass man mit ihm rechnen kann: Er wurde in der 68. Minute vom Trainer eingewechselt  – mit Riesenapplaus von 4800 Zuschauern empfangen – und war maßgeblich an den beiden Fürther Toren von Christopher Nöthe (75. Minute ) und Bernd Nehrig in der letzten Minute beteiligt.

Mir gefällt an Asamoah vor allem seine positive und freundliche Ausstrahlung. „Typisch Frau“, mag so mancher Mann erwidern. „Die kauft ein Auto auch nur wegen der Farbe.“ Ich schätze an Asamoah, dass er sich für sein neues Team nicht nur als Akteur auf dem Spielfeld, sondern auch bei Unstimmigkeiten mit dem Schiedsrichter einsetzt. Da werden missverständliche Entscheidungen des Referées diskutiert, von seiner Erfahrung als Bundesliga- und Nationalspieler kann das Kleeblatt-Team nur profitieren.

Was ist mit dem Ruck, den ich schon öfter gefordert habe, der durch die spielerisch zwar talentierte, oft aber nicht gerade mit Selbstvertrauen ausgestattete Mannschaft gehen soll? Vielleicht ist Gerald Asamoah dafür genau der Richtige, wenn ja, dann kam er zum idealen Zeitpunkt. „A point“ würde man beim Steak sagen!

Für das Kleeblatt wird es – nach weiteren Freundschaftsspielen – erst am Freitag, 3. Februar, um 18 Uhr mit dem Spiel gegen Dynamo Dresden wieder so richtig ernst. In der Rückrunde ist es entscheidend, gleich von Anfang an den zweiten Tabellenplatz zu halten und sich nicht von ambitionierten Verfolgern fressen zu lassen.

Und am 8. Februar steht mit dem Viertelfinalspiel im DFB-Pokal gegen 1899 Hoffenheim dann der nächste Knaller auf dem Programm. Mal sehen, ob bis dahin Asamoah zur festen Größe im Kader avanciert ist. Denn dann… Nein, ich will gar nicht weiter ins Detail gehen.