VfB-Blog fragt – Greuther-Weiber antworten

Kleeblattfans stehen seit Tagen in den Startlöchern: Morgen um 13 Uhr wird das Spiel gegen den Tabellenersten – den VfB Stuttgart – im Ronhof angepfiffen. Die Stuttgarter sind letzte Saison aus der Bundesliga abgestiegen, haben allerdings neben Union Berlin und Hannover 96 gute Karten, den Wiederaufstieg perfekt zu machen. Aber das Kleeblatt wird morgen ein harter Brocken. Die Spielvereinigung ist seit sechs Spielen ungeschlagen und will, dass das weiter so bleibt. Nicht unmöglich, denn gegen den damaligen Tabellenführer Hannover 96 hat das Kleeblatt Anfang Februar zu Hause mit 4:1 gewonnen.

Auch für die Fans des VfB ist die Begegnung morgen etwas Besonderes. Deshalb wurden die Greuther-Weiber vor ein paar Tagen von den Machern des Blogs „Rund um den Brustring“ gefragt, ob sie sieben provokante Thesen zum morgigen Spiel und zur aktuellen Situation der Spielvereinigung beantworten möchten.  „Rund um den Brustring“ ist ein Blog und ein Podcast, der sich seit Oktober 2015 mit allem rund um den Brustring, also den VfB Stuttgart 1893 e.V., beschäftigt. Regelmäßig werden hier Spiele des VfB besprochen, Experten zum nächsten Gegner oder zu Neuzugängen befragt, außerdem die Vereinspolitik und viele weitere Themen rund um den Brustring kommentiert. Also ein ähnliches Konzept, wie wir es mit unserem Greuther-Weiber-Blog auch verfolgen.
Hier findet Ihr die Fragen des Blogs und unsere Antworten: Rund um den Brustring

Glück für Fürth, Pech für Paderborn

SC Paderborn - SpVgg Greuther FürthWir Greuther-Weiber  wollten eigentlich nach unserem 777. Blogbeitrag von gestern heute mit dem Kleeblatt einen Sieg feiern. Sah ja auch nicht so schlecht aus dafür bei einem Gegner wie den SC Paderborn, der zuletzt eine wahre Achterbahnfahrt der Befindlichkeiten hinter sich bringen musste. Manche munkelten, die Mannschaft könne nun endlich – befreit von Stefan Effenberg – wieder aufatmen und entsprechend aufspielen. Und sie sollten recht behalten. Denn der neue Trainer René Müller holte aus seinen Jungs raus, was rauszuholen war. Sie gaben alles, waren selbstbewusst und hochmotiviert von der ersten bis zur letzten Spielminute, auch wenn ihnen gegen Ende die Kraft ausging. Da war es auch kein Wunder, dass sie bereits in der 19. Minute durch einen Treffer des Dänen Nicklas Helenius in Führung gingen. Eine ganze Reihe von Chancen für die Ostwestfalen sollten folgen, von denen sie allerdings keine einzige mehr umsetzen konnten.

Ganz anders unser Kleeblatt. Verschlafen, abwartend, überrascht von der offenbar so überhaupt nicht erwarteten Präsenz der Hausherren in der Benteler-Arena hatten die Fürther in der ersten Spielhälfte kaum etwas vom Spiel. Erst nach ungefähr einer halben Stunde, als der SC Paderborn ein klein wenig in seiner Leistung nachließ, fand man ab und zu eine Lücke. Doch nichts ging über die Flügel, und schon gar nichts wirklich Gefährliches aufs gegnerische Tor.

Nach dem Seitenwechsel, als wir Fans hofften, dass eine sicherlich strenge Gardinenpredigt von Trainer Stefan Ruthenbeck unsere Elf wachgerüttelt haben müsste – nichts! Die 7800 Zuschauer (davon rund 200 Fans aus Fürth) mussten weiter eine Partie anschauen, bei der man sich zunächst fragte, ob die Fürther überhaupt schon aus den Katakomben zurückgekehrt waren. Paderborn wie im ersten Durchgang bissig und mit dem unbändigen Willen, endlich aus der Abstiegszone heraus und nach weiter oben in der Tabelle zu kommen. Die Ostwestfalen blieben Herr im eigenen Stadion. Kaum wiederzuerkennen, diese Mannschaft, wenn man sie mit den letzten Wochen vergleicht! Respekt, muss man da sagen, Hut ab!

Dass die Partie am Ende doch noch unentschieden mit 1:1 ausging, war einem Treffer von Ante Vukusic (links auf dem Foto) zu verdanken (83. Minute), der für Johannes Wurtz ins Spiel gekommen war. Ein glücklicher Treffer, aber Glück muss man schließlich auch mal haben, das gehört zum Fußball eben dazu. Trainer Ruthenbeck hatte außerdem Veton Berisha für Maurice Hirsch gebracht und Roberto Rodriguez für Zlatko Tripic. Doch der vermeintliche Joker Berisha blieb in seinen Aktionen zu ungenau, schoss die Bälle entweder zu weit oder zu flach – aber jedenfalls nicht in den Paderborner Kasten. In der letzten Phase war Paderborn mit seinen Kräften sichtlich am Ende und konnte dem Kleeblatt nichts mehr entgegensetzen, das die beeindruckende läuferische Leistung in diesem Spiel eindeutig besser wegsteckte. Durch das fulminante 4:0 von Union Berlin gegen den FSV Frankfurt bedingt, belegen die Fürther vorläufig Platz neun in der Tabelle der Zweiten Liga, während Paderborn, das den Sieg heute immer wieder schon fast in der Hand hatte, nicht aus der Abstiegszone herauskam. Schade eigentlich, der Mannschaft – wenn sie sich weiter so zeigt wie ausgerechnet heute gegen das Kleeblatt – ist auf jeden Fall der Verbleib in Liga zwei zu wünschen!

Blick aus der Ferne auf ein „Greuther“-Namensproblem

Die Welt des Fußballs ist derzeit unspektakulär: Deutschland wurde Weltmeister (das ist auch schon wieder über eine Woche her). Die Spielvereinigung rüstet sich im oberösterreichischen Trainingslager für die nächste Zweitliga-Saison. Gestern hat das Kleeblatt sein zweites Freundschaftsspiel bestritten und gegen den russischen Pokalsieger FK Rostow mit 2:1 gewonnen. Heute Abend steht die Begegnung mit Lokomotive Moskau auf den Programm.

Bolsena_CinquecentoIch genieße nach wie vor meine Urlaubstage im italienischen Bolsena. Am Wochenende wurden in dem Ort nostalgische Vespa-Roller, Fahrräder, die in den vergangenen Jahrzehnten beim Radrennen „La Carrareccia“ in Bolsena mitgemacht haben, und liebevoll restaurierte Cinquecentos ausgestellt (Foto). Da geht mir natürlich das Herz auf, denn wer mich kennt, weiß, wie gerne ich so einen Roller oder Kult-Auto hätte. Aber man kann und soll sich im Leben ja nicht alle Träume erfüllen.

Aus 1000 Kilometern Entfernung ist auch die Sicht auf sensible Themen rund ums „Kleeblatt“ eine distanziertere. So ist ja vor kurzem beim Testspiel zum 40. Geburtstags des TSV Vestenbergsgreuth wieder die permanent schwelende  Wut über das Wort „Greuther“ im Vereinsnamen „Spielvereinigung Greuther Fürth“ aufgeflammt. Schon seit der Fusion mit Vestenbergsgreuth im Jahr 1996 ist eingefleischten Kleeblattfans dieser Namenszusatz ein Dorn im Auge. Vor allem die Fangruppe Horidos reagiert darauf nach wie vor allergisch.
Greuther-Weiber-TitelHautnah haben wir „Greuther-Weiber“ das vor fünf Jahren auch bei der Namensgebung unseres „NZ“-Blogs erleben müssen. Man hatte sich damals das Wortspiel Kräuter-Weiber und Greuther-Weiber ausgedacht und fand diese Bezeichnung originell. Postwendend kam von Kleeblattanhängern und auch von seiten der SpVgg der Vorschlag, ob man sich nicht anders nennen wolle, um die Fangemeinde nicht zu brüskieren. Aber wir blieben beim Namen, und  – bis auf manche ironische Kritik in den Sozialen Netzwerken – die positive Resonanz bei den Bloglesern gibt uns Recht: Unser Blog ist – auch mit dem verflixten Greuther-Wort im Namen – schon lange ein etablierter Teil der Fürther Fußballszene.

Klar, viele meiner Bekannten und Freunde fragen mich nach einem Spiel nicht, „Wie haben die Fürther gespielt?“, sondern „Wie haben sich die Greuther geschlagen?“. Aber ich finde, man sollte die Kirche im Dorf lassen. Unterm Strich ist doch entscheidend, wie der Verein sportlich und finanziell dasteht. Und das wird (hoffentlich) in der Saison 2014/15 wieder eine Erfolgsgeschichte.

Wer kennt Mitglieder dieser Mannschaft?

Ich habe vor ein paar Wochen hier schon über ein Buch geschrieben, das in meiner derzeitigen Wahlheimat in Italien, in Bolsena, über die Geschichte der hiesigen Fußballmannschaft erschienen ist. Nun möchte ich den beiden Autoren, Paola und Claudio Galli, bei einem Anliegen helfen.

Die beiden suchen Überlebende der deutschen Mannschaft (siehe Foto), die hier in Bolsena im Sommer 1944 gegen eine Mannschaft aus Italienern gespielt hat: deutsche Soldaten auf der Durchreise, die bald an die Front weiterziehen mussten. Es ist klar, dass die Mitglieder dieser Mannschaft inzwischen so um die 90 Jahre alt sein müssten, und einige von ihnen dürften den Krieg auch gar nicht überlebt haben. Aber wer weiß – vielleicht gibt es ja wirklich noch Überlebende von damals. Oder auch Angehörige, zum Beispiel Töchter oder Söhne, denen ihre Väter von ihren (Kriegs-)Erlebnissen in Italien erzählt haben. Die Buchautoren würden gern auch mit den Nachfahren in Kontakt treten – vielleicht kommt es ja sogar irgendwann zu einem Besuch hier in Bolsena!

Wer also damals selbst dabei war oder jemanden kennt, der im Sommer 1944 als Soldat hier war, kann sich an folgende E-Mail-Adressse wenden:

paolacloude@alice.it

Natürlich ist es auch möglich, Namen und Adressen in einem Kommentar in unserem Greuther-Weiber-Blog zu hinterlassen, dann stellen wir den Kontakt her. Es wäre toll, wenn sich jemand finden würde, aber natürlich wird das aufgrund der vielen Jahrzehnte, die inzwischen vergangen sind, nicht einfach. Wir wünschen den Autoren bei der Suchaktion auf jeden Fall viel Glück!

Ein Blickfang vor der Haustür in Bolsena?

Greuther-Weib „uwo“ ist ja seit fast drei Wochen in Italien und kommentiert das nächste halbe Jahr in unserem Blog von dort Fußball aus der Perspektive einer Frau. So z.B. ein Spiel zwischen der bolsenesischen Heimmannschaft und einem Team aus der Gegend von Rom. Und schreibt natürlich in „Attenti al lupo, Achtung,Wolf!“.

Von hier aus möchte ich jetzt einen Deko-Tipp nach Latium schicken. Wie wäre es mit einem Kleeblatt-Fußabstreifer vor der Eingangstür? Denn ab sofort können alle Fans der Spielvereinigung ihre Gäste mit einer Kleeblatt-Fußmatte empfangen. Dieser „Abstreifer“ ist ein echter Blickfang und wird auch italienische Gäste bestimmt in Verzückung versetzen. Die Fußmatte ist 60 x 40 cm groß, aus waschbarem Velours und kostet 19,95 Euro.

Und für alle Sammler von Kleeblatt-Fanartikeln gibt es eine weitere Neuigkeit: Jetzt kann man den neuen Kleeblatt-Fotoball mit den Abbildungen aller Spieler aus der Rückrunde der laufenden Saison erwerben. Der dekorative Mannschaftsball 2013/2014 kostet 24,95 Euro.
Erhältlich sind alle neuen Fanartikel in den Fanshops Greuther Teeladen, bei Franken Ticket am Fürther Kohlenmarkt und natürlich auch bequem von zu Hause aus über den Online-Shop (von da habe ich auch das Foto).
Und wenn „uwo“ wirklich die Kleeblatt-Fußmatte möchte, dann könnte man ohne Problem eine Art „Carepaket“ aus Fürth nach Italien schicken. Vielleicht noch mit einer neuen großen Portion fränkischer Bratwürste. Dieses Mal – zum Geschmacksvergleich – vielleicht mit Grillroastern von der Zirndorfer Metzgerei Schäfer?

Wir präsentieren: unser Ehren-Greuther-Weib

2013 ist vorbei – wir Greuther-Weiber blicken nach vorne. Das Kleeblatt steht gut da im Augenblick und hat nach der Weihnachtspause wieder mit dem Training begonnen. Heute Abend geht es in Frankfurt beim Hallenturnier auch spielerisch wieder los, allerdings nur für einen Teil des Teams. Wir hoffen auf eine baldige Rückkehr und den Einsatz von Nikola Djurdjic, der das Ganze noch mit ein paar Toren garnieren könnte. Und dann – warum sollte die Spielvereinigung nicht wieder ins Fußball-Oberhaus aufsteigen? Ob alle Fans das wirklich wollen, wohin das führen würde und ob die Mannschaft das von der Vereinsspitze aus überhaupt darf, sei im Augenblick mal dahingestellt. Das Jahr ist noch jung, die Rückrunde ebenfalls. Gegen Ende der Spielzeit ist unsere Mannschaft jedoch früher schon öfter in eine Art Schockstarre verfallen, als sie dem Aufstieg schon zum Greifen nahe war. Mit einer Ausnahme bisher – wie das ausging, ist ja hinlänglich bekannt.

Wir sagen: Ja, probiert es noch einmal, habt zum Beispiel den FC Augsburg vor Augen, der den Klassenerhalt auch immer wieder hinkriegt, selbst wenn er nur ein kleines Licht ist in der Ersten Bundesliga. In Zeiten wie diesen gibt es keine Chancengleichheit mehr im Fußball, nach Bayern München kommt erst mal lange nichts. Auf diese Überflieger-Geldbeutel braucht ihr nicht zu schielen. Es gibt andere gute, redlich kämpfende Mannschaften in der Liga, mit denen es reizvoll ist, seine Kräfte zu messen – noch haben wir nicht (ganz) spanische Verhältnisse erreicht. Gott sei Dank!

Wir Greuther-Weiber unterstützen euch auch im neuen Jahr, so gut wir können. Wie der Name „Greuther-Weiber“ schon sagt, sind wir weibliche Fans. Doch heute möchten wir jemanden zum Ehren-Greuther-Weib machen, obwohl er ein Mann ist. Es handelt sich um Raimund Kirch, den Chefredakteur der „Nürnberger Zeitung“. Er wird hier keine Blog-Beiträge schreiben, aber bei ihm handelt es sich, wie auf dem Foto zu sehen, um einen echten „Greuther“- bzw. „Kräuter“-Fachmann (im Fränkischen ist, zumindest phonetisch betrachtet, der Unterschied bekanntlich nicht so sehr groß!). Raimund Kirch ist – obwohl er das in den Redaktionskonferenzen in Nürnberg nicht so explizit sagen darf – von der Spielvereinigung überzeugt. Er findet es außerdem sympathisch, dass Frank Kramer und die Vereinsspitze erst mal bescheiden zurückhaltend bleiben und das Thema Aufstieg möglichst gar nicht ansprechen.

Weibliche Kräuter-Experten hat man in vergangenen Zeiten ja gerne als Hexen bezeichnet – so weit wollen wir jetzt nicht gehen. Aber Raimund Kirch hat tatsächlich eine Menge Ahnung, wie die einzelnen Heilkräuter einzusetzen sind. Manches von dem Zeug wäre durchaus dazu tauglich, dem Kleeblatt in den kommenden Wochen Flügel zu verleihen. Wäre bestimmt gesünder und auch kostengünstiger als so mancher Energy-Drink!

2013: Ein zwiespältiges Jahr für Kleeblattfans

Die beste Nachricht für Kleeblattfans zum Jahresende gleich vorneweg: Hannover 96 hat heute mit Tayfun Korkut einen neuen Trainer engagiert. Damit bleibt also Frank Kramer der Spielvereinigung erhalten.
Euch bleibt hier ein ausführlicher Jahresrückblick, wie man ihn in allen Zeitungen, Radio- und TV-Sendern sehen und hören kann, erspart. Nein, ich will ganz kurz das Jahr 2013 aus Sicht eines Greuther-Weibes Revue passieren lassen.
Der Januar war für die zum ersten Mal in die Erste Liga aufgestiegenen Kleeblätter turbulent. Die Spielvereinigung dümpelt am Tabellenende herum, ein neuer Stern am Stürmerhimmel namens Nikola Djurdjic kommt nach Fürth, und der Trainerstuhl von Mike Büskens wackelt gewaltig. Mitten in meinem Winterurlaub in der Steiermark im Februar erreicht mich dann bei Ankunft eines Freundes die Nachricht, dass sich der Verein von Büskens getrennt hat. Greutherweib „sabbel“ übernimmt es, diese Hiobsbotschaft in unserem Blog zu vermelden. Im März liest Gerald Asamoah – zu diesem Zeitpunkt noch im Fürther Kader – in der Comödie aus seinem Buch und als neuer Coach wird Frank Kramer präsentiert. Ihm fällt die schier unlösbare Aufgabe zu, für das Kleeblatt den Klassenerhalt zu erreichen. Im April erfreut dann wieder mal ein Derbysieg gegen den Club die Herzen der Kleeblattfans. Und ich schreibe über die „Magischen Hände“ des Fürther Keepers Wolfgang Hesl, der dem Team so manches Gegentor erspart.
Im Mai ist es dann klar: Die Spielvereinigung steigt nach nur einer Spielzeit und ohne Heimsieg aus der Bundesliga ab. Der Schlachtruf der letzten Saison – „Nie mehr zweite Liga!“ – gehört der Vergangenheit an. Asamoah wird ohne jeden Stil verabschiedet, die Ära Büskens/Asamoah und deren Erfolge sind damit endgültig passé.
Juni – Sommerpause. Und wieder bin ich im Urlaub, als am 21. Juli die Zweitliga-Saison beginnt. Auf meiner Heimfahrt höre ich im Autoradio, wie das Kleeblatt – dank Torwart Hesl – 2:0 gegen Arminia Bielefeld gewinnt. Prima, denke ich mir, es geht ja noch!
Und damit startet dann auch eine recht erfolgreiche Hinrunde. Im August verletzt sich Nikola Djurdjic und soll lange ausfallen, wir feiern am 27. August unseren 500. Blogbeitrag. Gut gefallen hat mir im September die Ausstellung in der Kofferfabrik zum „Tatort Stadion“. Im Oktober gibt es auf der Fürther Kirchweih einiges zum Thema „Kleeblatt“ zu kaufen, und Coach Frank Kramer wird beim Länderspiel gegen Schweden in Stockholm als Jahrgangsbester des Trainerlehrgangs ausgezeichnet. Im November fangen sich die Kleeblätter nach einigen schwachen Partien wieder. Sie spielen kompakter, und man hat als Beobachter den Eindruck, dass die trainerische Arbeit von Frank Kramer jetzt fruchtet. Ende Dezember dann ein Schreck für Fußballfans in Fürth: Wird der Fürther Coach die Spielvereinigung verlassen, um zu Hannover 96 zu gehen?
Um damit schließt sich der Kreis: Frank Kramer bleibt also hier. Das Kleeblatt kann sich auf einem tollen zweiten Tabellenplatz bis zum ersten Spiel in der Rückrunde am 8. Februar 2014 „ausruhen“ und auf seine gute sportliche Leistung aufbauen. Vielleicht ist dann auch Nikola Djurdjic wieder dabei?

Wir Greutherweiber – kiki, uwo und sabbel – wünschen Euch allen einen guten Rutsch. Und ein gesundes, erfolgreiches und besonders glückliches Jahr 2014. Lasst bei Niederlagen des Kleeblatts die Kirche im Dorf und habt einfach Spaß an Fußball. Hoffen wir gemeinsam auf eine spannende Rückrunde mit einem guten Abschneiden im Mai. Auf einen Aufstieg? Mal sehen…

Die Greuther-Weiber feiern ihren 500. Blogbeitrag

Kaum zu glauben: Das ist der 500. Blogbeitrag der Greuther-Weiber. Gestartet sind wir im Juli 2009, das ist über vier Jahre her. Seitdem schreiben wir – kiki, uwo und sabbel  – über das Wohl und Wehe der Spielvereinigung Greuther Fürth –  aus weiblicher Sicht. Schon beim 300. „Jubiläum“ am 6. Januar 2012 habe ich ja einige bermerkenswerte und einschneidende Ereignisse, die wir bei den Greuther-Weibern thematisiert hatten, in meinem Posting Revue passieren lassen. Damals stand das Kleeblatt kurz vor dem Start in die Rückrunde nach der Winterpause. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch niemand ahnen, dass die folgenden Monate zu den erfolgreichsten in der Geschichte der Spielvereinigung werden sollten: Sie gewann Spiel um Spiel und schaffte es in einer spannenden Endphase, aus ihrem Image der „Unaufsteigbaren“ endlich in die Erste Liga aufzusteigen. Maßgeblich waren neben dem damaligen Trainer Mike Büskens Spieler wie Edgar Prib, Stephan Schröck, Max Grün und eine hervorragende Teamleistung am Erfolg beteiligt. Und Torschützenkönig sollte auch ein Kleeblatt werden: Olivier Occean.

Aber auf den glücklichen Aufstieg in die Bundesliga folgte eine Saison, die den Fürther Fans, dem Verein und allen Spielern an die Substanz ging und dann nach 34 Spieltagen im Abstieg endete. Wir Greuther-Weiber haben immer versucht, die Mannschaft mit aufbauenden Blogbeiträgen und manchmal auch berechtigter Kritik zu motivieren. Über die zahlreiche positive Resonanz auf unsere Arbeit haben wir uns immer sehr gefreut. Und auch andere Medien wurden durch unseren Greuther-Weiber-Blog auf die Stadt Fürth und die Spielvereinigung aufmerksam. Ich erinnere nur an das Interview mit einem Clubfan für die BR-Sendung „Kipfenberg“.

500 Blogbeiträge – das hat uns Spaß gemacht. Und so, wie das Kleeblatt in die Saison 2013/14 gestartet ist, könnten wir uns durchaus vorstellen, dass aus den Abgestiegenen bald wieder Bundesliga-Aufsteiger werden. Eines ist sicher: Die Greuther-Weiber begleiten den Verein dabei!

Das geht uns runter wie Öl….

Heute schreiben wir mal einen Blogbeitrag in eigener Sache. Per Zufall bin ich nämlich heute auf die Fußball-Blogschau des Internetportals „ARCOR“ gestoßen, die schon im Februar mit der Überschrift „Kleeblätter im Glück“ ein kleines Loblied auf uns Greuther-Weiber gesungen hat. Nach dem gewonnenen Spiel gegen Schalke 04 fand Autor Carsten Germann unseren Blog  – und er hat ihm offenbar gefallen: „Bei der Nürnberger Zeitung haben zwei Frauen das Sagen bzw. das Bloggen in Sachen Greuther Fürth übernommen. Lesen!“, schreibt er und zitiert ausführlich aus unserem Beitrag. Er hat sich auch die Mühe gemacht, zu recherchieren, wer hinter den „Greuther-Weibern“ steckt und sein Ergebnis mit kleinen Spitzen versehen: „Fürth im Jubelrausch – ein Fall für Kiki und Uwo. Hinter diesen Kürzeln verbergen sich die beiden Autorinnen Kirsten Harder und Ute Wolf. Harder wohnt seit über 20 Jahren in Fürth. «Selbst schuld», werden einige eingefleischte Fans des Erzrivalen 1. FC Nürnberg dazu wahrscheinlich sagen. Aber Kiki ist freiberufliche Journalistin, Regisseurin, Drehbuchautorin und Webdesignerin. Sie bloggt bei der Nürnberger Zeitung (NZ) zusammen mit Uwo Ute Wolf, einer begeisterten Wahl-Fürtherin und Greuther-Fanin über die «Kleeblätter.“ (Kleine Ergänzung von mir: uwo ist Lokalredakteurin bei der „NZ“ und schreibt auch noch engagiert in ihrem Blog „Achtung, Wolf!“. Denn: Wenn man Wolf heißt, ist man wahrscheinlich prädestiniert, über Tiere zu schreiben. Über große und kleine, exotische und heimische, gute und böse. Und über alle, die im Nürnberger Tiergarten leben.)
Wer den gesamten Artikel über die „Greuther-Weiber“ im Fußballblog von „ARCOR“ lesen möchte: Hier ist der Link.