Schröcki, Du bleibst für uns ein Kleeblatt!

Nein, so haben wir uns das Osterfest ganz bestimmt nicht vorgestellt: Heute wurde bekannt, dass die SpVgg Greuther Fürth den bis 2018 gültigen Vertrag mit Publikumsliebling Stephan Schröck aufgelöst hat. Vorausgegangen waren zwei Gespräche zwischen Manager Ramazan Yildirim und Schröck. Auf der Website des Vereins wird Yildirim dazu folgendermaßen zitiert:

„Wir haben gute und respektvolle Gespräche geführt und dabei diese Lösung erarbeitet. Stephan hat hier in Fürth einen besonderen Stellenwert, das war und ist uns bewusst.“

Das ist das Ende einer ganz besonderen Beziehung. Denn viele Fans – darunter auch wir –  haben Stephan Schröck mit seinem unermüdlichen Einsatz für das Kleeblatt in zahlreichen Spielen ins Herz geschlossen. Und es war eine Liebe, die auf Gegenseitigkeit beruhte. Der gebürtige Schweinfurter, Sohn einer philippinischen Mutter und eines deutschen Vaters, hatte es einst aus der Kleeblatt-Jugend direkt zu den Profis geschafft. Und er war maßgeblich daran beteiligt, dass dem Kleeblatt der Aufstieg in die Erste Bundesliga gelang. Dann allerdings wechselte er – um seine fußballerische Karriere zu befördern – nach Hoffenheim. Doch dieser Plan war nicht von Erfolg gekrönt. Schröck kam dort nicht voran, wechselte ein weiteres Mal, diesmal zur Frankfurter Eintracht. Bald zeichnete sich aber seine Rückkehr in den Ronhof ab. Im Sommer 2014 holte ihn Helmut Hack zurück nach Fürth, es wurde ein Vierjahresvertrag abgeschlossen. Schröck sollte die Position des Rechtsverteidigers einnehmen – doch die behagte ihm schon bald nicht mehr. Es kam zu Reibereien zwischen Schröck und dem Management, und der Verein lieh ihn schließlich im Winter 2015/16 an den philippinischen Erstligisten Ceres-La Salle FC aus, was so mancher Fan als Affront gegen einen verdienten Mann wie Schröck empfand.

Im vergangenen Winter kam Schröcki, wie er von vielen liebevoll geannt wird, wiederum zurück nach Fürth. Aber der Weg in die erste Mannschaft war ihm nicht mehr vergönnt – und das, obwohl er sein Bekenntnis zum Kleeblatt immer wieder öffentlich  machte. Auch wir hatten in einer Leser-Umfrage ein starkes Echo bei den Fans gefunden, die ihr „Schröggla“ wieder in der Stammelf sehen wollten.

Nun ist die Beziehung zwischen Stephan Schröck und dem Kleeblatt also zu Ende. Wir bedauern das sehr, denn nach einem so quirligen, mit letztem Einsatz für seinen Verein kämpfenden Spieler wie ihn muss man lange suchen. Schröcki selbst ist vor kurzem zum zweiten Mal Vater geworden. Wie es für ihn beruflich weitergeht, steht derzeit in den Sternen. Wir wünschen ihm auf jeden Fall, dass er seine Knieprobleme in den Griff bekommt und noch einmal einen Verein findet, bei dem er sich wohl fühlt und seine Fähigkeiten unter Beweis stellen kann. Auf facebook hat Schröcki folgende Botschaft gepostet:

„Auf dem Papier bin ich nun zwar keiner mehr, aber im Herzen werde ich immer – ein Fädder sein!“

Darauf können wir nur antworten: Und in unserem Herzen bleibst Du auch für immer ein Kleeblatt!

Neuigkeiten von Schröcki

Schroeck_Ceres_2016_1Wie geht’s eigentlich Schröcki? Oder genauer gesagt: Stephan Markus Cabizares Schröck? Ich denke mal: gut. Den Eindruck gewinne ich, wenn ich mir das Foto mit seinen Mannschaftskameraden beim Relaxen ansehe. Lauter durchtrainierte Typen!

Nach seinem sportlichen „Ausflug“ zum TSG 1899 Hoffenheim und Eintracht Frankfurt war die Fürther Identifikationsfigur „Schröggi“ Anfang Juli 2014 zum Kleeblatt zurückgekehrt. Hier unterschrieb er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018. Nach Problemen mit Fürths Coach Stefan Ruthenbeck wurde Schröck Anfang 2016 überraschend freigestellt. Deshalb schloss er sich bis 31. August 2016 auf Leihbasis dem philippinischen Erstligisten Ceres F.C. an. Immerhin sind die Farben des Vereins auch weiß-grün – zumindest in der Hinsicht musste sich der Mittelfeldspieler, der bei Ceres die Rückennummer 11 trägt, nicht umgewöhnen. Der Ceres F.C. ist auch als Ceres-La Salle F.C. bekannt und ein Profi-Fußball-Club in der philippinischen Halbmillionen-Stadt Bacolo, die oft als „Stadt des Lächelns“ bezeichnet wird.

In den letzten Tagen hat Schröcki auf seiner Facebook-Seite Fotos vom AFC Cup gepostet, bei dem sich der Ceres F.C. respektabel schlägt. Der AFC Cup ist ein Wettbewerb für asiatische Fußball-Vereinsmannschaften und nach der Champions League der zweitwichtigste asiatische Wettbewerb für Vereinsmannschaften im Fußball. Am Wettbewerb nehmen 40 Klubs aus 23 Landesverbänden teil.

Der Ceres F.C. hat gestern nach einer einstündigen Verspätung wegen wolkenbruchartiger Regenfälle mit 2:1 seinen ersten Heimsieg im AFC Cup erzielt – gegen die Tampine Rovers aus Singapur. Auf der Vereins-Website wird die ungewöhnliche Spielverzögerung so beschrieben:

„The match had an ominous start when rain fell the hardest just minutes before the kickoff. Both teams marched onto the pitch only for the referee to send them back to the dressing rooms because of thunder and heavy rains. The conditions forced the referee to delay the match by thirty minutes.  The heavy rain subsided but the water-logged pitched forced another thirty-minute delay as it had to be cleared by the local staff just in time for kickoff.“

Zurück zu Schröcki. Das Feedback auf Schröcks Facebook-Seite beweist, dass er philippinische Fußballfans genauso polarisiert wie die Fürther. Seht mal rein und lest die Kommentare. Die Fotos für unseren Greuther-Weiber-Blog habe ich übrigens dort entnommen. Für all jene, die wissen möchten, was Schröcki so treibt…Schroeck_Ceres_2016_2