Schnell noch anmelden zum „Derby 2.016“!

Videospiel-Begeisterte sollten sich schnell noch – bis zum 27. Oktober 2016 – für die 2. FIFA-Städtemeisterschaft zwischen Nürnberg und Fürth anmelden. Für das „Derby 2.016“ werden jeweils sieben Zweierteams gesucht. Frauen- oder Mixed-Teams sind explizit erwünscht. Anpfiff ist am Donnerstag, 10. November 2016, um 19 Uhr – in Fürth im Jugendmedienzentrum Connect und in Nürnberg im Festsaal des Künstlerhauses, Königstraße 93.

Derbyzeit ist ja bekanntlich die schönste Zeit. Das wissen auch Frankens Fußballfans, egal ob Kleeblattanhänger oder Clubfans. Am 10. November 2016 laden das KunstKulturQuartier, das Jugendmedienzentrum Connect aus Fürth und die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur ein: In das Künstlerhaus Nürnberg und ins Connect Fürth.  Ausgetragen wird das DERBY 2.016 auf Playstation4-Konsolen, übertragen auf einer Großleinwand, gestreamt im Netz. Gezockt wird in FIFA 17, die Partien dauern jeweils zehn  Minuten und finden vor Publikum statt. Sieben Zweierteams treten von Fürth und Nürnberg aus gegeneinander an. Die Spiele werden live kommentiert von den BR-Sportmoderatoren Oliver Tubenauer und Florian Weber. Poetry Slammer und Expertentalks verkürzen die Pausen zwischen den Spielen.

Wer sich jetzt dazu berufen fühlt, seine/ihre Farben und seine Stadt im großen Derby zu vertreten, der soll sich schnell noch anmelden. Die Anmeldefrist endet am kommenden Donnerstag. Zwei der Partien sind den ganz jungen Gamer*innen der Altersklasse U16 vorbehalten (Mindestalter 12 Jahre).
Der Anmeldebogen steht auf fussball-kultur.org, connect-fuerth.de und kunstkulturquartier.de zum Download und zum Ausfüllen bereit.

Armer Wackel-Dackel!

KopfloserHundWir befinden uns noch in der Prä-Fußball-Europameisterschafts-Zeit. Und der Start in die neue Saison der Zweiten Liga Anfang August liegt noch in viel weiterer Ferne. Trotzdem wird man an allen Ecken und Enden mit dem Thema Fußball konfroniert.

Als ich heute in die Fürther Innenstadt ging, ist mir ein bizarres Szenario am Rand der Königstraße ins Auge gesprungen. Vor einem Mietshaus stand direkt vor der Haustür eine kleine, offenbar herrenlose Gestalt. Es handelte sich um einen sogenannten „Wackel-Dackel“, den  – so meinte ich – bis vor wenigen Jahren viele besonders spießige Autofahrer auf der „Hutablage“ ihres Opels oder Fords hatten. Allerdings habe ich recherchiert: Ein Wackeldackel ist die Nachbildung eines Dackels aus Kunststoff, dessen Kopf beweglich gelagert ist, so dass der Wackeldackel, wenn er auf der Hutablage oder dem Armaturenbrett eines fahrenden Pkw steht, den Kopf bewegt (mit ihm wackelt). Den Wackel-Dackel gibt es seit 1965. Er feierte Ende der 1990er Jahre durch einen Aral-Werbespot sein Comeback. Nach Angaben des Coburger Produzenten Heinze & Co. wurden 1999 in acht Monaten über 500.000 Exemplare verkauft (laut Wikipedia).

Also: Hier stand der Wackel-Dackel. Und er wies zwei Besonderheiten auf: Zum einen hatte er keinen Kopf mehr, war also ohne Hirn und Verstand. Zum anderen trug er ein kleines schwarzes Jäckchen mit einem 1. FC Nürnberg-Aufnäher. Jetzt stellt sich mir die naheliegende Frage: Hat ein frustrierter Clubfan nach der verlorenen Relegation gegen Eintracht Frankfurt erst den Kopf des Dackels entfernt, zwei Wochen gelitten und jetzt das Spielzeug herzlos ausgesetzt? Oder will ein Kleeblattfan allen Nürnberger Autofahrern, die die Fürther Königstraße entlangfahren, signalisieren: So sehen wir SpVgg-Anhänger die Zukunft des Clubs: Einsam, kopflos und ohne Orientierung.

Frankenderby spaltet eine Hundeseele

Frankenderby_DaisyDas Lokalderby wirft seine Schatten voraus – der Countdown läuft auf Hochtouren. Am morgigen Freitag um 18.30 Uhr ist es so weit. Die Spielvereinigung tritt im Grundig Stadion beim 1. FC Nürnberg an. Mit bislang 259 Begegnungen seit 1904 ist das Frankenderby das älteste und am häufigsten ausgetragene Fußballderby Deutschlands. Dabei gewannen 137 mal die Nürnberger, 73 mal die Fürther und 47 mal endete das Spiel unentschieden. Zwei weitere Spiele wurden abgebrochen und eines davon sportgerichtlich als Sieg für Fürth gewertet. Immerhin: Die letzten sieben Begegnungen gingen entweder unentschieden aus bzw. hat das Kleeblatt den Club besiegt. Legendär der 5:1-Sieg im August 2014. Der letzte Nürnberg-Erfolg (2:1) war am 24. November 2008.

Wer morgen auf jeden Fall nicht orakeln wird, wer als Sieger vom Platz geht, ist Labradormischlingshündin Daisy (über die wir schon mehrfach in unserem Blog geschrieben haben). Nein, wir wollen den Hund nicht in Gewissenskonflikte bringen. Denn Daisys Herrchen ist eingefleischter Clubfan, und da erlebt der Hund zu Hause vor dem Fernseher natürlich oft Begeisterungskundgebungen, wenn der Club gewinnt. Ist Daisy in Fürth und sieht sich da Auswärtsspiele am Fernseher mit den Greuther-Weibern an, dann wird natürlich die weiß-grüne Kleeblattfahne geschwungen. Und Daisy mutiert unweigerlich (oder: unfreiwillig?) zum Kleeblattfan.

Also: Morgen lassen wir Daisy nicht orakeln. Sie ist ja auch nicht Goethes Faust, in dessen Brust zwei Seelen wohnten. Sondern eine intelligente, manchmal auch sture Hundedame, die – um es sich mit keinem zu vergraulen – wahrscheinlich auf ein Unentschieden tippen würde. Wuff!