Greuther-Weiber-Blog wieder online!

Unser Greuther-Weiber-Blog ist seit gestern wieder im Netz. Eine gute Nachricht. Einige unserer treuesten Leser/-innen riefen an oder mailten und wollten wissen, ob die Autorinnen wohl aufgrund der mäßigen sportlichen Ergebnisse der Spielvereinigung in der letzten Spielzeit frustriert wären und das Handtuch geschmissen hätten. Ganz im Gegenteil! Die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hatte uns einen Streich gespielt, die NZ-Blogs waren deshalb 14 Tage offline. Und Tierorakel Daisy (Foto: KH) hat die Pause für so manches Schläfchen genutzt!

Beim Fürther Kleeblatt hat sich in den zwei Wochen einiges getan: Die einschneidendste Personalie ist wohl die Entscheidung von Helmut Hack, nach 22 Jahren unter das Thema „Spielvereinigung“ – zumindest in seiner Funktion als Präsident und Geschäftsführer – Ende Juli einen Strich zu ziehen. Jetzt hat man die Vereinsführung erst mal neu geordnet und Aufgaben anders gewichtet. Wie bisher wird auch weiterhin Holger Schwiewagner Geschäftsführer der Spielvereinigung bleiben. Daneben wird als Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi fungieren. Die Fürther Führungsmannschaft komplettieren der Direktor Finanzen Dirk Weißert und Martin Meichelbeck als Technischer Direktor. Wer das Kleeblatt in Zukunft nach außen und innen als Kopf leiten wird, ist noch nicht raus.

Welche Spieler dem Kleeblatt in der neuen Saison 2018/19 nicht mehr zur Verfügung stehen, darüber haben wir in unserem Posting „Verein macht Tabula rasa im Fürther Ronhof“ schon gebloggt. Sicher ist inzwischen, dass Mario Maloca, Kapitän Marco Caligiuri und Daniel Steininger weiter im weiß-grünen Kader stehen werden. Außerdem hat die SpVgg die Option bei Lukas Gugganig gezogen. Der österreichische Defensivspieler wurde vom Verein für ein weiteres Jahr gebunden.
Ansonsten gibt es in der Gerüchteküche rund ums Kleeblatt im Moment keine News. Aber da wir jetzt wieder bloggen können, was das Zeug hält, können unsere Leser sicher sein: Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Kleeblatt und Kirche passen gut zusammen

Das tolle eiskalte Winterwetter verführt auch Greuther-Weiber dazu, öfter spazieren zu gehen. Mal mit dem Tierorakel Daisy, mal alleine. Der Weg vom Babylon Kino kommend entlang der schlittenfahrenden Kinder und dann rein in den Fürther Stadtpark ist zurzeit sehenswert. Beim Rosengarten geht man links an der Auferstehungskirche und dem Hiroshima-Mahnmal des in Fürth lebenden japanischen Künstler Kunihiko Kato vorbei. Wenn man dann gerade auf das Pfarrhaus zuläuft, ist sie beim Eingang in den Pfarrgarten (etwas versteckt) zu sehen: Eine kleine Fahne der Spielvereinigung (mittleres Foto). Das weiß-grüne Accessoire macht sich an diesem Platz sehr gut.

Ich habe mir überlegt, wer hier wohl der Kleeblattfan sein könnte. Ist es Pfarrerin Irene Stooß-Heinzel? Oder ein Mitarbeiter des im Haus auch untergebrachten Evangelischen Diakonievereins Fürth Auferstehungskirche e.V? Ich tippe jedoch schwer auf Pfarrer Wolfgang Vieweg. Immerhin ist auf der Homepage der Gemeinde unter den „Links“ einer, der zur Spielvereinigung führt. Und zum Thema „Fußball“ finde ich auf der Website Informationen für „Interessierte im Alter von 15 bis 58plus“: Jeden Samstag trifft man sich um 9.50 Uhr am Pappelsteig. Dort kickt man dann neben der Pegnitz im Wiesengrund am Engelhardsteg/Pappelsteig. Es dürfen alle mitmachen, die Spaß am Fußball haben und etwas Talent dazu. Die Fußballmannschaft wurde Anfang der 1980er Jahre ins Leben gerufen. Drei der Gründungsmitglieder spielen heute noch mit.
Und dieser Gemeindekick läuft unter Federführung von Pfarrer Wolfgang Vieweg, der in einem Artikel im Monatsgruß (Zeitschrift der evangelischen Kirchengemeinden der Stadt Fürth) zum Thema „Kirche und Sport“ schreibt:

„Und was tun Sie für Ihren Körper?“ werde ich hin und wieder gefragt, wenn ich darauf hinweise, dass es nichts schadet, etwas für die Seele zu tun. Wenn ich dann darauf hinweise, dass ich immer noch in der Fußballmannschaft unserer Kirchengemeinde herumkicke, ernte ich oft ungläubiges Erstaunen. „Kirche und Sport schließen sich doch gegenseitig aus. Entweder- oder!“, heißt es dann im Extremfall. Aber ist diese Kombination denn wirklich so skurril? Ich denke nicht, denn es gibt mehr Gemeinsamkeiten zwischen Kirche und Sport, als man denkt….Deshalb ist der Fußball auch nicht mein Leben. Das Leben ist mehr. Aber der Fußball ist ein schönes Stück davon. Viel Spaß bei einer der schönsten Nebensachen der Welt wünscht Ihnen Pfarrer Wolfgang Vieweg.“

Frankenderby spaltet eine Hundeseele

Frankenderby_DaisyDas Lokalderby wirft seine Schatten voraus – der Countdown läuft auf Hochtouren. Am morgigen Freitag um 18.30 Uhr ist es so weit. Die Spielvereinigung tritt im Grundig Stadion beim 1. FC Nürnberg an. Mit bislang 259 Begegnungen seit 1904 ist das Frankenderby das älteste und am häufigsten ausgetragene Fußballderby Deutschlands. Dabei gewannen 137 mal die Nürnberger, 73 mal die Fürther und 47 mal endete das Spiel unentschieden. Zwei weitere Spiele wurden abgebrochen und eines davon sportgerichtlich als Sieg für Fürth gewertet. Immerhin: Die letzten sieben Begegnungen gingen entweder unentschieden aus bzw. hat das Kleeblatt den Club besiegt. Legendär der 5:1-Sieg im August 2014. Der letzte Nürnberg-Erfolg (2:1) war am 24. November 2008.

Wer morgen auf jeden Fall nicht orakeln wird, wer als Sieger vom Platz geht, ist Labradormischlingshündin Daisy (über die wir schon mehrfach in unserem Blog geschrieben haben). Nein, wir wollen den Hund nicht in Gewissenskonflikte bringen. Denn Daisys Herrchen ist eingefleischter Clubfan, und da erlebt der Hund zu Hause vor dem Fernseher natürlich oft Begeisterungskundgebungen, wenn der Club gewinnt. Ist Daisy in Fürth und sieht sich da Auswärtsspiele am Fernseher mit den Greuther-Weibern an, dann wird natürlich die weiß-grüne Kleeblattfahne geschwungen. Und Daisy mutiert unweigerlich (oder: unfreiwillig?) zum Kleeblattfan.

Also: Morgen lassen wir Daisy nicht orakeln. Sie ist ja auch nicht Goethes Faust, in dessen Brust zwei Seelen wohnten. Sondern eine intelligente, manchmal auch sture Hundedame, die – um es sich mit keinem zu vergraulen – wahrscheinlich auf ein Unentschieden tippen würde. Wuff!

Blick zurück mit Daisy

Rueckblick_DaisyNur noch wenige Stunden trennen uns vom Jahr 2016.  Ich bin gespannt, was es bringen wird: schöne und emotionale Momente, Glück und Erfolg, traurige Situationen oder Enttäuschungen? Wie auch immer, man muss es nehmen, wie es kommt.

Das Jahr 2015 war für die Spielvereinigung kein allzu positives. Nach einem glanzlosen 0:0-Unentschieden im Derby im Dezember 2014 gegen den Club  hatte das Kleeblatt zum Jahreswechsel 2015 auf einem mäßigen 12. Tabellenplatz überwintert. Und startete im Februar gleich mit einer Niederlage. Frank Kramer musste seinen Hut nehmen, und der Coach mit dem Aufstiegs-Nimbus – Mike Büskens – versuchte erneut sein Glück als Kleeblatt-Trainer. Mit mäßigem Erfolg. Am Ende der Saison gelang es der SpVgg nur durch die schwachen Leistungen der Mit-Abstiegs-Kandidaten, in der Zweiten Liga zu bleiben.

Ab März war das inzwischen berühmt-berüchtigte Tierorakel Daisy zum Einsatz gekommen. Die Labrador-Dobermann-Mischung ist eine interessante Verstärkung der Greuther-Weiber. Hundedame Daisy lag am Anfang mit ihren Prognosen ganz gut, schwächelte dann aber im Laufe der Saison.

Das beste Spiel für mich war im Frühjahr im Ronhof die Begegnung der Frauen-Nationalmannschaft gegen Brasilien. 4:0 gewannen die deutschen Fußball-Mädels. Da konnte man mal mit Hochgenuss bewundern, wie man Fußball spielt.

Im Mai hatte ich dann bei der Eröffnung eines Restaurants in Fürth das Vergnügen, mit Keeper Wolfgang Hesl über seine Zukunft zu diskutieren. Umso größer war dann meine Enttäuschung, als er am Ende der Saison zu Arminia Bielefeld wechselte.

Nachdem Kleeblattfans im Juni „Gemeinsam die beschissene Saison“ weggefeiert hatten, wurden zum Saisonstart 2015/16 die Karten neu gemischt. Mit dem Aalener Coach Stefan Ruthenbeck und einigen vielversprechenden Neuzugängen. Die sportliche Ausbeute war zunächst gut: Das Derby wurde im Ronhof mit 3:2 gewonnen. Auch bei den nächsten Spielen war das Kleeblatt auf der Siegerstraße. Die mündete Anfang Oktober in eine Sackgasse: Beim Spiel gegen den VfL Bochum zur Eröffnung der Fürther Kirchweih. Das Kleeblatt ging zu Hause mit 0:5 unter. Ein Ergebnis, das bei den Partien gegen den SC Freiburg (2:5) und den FC Kaiserslautern (2:4) ähnlich mau war.

Seitdem läuft das Kleeblatt seiner Form, seinem Selbstbewusstsein und dem Erfolg hinterher. Im Moment rangiert es auf einem mittleren, dem 10. Tabellenrang. Und hat nur zwei Punkte mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.

Der nächste Spieltag der Zweiten Liga ist am 6. Februar 2016 gegen den FC Sankt Pauli. Bis dahin muss die Spielvereinigung versuchen, Defizite aufzuholen. Und dann wird sicher auch Daisy wieder in den Startlöchern stehen, um Spielergebnisse richtig vorherzusagen.

Fürs Kleeblatt geht’s (mal wieder) ums Ganze

Morgen steht der Spielvereinigung keine leichte Begegnung bevor. Die Partie gegen den 1. FC Heidenheim ist das drittletzte Spiel in dieser verkorksten Saison. Und nachdem gestern 1860 München und der VfR Aalen gewonnen und jeweils drei Punkte eingefahren haben, darf sich das Kleeblatt im Abstiegskampf keinen Schnitzer erlauben.

Der FC Heidenheim liegt aktuell auf dem 10. Tabellenplatz. Ein großer Erfolg für den Aufsteiger aus der 3. Liga. Haben die Heidenheimer eigentlich eine Fußball-Vergangenheit? Sie meinen: ja! Zur ihrer „langen Tradition“ steht das auf deren Homepage:

„1910 schlossen sich Voith-Ingenieure zusammen, beendeten das wilde Spiel ohne Regeln auf Wiesen und brachten unter dem Namen VfB Heidenheim erste Strukturen in den Heidenheimer Fußball. Seither erlebte die beliebteste Sportart Deutschlands in der Stadt an der Brenz jede Menge sportliche Höhen und Tiefen. Und das unter den verschiedensten Namen.
Alle Vereine oder Abteilungen beriefen sich jedoch auf das Gründungsjahr 1846, in dem zugegebenermaßen noch keiner an Fußball dachte, nicht einmal im Mutterland des Fußballs, in England. Auch der neue Verein, 1. FC Heidenheim 1846, knüpft an die langjährige Tradition des Sports in Heidenheim an und möchte die Geschichte des Fußballs in Heidenheim weiterschreiben“

Nun denn. Ab 13. 30 Uhr wird es am Sonntag in der Voith-Arena heiß hergehen. Aus Fürth machen sich morgen früh 15 (vom Verein finanzierte) Busse mit 1500 Fans auf den Weg in die Ostalb. Und zirka um 15.15 Uhr wissen wir dann mehr: Hat sich das Kleeblatt den Klassenerhalt in der Zweiten Liga gesichert? Oder heißt es weiter: Zittern und Daumen drücken? Denn eines ist klar: Die beiden verbleibenden Spiele gegen den SV Darmstadt 98 und RB Leipzig werden hart.
By the way: Vor dem Spiel wird das Tierorakel Daisy wieder ihr Bestes geben. Ich kaufe jetzt auf dem Fürther Wochenmarkt schon mal das nötige Hackfleisch ein.

3:0 – Der langersehnte Heimsieg ist da!

SpVgg Greuther Fürth - Fortuna Düsseldorf„Oh, wie ist das schön!“, schallte es durch das Stadion am Laubenweg. Zu Recht. Nach 211 Tagen war er heute da: der langersehnte Heimsieg. Die Partie gegen Fortuna Düsseldorf beendete die Spielvereinigung souverän mit 3:0. „Hurra, hurra, das Kleeblatt ist wieder da“, schrieb ein Fan auf Facebook. Und damit spricht er vielen aus der Seele.
Wir Greuther-Weiber hatten heute schon vor dem Spiel ein gutes Gefühl. Das Tierorakel Daisy hatte sich nach kurzem Zögern für den Kleeblatt-Fressnapf entschieden – und damit ihren Fußballverstand mit Nachdruck dokumentiert. War der Sieg also sicher?

Das Spiel begann mit druckvollem Spiel der Kleeblätter, die erste wirkliche Chance hatten dann aber die Düsseldorfer Fortunen. Dann sollte es jedoch in der 29. Minute zu einer intelligenten Aktion mit Folgen kommen: Lam fälschte einen Querpass zu Marco Stiepermann (auf dem Foto rechts) ab, der die Chance ergriff und cool aus 16 Metern zum 1:0 ins Düsseldorfer Tor traf. Das war für die Fans im Ronhof wie ein Befreiungsschlag, den sie mit lautstarker Rückendeckung für ihre Mannschaft untermauerten. Kurz vor dem Pausenpfiff wäre Stephan Schröck beinahe ein tolles Tor gelungen, das ihm jeder, der sein Engagement in den letzten Monaten miterlebt hat, gegönnt hätte. Aber der Pfosten stand im Wege. Und dann war es in der 49. Minute schon wieder Schröcki, der es als Passgeber an Robert Zulj möglich machte, dass der zum 2:0 erhöhte. Trainer Mike Büskens begeisterte sich am Spielfeldrand wie ein HB-Männchen und ließ seiner Freude freien Lauf. Es roch verdammt nach dem ersten Heimsieg seit seiner Übernahme des Trainerjobs von Frank Kramer. Das 2:0 toppte Goran Sukalo dann noch in der 66. Minute: Stiepermann war ungehindert mit dem Ball nach vorne gelaufen, behielt den Überblick und gab dem mitgelaufenen Sukalo die Kugel ab. Der fackelte nicht lange und schoss aus 15 Metern mit einem Rechtsschuss zum 3:0.

3:0 blieb dann auch der Endstand vor 11.845 Zuschauern – ein wichtiges Spiel und lebenswichtiges Resultat für die Spielvereinigung im Abstiegskampf. Noch dazu unterlag gleichzeitig 1860 München zu Hause gegen Union Berlin (danke für die Schützenhilfe nach Berlin!), der VfR Aalen hatte mit seiner 2:4-Niederlage gegen Bochum ebensowenig Glück. Das heißt: Das Kleeblatt hat sich mit dem heutigen Sieg Luft verschafft und mit 34 Punkten den 14.Tabellenplatz gefestigt. Am kommenden Sonntag geht es zum FC Heidenheim. Noch drei Spieltage, es bleibt spannend. Aber ich denke, nicht nur das Tierorakel Daisy hat das sichere Gefühl, dass die Spielvereinigung in der Zweiten Liga bleiben wird.

Kleeblatt-Orakel Daisy ist skeptisch

Vor vier Wochen habe ich im Greuther-Weiber-Blog über Daisy geschrieben, eine Mischlingshündin, die ab und zu für ein paar Stunden auf Besuch kommt. Und die dabei schon das eine oder andere Auswärtsspiel des Kleeblatts am Fernseher miterlebt hat.
Als ich einer Bekannten beim Sport ein Foto von Daisy zeigte – stilecht ausstaffiert mit weiß-grünen Fan-Accessoires – meinte die spontan: „Der Hund hat ja schon mal das richtige Outfit. Vielleicht wird er ja das neue Kleeblatt-Orakel.“

Orakel_1Gesagt, getan. Ich habe Daisy’s hellseherische Fähigkeiten vor ein paar Tagen testen wollen: Am kommenden Samstag, 25. April, spielt die Spielvereinigung gegen den Karlsruher SC. Wieder mal ein Schicksalsspiel, denn beim Kleeblatt geht’s  – um im Hundejargon zu bleiben – um die Wurst. Wer wird die Partie gewinnen? Das Kleeblatt oder der KSC? Zwei Schalen mit frischem Hackfleisch, für Daisy das Signal „Auf die Plätze, fertig, los“. Und dann ging es darum: Zu welcher Schale Daisy zuerst geht, der wird am Samstag als Sieger vom Platz gehen.
Die Antwort war ernüchternd, aber eindeutig. Der Fotobeweis ist unten. Jetzt stellt sich nur die Frage: Ist Daisy ein gutes Orakel? Oder eventuell im Geheimen KSC-Fan? Oder hat die Hündin schlichtweg einfach keine Ahnung von Fußball?Orakel_2