Hat Fürth das 0:1 gepachtet?

Liebe Kiki, leider kann ich Dir auch keine guten Nachrichten in den Schnee schicken…

0:1 gegen Fortuna Düsseldorf – na klar, wie hätte es auch anders sein sollen. Es ist mittlerweile das fünfte Mal in dieser Saison, dass das Kleeblatt mit diesem Ergebnis unterliegt, und allmählich dürfte auch bei den größten Optimisten jegliche Hoffnung schwinden, dass das doch noch was werden könnte  mit dem Klassenerhalt. Wenn die Fürther Spiele wie diese nicht gewinnen, gegen wen bitte schön wollen sie denn eigentlich noch punkten?

Dabei ist die SpVgg mit dem 0:1 gegen Düsseldorf  sogar noch gut bedient, immerhin hätte die Fortuna bereits in der dritten Minute in Führung gehen können, nachdem Zimmermann dank seines plumpen Foulspiels an Kruse einen Elfer verschuldet hatte. Den schwach geschossenen Strafstoß von Schahin konnte Keeper Hesl zum Glück noch parieren.

Bei Zimmermanns zweitem dicken Patzer an diesem Nachmittag war es dann allerdings mal wieder soweit – die SpVgg im Rückstand und kaum noch sehenswerte Aktionen, die Hoffnung auf den Ausgleich oder gar einen Sieg machten. Ich bin mal gespannt, wie Mike Büskens sein Team nach diesen ständigen Rückschlägen auf die kommende Partie gegen Leverkusen einstimmen will.

 

Ein Delfinbaby namens Occean?

Wir Greuther-Weiber sind ja auch große Fans des Tiergartens Nürnberg. Dort wurde jetzt ein kleiner Schabrackentapir geboren, ein äußerst niedliches Tierbaby. Es hat aus unserer Sicht nur einen Fehler, und das ist sein Name. Die Tierpfleger haben es nämlich auf den Namen Pinola getauft. Der Vater der Kleinen – es handelt sich um ein weibliches Tapirbaby – heißt Pi, und die Kleine sollte ursprünglich Nola heißen. Auf Wunsch der Club-Fans unter den Tierpflegern wurde daraus dann eben Pinola.

Tja, damit werden wir Fürther Anhänger der Spielvereinigung wohl leben müssen, ob wir wollen oder nicht. Aber für die Zukunft möchten wir bitteschön auch ein süßes Tierbaby für uns beanspruchen. Mit der Namensgebung haben wir es allerdings, das muss ich einräumen, schon etwas schwerer als die Nachbarn im Osten. Nehrig oder Nöthe kann natürlich kein Tierkind heißen, obwohl der Anfangsbuchstabe N für den Nürnberger Tiergarten eigentlich ideal wäre. Auch auf Schahin, Schmidtgal oder Prib möchte wohl kein Tierbaby hören müssen. Ganz schlimm wäre Schröck.

Bei längerem Nachdenken fällt mir eigentlich nur eine Lösung ein: Occean könnte man den nächsten Delfin nennen, der in der Lagune geboren wird. Sollte es noch längere Zeit nicht klappen mit dem Nachwuchs bei den Großen Tümmlern – zuletzt hat es ja leider einige Todesfälle bei den Delfingeburten gegeben -, würden wir uns notfalls auch mit einem Seelöwenbaby zufriedengeben.

Bringt Platz 13 Glück oder Unglück?

Nein, als Greuther-Fürth-Fan hat man es zurzeit echt nicht leicht. Dass uns das Kleeblatt gegen Alemannia Aachen jetzt die vierte Niederlage in Folge beschert hat – und das auch noch vor heimischem Publikum -, das ist nur schwer zu verdauen. Die Quittung dafür: Platz 13 in der Tabelle. Außerdem musste sich das Kleeblatt im Ronhof von den Fans auspfeifen lassen.

Da fragt man sich wirklich, woran es liegt, dass einfach nichts mehr klappt bei den Grün-Weißen. Fehlpässe, Schüsse, die aus nächster Nähe nicht ins Tor gehen (Schahin traf aus fünf Metern Entfernung nicht), kein Tempo, keine Ideen, kein Selbstbewusstsein, völlige Lähmung nach dem Schock des 0:2.

Und in dieser Verfassung heißt es nächste Woche: Antreten beim jetztigen Tabellenzweiten St. Pauli! Zu allem Unglück auch noch ohne Nehrig, der nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist. Da muss sich Benno Möhlmann wirklich etwas einfallen lassen – und die Mannschaft vor allem dazu bringen, dass sie es auch umsetzt.

Einzige Hoffnung: Auch in der Vergangenheit hat das Kleeblatt plötzlich in Spielen, bei denen vorher eine Niederlage schon programmiert schien, plötzlich das Ruder herumreißen können. Vielleicht schaffen die Fürther auch am Millerntor wieder so ein kleines Wunder. Und vielleicht bringt Platz 13 in der Tabelle ja auch Glück?

Über Twitter wurde nach der Heimniederlage der Grün-Weißen gegen Alemannia Aachen schon gewitzelt, dass Fürth aufpassen muss, dass es in der nächsten Saison noch in der Zweiten Liga spielt, wenn der Club ebendort wieder ankommt. Über solch völlig unbegründete Arroganz können wir zwar nur kalt lächeln. Trotzdem rufen wir unserer Mannschaft verzweifelt zu: Kleeblätter, reißt euch bitte endlich am Riemen, schon damit wir Fans nicht solche Schmach über uns ergehen lassen müssen!

Fürther Spieler für die U21- und U20-Nationalmannschaft

Die Profis der Spielvereinigung Greuther Fürth haben ihr nächstes Bundesligaspiel erst am 12. September um 13 Uhr. Sie treten gegen 1860 München an und wollen in der bayerischen Landeshauptstadt nach dem enttäuschenden Spiel gegen Arminia Bielefeld wieder 90 Minuten lang Zähne zeigen. Hoffen wir mal, dass es diesmal besser klappt. Das Spiel gegen Bielefeld vergessen wir lieber ganz schnell. Aber wir schauen mit dem Kleeblatt nach vorne.
20090624 NötheImmerhin flatterte den Fans der Spielvereinigung jetzt auch eine gute Nachricht  ins Haus: Die beiden Kleeblatt-Profis Christopher Nöthe (hier auf dem Foto) und Dani Schahin stehen im Kader für die deutsche U21- bzw. U20-Nationalmannschaft. Nöthe wurde von U21-Trainer Rainer Adrion nachnominiert und bestreitet mit dem DFB-Nachwuchs zwei EM-Qualifikationsspiele gegen San Marino und die Tschechische Republik. San Marino ist am 4. September (ab 18 Uhr) im neuen Tivoli-Stadion von Aachen erster Gegner, vier Tage später folgt am 8. September (ab 20.15 Uhr) das Aufeinandertreffen mit der Tschechischen Republik in Wiesbaden. Beide Spiele werden live im DSF übertragen.

Sturm-Kollege Dani Schahin ist zu einem Vorbereitungslehrgang für die U20-WM eingeladen worden. Die von Horst Hrubesch trainierte Mannschaft bestreitet im Rahmen dieses Lehrgangs am Samstag, 5. September, um 15.30 Uhr in Pirmasens ein Länderspiel gegen die Auswahl Südafrikas.