Und schon wieder Derby-Sieger!

Das Lokalderby zwischen der Spielvereinigung und dem Club hat Tradition. Seit Wochen heizte sich die Stimmung in beiden Städten auf. Aber Auswüchse wie der nächtliche Überfall auf Kleeblattfans am letzten Wochenende in Fürth oder rüde Drohungen von „übermotivierten“ Clubfans gehören doch einfach nicht in die Fußballlandschaft.
Heute war also der Tag der Tage, und beide Fangruppen marschierten zum Stadion im Ronhof. Polizeikräfte und Sicherheitsdienste kanalisierten die Stadionbesucher auf getrennte Wege, damit ja kein Aufeinandertreffen möglich war. Und auf dem Rückweg dasselbe Spiel nochmal. Hoffentlich bleibt es so ruhig wie heute Vormittag!

Das Spiel? Nun ja, die ersten zehn Minuten dominierte das Kleeblatt das Geschehen auf dem Platz und ließ auf eine sportlich ansprechende Begegnung hoffen. Bald wurde es zunehmend hektischer, was viele Fehlpässe auf beiden Seiten zur Folge hatte. Dann kam der Club besser ins Spiel, ernstzunehemde Chancen gab es jedoch nicht wirklich. Nach der Pause wurde das Spiel immer ruppiger, die Emotionen kochten hoch, es hagelte Gelbe Karten, und man spürte die starke Anspannung, die auf beiden Mannschaften lastete. Die Begegnung machte deutlich, dass sowohl der FCN wie auch die SpVgg zu Recht im Mittelfeld der Zweiten Liga rangieren. Wie hatte Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung das Spiel vorab ironisch, aber treffend kommentierte: „Fußballerisch ist das Not gegen Elend im trüben Mittelfeld der Tabelle.“.

Mein Tipp – ein 3:1-Sieg für das Kleeblatt – schien kaum noch realisierbar. Doch dann kam es eine Viertelstunde vor Ende der Zweiten Halbzeit zum heißersehnten Fürther Tor: Sercan Sararer gab den Ball an Robert Zulj, der aus 22 Metern halbrechter Position abzog. Der Ball berührte den Rücken von Georg Margreitter, veränderte dadurch seine Flugbahn und landete hinter Nürnbergs Keeper Thorsten Kirschbaum im Tor. 1:0! Der Club versuchte daraufhin vergeblich, das Blatt noch zu seinen Gunsten zu wenden. Einen gefährlichen Schuss gab Mikael Ishak aus spitzem Winkel ab, Megyeri entschärfte (86.). Und Torschütze Robert Zulj donnerte einen 30-Meter-Freistoß aufs Tor, den Kirschbaum dieses Mal glücklich abwehren konnte (90.).

Insgesamt war das heute ein verdienter 1:0-Derbysieg fürs Kleeblatt. Dadurch springt es mit 32 Punkten in 23 Spielen auf den siebten Tabellenplatz. Die Nürnberger rangieren jetzt auf Rang 11 und schnuppern vielleicht bald am Relegationsplatz. Pech für Clubtrainer Alois Schwartz, dessen Job allmählich am seidenen Faden baumeln könnte.

Das Kleeblatt trifft nächsten Sonntag, 12. März,  um 13.30 Uhr auswärts auf den Tabellennachbarn (8.) SV Sandhausen.

Derbysieger, Derbysieger!

1. FC Nürnberg - SpVgg Greuther FürthDerbysiege sind für die Ewigkeit. Und heute hat die Spielvereinigung mit ihrem 2:1-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg einmal mehr den Erzfeind aus der östlichen Vorstadt in seine Schranken gewiesen. Wobei in den ersten dreißig Minuten die rot-schwarze Dominanz unübersehbar war. Meist spielte sich das Geschehen im Fürther Strafraum ab, die Clubberer holten einen Eckball nach dem anderen heraus, hatten jedoch einfach kein Glück. Das Spiel des Kleeblatts ließ anfangs Struktur und Konzept vermissen. Die Aktionen des Clubs waren härter und unerbittlicher,  und es gab erbitterte Zweikämpfe – Schiedsrichter Tobias Stieler hatte die Partie allerdings immer souverän in Griff.

Dann erlebten in der 40. Minute die gut 30 000 Clubfans einen Albtraum: Eine Flanke von Niko Gießelmann von der linken Strafraumkante traf nur die Latte, daraufhin köpfte Sebastian Freis den Ball von rechts vors Tor, wo Serdar Dursun aus wenigen Metern Distanz zum 1:0 traf. Die Nerven der Clubspieler lagen jetzt blank, wenige Minuten später eskalierte eine unklare Aktion vor dem Tor des Kleeblatt-Keepers Balázs Megyeri. Er kollidierte mit Edgar Salli, reagierte emotional und schubste den Nürnberger Kapitän Miso Brecko. Die logische Konsequenz war eine Gelbe Karte für beide.

Gestärkt und motiviert kam die Spielvereinigung nach der Halbzeitpause auf den Platz und hatte jetzt unübersehbar einen Plan. Ihr gelang jetzt mehr, sie griff druckvoller an und wurde in der 54. Minute für ihr verbessertes Zusammenspiel belohnt. Nach einer Flanke von Veton Berisha gelang dem Fürther Newcomer Daniel Steininger das heiß ersehnte 2:0. Die Clubfans waren wie gelähmt, befürchteten sie doch, dass eine erneute Niederlage ihren Verein noch tiefer in die Krise stoßen könnte. Im Gegensatz dazu war die Stimmung im Kleeblatt-Gästeblock super, die weiß-grünen Fans feuerten ihre Mannschaft lauthals an und genossen hörbar die hitzige Derbystimmung. Jetzt galt es „nur“ noch, den 2:0-Vorsprung zu halten. Was beinahe auch gelungen wäre. Erst in der Nachspielzeit hatte der Club dann doch sein kleines Erfolgserlebnis: Guido Burgstallers abgefälschter Schuss aus sieben Metern schlug in der 93. Minute ins Fürther Tor ein. Ein Anschlusstreffer mit allenfalls kosmetischer Relevanz.

Der heutige umjubelte Sieg im 261. Lokalderby beschert dem Kleeblatt mit zehn Punkten nach sechs Spielen den 5. Tabellenplatz. Der 1. FC Nürnberg hat die rote Laterne und verzeichnet gerade mal zwei Pünktchen. Ein Schlag ins Gesicht des Traditionsvereins, der doch Ende der letzten Saison noch auf dem Sprung in die höchste Klasse des deutschen Fußballs war.
„Derbysieger, Derbysieger“, skandierte Gerald Asamoah in der Nacht der Nächte im April 2012 in der Fürther Gustavstraße, als es klar war, dass die SpVgg erstklassig wurde. Er sang sich damit tief in die Herzen der Kleeblattanhänger. Auch heute werden viele Fans ihren Sieg feiern. Und vielleicht nachts sogar selig vom Wiederaufstieg in die Bundesliga träumen.

Holt ihn morgen: den Derbysieg!

Morgen um 13.30 Uhr ist im Fürther Ronhof Anpfiff zum 259. Lokalderby. Alle fiebern dem Moment entgegen, wenn der Fight der beiden benachbarten  Fußballteams mit der längsten Derby-Tradition losgeht. Heute war in der gesamten Fürther Innenstadt noch Ruhe, eingefleischte Fans sind wohl im Energiespar-Modus. Sie machen vielleicht noch ein paar Yogaübungen oder trinken ein kühles „Grüner“, um morgen optimal relaxt zu sein.

Vor ausverkauftem Haus steigt das Fußballfest in einer ganz speziellen Atmosphäre. Für eine entspannte Anfahrt wird allen Stadionbesuchern eine frühzeitige Anreise empfohlen. Einlass ins Stadion ist ab 11.30 Uhr. Schon um 11 Uhr startet am Rathaus der Marsch der Kleeblattfans in Richtung Ronhof, Busse haben in dieser Zeit auf der Strecke auf der Ludwigsbrücke nichts verloren, ein Mini-Verkehrschaos ist möglich.

Das Wetter für morgen ist gut vorhergesagt. Trotzdem würde ich niemandem empfehlen, um die Mittagszeit mit Kind und Kegel den Radweg an der Pegnitz entlang von Nürnberg nach Fürth oder umgekehrt zu fahren. Man hätte nämlich wenig zu lachen: Viele Clubfans machen sich mit den Fahrrädern auf den Weg nach Fürth, um sich die Parkplatzsuche zu ersparen. Ob sie wirklich die geplante Route vom Westfriedhof über die Hans-Böckler- und Hans-Vogel-Straße einschlagen, bleibt abzuwarten. Viele werden den romantischeren Weg am Fluss entlang vorziehen.

Ob es beim Aufeinandertreffen der „verfeindeten“ Mannschaften dann heiß hergeht – wir werden sehen. Beide Teams haben mit ihren sportlichen Leistungen in der bisherigen Zweitliga-Saison ja nicht gerade geglänzt. Vielleicht wird das morgen anders. Die Tipps in meinem Freundeskreis variieren von einem deutlichen Sieg der Kleeblätter (ähnlich wie vor einem guten Jahr mit dem berühmten 5:1) bis zum faden 0:0-Unentschieden. Ich bin optimistisch: Ich erwarte eine hochklassige Begegnung mit einem knappen Fürther Sieg. Und wo wird der gefeiert? In der Gustavstraße – oder beim 9-jährigen Jubiläum des Babylon-Kinos am Fürther Stadtpark.

Diesen Adventskalender könnte man optimieren!

Inhalt_Adventskalender_2014Ich freue mich jeden Abend darauf, meine Adventskalender zu öffnen. In diesem Jahr bin ich stolze Besitzerin von dreien: Einer besteht aus an einer langen Schnur aufgereihten einzelnen Papiertüten, die jeweils mit einer Zahl beschriftet und  – von einer Freundin – liebevoll mit kleinen Leckereien gefüllt sind. Der zweite Kalender ist von meiner Mutter: Auf dem Bild ist eine Winter-Idylle in Santa Claus´ kleiner Hütte mit einem Kamin und vielen Weihnachtsgeschenken zu sehen. Voller Vorfreude warten Santa und das Rentier Malte auf den 24. Dezember. Jeden Tag kann ich eines der Türchen öffnen, die Schokoladenmotive sind immer unterschiedlich. Und das Bildchen dahinter ist originell und passend zum Thema.

Mein dritter Adventskalender soll eigentlich etwas ganz Besonderes für Kleeblattfans sein. Ich habe hier schon darüber geschrieben. Allerdings muss ich jetzt doch Kritik anbringen. Hinter den in schwarz-weißes Stanniolpapier verpackten Schokoladen-Halbkugeln ist: nichts. Und die Motive der 24 Schokoladen sind auch nicht gerade phantasievoll gestaltet. Ein kleiner Pokal, Fußballschuhe mit Stollen, eine Schiedsrichter-Pfeife, ein Fußball – das war es schon. Das wiederholt sich dann immer wieder. Doch der blanke Hohn für SpVgg-Anhänger ist die Schokolade mit dem Torergebnis „1:0“ für die Heimmannschaft. Denn das haben die Kleeblätter schon lange nicht mehr geschafft: Einen Heimsieg – und sei es auch nur ein 1:0. Eher im Gegenteil!
Ich hoffe, dass das Endresultat nach dem Lokalderby gegen den 1.FC Nürnberg am nächsten Samstag auch anders aussieht. Denn die Partie findet bekanntlich nicht im Ronhof, sondern im Nürnberger Grundig-Stadion statt. Und da wäre ein 1:0-Heimsieg doch alles andere als ein Vorweihnachtspräsent für die SpVgg. Denn „Derbysieger“ – das will auf jeden Fall das Kleeblatt werden!

Sind Derbysieger-Trikots für die Ewigkeit ?

SpVgg Greuther Fürth - FCNDer 5:1-Sieg im 257. Frankenderby ist zwar schon eine gute Woche her. Allerdings ist dieser Kantersieg gegen die Erzrivalen aus Nürnberg noch immer Dauerthema bei der Fürther Bevölkerung und in die Annalen der Vereinsgeschichte beider Mannschaften eingegangen. Vor allem für Kleeblatt-Fans war das Spiel und das tolle Ergebnis im Stadion am Laubenweg etwas ganz Besonderes.

Habt Ihr noch Platz in Eurem Kleiderschrank? Oder an der Fanwand? Wenn ja, dann haben eingefleischte Kleeblattanhänger jetzt die Chance, vier originale (natürlich getragene) Trikots aus dem Duell gegen den 1. FC Nürnberg zu ersteigern. Die weiß-grünen gestreiften Heimtrikots der Torschützen Robert Zulj, Tom Weilandt und Goran Šukalo  – alle signiert – werden garantiert einen Abnehmer finden. Und das Trikot vom heutigen Geburtstagskind Stephan Schröck (Rückenummer 10) kommt auch unter den Hammer. Die gesamte Mannschaft von Trainer Frank Kramer hat im ersten Pflichtspiel vor heimischer Kulisse mit dem neuen Heimtrikot alle sportlichen und konditionellen Reserven aus sich herausgeholt und leidenschaftlich gegen den „Club“ gekämpft. Und das hat bestimmt auch auf den Trikots Spuren hinterlassen!
Das Trikot des zweifachen Torschützen Baba ist merkwürdigerweise nicht dabei. Er wird auf der Vereins-Website zwar im Bericht über das Lokalderby, aber im Infokasten darunter auch nicht mehr namentlich genannt. Was soll das eigentlich?

Also:
Wer mitsteigern möchte, sollte nicht allzu lange warten. Gebote können nur noch wenige Tage abgegeben werden. Das Höchstgebot für Schröckis Trikot liegt im Moment übrigens bei gut 250 Euro!
Zur Kleeblatt-Auktionsplattform gelangt Ihr hier.