Verein macht „Tabula rasa“ im Fürther Ronhof

Eine gute Woche ist es nun her, dass sich das Kleeblatt mit Riesendusel in der Zweiten Liga gehalten hat. Offen gesagt: Wäre das erste Tor von Erzgebirge Aue im Spiel gegen SV Darmstadt 98 vom Schiedsrichter gegeben worden, dann wäre die Partie unter Umständen komplett anders verlaufen. Dann wäre jetzt vielleicht die Spielvereinigung in der Relegation und müsste heute abend im Rückspiel gegen den Karlsruher SC spielen.

Aber die Fakten sind andere: Das Kleeblatt verbringt die Sommerpause auf dem 15. Tabellenplatz. Und jetzt werden gerade von den Verantwortlichen im Fürther Ronhof Fakten geschaffen. In den vergangenen Tagen haben Sportdirektor Rachid Azzouzi und Trainer Damir Buric Gespräche mit allen Spielern geführt. Die ersten Abgänge zum Ende dieser Saison sind fix: Balazs Megyeri, Uffe Bech, Kaylen Hinds, Mathis Bolly, Adam Pinter, Dominik Schad, Jurgen Gjasula und Sercan Sararer. Sportdirektor Rachid Azzouzi hat auf der Vereins-Website kommentiert: „Auch die Spieler, wie zum Beispiel Jurgen Gjasula und Sercan Sararer sehen in einer Luftveränderung eine positive Chance für sich.“ Meine Meinung zur sportlichen (und menschlichen) Leistung von Jurgen Gjasula in den letzten Wochen und Monaten ist – wer unseren Greuther-Weiber-Blog aufmerksam gelesen hat – bekannt. Auf meiner Cancel-Liste stünden auch noch ein paar weitere Kleeblätter, auf die man im Kader verzichten könnte.
Die SpVgg hat den Vertrag mit dem kroatischen Verteidiger Mario Maloca um zwei Jahre verlängert. Prima! Mal sehen, ob es dem Verein gelingt, Fabian Reese zu halten und vor allem zu bezahlen. Und Verteidiger Marco Caligiuri ist trotz seines für einen Fußballer fortgeschrittenen Alters eine sichere Bank.
Hoffen wir, dass unser Kleeblatt in der Saison 2018/19 nicht untergehen wird. Das passende Plakat (Foto: Kirsten Harder) hängt ja schon seit einigen Tagen unübersehbar in Fürth.

Last-Minute-Sieg bringt Ronhof zum Kochen

SpVgg Greuther Fürth - Erzgebirge AueHeiß, heißer, am heißesten: So lässt sich beschreiben, was heute im Fürther Ronhof abging in der Partie des Kleeblatts gegen Erzgebirge Aue. Einmal im wörtlichen Sinn, denn auf dem Fürther Rasen kletterten die Temperaturen bis auf 40 Grad Celsius und darüber. Und dann übertragen: Das waren wahrhaftig heiße Schlussminuten, die den Zuschauern da geboten wurden. Erst in der Nachspielzeit (90+4) gelang den Gastgebern das ersehnte 3:2 (Foto), und die Stimmung im Stadion kochte.

Dabei war die ganze Aufregung so überflüssig wie ein Kropf. Denn das Kleeblatt startete gelungen und trotz der hohen Temperaturen mit unglaublichem Tempo und intensivem Pressing. Hinzu kamen deutliche Schwächen der Auer Abwehr. So erkämpfte sich die Spielvereinigung bald eine Torchance nach der nächsten. Was dann folgte, kennen wir zur Genüge: eine vergebene Möglichkeit nach der nächsten. Vor allem Veton Berisha blieb wieder einmal glücklos, was die Verwertung seiner Möglichkeiten angeht. Er legte während der gesamten Partie ein bewundernswertes Laufpensum zurück und arbeitete sich regelrecht ab, doch den Ball im gegnerischen Kasten zu versenken, blieb ihm auch heute wieder versagt. Dafür wachten die Veilchen nach etwa 15 Minuten auf und hatten plötzlich mehr vom Spiel als das Kleeblatt. Christian Tiffert schoss haarscharf am Fürther Torpfosten vorbei – Glück für die Gastgeber.
Zu diesem Zeitpunkt wäre eigentlich eine 2:0- oder gar 3:0-Führung für Fürth längst drin gewesen. Doch sogar den Foulelfmeter, den Schiedsrichter  Thorben Siewer nach einem bösen Fehler von Breitkreuz pfiff, konnte das Kleeblatt nicht nutzen: Robert Zulj drosch das Leder in der 32. Minute zwei Etagen zu hoch über das generische Tor hinaus. Zum Glück schafft es Sebastian Freis, sich in der 39. Minute deutlich gegen Breitkreuz durchsetzen. Und statt abzuspielen, überraschte er den Auer Keeper Männel und machte das Ding selbst. Endlich das hochverdiente 1:0 in der 39. Minute!
Wenige Sekunden nach der Halbzeitpause ließ Robert Zulj die nächsten Riesenchance liegen. Kurz darauf gelang Serdar Dursun jedoch das 2:0, gegen das Torwart Männel völlig machtlos war. Dursun fiel ebenso wie Navrey in dieser Partie äußerst angenehm auf, beide zeigten großen Einsatz. Die Defensive der Veilchen bekam besonders Navrey nur schwer in den Griff.
Doch in den letzten 30 Minuten machte es sich für das Kleeblatt schmerzhaft bemerkbar, dass man einerseits bei der großen Hitze zu Beginn auf so viel Tempo gesetzt hatte, andererseits, dass die zahlreichen Chancen vergeigt worden waren. Aues Trainer Pavel Dotchev brachte mit Soukou und Kaufmann (für Adler und Nazarov) zwei frische Kräfte, die das Spiel zugunsten der Veilchen drehten. So konnte Fürths Keeper Balazs Megyeri nichts gegen den unerwarteten Schuss von Kvesic in der 62. Minute ausrichten – die Gäste aus dem Erzgebirge verkürzten auf 1:2. Beinahe hätte es kurz darauf schon den Ausgleich gegeben, den Megyeri aber durch eine tolle Reaktion verhinderte. Aber in der 78. Minute war es so weit: Megyeri parierte zwar einen Schuss von Soukou, der Ball sprang Marcel Franke jedoch auf die Hacke und von dort unglücklich direkt in den Kasten des Kleeblatts. Das 2:2 war da. Jetzt rächten sich die vielen ungenutzten Torchancen des Kleeblatts bitter.
Kurz vor Schluss sah Tiffert noch die gelb-rote Karte: Zunächst war er von Fürths Hofmann hart gefoult worden. Tiffert, der bereits Gelb gesehen hatte, verlor die Nerven und versetzte Hofmann einen Schlag. Eine völlig unnötige Aktion nach einem sehr fairen Spiel, die vom Unparteiischen zu Recht geahndet wurde. Der FC Erzgebirge wenige Minuten vor Abpfiff also in Unterzahl – ein Vorteil, den das Kleeblatt zunächst nicht nutzen konnte. Die Spannung stieg bis zur vierminütigen Nachspielzeit. Buchstäblich in letzter Minute war es dann der Unglücksrabe Marcel Franke, der einen Kopfball zum verdienten 3:2 verwandelte und damit sein Eigentor wettmachte.

Das ging gerade noch mal glimpflich aus. Die Schwächen im Fürther Abschluss haben uns alle auf die Folter gespannt und müssen endlich beseitigt werden. Dazu bleibt der Kleeblattelf genügend Zeit: Am nächsten Wochenende ist Länderspiel-Pause. Am Sonntag, 11. September, tritt die Spielvereinigung dann bei Fortuna Düsseldorf an.

Sensation im Erzgebirge

Das waren noch Zeiten, als die Spielvereinigung im DFB-Pokal ins Halbfinale kam. Damals – im März 2012 – hat das Kleeblatt unglücklich gegen Borussia Dortmund verloren. Heute sah es gegen die gerade in die Dritte Liga abgestiegenen Erzgebirgler aus Aue in der ersten Halbzeit gar nicht so schlecht aus. Bei tropischer Hitze machten die Veilchen dann in der 68. Minute mit einem Kopfballtor von Simon Skarlatidis das 1:0 – und damit sind die Kleeblätter schon in der ersten Runde aus dem Pokal geflogen.

Dabei sprach vor dem Spiel vieles für Fürth. Nach dem vielversprechenden 2:2-Unentschieden am letzten Montag gegen den Favoriten RB Leipzig wurde das Kleeblatt schon wieder als Aufstiegskandidat gehandelt. Völliger Unsinn, konterte Coach Stefan Ruthenbeck. Und die heutige Leistung holt sogar den größten Optimisten zurück auf den Boden der Tatsachen. In den letzten zehn Jahren hatte die SpVgg in zehn Begegnungen nur ein Mal gegen Erzgebirge Aue verloren. Heute ging nach der Halbzeitpause praktisch nichts mehr zusammen. Die Veilchen spielten energisch und mutig auf, sie wirkten nach ihrer Führung wie aufgedreht. Dem Fürther Team gelang dann bis zehn Minuten vor dem Schlusspfiff wenig. Veton Berisha hatte einige gute Chancen, die er kreativ anging, aber nicht umsetzen konnte. Und die gute Abwehrparade von Aues Keeper Martin Männel machte einen Freist0ß von Niko Gießelmann zunichte. Nach dem Spiel war die Enttäuschung bei Trainer und Mannschaft groß. Da half auch eine Dusche zur Abkühlung nichts.
Schade, das Kleeblatt ist raus aus dem DFB-Pokal, die Sensation in Aue perfekt. Die Spielvereinigung muss jetzt ihre Wunden lecken und sich bis zur nächsten Zweitliga-Begegnung am 16. August gegen St. Pauli wieder fangen.

Das Kleeblatt im Abstiegskampf – und Daisy gähnt

DaisyDer einzige Lichtblick am heutigen Nachmittag war Daisy. Nein, kein Gänseblümchen im Erzgebirgsstadion Aue, sondern unser Gasthund. Wegen Daisy haben wir auf die 500 Kilometer-Fahrt (hin und zurück) verzichtet und sind dafür lieber im sonnigen Fürth geblieben, um uns die wichtige Fußballbegegnung am Bildschirm anzusehen. Daisy, ein schwarzer Mischling, gehört eigentlich einem Clubfan. Allerdings muss man zu dessen Verteidigung sagen: Er war früher beruflich ab und zu im Ronhof und sieht sich auch heute ganz gerne mal ein Kleeblattspiel an. Und Daisy ist ebenfalls flexibel: Wir hatten sie stilecht weiß-grün ausstaffiert. Das Spiel fand sie allerdings (siehe Foto) eher ermüdend.

Als „Abstiegsduell“ zwischen dem 14. und 17. der Zweitliga-Tabelle hatte man die Partie der Spielvereinigung gegen Erzgebirge Aue im Vorfeld angekündigt. Das klingt nach Spannung und erbarmungslosem Fight, was dann allerdings nur zum Teil zutraf. Denn die Aktionen auf dem Spielfeld zeichneten sich in den ersten 45 Minuten primär durch hektisches Hin und Her und zahllose Fehlpässe aus. Wo blieben strategisch kluge Spielzüge oder raffinierte Pässe? Natürlich sind solche Spiele, wo es de facto um den Klassenerhalt geht, immer von Nervosität und Verzweiflung geprägt. Aber: Beide Teams sind die Mannschaften der Zweiten Liga mit der schlechtesten „Chancenverwertung“. Den Beweis dafür erbrachten sie auch heute wieder. Kein Tor in gut 90 Minuten, obwohl sich alle 22 Spieler deutlich sichtbar aufarbeiteten. Aber die Effektivität blieb auf der Strecke. Von den Kleeblättern machte – bis auf Torwart Wolfgang Hesl – keiner eine wirklich gute Figur. Er hielt immerhin drei gefährliche Attacken der Sachsen.
Das Selbstbewusstsein der Fürther ist offenbar auf dem Nullpunkt. Und auch Testspiele wie gegen den SC Eltersdorf, das die SpVgg am Mittwoch nur mit 1:0 gewann, motivieren nicht gerade. Trainer Mike Büskens stand heute am Spielfeldrand und konnte einem wirklich leid tun. Bestimmt versucht er permanant, seine Jungs spielerisch zu mobilisieren. Aber es reicht einfach nicht. Weder gegen gute Mannschaften noch gegen Kellerkinder wie Erzgebirge Aue kann das Kleeblatt richtig punkten. Es spielt einfach zu harmlos. Und einen Stürmer, der auch mal in den gegnerischen Kasten trifft, den kann man nicht aus dem Hut zaubern. Die zirka 800 angereisten Kleeblattfans hatten auf jeden Fall wenig Freude.
Das Spiel endete (für das Kleeblatt glücklich) mit einem 0:0-Unentschieden – nach einer turbulenten Endphase, in der die Sachsen fast noch ihr Tor gemacht hätten. Vorher war nach einem Check sogar der Schiedsrichter Martin Thomsen zu Boden gegangen und hatte sein Freistoßspray verloren.

In einem Freundschaftsspiel empfängt die SpVgg am kommenden Freitag, 27. März, um 15 Uhr zu Hause den Tabellenführer FC Ingolstadt. Und das nächste Pflichtspiel ist dann am Ostersamstag. Der Gegner heißt Eintracht Braunschweig.

Wird das ein Traumtag für Kleeblattfans?

Training SpVgg Greuther FürthEine ganze Stadt steht gewissermaßen in den Startlöchern und freut sich auf den morgigen Tag: Am „Tag der Deutschen Einheit“ eröffnet OB Thomas Jung ab 10.15 Uhr die Fürther Kirchweih auf dem Vorplatz des Stadttheaters. Das alleine ist schon Grund zur Freude. Zu einem besonderen Tag für Kleeblattfans wird der Freitag aber vor allem deshalb, weil abends die Spielvereinigung den FC Erzgebirge Aue zum 9. Saisonspiel im Ronhof empfängt.

In den letzten Begegnungen hat das Kleeblatt ja nicht so ganz den Erwartungen entsprochen: Sicher, der 5:1-Kantersieg gegen den 1. FC Nürnberg und das 3:0 gegen den FC St. Pauli ließen sich sehen. Der hart erkämpfte 2:1-Sieg gegen Kaiserslautern mit Hängen und Würgen war eine Zitterpartie. Aber die 0:2-Niederlage bei den Löwen in München war alles andere als befriedigend. Noch dazu hat sich Torhüter Wolfgang Hesl bei Rettungsversuch des zweiten Tores verletzt. Morgen wird Tom Mickel im Fürther Tor stehen. Für diese Schlüsselposition hat der Verein noch Verstärkung angeheuert: Miro Varvodić wird in Zukunft die Rückennummer 24 haben. Er soll – da Keeper Nummer drei Mark Flekken wegen eines Kreuzbandrisses auch noch länger ausfällt – parat stehen, wenn man für Tom Mickel Ersatz benötigt.
Der sympathische aussehende Miro Varvodić war zuletzt vereinslos. Der 25-jährige kroatische Torwart erhielt bei der SpVgg einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015. Miro Varvodić ist der Sohn des in den 1980ern und 1990ern aktiven Profi-Torhüters Zoran Varvodić, er spielte bis 2006 in der Jugend von Hajduk Split. Sein Profidebüt in der ersten kroatischen Liga gab er im selben Jahr. Zu Beginn der Saison 2007/2008 wurde er an NK Mosor Žrnovnica ausgeliehen. Im Mai 2008 unterschrieb Varvodić einen Einjahres-Leihvertrag beim damaligen Erstliga-Aufsteiger 1. FC Köln. Zur Saison 2010/11 wechselte er fest zum 1. FC Köln. Am 15. Oktober 2010 gab Varvodic sein Debüt in der Fußball-Bundesliga beim Spiel 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund (1:2). Kleeblatt-Präsident Helmut Hack kommentiert die Entscheidung für Varvodić folgendermaßen:

„Miro hat sich zuletzt im Mannschaftstraining beim FC Schalke 04 fit gehalten. Nach unseren Recherchen sind wir zuversichtlich, dass wir mit Tom Mickel und Miro Varvodić zwei Torhüter in unseren Reihen haben, die unser Vertrauen genießen.“

Morgen Abend rechnet man mit zirka 11.500 Zuschauern im Stadion am Laubenweg. Aber bei der guten Wettervorhersage wäre es doch angesagt, nach dem ersten Gang über die Kärwa das Spiel ab 18.30 Uhr live zu erleben, oder?

Nach Hesls OP wird Mickel im Tor stehen

TSV 1860 München - SpVgg Greuther FürthDas waren schlechte Nachrichten für das Kleeblatt und seinen Kapitän Wolfgang Hesl: Beim verlorenen Auswärtsspiel gegen den TSV 1860 München hat sich der Fürther Keeper einen Bruch der rechten Mittelhand zugezogen. Dies haben die Untersuchungen im Uni-Klinikum Erlangen ergeben. Hesl fiel bei seinem Versuch, das zweite Löwentor zu verhindern, unglücklich mit der Hand auf das Torgestänge. Martin Meichelbeck, Leiter des Lizenzbereichs der SpVgg, infomiert auf der Vereins-Website, dass man sich gemeinsam mit Wolfgang Hesl und den Spezialisten der Uni-Klinik dafür entschieden habe, die Verletzung operativ zu behandeln. Vor allem, um zu gewährleisten, dass die Hand auch für die Zukunft bestmöglich stabilisiert ist. Diese Operation findet am Mittwoch, 1.Oktober, in Erlangen statt. Die Ausfallzeit beträgt  – je nach Heilungsverlauf – mehrere Wochen.
Jetzt wird also Tom Mickel die erste Wahl im Kleeblatt-Tor sein. Tom Mickel ist seit der Winterpause 2012/2013 beim Kleeblatt. Der 25-jährige Torhüter kam damals vom Hamburger SV zur SpVgg. Tom Mickel durchlief von der U16 bis zur U20 alle deutschen Junioren-Nationalmannschaften – bei Energie Cottbus. Witzig ist die Selbsteinschätzung des geborenen Lausitzers:

„Torhüter sind schon irgendwie spezielle Typen, da nehme ich mich nicht aus. Wenn wir ein Tor kriegen, sind wir manchmal auch ein bisschen überdreht. Aber das liegt daran, dass wir eine ganz andere Einstellung zu Gegentoren haben als Feldspieler. Für sie ist es egal, ob sie 3:0 oder 3:1 gewinnen, doch für uns ist es das oberste Ziel, zu Null zu spielen.“

Mickel wird also in Zukunft im Fürther Tor stehen und Wolfgang Hesl vertreten. Das kann er gleich beim nächsten Spiel zeigen: Das Kleeblatt empfängt am nächsten Freitag, 3. Oktober, ab 18.30 Uhr den FC Erzgebirge Aue im Stadion am Laubenweg. Und: Dieser Freitag ist nicht nur Feiertag, sondern außerdem der Eröffnungstag der Fürther Kärwa. Man kann als relaxt über die Kirchweih laufen und dann gleich weiter zum Ronhof gehen. Und diese Partie – da bin ich mir sicher – widmen die Kleeblätter ihrem verletzten Keeper Wolle Hesl.

Fürther Kärwa eröffnet mit Heimspiel des Kleeblatts

KirchweihspielWie haben viele Kleeblattfans die beiden Spieltermine gegen den Club und den FC St. Pauli genossen! Beide Partien fanden an einem Montagabend statt, um 20.15 Uhr im Fürther Ronhof. Heute wurden von der Deutschen Fußball-Liga nun die nächsten Spiele dieser Saison – die Zweitliga-Spieltage 9 bis 13 – terminiert, und da meinte man es mit den Fürther Zuschauern nicht allzu gut. Einzig das Kärwa-Eröffnungsspiel am Feiertag, Freitag, den 3. Oktober ab 18.30 Uhr, ist ein Knaller. Da wird das Kleeblatt im Stadion am Laubenweg den FC Erzgebirge Aue empfangen. Traditionsgemäß beginnen diese Kärwaspiele immer mit einem Umzug der Fans quer durch das Kirchweihgelände (Foto). Das Stadion ist dann bestens besucht, und die Stimmung nach der (hoffentlich) gewonnenen Partie ist bei den Kleeblattfans und Kärwabesuchern meistens hervorragend. Da mutieren viele zu „Feierbiestern“!

Nach der Begegnung am 3.10. und der folgenden Länderspielpause tritt die Spielvereinigung dann am 10. Spieltag (Samstag, 18. Oktober) ab 13 Uhr bei Eintracht Braunschweig an, bevor eine Woche später der FSV Frankfurt 1899 am Freitag, 24. Oktober, nach Fürth kommt. Anstoß ist wie gewohnt um 18.30 Uhr. Der 12. Spieltag führt das Kleeblatt dann am Freitagabend (31. Oktober) zum 1. FC Union Berlin – auch diese Begegnung wird um 18.30 Uhr angepfiffen. Und am Sonntag, 9. November, ist dann der Karlsruher SC hier in Fürth zu Gast – die Partie am 13. Spieltag beginnt um 13.30 Uhr.

2:1 gegen Aue – Der Wiederaufstieg rückt näher!

Ich bringe es gleich auf den Punkt: Die Spielvereinigung hat den direkten Aufstiegsplatz in die Bundesliga zurückerobert. Der schien nach dem gestrigen 2:1-Sieg des SC Paderborn beim FC Ingolstadt für einige Stunden in Gefahr. Aber durch die beiden Tore von Daniel Brosinski und Ilir Azemi dürfen die Fürther Fans wieder träumen.

Noch vier Spiele stehen auf dem Programm des Kleeblatts. Und obwohl der heutige Gegner – Erzgebirge Aue – ein vermeintlich schlagbarer war, muss man doch immer wieder zittern, wie sich ein Spiel (oft unvorhersehbar) entwickelt. Ich habe z.B. am letzten Montag vor der Begegnung mit dem FC Ingolstadt fest mit einem Sieg gerechnet – und es kam doch nur ein Punkt heraus. Der allerdings könnte am Ende dieser Saison ein entscheidender sein.

Heute begann es vor ca. 12 300 Zuschauern in der Trolli Arena aus Fürther Sicht eher verhalten, und auch die Gäste aus Aue zeigten nicht viele erfolgreiche Aktionen. Bis in der 17. Minute Filip Luksik einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld ins linke Eck des Fürther Tors traf – Keeper Wolfgang Hesl hechtete vergebens. Ab diesem Moment hatten die Kleeblätter offenbar „Hallo Wach“-Tropfen genommen. Die Partie wurde druckvoller, und so gelang Daniel Brosinski sieben Minuten vor der Pause mit einer Einzelaktion der verdiente Ausgleich.
Und wieder einmal war es Ilir Azemi, der später den wichtigen zweiten Treffer schoss: Nach einem weiten Pass aus der eigenen Hälfte setzte er sich gegen Gonzales durch, ließ mit einer Körpertäuschung auch den Gastkeeper Martin Männel stehen und katapultierte den Ball glücklich aus kürzester Distanz über die Linie (58. Minute). Dieses Ergebnis hielt die SpVgg bis zum Abpfiff. Aufatmen bei den Kleeblattfans und Trainer Frank Kramer, der vor Freude bei Spielende jubelte (Foto).
Wie gesagt: Noch vier Spiele, das nächste Auswärtsspiel am Ostersonntag gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten, den SC Paderborn. Diese Partei muss unbedingt gewonnen werden, um die Chance des Wiederaufstiegs nicht zu verpassen. Denn es wäre doch ein echter Feiertag, wenn ganz Fürth am 11. Mai um 17.15 Uhr mit der Spielvereinigung die Rückkehr in der Erste Liga feiern könnte! Im Ronhof, der Gustavstraße – oder wo auch immer!

Ausschau nach einem Stürmer?

Es sind zwar nur vier Punkte bis zur Tabellenspitze, aber es gibt nichts zu deuteln: Die Spielvereinigung steckt nach drei Niederlagen in Serie in einer Krise. Zum Glück haben die Verfolger 1. FC Kaiserslautern und FC St. Pauli je nur einen Punkt geholt, sonst stünde das Kleeblatt nach dem 12. Spieltag nicht auf dem dritten Platz der 2. Bundesliga, sondern weiter unten. Trainer Frank Kramer muss jetzt gut und schnell überlegen und die richtigen Maßnahmen ergreifen, um möglichst bald eine effektive Wende zum Positiven einzuleiten.
Auf jeden Fall kann er bis zur Winterpause nur mit den vorhandenen Spielern planen. Ob dann Verstärkung – vor allem im Sturm – kommt, ist nicht ausgeschlossen. Seit dem Kreuzbandriss von Nikola Djurdjic (dritter Spieltag) fehlt der SpVgg ein torgefährlicher Mittelstürmer. Ilir Azemi bemüht sich zwar, kommt aber nur selten zum Abschluss seiner Aktionen. Und der von Werder Bremen ausgeliehene Niclas Füllkrug hat zwar Chancen, vergibt diese aber bisher noch. Ognjen Mudrinski ist körperlich nicht voll fit: Der serbische Angreifer wurde im August von einer Fußprellung und einer Zahn-Operation zurückgeworfen und kam seitdem nie richtig in die Gänge.
Ein effektiver Angreifer wäre für die Rückrunde in der zweiten Liga für das Kleeblatt dringend notwendig. Das österreichische Portal “nachrichten.at” hat berichtet, dass man bei der SpVgg nicht untätig war und am vergangenen Wochenende René Gartler von der SV Ried beobachtet hat. Der 28-Jährige, dessen Vertrag ausläuft und der somit im nächsten Sommer ablösefrei wäre,  hat in 100 Spielen der österreichischen Bundesliga 32 Tore erzielt. Vielleicht wäre er eine Option?
Am Samstag, 2. November, reist die SpVgg erst mal ins Erzgebirge  und trifft dort um 13 Uhr auf den Zwölftplatzierten: den FC Erzgebirge Aue. Zeitgleich spielt der 1. FC Kaiserslautern gegen den FC St. Pauli. Und die beiden führenden Vereine – Union Berlin und der 1. FC Köln – treffen dann am nächsten Montag aufeinander. Das verspricht ein spannender 13. Spieltag zu werden!