„Ach nee.. was ich gefunden hab!“

Wer mich kennt und meine Blogbeiträge für die Greuther-Weiber in den letzten Jahren verfolgt hat, der weiß, dass ich immer gerne über Gerald Asamoah geschrieben habe. Um genau zu sein: In 25 Artikeln kam er bisher vor, mal am Rande, mal im Fokus. Einige waren besonders prägnant. Zum Beispiel am 10. Januar 2012, als ich verkünden konnte: „Asamoah ist ab sofort ein Kleeblatt“. Oder am 6. November 2012, als er bei der Gedenkfeier anlässlich der Reichspogromnacht in der Geleitsgasse gesprochen hat. Gut hat mir im März 2013 auch seine Buchvorstellung in der Fürther Comödie gefallen. Und bedauerlich war seine nicht angemessene Verabschiedung von der Spielvereinigung im Mai 2013.

Warum ich Gerald Asamoah und seine Zeit beim Fürther Kleeblatt Revue passieren lasse? Ganz einfach. Die Greuther-Weiber sind ja auch auf Facebook vertreten. Und dort habe ich letzte Woche ein total süßes Foto gefunden. Das hatte jemand gepostet mit den Worten:“Ach nee.. was ich gefunden hab!“

Drei Mal dürft Ihr raten, um wen es sich auf dem schwarz-weißen Kinderbild handelt?

Morgen kann in Fürth nichts schief gehen!

Das Wetter morgen beim Heimspiel zwischen der Spielvereinigung und dem FC St. Pauli soll ganz gut sein. Auf jeden Fall erwartet man viele Fans aus Norddeutschland im Ronhof. Und das Spiel verspricht auch sportlich ein echter Knaller zu werden, denn die Begegnungen zwischen dem Kleeblatt und St. Pauli haben immer etwas Prickelndes.

Feierbiester können sich schon heute Abend und morgen Vormittag in der Fürther Gustavstraße adäquat auf den Fußballnachmittag einstimmen. Das Gasthaus „Zum Gelben Löwen“ in der Fürther Altstadt hat sich ja schon länger zur Lieblingskneipe von Kleeblattanhängern gemausert  – „Die kultigste aller Gustavschdrassnkneipn! Mo mer als Fädder einfach kenner!“. (Der Fotograf unseres Fotos hat den denkwürdigen Moment im April 2012 eingefangen, als klar war, dass die Spielvereinigung in die Bundesliga aufsteigt. Damals haben viele Fans und auch der Fürther OB Thomas Jung im „Gelben Löwen“ die TV-Übertragung gesehen und danach auf den Erfolg angestoßen.)
Also: Besagtes Lokal lädt heute über Facebook ein:

„Zum sonntäglichen Punktspiel gegen St. Pauli wird sich die Gustavstraße mal wieder in eine Außenstelle der Reeperbahn verwandeln. Um unsere Gäste gebührend zu empfangen, haben wir ein kleines Rahmenprogramm vorbereitet:
– Am Samstag Abend in der Löwenbar: Aufwärm-Training mit Xanthan Gum.
– Am Sonntag vor dem Spiel: Weißwurst-Empfang
– Am Sonntag nach dem Spiel: Trostpflaster-Trinken – denn die Punkte können wir leider nicht mitgeben.“

Die Reaktion aus Hamburg auf Facebook kam prompt: „Freuen uns, bei euch mal wieder Gas zu geben, kommen mit 8 Mann aus Hamburg! Und die Punkte nehmen wir mit!“ Na, ich bin gespannt, ob dieser St.-Pauli-Anhänger den Mund nicht zu voll nimmt. Denn – wie die meisten Kleeblattanhänger – tippe ich auch auf einen deutlichen Sieg der Spielvereinigung: 3:1 oder 4:1 – das hätte doch was! (Greuther-Weib „uwo“ tippt allerdings nur auf ein 2:1 – schau mer mal!)

Viel Lärm um nichts

Die Spielvereinigung ist derzeit nicht gerade auf der Gewinnerseite. Und das meine ich nicht nur in Bezug auf die Spielergebnisse. Nein, nach der „Trennung“ von Coach Mike Büskens wird jetzt auch noch Edgar Prib ausfallen: Der Mittelfeldspieler hat sich einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen. Wie lange Prib nicht dabei ist, wird der Heilungsverlauf zeigen. Für das Spiel am Samstag, 2. März, ab 15.30 Uhr gegen den HSV in Hamburg steht Prib jedenfalls auf keinen Fall zur Verfügung.
Gestern haben wir übrigens mehrere aufgeregte Mails – auch über Facebook – erhalten, ob an dem Gerücht, dass Gerald Asamoah entlassen wurde, was dran sei. Nach kurzer Recherche war alles klar: BILD.de hatte für das Spiel am letzten Sonntag gegen Bayern 04 Leverkusen doppeldeutig gemeldet, dass Asamoah gefeuert sei. Bei genauerem Lesen meinte die Zeitung aller Zeitungen in Deutschland allerdings nur, dass Asa nicht im Kader für das Leverkusen-Spiel sei. Aha, much ado about nothing!

Wie lange hält Büskens noch durch?

Da wird jetzt sogar den größten Optimisten einiges abverlangt: Die Spielvereinigung lag in der englischen Woche nach der Derby-Nullnummer beim Spiel gegen Hannover 96 schon nach vier Minuten durch ein Tor von Diouf zurück und hat die Partie letztendlich mit 0:2 verloren.
Das Spiel startete in quasi gespenstischer Stille im Stadion – die Anhänger beider Teams beteiligten sich mit einer Schweigeaktion an den Protesten gegen das Sicherheitskonzept der DFL, bei dem zwölf Minuten und zwölf Sekunden auf jegliche Unterstützung der Mannschaften verzichtet werden sollte.
Nach einer guten Aktion von Eddy Prib fiel das Überraschungstor für die Gastgeber kurz nach Beginn des Spiels – und allen Kleeblattfans, die größtenteils zu Hause vor den Fernsehern mitfieberten, war die Stimmung schon verhagelt. Wie so oft bemühte sich die Mannschaft und machte gegen Hannover 96 keine so schlechte Figur. Asamaoh behielt den Überblick und hatte kein Brett bzw. Ball vorm Kopf, auch wenn man das auf dem Foto so interpretieren könnte.
Nur einige Momente, nachdem Trainer Mike Büskens mit dem Austausch von Asamoah und Pekovic durch Nöthe und Azemi mehr Offensive ins Fürther Tream bringen wollte, schoss Hannover in der 69. Minute den zweiten Treffer. Dabei blieb es dann bis zum Abpfiff.
Frust bei den Fans auf ganzer Linie. Das Kleeblatt spielt eigentlich gar nicht so schlecht, aber es hat in 14 Spielen achtmal verloren, bei 25 Gegentoren selbst nur zehnmal ins gegnerische Tor getroffen.
In Facebook überschlugen sich gleich nach Spielende wilde Spekulationen über mögliche Konsequenzen für Mike Büskens: „nichts gegen büskens, aber er ist halt kein trainer für schwache phasen…als wir nen lauf hatten, hätte jeder das team in die 1.liga geführt…aber wurst weil ich eh weiss das er bald gegangen wird bzw. wir werden erfahren das er im winter gehen wird wegen seiner familie“, schreibt ein angefressener SpVgg-Anhänger. „Trainer raus…macht jeder Verein so wenns net stimmt im Team“ ist dort zu lesen. Und mancher wünscht sich sogar die „gute alte zweite Liga“ zurück. Wie bringt es P.M. auf den Punkt: „Ich bin eigentlich auch nicht enttäuscht, denn in der 2.Liga wird es auch mal wieder ein paar Siege geben und die Wochenenden werden wieder erfreulicher!“
Aber eines wollen wir Greuther-Weiber doch zu bedenken geben: Wir sollten nicht vergessen, dass die SpVgg nicht mehr über die Spieler verfügt, mit denen sie den Aufstieg geschafft hat. Ohne Schröck, Occean u.s.w. ist es einfach schwierig.

Jungs, bleibt cool!

Das Wochenende war für die fränkischen Fußballmannschaften eine Art GAU: Am Samstag verlor die Spielvereinigung im DFB-Pokal gegen den Drittligisten Kickers Offenbach mit 0:2. Gestern dann brach der Club beim TSV Havelse – einem Viertligisten! – genauso schlimm ein. Man trennte sich nach Verlängerung 3:2  – aus der Traum vom DFB-Pokal. Uns tröstet auch nicht, dass gleich sechs der 18 Erstliga-Teams die erste Runde nicht überlebt haben. Wie hier im Norden Bayerns ist auch in Norddeutschland das Heulen und Zähneklappern groß. Traditionsmannschaften wie der HSV und Werder Bremen sind aus dem Rennen.
Das alles will ich auch nicht weiter kommentieren. Bedauerlich aus Fürther Sicht waren die umstrittenen Leistungen des Schiedsrichters, dem zuerst Edgar Prib mit einer Gelb-Roten Karte, dann auch noch Newcomer Abdul Rahman Baba mit einer Roten Karte wegen einer Tätlichkeit zum Opfer fielen. Und überhaupt kein Verständnis muss man – leider mal wieder – für die verbalen Entgleisungen einiger Fans in Offenbach haben, die Gerald Asamoah aufs Übelste beschimpften.
Ich denke, die Welt geht nicht unter, wenn das Kleeblatt schon jetzt aus dem DFB-Pokal ausgeschieden ist. Nicht nur, weil es in bester Gesellschaft ist. Nein, das Team besteht aus vielen Neuzugängen, die sich erst einmal eingewöhnen und zusammenraufen müssen. Ich denke, so kann sich die Spielvereinigung voll auf die schweren Spiele in der Bundesliga konzentrieren. Und das geht ja schon bei der ersten Begegnung gegen Bayern München am 25. August um 15.30 Uhr in der Trolli ARENA los.
„Die Spielvereinigung wird in den nächsten Monaten noch so manches Spiel verlieren“, hat gestern ein Kleeblatt-Fan auf der Facebook-Seite der Greuther-Weiber geschrieben. Es steht zu befürchten, dass er Recht behält. Aber: Wer es geschafft hat, mit so viel Begeisterung und Können aufzusteigen, der behält auch die Nerven, wenn’s drauf ankommt!

…und schießen auch Tore damit!

Eigentlich habe ich mich nur über den geposteten Youtube-Link eines Facebook-Freundes amüsiert und wollte nichts in meinem Blog darüber schreiben. Denn das Video kann ja wohl nur eine Montage sein. Aber der Blogbeitrag von Greuther-Weib uwo, die ja vor allem Autorin des NZ-Blogs „Achtung, Wolf!“ ist, war für mich eine echte Steilvorlage: „Männer denken mit dem…“.
In der (Video-)Begegnung zwischen zwei ungenannten Mannschaften kommt es auf dem Fußballfeld aus unerfindlichen Gründen dazu, dass die Hose eines Spielers nach unten rutscht, und er dann mit seinem besten Körperteil ein Tor schießt.
In der Trolli ARENA würde es zu solch skandalösen Szenen nicht kommen. Denn erstens wissen Fürther Spieler, was sich gehört. Und zweitens würde das Kleeblatt-Publikum solche peinlichen Eskapaden nicht bejubeln – oder?
Hier also die bitte nicht ernst zu nehmende Begebenheit mit aufgeregtem französischem Kommentatorentext unterlegt.

 

 

Fürths Coach in Facebook – Eine Lachnummer?

Seit kurzem ist die Seite der Spielvereinigung auf Facebook freigeschaltet. In dem erfolgreichen sozialen Netzwerk ist das Kleeblatt ab sofort mit einer Fanpage vertreten: www.facebook.com/kleeblattfuerth. Zum Start der neuen Aktivitäten meldet sich auch Trainer Mike Büskens in einem Video-Clip zu Wort. Und auf diesen Clip wurde dann auch schnell mit Hohngelächter und vernichtenden Kommentaren reagiert. Zu lesen ist das z.B. im „Basic-Thinking-Blog.“ Die Kritik dort ist harsch, aber – wie ich finde – nicht ganz unberechtigt. Auf der Homepage des Kleeblatts bezeichnet Büskens seinen Auftritt im „Sozialwerk Facebook“ dann auch als selbstironisch:

„In vielen Medien werden jetzt Parallelen zu einem anderen bekannten Facebook-Video gezogen. Mein Video soll aber in keinster Weise eine Parodie darauf darstellen. Im Gegenteil: ich stelle mich mit einem Augenzwinkern selbstironisch dar.“

Haha. Dem Zuschauer ist nicht klar, ob es sich wirklich um eine Parodie handeln soll, oder ob es die Macher nicht besser hinbekommen. Vor dem Fenster, das Licht im Rücken, ist des Trainers Gesicht nur eine dunkle Fläche, jeder Fotoamateur weiß, dass man gute Fotos und Videoaufnahmen so nicht macht. „Hast die Sonne Du im Rücken, wird jedes Bild Dir glücken. (Alte Kameramann-Weisheit).

„Die Abteilung Medien und Kommunikation des fränkischen Traditionsvereins übernimmt die Pflege der Inhalte“ schreibt Pressesprecher Christian Bald im Newsletter der SpVgg. Neben aktuellen Meldungen rund um die Profis und Fotos von Spielen wird es – so ist dort weiter zu lesen – auch immer wieder Aktionen geben, bei denen die Facebook-Nutzer exklusiv profitieren. Neben dem „Deal der Woche“, also einem besonderen Fan-Artikel-Angebot, sollen die Mitglieder der Facebook-Community bald weitere Vorteile bekommen und auch mit den Profis chatten können.

Gut, die Präsenz der Spielvereinigung in Facebook ist eine gute Sache, immer mehr Leute nutzen soziale Netzwerke und man ist hier mit Sicherheit eher „am Puls der Zeit“ als mit anderen Kommunikationsmitteln. Aber trotzdem sollte man ganz schnell mal überdenken, ob sich mit einem professionell aufgenommenen Statement von Coach Büskens der Verein nach außen nicht etwas besser darstellen ließe.