Fanrandale: Hitparade der Geldstrafen

1. FC Nürnberg - Eintracht FrankfurtAusschreitungen, Rauch, Pyrotechnik, Bengalos im Stadion. Das kam nicht nur bei einigen Spielen der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich vor. Nein, es gehört inzwischen leider auch zum Alltag in deutschen Stadien. Insgesamt 1.576.350 Euro mussten die deutschen Profiklubs der Ersten und Zweiten Liga in der Saison 2015/16 für Vergehen ihrer Anhänger bezahlen. Das Sportmagazin „kicker“ hat eine Art „Ranking“ in Sachen Bußgeld erstellt, die Fußballfans – auch Kleeblattanhängern in Fürth – zu denken geben sollte. Denn auch die Spielvereinigung musste für das negative Verhalten von Zuschauern teuer bezahlen. Zu den Vorkommnissen gehören unter anderem tätliche Auseinandersetzungen mit Polizei und Ordnungskräften, das Abbrennen von Pyrotechnik und gegnerischen Fanutensilien.
Hier also die „Hitparade“ der 20 am härtesten sanktionierten Vereine. Wir starten mit Platz 18 – den beiden Vereinen, die am wenigsten „bluten“ mussten:

18. Hertha BSC und VfL Bochum 30.000 Euro
17. MSV Duisburg 32.500 Euro
16. VfB Stuttgart 33.000 Euro
15. SpVgg Greuther Fürth 35.000 Euro
14. Karlsruher SC 44.000 Euro
13. FC Schalke 04 45.000 Euro
12. Dynamo Dresden 50.500 Euro
11. Fortuna Düsseldorf und FC Kaiserslautern 55.000 Euro
10. Eintracht Braunschweig 56.000 Euro
9. Bayern München 60.000 Euro
8. Hansa Rostock 66.000 Euro
7. Werder Bremen 67.500 Euro
6. Hamburger SV 74.000 Euro
5. Borussia Dortmund 75.000 Euro
4. 1.FC Nürnberg 98.000 Euro
3. VfL Wolfsburg 102.000 Euro
2. FC Magdeburg 118.000 Euro
1. Eintracht Frankfurt 175.000 Euro

Eintracht Frankfurt sicherte sich damit den zweifelhaften Titel des „Randale-Meisters“ 2015/16. Ein Hauptgrund dafür sind allerdings auch die beiden Relegationsspiele (Foto) des Beinaheabsteigers gegen den 1. FCN, bei denen es heiß herging: Der Frankfurter Traditionsverein wäre ansonsten hinter Magdeburg, Wolfsburg und dem Club auf Platz 4 gelandet.
Übrigens: Die Fans des FC Ingolstadt, von RB Leipzig, des FSV Frankfurt, des SV Sandhausen, von Sonnenhof Großaspach, Werder Bremen II, Mainz 05 II und dem VfB Stuttgart II ließen sich 2015/16 nichts zuschulden kommen.
Und wohin fließen die Bußgelder? In der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB heißt es unter „Verwendung der Geldstrafen“: „Die verhängten Geldstrafen werden für gemeinnützige Zwecke des DFB oder seiner Mitgliedsverbände verwendet.“
Hier noch eine Bilderstrecke zum Thema bei „kicker“.

Schnell, schnell zum Sportpark Ronhof!

Fanartikel_Fanmobil_2016Die Zweitliga-Saison 2015/2016 ist zu Ende. Gott sei Dank! Jetzt kann man mal verschnaufen und fußballfreie Tage genießen. Obwohl, ganz so ist es auch nicht. Da gab es das DFB-Pokal-Finale der Frauen und Männer und das Finale der UEFA Champions League der Männer und Frauen (das der VfL Wolfsburg im Elfmeterschießen nur knapp mit 3:4 gegen Olympique Lyon verlor). Außerdem waren ja die Relegationsspiele der diversen Ligen – die Resultate sind bekannt. Bis zum Anpfiff der Fußball Europa Meisterschaft 2016, die vom 10. Juni bis 10. Juli im krisengeschüttelten Frankreich stattfindet, sind es nur noch ein paar Tage.

In dieser Woche haben Kleeblattfans jetzt die Gelegenheit, sich mit weiß-grünen Fanartikeln einzudecken. Ab heute, 31. Mai, steht das Fanmobil der Spielvereinigung am Sportpark Ronhof | Thomas Sommer – direkt gegenüber dem Greuther Teeladen, beim Parkplatz vor der Kasse Süd. Hier können SpVgg-Fans einige Besonderheiten erstehen: Zum Beispiel das aktuelle Heimtrikot der Spielvereinigung (ab 25 Euro), Fanschals (ab 7 Euro) oder dekorativen Kleeblattschmuck. Wer die tollen Angebote nutzen möchte, ist dort von 10 bis 18 Uhr goldrichtig. Bis einschließlich kommenden Samstag (4. Juni) haben alle die Gelegenheit, Fanartikel zu stark reduzierten Preisen zu kaufen.  Alle Accessoires gibt es allerdings nur, solange der Vorrat reicht.
Also: Macht Euch schnell auf den Weg und schaut beim Kleeblatt-Fanmobil vorbei. Denn die Chance, ein Schnäppchen zu ergattern, sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Kleeblattfans: Heute 19.03 Uhr ist Fan-Stammtisch

Fanstammtisch_Juni_2015Habt Ihr heute Abend schon etwas vor? Egal, auf jeden Fall sollten sich echte Kleeblattanhänger nicht den ersten Fan-Stammtisch dieser Saison entgehen lassen. Primär soll die sportliche Situation der laufenden Spielzeit und die gesamte Entwicklung der Spielvereinigung diskutiert werden. Beginn ist – wie immer – zur symbolträchtigen Uhrzeit, also 19.03 Uhr, im STECHERT Business- und Tagungszentrum. Wer es noch nicht kennt: Es befindet sich im Stadion am Laubenweg, Zugang und Parken über/auf Parkplatz B. Einlass ist ab 18.30 Uhr, die Veranstaltung endet gegen 22.00 Uhr.

Den Fragen interessierter Kleeblattfans stellen sich Cheftrainer Stefan Ruthenbeck, Direktor Sport Martin Meichelbeck, Direktor Profifußball Michael Mutzel, Kleeblatt-Kapitän Marco Caligiuri, sowie Leiter Fanwesen Nicolas Heckel und der Fanbeauftragte Patrick Benninger. Alle Verantwortlichen werden Rede und Antwort stehen und hoffentlich auch kritische Fragen beantworten. Ich denke, es wird nicht so heiß hergehen wie im Juni (Foto), als der Verein die Fans eingeladen hatte. Damals war das Kleeblatt nur knapp dem Abstieg entgangen und dementsprechend aufgeheizt war die Stimmung der Fans.
Alle Kleeblatt-Fans sind eingeladen, heute Abend Fragen und Anregungen zum Fanstammtisch mitzubringen. Wer Lust hat, kann seine Fragen schon mal vorab der Spielvereinigung zukommen lassen. Dazu schickt die Fragen mit Eurem Namen per Mail an folgende E-Mail-Adresse: fanstammtisch@greuther-fuerth.de.

Von zerdepperten Flaschen und bösen Stickern

Derby_LudwigsbrueckeDer Countdown läuft: Um 13.30 Uhr ist Anstoß im Stadion am Laubenweg. Ganz Nürnberg und Fürth ist seit Tagen, ach was, seit Wochen im Fußballfieber. Die äußeren Bedingungen sind ideal: Tolles, warmes Herbstwetter, die Stimmung ist gut und bislang verlief alles friedlich.
Kurz nach dem Marsch der Kleeblattfans in Richtung Ronhof bin ich den Weg mit dem Rad abgefahren. Natürlich gab es (allerdings nicht gravierende) Verkehrsbehinderungen, die Polizei tat ihr Bestes. Schade, dass am Straßenrand auf der Ludwigsbrücke leere Flaschen mit des Fürthers liebstem Bier lagen, die Kleeblattanhänger dort hingeworfen haben. Einige waren schon kaputt. „Des ist gut, dass ma‘ des fotografiert“ meinte eine Passantin. Auch hier sind aber einige Fürther findig: Ein Mann kam mit einer Kiste auf dem Gepäckträger seines Fahrrades und sammelte die intakten Flaschen ein, wohl um morgen ein paar Euro Pfand einzukassieren.

Derby_1In der Königstraße – unweit des Stadttheaters – wird auch auf das Derby und die „Sympathie“ zum Nachbarverein hingewiesen. Dort stehen seit ein paar Tagen die Stromkästen für die Kärwa, die am 3.Oktober beginnt. „Fuck FCN“ kann man auf einem Aufkleber zu lesen. Hoffentlich ist der bald wieder weg, sonst könnte der eine oder andere Clubfan, wenn er über die Kirchweih schlendert, einen echten „Hals“ bekommen.

Schwächelt der Dauerkartenverkauf beim Kleeblatt?

86d3aaa947Von der Spielvereinigung wird eine freudige Nachricht publiziert:“Insgesamt 6 255 Kleeblatt-Fans sicherten sich für die noch junge Spielzeit ihren ‚Stammplatz‘. Als kleines Dankeschön wurden die Besitzer eines Saisontickets in dieser Woche per Mail angeschrieben und erhielten dabei einen 5-Euro-Gutschein für Fanartikel oder Tickets der SpVgg Greuther Fürth.“ Die Zahl 6 255 klingt auf den ersten Blick nicht allzu hoch. Sie ist es auch nicht! Erinnern wir uns an die Spielzeit 2014, wo die „Mission 7000“ viele Fürther Fußballfans motivieren sollte, sich eine Dauerkarte für die Zweite Liga zuzulegen. Das Ergebnis ließ sich sehen: Immerhin 7 250 Dauerkarten gingen über den Tisch.
Ganz zu schweigen von der ersten und bislang einzigen Bundesliga-Saison des Kleeblatts 2012/13: Sage und schreibe 13 000 Dauerkarten wurden damals verkauft. Ein echter Rekord.

Woran mag also die Zurückhaltung in dieser Spielzeit 2015/16 beim Dauerkartenkauf liegen? Ist es die mäßige Leistung der Mannschaft in der letzten Saison? Ist es eine allgemeine „Fußballverdrossenheit“ in Fürth? Oder die Perspektive, dass die Haupttribüne bald abgerissen und neu gebaut wird, und dann zweifellos einige Stammplätze und Stadionbereiche neu definiert werden?
Schwer zu sagen. Fest steht, dass das Kleeblatt aktuell an vielen Fronten zu kämpfen hat. Mit seiner nicht allzu guten sportlichen Leistung, den fehlenden Erfolgen. Und dem schwindenden Interesse der Zuschauer, im Fürther Ronhof live Spiele anzuschauen. Darüber können weder die warmen Worte des Vereins noch das freundliche Gesicht von Trainer Stefan Ruthenbeck (Foto von der Vereins-Website) hinwegtäuschen: „Die Spielvereinigung möchte sich bei allen Dauerkartenbesitzern recht herzlich für diese Treue bedanken.“

Frischkäse-Torte – nicht nur für Kleeblattfans

Kaesetorte_E_Center_KleeblattDie Stadt Fürth ist schon etwas ganz Besonderes. Sie hat viel Grün, tolle Freizeitmöglichkeiten, ungewöhnliche kulturelle Events, eine lebendige Subkultur – und interessante Leute mit kreativen Ideen. Das kann ich guten Gewissens sagen, ich bin hier zwar nicht geboren und aufgewachsen, aber ich lebe schon über 25 Jahre in der Kleeblatt-Stadt.

Und ich bin – wie viele andere Fürther – froh, dass sich die schlechte Einkaufssituation seit einigen Monaten positiv verändert hat. Ein echter Gewinn für alle, die in der Innenstadt leben, ist das neue Hornschuch-Center. Hier im E-Center findet man nicht nur alle Lebensmittel, die man braucht. Nein, das Team des Supermarkts macht auch immer wieder mit außerordentlichen Ideen auf sich aufmerksam, um die Verbundenheit mit der Stadt Fürth zu dokumentieren. In der Süßigkeiten-Abteilung findet man z.B. das Fürther Rathaus, gebaut aus lauter kleinen bunten Bonbons. Es gibt mehrere historische Fotos mit Fürther Ansichten an den Wänden. Außerdem werden in einem Mini-Fanshop Trikots und Utensilien der SpVgg angeboten.

Ein echtes Highlight war die Idee von Marktleiter Andreas Geißler und der Käsesommelière Sandra Schwarz: Anlässlich der Saisoneröffnung der Zweiten Bundesliga Ende Juli wollte Geißler das Ronhof-Stadion samt Zuschauern in einer Käse-Torte verewigen. Die Chefin der Käse-Abteilung machte sich daraufhin Gedanken, wie so etwas aussehen könnte, und setzte die Kleeblatt-Torte mit Witz und viel Phantasie um. Die wichtigste Zutat waren Frischkäse und Brie. Der grüne Rasen des Stadions bestand aus gehacktem Schnittlauch, den Schriftzug und die Kleeblätter baute Frau Schwarz mit grünem Dekor-Fondant und Backzutaten. Die fiktiven Zuschauer am Spielfeldrand sind aus kleinen Backfiguren. Gerade mal 3,5 Stunden hat die Käse-Expertin an der SpVgg-Torte gearbeitet, dann war das Kunstwerk fertig.

Die Kunden im E-Center bestaunten die Käse-Torte, die dekorativ neben St. Nectaire und Chaumes aus Frankreich, Gorgonzola-Mascarpone aus Italien und fränkischem Obatz´n stand. Sie hatten aber offenbar Skrupel, das gute Stück zu zerstören. Leider – so Sandra Schwarz – hat sich deshalb kaum jemand getraut, ein Stück Frischkäse-Stadion zu kaufen. Also, liebe Fans: Wenn im Hornschuch-Center mal wieder etwas Besonderes zu kaufen ist: keine Hemmungen! Die Torte schmeckt noch besser als sie aussieht!

Das Foto habe ich übrigens einer Freundin zu verdanken, die  früh beim Einkaufen die Kleeblatt-Torte sah und geistesgegenwärtig mit ihrem Smartphone ein Foto machte. Denn – und da hat sie ganz richtig vermutet – das ist doch ein gutes Thema für unseren Greuther-Weiber-Blog.

Gemeinsam die „beschissene Saison“ wegfeiern!

Elan_KonzertAm kommenden Freitag, 26. Juni,  findet ab 22 Uhr das Viertelfinale der Frauen-Fußball-WM in Kanada zwischen Deutschland und Frankreich statt. Das wird eine spannende, entscheidende Partie für die deutschen Mädels. Wir drücken die Daumen.

Wer sich aber lieber selbst bewegen möchte, der kann einen besonderen Event der Kleeblatt-Fangruppe „Horidos“ im ELAN in der Kapellenstraße 47 in Fürth erleben: „Football meets Music“. Nach einer längeren Pause findet dort die nächste Ausgabe „Block 12 in Concert Vol. 3“ statt. Musiktechnisch wird an diesem Abend einiges aufgefahren: „The Travelling Playmates“ mit „Rhythm & Voodoo aus Färdd“, die Oi-Punk Band „Stage Bottles“ mit Punkrock aus Frankfurt,  Ska-DJ-Mix „Mr. Monk“. Und zu vorgerückter Stunde sorgt der Fürther Künstler Bakuzap mit elektronischer Tanzmusik dafür, dass die Bude zum Kochen kommt. Ungefähr 150 Eintrittskarten gibt es noch im Fanprojekt Fürth (Theresienstraße 17) heute von 15 bis 20 Uhr und am morgigen Donnerstag von 17 bis 22 Uhr. Außerdem auf dem Grafflmarkt am Freitag in der Gustavstraße bei mobilen Ticketverkäufern. Der Vorverkaufspreis beträgt moderate 8 Euro. Natürlich gibt es auch an der Abendkasse noch Karten für Kurzentschlossene, diese kosten dann 10 Euro pro Person! Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn der Veranstaltung ist 20 Uhr. Voraussichtliches Ende: 4 Uhr.
Wie heißt es auf der Block 12-Infopage so treffend:

„Markiert euch das Datum fett im Kalender, sichert euch die Karte im Voraus und lasst uns anschließend diese beschissene Saison wegfeiern! Gemeinsam nur nach vorne!“

Kleeblatt-Fanstammtisch am 23. Juni

Fanstammtisch_Maerz_2015Nur einen Tag vor dem ersten Einsatz der Spielvereinigung nach der Sommerpause – dem Freundschaftsspiel gegen Jahn Regensburg in Cadolzburg am 24. Juni um 18 Uhr – findet am kommenden Dienstag, 23. Juni 2015, ein Fan-Stammtisch statt. Der Verein lädt ab 19.03 Uhr in seine Räume am Laubenweg ein. Nachdem beim letzten Stammtisch im März (Foto, damals mit Caoch Mike Büskens) der Unmut einiger Fans deutlich wurde, dass diese Aussprachen zu selten anberaumt werden, sollten jetzt möglichst viele Kleeblattfans die Gelegenheit wahrnehmen zu kommen. Neben Präsident Helmut Hack werden Geschäftsführer Holger Schwiewagner, Direktor Sport Martin Meichelbeck und Direktor Profifußball Michael Mutzel Rede und Antwort stehen und die (hoffentlich) kritischen Fragen beantworten. Schade, dass der neue Trainer Stefan Ruthenbeck nicht mit dabei ist. Ihn würden die Kleeblattanhänger natürlich gerne persönlich erleben.
Bestimmt wird es beim Stammstammtisch heiß hergehen. Helmut Hack wird sich zur Trainerwahl äußern, die Spielereinkäufe kommentieren und eine Erfolgsvorschau für die neue Saison 2015/16 in der Zweiten Liga wagen. Außerdem werden die finanzielle Situation der SpVgg und mögliche Investitionen in neue Spieler ein Thema sein.

Treffpunkt ist die STECHERT VIP Lounge (hinter der Gegengerade des Stadion am Laubenweg; Zugang und Parken über den Parkplatz Tor C). Einlass ist ab 18.30 Uhr. Wer möchte, kann schon vorab seine Fragen und Anregungen per Mail an die SpVgg schicken: fanstammtisch@greuther-fuerth.de.

Wer nach dem Fan-Stammtisch von Fußball noch nicht genug hat, der soll sich ein paar Stunden ausruhen und dann nachts ab 4 Uhr das Achtelfinalspiel bei der Frauen-Fußball-WM in Kanada zwischen Japan und den Niederlanden ansehen.

In den letzten beiden Spielen alles geben!

Klassenerhalt_2015Jetzt auf „Endzeit-Stimmung“ zu machen – das hat gar keinen Sinn. Die Spielvereinigung steht aktuell auf dem 14. Tabellenplatz der Zweiten Liga und hat nur noch zwei Spiele vor sich. Problematisch ist nicht der 14. Platz (man wird ja bescheiden mit der Zeit!), sondern die Anzahl der Punkte der letzten fünf Mannschaften. Mit dem Kleeblatt haben noch St. Pauli und Erzgebirge Aue 34 Punkte, der Tabellenvorletzte, 1860 München, 33 Punkte. Und das Schlusslicht – der VfR Aalen – verfügt über 31 Punkte. Mit anderen Worten: Nachdem schon die letzten Spieltage für Überraschungen gesorgt haben, weil vermeintlich schlechte Mannschsften Spiele gewannen und damit der SpVgg immer näher kamen, geht es jetzt um jeden Punkt fürs Kleeblatt.
Die beiden letzten Gegner der Spielvereinigung sind am Sonntag, 17. Mai, zu Hause der SV Darmstadt, der im Moment auf dem zweiten Tabellenplatz, also einem direkten Aufstiegsplatz rangiert. Die „Lilien“ werden sich hüten, eine Schwäche zu zeigen, und ihren Aufstieg in die Bundesliga zu gefährden. Und der Gegner am letzten Spieltag heißt RB Leipzig. Dieses Auswärtsspiel wird bestimmt nicht leicht, denn der Verein hat schon das Hinspiel in Fürth mit 1:0 gewonnen.

Trotzdem: Jetzt sind alle gefordert, sich noch mal zu konzentrieren und vor allem zu motivieren. Der Klassenerhalt ist auf jeden Fall noch möglich. Deshalb: Liebe Kleeblattfans, engagiert Euch am Sonntag lautstark für das Kleeblatt, schüchtert die Lilien mit Euren Fangesängen ein. Und, liebe SpVgg-Profis: Realisiert endlich, um was es geht. Und reißt Euch am Sonntag am Riemen.

Noch ein Satz zum Foto oben: Wenn man in das schwarze Loch sieht, was ist da in der Tiefe? Schaut genau hin: Die Worte „Hoffnung auf den Klassenerhalt“. Na, also!

Der Abstieg ist fürs Kleeblatt verdammt nah!

1. FC Heidenheim - SpVgg Greuther Fürth„Was vom Tage übrig blieb“ ist ein Roman des britischen Schriftstellers Kazuo Ishiguro aus dem Jahre 1989, Mitte der 90er Jahre von James Ivory mit Emma Thompson und Anthony Hopkins verfilmt. Was für Kleeblattfans zu Hause und 1500 angereiste Anhänger heute vom Tage übrig bleibt, ist die bittere Erkenntnis, dass die Spielvereinigung nach der verdienten 0:3-Niederlage gegen den FC Heidenheim am tiefen Abgrund des Abstiegs in die Dritte Liga steht.

Nach dem 3:0-Sieg in der letzten Woche gegen Fortuna Düsseldorf waren so etwas wie optimistische Impulse durch die Mannschaft und die Anhänger der SpVgg gegangen. Das Kleeblatt kann es noch: Fußball spielen, Tore schießen und siegen. Aber heute war alles wieder wie in den vergangenen Monaten. Nach einer einigermaßen guten ersten halben Stunde gelang den Heidenheimern aus dem Nichts das 0:1: Eine ziemlich konfuse Szene vor Wolfgang Hesls Tor, Robert Zulj klärte noch auf der Linie, aber Tim Göhlert machte dann doch den Treffer. Und drei Minuten vor der Halbzeitpause erhöhten die Zweitliga-Aufsteiger zum 2:0! Drei Fürther Spieler bekamen den Heidenheimer Kapitän Schnatterer in der Mitte nicht unter Kontrolle, der spielte den Pass auf den mitgelaufenen Heise. Und der Verteidiger machte den Treffer.

Wie so oft in dieser Saison ging die SpVgg mit einem Rückstand in die Pause. Aber es sollte noch dicker kommen: In der 48. Minute zog Robert Zulj die Notbremse und wurde postwendend mit der Roten Karte bestraft. Schlimmer noch: Die Heidenheimer verwandelten den verhängten Foulelfmeter. So lag das Kleeblatt innerhalb von knapp 50 Minuten mit 0:3 zurück. Auch Trainer Mike Büskens (Foto) muss sich jetzt ernsthaft Sorgen machen.
Bis zum Schlusspfiff fiel den Kleebläattern dann nicht mehr viel ein. Zu harmlos, zu schlapp und ohne Kampfkraft spulten sie die Minuten runter. Stephan Fürstner, der bekanntlich in der nächsten Spielzeit zu Union Berlin wechseln wird, bäumte sich als einer der wenigen verzweifelt gegen einen weitere Niederlage auf. Und Torwart Wolfgang Hesl war es letztlich zu verdanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel.

Ohne schwarz malen zu wollen: Die SpVgg hat es im letzten Heimspiel am Sonntag, 17. Mai, mit dem Aufsteiger SV Darmstadt zu tun. Die wollen unbedingt in die Erste Bundesliga aufsteigen, sei es direkt oder zumindest über den Relegationsplatz. Das heißt: Sie werden dem Kleeblatt nichts schenken! Und das letzte Auswärtsspiel bei RB Leipzig wird mit Sicherheit auch kein Zuckerschlecken. Wie gesagt: Ich male nicht gerne schwarz. Aber das Kleeblatt war dem Abstieg schon lange nicht mehr so nahe wie heute.
Und noch eine Hiobsbotschaft. Das Tierorakel Daisy lag heute nach zwei richtigen Tipps auch voll daneben!