Rückschlag im Aufstiegskampf – aber noch ist alles drin!

Wirklich zu feiern gab es gestern Abend in der Gustavstraße nach dem Spiel gegen den TSV 1860 München eigentlich nichts. Das Kleeblatt hatte zuvor durch ein Tor der Löwen in der Nachspielzeit die Partie mit 1:2 verloren. Eine Niederlage, die nicht hätte sein müssen und die den Motor „Wiederaufstieg“ erst mal ins Stottern bringt.

Das Spiel fand vor vollem Haus statt (SpVgg-Rekordzahl in der zweiten Liga mit 16 140 Zuschauern) bei herrlichstem warmen Wetter mit Bombenstimmung. Gleich zu Anfang begannen jedoch einige Chaoten aus dem Fanblock der 1860er mit Pyrotechnik allen Zuschauern in der Südkurve und dem „Lohner“ kräftig einzuheizen. Nasen und Augen brannten, das Fürther Team zeigte demonstrativ Zusammenhalt, und der Stadionsprecher versuchte wiederholt, an die Vernunft der Gäste zu appellieren.

Nach einer Viertelstunde fiel dann das Tor der Münchner durch Osako. Wolfgang Hesl hatte praktisch keine Chance, den Ball zu halten. Aber das tat der Stimmung der Kleeblattfans keinen Abbruch. Belohnt wurden sie nur sechs Minuten später mit dem Gegentor von Ilir Azemi. Ab diesem Moment bestimmten die Fürther Gastgeber das Geschehen auf dem Platz. Zielgenaue Pässe, prima Kombinationen und großes Engagement machten das Spiel des Kleeblatts aus.

Nach der Pause schien dann bei der SpVgg irgendwie die Luft raus zu sein. Die Löwen kamen besser ins Spiel und die Partie wurde ausgeglichener. Ilir Azemi rackerte sich ab, versuchte aus jedem ihm zugespielten Ball – z.B. mit einem artistischen Fallrückzieher – einen gefährlichen Schuss zu machen. Er hatte mehr als einmal hervorragende Chancen zum 2:1. Aber es klappte nicht.
Beide Mannschaften suchten dann in der hektischen Schlussphase verzweifelt die Entscheidung. In der 83. Minute hatte Keeper Hesl einen Schuss des aufgerückten Schindlers souverän entschärft. Und dann fiel das völlig unerwartete zweite Tor der Löwen: Der aufgerückte Kai Bülow – bereits im Spiel gegen Arminia Bielefeld erfolgreich – wuchtete das Leder aus kurzer Distanz per Kopf aufs Tor. Hesl war noch dran, konnte aber das für Fürth so unglückliche Tor in der Nachspielzeit nicht verhindern.

Die Fürther Fans um mich herum waren konsterniert. „Einmal, wenn ich ins Stadion gehe“, meinte ein Zuschauer neben mir, „aber die Welt geht ja nicht unter.“ Überall traurige Gesichter, und die Stimmung bei den Kleeblattanhängern auf dem Weg von der Trolli Arena nach Hause oder in die Fürther Altstadt war gedämpft. Doch in Fürths Kneipenmeile sah man (nach einem Entspannnungs-„Grüner“) alles wieder pragmatisch: Die Spielvereinigung hat im Aufstiegskampf zwar einen herben Rückschlag erlitten. Aber sollte Paderborn morgen verlieren und auch der FC Kaiserslautern keinen Sieg erringen, dann ist alles noch drin.
Zwei Spiele stehen in dieser Saison noch auf dem Programm. Am vorletzten Spieltag, 4. Mai, ist die SpVgg  im „Stadion der Freundschaft“ gefordert: Ab 15.30 Uhr geht es für das Kleeblatt beim Tabellenletzten Energie Cottbus zur Sache. Und eine Woche später ist der SV Sandhausen im Ronhof zu Gast. Also: Kopf hoch und weiter hoffen!

Blutiger Heimsieg gegen Cottbus

Sie sind zurück auf dem zweiten Tabellenplatz und liegen nur einen Punkt hinter dem 1. FC Köln. Aber trotz des 1:0-Heimsieges gegen Energie Cottbus hat sich das Kleeblatt heute nicht gerade durch Klasse und überzeugende Aktionen ausgezeichnet.
Ein toller Start in die Partie war das frühe Tor von Florian Trinks in der fünften Minute. Das gab der Mannschaft erst mal Lockerheit, die sie dann auch mit guten Spielzügen – z.B. von Nikolas Füllkrug –  in Treffer umwandeln wollte. Was leider nicht gelang. Bis zur Halbzeitpause passierte nicht viel. Bis auf einen Unfall: Thomas Kleine zog sich nach einem Luftduell mit Boubacar Sanogo bzw. dessen Ellenbogen kurz vor dem Halbzeitpfiff eine blutende Platzwunde zu. Er wurde vom Teamarzt der SpVgg, Dr. Harald Hauer, verarztet und kam mit einem Turban zurück aufs Spielfeld.
Dann sollte sich das Blatt in der zweiten Halbzeit wenden. Die Cottbusser besannen sich auf ihre Qualitäten und brachten das Kleeblatt-Team ein wenig in die Bredouille. Keeper Wolfgang Hesl hatte einiges zu tun, um den Vorsprung nicht zu verschenken. Und Sanogo fiel noch mehrmals durch unfaire Aktionen auf. Doch nicht er, sondern Michael Schulze sah Gelb-Rot und dezimierte seine Mannschaft für die letzten 20 Minuten auf zehn Spieler. Letztlich gingen die Kleeblätter dann mit einem Sieg vom Platz. Keine souveräne sportliche Leistung. Ich hätte mir gegen den Tabellenletzten ein deutlicheres Ergebnis und mehr Dominanz erwartet. Aber was zählt, sind die drei Punkte.
Am kommenden Sonntag, 8. Dezember, gastiert die SpVgg auswärts beim SV Sandhausen. Der ist im Moment auf dem achten Tabellenplatz und hat seine letzten beiden Spiele gewonnen.

Aufstieg – kann da noch was schiefgehen?

Das Spiel am heute Abend gegen Energie Cottbus begann ja relativ verhalten. Dem Kleeblatt wollte nichts so recht gelingen. Turbulent wurde es erst nach einer knappen halben Stunde: Der Cottbusser Roger zieht die Notbremse, foult Pektürk und wird von Referée Markus Wingenbach mit einer Roten Karte bestraft. Wichtiger fürs Kleeblatt: Es gibt außerdem einen Foulelfmeter, den Olivier Occean schießt. Nein, genauer: nicht druckvoll genug schießt und vom Cottbusser Keeper gehalten wird. Aber schon wenige Sekunden später legt Occean vor und Kapitän Thomas Kleine trifft ins Tor (siehe Foto). Erleichterung bei den Fans in der Trolli ARENA.
In Unterzahl spielte es sich dann fürs Kleeblatt deutlich relaxter. Asamaoh traf zu unser aller Freude ins gegnerische Tor, das dann leider wegen Abseits nicht gegeben wurde. Schröcki verließ in Minute 56. das Spielfeld, nach Anpfiff der zweiten Spielhälfte schien er leicht angeschlagen. Eine Schwachstelle im Team kann sich Trainer Mike Büskens einfach nicht leisten. Wer aufsteigen will, der muss hunderprozentig fit und konzentriert sein.
Gerald Asamoh und Olivier Occean entwickeln sich immer mehr zum „Dreamteam“: Nach Asamoahs Vorlage ballerte Occean unhaltbar ins Cottbusser Netz – und machte seinen verschossenen Elfer mehr als wett. Und mit dem dritten Tor von Sercan Sararer perfektionierte ein beherzt aufspielendes Kleeblatt einen tollen Abend. Die Stimmung im Ronhof brodelte, Freudengesänge waren – so wurde mir aus sicherer Quelle berichtet – über den Wiesengrund hinweg bis in den Fürther Stadtpark zu hören.
Besonders schön, dass Hansa Rostock den Verfolger Fortuna Düsseldorf mit 2:1 besiegt hat. Damit ist der Abstand zwsichen dem SpVgg und der Fortuna auf neun Punkte angewachsen.
Insgesamt kontrollierte die SpVgg das Spiel, ging dabei aber nicht ins ganz große Risiko. Die 13 600 Zuschauer hatten Freude am Spiel, die Stimmung bei den heimischen Fans ist derzeit ja ohnehin topp. Unaufhaltsam nähern wir uns einem Ziel, das die Spielvereinigung seit vielen Jahren anstrebt und in diesem Jahr tatsächlich schaffen könnte. Der Aufstieg rückt immer näher!

 

Frohe Ostern im Ronhof!

Das diesjährige Osterwochenende startet für uns Fürther spannend. Am morgigen Donnerstagabend empfängt die SpVgg den FC Energie Cottbus in der Trolli ARENA, Anpfiff ist um 18 Uhr. Das Kleeblatt geht als Tabellen-Zweiter in den 29. Spieltag, der Gegner aus der Lausitz liegt auf Rang elf. Innerhalb von einer Woche bestreitet die Fürther Mannschaft damit drei Begegnungen. Ob Stephan Schröck aufläuft oder zumindest im Kader steht, ist noch offen. Man muss noch abwarten, wie es seinem lädierten Knie geht. Coach Mike Büskens appelliert – sollte Schröcki mitspielen – auf die Fairness des heimischen Publikums:

„Ich hoffe auf eine positive Reaktion des Fürther Publikums, wenn Schröcki aufläuft. Er versucht alles, um dabei sein zu können. Und auch wenn er uns am Saison-Ende verlässt, wird er in den letzten Partien alles reinschmeißen, um mit uns das große Ziel zu erreichen.“

Mit uns werden rund 13 000 Zuschauer die Begegnung in der Trolli ARENA sehen. Um Problemen beim Einlass ins Stadion vorzubeugen, öffnen die Stadion-Tore bereits um 16.30 Uhr.  Übrigens ist am Donnerstag der bayerische Innenminister Joachim Herrmann in Fürth zu Gast. Er stellt das Fürther Motiv der ligaweiten Anzeigen-Kampagne „Für Fußball. Gegen Gewalt.“ vor.
Für Fans, die bisher noch keine Karten für die letzten Fürther Heimspiele haben, wird es allmählich eng. Denn inzwischen sind auch für das vorletzte Heimspiel am Freitag, 13. April, gegen den FC St. Pauli keine Tickets mehr verfügbar. Die Partie ist ausverkauft.
Na, super! Sollte das Kleeblatt tatsächlich aufsteigen – und Freunde, die auf  Zypern das DFB-Pokalspiel am Fernseher verfolgt und mitgelitten haben, versichern mir, dass selbst Zeus nicht mehr daran zweifelt -, dann geht künftig vor jedem Heimspiel ein Hauen und Stechen um die Tickets los. Denn lasst mal Bayern München, Schalke oder den BVB in den Ronhof kommen, da gibt es für Kleeblatt-Anhänger kein Halten mehr. Also: Alles hat zwei Seiten. Sogar der Kleeblatt-Aufstieg in die Bundesliga!

Kleeblatt weiter in der Erfolgspur

So allmählich müssen auch die größten Skeptiker zugeben: Die Spielvereinigung spielt außerordentlich erfolgreich, und ein Aufstieg in die Bundesliga ist gar nicht mehr so abwegig. 29 Punkte und neun Siege sind ein unzweideutiges Indiz dafür, dass die Mannschaft nicht nur Glück hat – was man natürlich benötigt -, sondern durch ihre sportliche Leistung und ein selbstbewusstes Auftreten besticht.

Mike Büskens war nach der Ära Benno Möhlmann mit Sicherheit ein Glücksgriff von Präsident Helmut Hack – er ist der richtige Coach für die Kleeblatt-Elf. Ihn zeichnen Talent und Gespür dafür aus, seine Spieler zu motivieren und zu trainieren. Die Stimmung im Fürther Team ist nicht von Alleingängen einiger weniger Stars geprägt, sondern von einem Teamgeist, der auch für die Zuschauer im Ronhof spürbar ist. Belohnt wird das mit steigenden Besucherzahlen.

In der heutigen Partie gegen Energie Cottbus im „Stadion der Freundschaft“ hatte die SpVgg keine allzu harte Nuss zu knacken. Olivier Occean sorgte einen Tag vor seinem 30. Geburtstag in der 21. Minute nach einem gekonnten  Linksschuss von Bernd Nehrig für die Führung. Und er leitete dann auch das 2:0 in der 73. Minute ein: Er fing den Ball nach einer missglückten Aktion der Cottbusser ab, sprintete nach vorne und flankte von der linken Grundlinie nach hinten zu Sercan Sararer.

Die Spielvereinigung konnte mit dem 2:0-Sieg die Tabellenführung zurückerobern. Auch wenn  die Frankfurter Eintracht im Sonntagsspiel gegen den MSV Duisburg gewinnen sollte: Sie kann den Kleeblättern den ersten Platz nicht streitig machen.
Die sind dann schon am Dienstag, 25. Oktober, wieder gefordert. Sie treffen im DFB-Pokal zu Hause auf den SC Paderborn und wollen mit einem Sieg das Ticket für die 3. Runde lösen. Und am 13. Spieltag erwarten sie – an Halloween! – die Eintracht aus Braunschweig in der Trolli-ARENA.

Herausforderungen muss man annehmen

Das vergangene Sportwochenende hat, wie ich finde, vor allem einen Aspekt deutlich herausgestellt. Dass es im Sport oftmals mehr bringt, Herausforderungen anzunehmen und auch mal unter widrigen Umständen anzutreten als nach Ausreden zu suchen und lange über Gebrechen oder Verletzungen zu lamentieren.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Skiläuferin Maria Riesch. Sie war ja zuletzt ziemlich angeschlagen, musste sogar einige  Trainingsläufe absagen. Trotzdem hat sie stets betont, dass es einfach nicht angebracht sei, über Krankheiten oder Verletzungen allzu viele Worte zu verlieren, wenn man sich entschieden hat, bei so einer WM an den Start zu gehen. Riesch nahm die Herausforderung an und wurde Dritte in der Damenabfahrt. Alle Achtung!

Auch über das große Verletzungspech der Fürther wurde ja in den vergangenen Tagen viel geredet und debattiert. Und die Vereinsführung hat meiner Meinung nach richtig reagiert und immer wieder betont, dass alles Jammern ja ohnehin nichts bringt. Die Mannschaft selbst hat schließlich das Beste aus ihrer vermeintlich misslichen Lage gemacht. Das, was die Jungs –  vor allem diejenigen aus der zweiten Reihe, die sonst kaum zum Einsatz kommen – beim 3:1-Erfolg gegen Cottbus hingelegt haben, war richtig gut.

Gewöhne ich mich an das neue Outfit?

Uups, werdet Ihr Euch denken:Wie sieht denn das „Greuther-Weiber“-Blog jetzt aus? Ich meine, man muss heutzutage flexibel sein und gewöhnt sich auch an Neuerungen. Oder etwa nicht? Schreibt mir doch mal, wie Euch das veränderte Outfit gefällt!

Aber jetzt zu unseren Kleeblättern. Sind sie – langsam aber sicher – auf dem Weg nach unten? Ich hoffe nicht, denn der sportliche und kämpferische Biss – und so denkt auch Trainer Mike Büskens – fehlt selten. Da spielt die Mannschaft ganz gut auf und schlägt sich wacker, aber unterm Strich kommen keine Tore dabei raus. Und die sind ja das einzige, was zählt. Das 0:0-Endergebnis gegen den FSV Frankfurt war schwach. Und wie es nach dem Schlusspfiff am Samstag, 12. Februar, nach dem Spiel in der Trolli Arena gegen Energie Cottbus steht, das werden wir sehen.

Leider ist die Spielvereinigung noch dazu von vielen Ausfällen gezeichnet. Jetzt auch noch Stephan Schröck, der für längere Zeit nicht auf dem Spielfeld stehen wird. Wie heißt es immer so treffend: Zum Unglück kam auch noch Pech dazu.

Aber jetzt genug der dummen Redensarten. Ich surfe noch ein bisschen auf den Online-Seiten der „Nürnberger Zeitung“ und verirre mich dabei auch zu den Blogs. Und werde dann mein Bestes geben, um mich in einigen Tagen an das neue Aussehen der „NZ-Blogs“ gewöhnt zu haben!

Schicksal eines Kleeblatt-Stürmers

Der Profi-Fußball ist ein harter Sport – in jeder Beziehung. Die gutbezahlten Spieler müssen nicht nur die Knochen für ihre Vereine hinhalten (aktuelle Beispiele: Michael Ballack, Raphael Schäfer und Bastian Schweinsteiger), nein, sich auf dem hart umkämpften Transfermarkt zu verkaufen, ist auch nicht immer einfach. Schicksale von Spielern, die sich durch gute Leistung und faires Verhalten auszeichnen und dann nach erfolgreicher Zeit im Profisport nichts mehr verloren haben, gibt es zahllose.

KioyoEin Beispiel für ein echtes Fußballer-Schicksal kam uns jetzt durch einen Kollegen-Tipp auf den Desktop: Francis Kioyo ist vielen Kleeblatt-Fans noch als Mitglied der Spielvereinigung ein Begriff. Der deutsche Spieler mit kamerunischen Wurzeln gehörte von 2000 bis 2002 dem Fürther Kader an. Er absolvierte 55 Spiele und schoss 10 Tore. Nach Zwischenstationen in Köln, bei 1860 München und Rot-Weiss Essen war Kioyo von 2005 bis 2008 im Team von Energie Cottbus, bevor er zum israelischen Erstligisten Maccabi Netanya wechselte. Nach Gastspielen in Augsburg (unser Foto zeigt den Stürmer in der Partie SpVgg gegen FC Augsburg im Jahr 2008) und beim Schweizer Club aus Aarau ist Francis Kioyo seit April dieses Jahres jetzt vereinslos. Um den Anschluss nicht vollkommen zu verlieren, trainiert er bei dem Brandenburgischen Oberligisten Germania Schöneiche mit. Außerdem versucht er, sich mit einem Privattrainer fit zu halten.

In seinem Heimatland hat Kioyo inzwischen auch keine Möglichkeit mehr, in der Nationalmannschaft eingesetzt zu werden: Durch den Verlust der kamerunischen Staatsbürgerschaft ist er nicht mehr für Länderspiele spielberechtigt. Da Kioyo über mehrere Jahre im deutschen Profifußball aktiv war, nannten ihn seine Kollegen in der Nationalmannschaft Kameruns übrigens – in Anlehnung an die „Deutsche Eiche“ – oft „Holzmann“.  Seit November 2007 besitzt Kioyo die deutsche Staatsbürgerschaft und verlor damit gleichzeitig die kamerunische Staatsbürgerschaft.

Ja, das sind echte Fußballer-Dramen, Francis Kioyo ist gerade mal 31 Jahre alt und soll jetzt schon auf dem Abstellgleis der Profi-Ligen stehen? Ein Jammer! Aber in der Gerüchteküche brodelt es. Vielleicht interesssiert sich ja der Zweitligist Arminia Bielefeld für Kioyo?
Was Francis Kioyo über seine fußballerische Vergangenheit noch zu erzählen hat, das kann man in diesem Interview nachlesen.

Die „Schanzer“ kommen nach Fürth!

Eine „Englische Woche“ hat mitnichten etwas mit blutigen Steaks zu tun (es soll ja Leute geben, denen so etwas schmeckt!). Nein, es bedeutet vielmehr, dass eine Fußballmannschaft innerhalb einer Woche mehrere Spiele bestreiten muss. Jetzt erwischt es also auch die Spielvereinigung: Die Kleeblätter haben vergangenen Freitag den FSV Frankfurt empfangen und 1:0 besiegt. Bei Energie Cottbus war man am Dienstag zu Gast. Das Endergebnis – 2:0 für die Gastgeber – sollte man eher schnell wieder vergessen. Und am Samstag, 25. September, geht’s um 13 Uhr wieder frisch ans Werk: Der bayerische Kontrahent FC Ingolstadt 04 kommt in die Trolli Arena und will dort aus dem Keller der 2. Bundesliga nach oben stürmen.

fuerth_fciDie Spieler des Vereins aus Ingolstadt werden die „Schanzer“ genannt. Die Bezeichnung geht auf die Geschichte der Stadt zurück, die 1806 mit dem Ausbau Ingolstadts zur bayerischen Landesfestung begann und seither den Namen „die Schanz“ trägt. Ein weiterer Grund für den Beinamen des Vereins ist der Ort seiner ehemaligen Spielstätte auf der Schanz, das MTV-Stadion. Seit dieser Saison gehen die „Schanzer“ im neuen 15 000 Zuschauer fassenden Audi Sportpark auf Tore- und Punktejagd.

Seinen überregionalen Bekanntheitsgrad hat der FC Ingolstadt 04 sicherlich seinem sportlichen Erfolg und dem schnellen Aufstieg in die 2. Bundesliga zu verdanken. Erst im Jahr 2004 gegründet, fiel der Startschuss für die erste Mannschaft des FC Ingolstadt in einem Freundschaftsspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Der FC Ingolstadt spielte in den folgenden Jahren recht erfolgreich Fußball. Auf- und Abstieg in die zweite Liga kosteten die Ingolstädter Fans viele Nerven. Nach schwachem Start schloss der FC Ingolstadt 04 dann die Hinrunde der Saison 2009/2010 als erfolgreichste Mannschaft der 3. Liga mit Tabellenplatz 1 ab. Nach einer mehr als durchwachsenen zweiten Saisonhälfte marschierte der FCI im Endspurt los und sicherte sich die Relegation. Das Team von Trainer Michael Wiesinger war in den beiden Spielen gegen Rostock jederzeit Herr der Lage, und die Rückkehr in die 2. Bundesliga war gesichert.

Und am Samstag treten die oberbayerischen Ingolstädter also gegen die fränkischen Kleeblätter an. Oft neigt man ja dazu, bei Gegnern, die vermeintlich schwächer sind, zu locker-flockig aufzutreten. Deshalb sollten die Kleeblätter auf der Hut sein und sich im Ronhof alle Mühe geben, das Spiel zu gewinnen.

Fürth: Siegtor in der letzten Minute

Welcher Kleeblatt-Fan erinnert sich nicht mit Grausen an viele Spiele, die so aussahen: Die Fürther waren durch gute Paraden eigentlich die bessere Mannschaft, aber am Ende hat immer das letzte Quentchen Glück gefehlt, um den Sieg nach Hause zu tragen.

Heute war es mal anders: Die Partie gegen den FC Energie Cottbus hat die Spielvereinigung durch eine Tor in der 90. Minute gewonnen. Der Torschütze war – mal wieder – Christopher Nöthe. Immerhin sein neunter Treffer in 20 Spielen. Er und Sami Allagui waren heute sowieso die beiden Fürther Spieler, die die Begegnung am Laufen hielten.

Die Weiß-Grünen waren während der ganzen 90 Minuten spielbestimmend, kamen aber vor allem in der Schlussphase kaum mehr in den gegnerischen Strafraum. Und auch von den Cottbussern kam gegen Ende nichts Konstruktives. Aber in der Schlussminute war es dann so weit: Allagui verlängerte einen langen Ball von Caligiuri per Kopf in den Lauf von Nöthe. Der schoss den Ball aus elf Metern in die Maschen und sorgte so für stürmischen Jubel bei den – leider wieder nur – etwas mehr als 5000 Zuschauern. Die Begegnung lief relativ fair ab – es gab nur vier Gelbe Karten.

Fazit: Ein Abend, der bis kurz vor Ende ein Unentschieden zu werden schien, aber durch ein Tor in der letzten Minute dann doch noch drei Punkte für das Kleeblatt brachte. Also: Auf zu Arminia Bielefeld am kommenden Freitag! Die stehen heute noch auf Platz vier, aber es wäre doch gelacht, wenn wir die nicht auch vernaschen würden!