Wieder nix!

Die Hoffnung von Greuther-Weib Kiki hat sich leider nicht erfüllt: In ihrem Blog-Beitrag von gestern hatte sie ein Foto von Mike Büskens und Mirko Reichel zu positiv interpretiert. Wenn die Beiden heute tatsächlich am Ende der Partie gegen den VfR Aalen synchron auf die Anzeigentafel geblickt haben, dürften sie wenig Begeisterung empfunden haben. Ein mageres 1:1-Unentschieden des Kleeblatts gegen den im Augenblick auf dem letzten Platz der 2. Bundesliga liegenden Verein war mit Sicherheit nicht das, was der  nach Fürth zurückgeholte ehemalige Erfolgstrainer als Ergebnis sehen wollte.

FanlanglaufUnd wir, die Fans der Spielvereinigung, schon gar nicht!!! Die Mannschaft hat heute in der Aalener Scholz-Arena wieder nicht gezeigt, was in ihr steckt. Dass das Spiel vor fast leeren Zuschauer-Rängen über die Bühne ging, wundert mich im Nachhinein nicht im Geringsten. Man könnte seine Zeit an einem freien, recht sonnigen Samstagnachmittag im März weitaus sinnvoller nutzen – zum Beispiel so wie auf nebenstehendem Foto: mit Langlauf-Skiern auf traumhaften Loipen. Das Bild ist vor gut zwei Wochen während des Winterurlaubs in Ramsau am Dachstein entstanden, über den Kiki auch schon gepostet hat. In Weiß-Grün habe ich am Fuße des Dachsteins Werbung für unseren Verein und unser Fürth gemacht und nach dem Fußball-Krimi gegen den FC St. Pauli voller Zuversicht die kommenden Begegnungen der SpVgg erwartet.

Inzwischen gab es den Trainerwechsel von Kramer zu Büskens, der mich ebenfalls sehr optimistisch auf die nächsten Wochen schauen ließ. Denn so sehr ich Frank Kramers Qualitäten als Coach des Kleeblatts geschätzt habe – in einer mehr als schwierigen Situation bei der Übernahme des Tranerjobs hat er Zufriedenstellendes geleistet -, so sehr habe ich bei ihm das Temperament von Mike Büskens vermisst. Ich halte ihn einfach für jemanden, der ein Team mehr mitreißen und motivieren kann. Und für uns Fans gibt es mit ihm am Spielfeldrand immer wieder unterhaltsame Momente, wenn er mal aus der Haut fährt und ein anderes Mal begeistert jubelt. Zu Letzterem hatte er heute zunächst ja durchaus einen Grund, als Niko Gießelmann in der 17. Minute in Aalen das verdiente 1:0 gegen die Baden-Württemberger schoss.

Doch im Anschluss tendierte die Begegnung zu einem seicht dahinplätschernden, meist ziemlich langweiligen Spiel ohne jeden Höhepunkt. Schlimmer noch: Der Eindruck drängte sich auf, dass das Team nach dem Führungstreffer erst mal selbstzufrieden die Hände in den Schoß legte. Vor der Halbzeitpause brachten die Fürther nichts Nennenswertes mehr zustande. Das sollte sich nach dem Seitenwechsel bitter rächen, als die Aalener noch einmal auftrumpfen konnten und Quaner in der 68. Minute der Ausgleich gelang. Übrigens nach einem Patzer von Torwart Wolfgang Hesl, dessen Tag das heute definitiv nicht war. Als in der Schlussphase obendrein noch Stephan Schröck Gelb-Rot sah und den Platz verlassen musste (87.), schwanden meine Hoffnungen dahin – und die der meisten anderen Fans wohl auch. Der für Tripic eingewechselte Florian Trinks konnte auch nichts mehr reißen, obwohl die wie immer souveräne Unparteiische Bibiana Steinhaus vier Minuten Nachspielzeit draufgab.

Mit dem mageren Remis belegt das Kleeblatt nun Rang 13 in der Tabelle und muss am Freitag, den 13. (!) , wieder ran. Mit dem TSV 1860 München trifft die Spielvereinigung im Ronhof auf einen Gegner, der ihr schon in der Vergangenheit einiges Pech brachte. Man denke nur an die völlig unnötige Niederlage von Fürth gegen die 1860er in der vergangenen Saison, die dazu geführt hat, dass das Kleeblatt nicht direkt in die Erste Liga aufsteigen konnte, sondern in die Relegation musste. – Oder bringt Freitag, der 13., der Spielvereinigung das längst verdiente Glück eines Heimsiegs? Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

Freundschaftlicher 3:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli

SpVgg Greuther Fürth - FC Sankt PauliEs gibt Fußballabende, die sind voller Emotionen und Anspannung im Vorfeld und während des Spiels – ich denke nur an das Frankenderby vor drei Wochen gegen den 1. FC Nürnberg im Ronhof. Die gesamte Stadt Fürth war wie im Belagerungszustand, mit einem riesigen Polizeiaufgebot und stundenlang kreisenden Hubschraubern über dem Stadion.
Dagegen hatte die Stimmung gestern wieder mehr sportlichen Charakter, sie war entspannter und freundschaftlicher. Die Spielvereinigung empfang den FC St.Pauli im Stadion am Laubenweg. Das Spiel ging – ganz im Sinne der Fürther Fans – verdient mit 3:0 aus. Damit liegt das Kleeblatt-Team auf dem siebten Tabellenplatz und – besonders wichtig! – vor dem Club. Mit 9:4 erzielten Toren in vier Spielen ist die SpVgg vom Torverhältnis her pari mit Tabellenführer VfL Bochum. Und nur einen Punkt von der Tabellenführung entfernt.
Gut 14.300 Zuschauer waren gestern Abend im Ronhof, eigentlich hätte man mit „Full House“ rechnen können, aber es sind ja immer noch viele in den Sommerferien. Einen guten Einstieg in die Partie hatten beide Mannschaften, aber das erste Tor in der 21. Minute schaffte Fakten: Niko Gießelmann gab eine Flanke nach Maß an Kacper Przybylko, die der Pole mit dem Kopf souverän ins Tor vom FC St. Pauli beförderte. Das war das zweite Tor des neuen Fürther Stürmers im vierten Spiel. Noch jubelten die Kleeblattfans, als der aufgerückte Zsolt Korcsmar nach einer punktgenauen Stiepermann-Hereingabe zur Stelle war und auf 2:0 erhöhte.
Das war für die Hamburger ein harter Schlag. Dem konnten nicht einmal die zahlreichen Ex-Kleeblätter im Hanseatenteam – Nehrig, Nöthe und Sobiech – etwas Substantielles entgegensetzen. Und auch nach der Pause kamen die Paulianer nicht besser ins Spiel. Dafür krönte Florian Trinks mt einem preisverdächtigen direkten Freistoß (Foto) den Heimerfolg zum 3:0. Bedauernswert war für mich der Keeper vom FC St.Pauli. Philipp Tschauner ist gebürtiger Schwabacher und verbrachte seine Jugend und seine Anfänge im Profifußball in Nürnberg, wo er sämtliche Jugendmannschaften durchlief. Tschauner musste gestern drei Mal hinter sich greifen, und nur mit einer guten Parade in der 89. Minute gegen den eingewechselten Neu-Fürther Robert Zulj konnte er das Totaldebakel seines Kiez-Klubs verhindern. Außerdem: Hoffen wir, dass die verlorene Partie nicht den St.-Pauli-Coach Roland Vrabek seinen Job kosten wird!
Insgesamt eine schnelle und sehenswerte Partie. Mir persönlich hat Stephan Schröck mal wieder gut gefallen, der mit schnellen Dribblings und Schlenzern um seine Gegenspieler dem Spiel seinen Stempel mit aufdrückte.

Am Wochenende ist wegen des morgigen Spiels gegen den WM-Finalgegner Argentinien Länderspielpause. Erst am Sonntag, 14. September, ist die Spielvereinigung in der Zweiten Liga wieder am Drücker. Dann in einem Auswärtsspiel gegen den SV Sandhausen. Zur Überbrückung der Zeit gastiert das Kleeblatt aber am Donnerstag, 4.September, um 17.30 Uhr zu einem Freundschafts-/Testspiel bei der SpVgg Ansbach im Sportpark PIRGOL in Ansbach.

„Flo“ Trinks ganz oben auf der Beliebtheitsskala

Die „Mission 7000“ war erfolgreich: Die 7000-er Marke beim Dauerkarten-Verkauf für die Rückrunde wurde geknackt. Prima, da kann die Spielvereinigung auf eine lautstarke Kulisse bei den Heimspielen zählen!
Und: Knapp zwei Wochen lang waren alle Kleeblatt-Fans aufgerufen, ihren „Spieler der Vorrunde“ zu wählen. Jetzt steht er fest: 35 Prozent der Kleeblatt-Anhänger haben für Florian Trinks gestimmt. Der 21-jährige offensive Mittelfeldspieler lieferte sich ein ganz enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit Torhüter Wolfgang Hesl. Der Kleeblatt-Kapitän hat mit 31 Prozent der Stimmen einen wohlverdienten zweiten Platz geholt.

Florian Trinks wurde in Gera geboren und startete bereits mit vier Jahren beim damaligen Geraer KFC Dynamos seine Fußballkarriere. Er spielte beim FC Carl Zeiss Jena (bis 2005) und SV Werder Bremen (2006–01/2013). Ende Januar letzten Jahres wechselte er dann innerhalb der Bundesliga von Werder zur SpVgg. Dort unterschrieb er den Vertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016. Am 34. Spieltag – im Mai 2013 – erzielte Trinks bei der 1:3-Niederlage der SpVgg im Auswärtsspiel gegen den FC Augsburg mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:2 sein erstes Bundesligator.
In dieser Zweitliga-Saison stand „Flo“, der die Rückennummer 27 trägt, in allen 17 Vorrunden-Partien für die Spielvereinigung auf dem Rasen. Dabei bereitete er sechs Tore vor und trug sich selbst vier Mal in die Torschützenliste ein.
Auf der Kleeblatt-Website kommentiert der „Spieler der Hinrunde“ seinen Erfolg so:

„Ich bin schon positiv überrascht, das freut mich total. So eine Auszeichnung gibt mir jetzt auch Antrieb für die weiteren Aufgaben. Eine persönliche Ehrung ist zwar sehr schön, aber über allem steht natürlich am Ende die Mannschaft und unser gemeinsamer Erfolg!“

3:1 in Sandhausen – Vize-Herbstmeister

Sie sind schon sehr lax mit ihren Chancen umgegangen – dieses Gefühls konnte man sich längerer Zeit nicht erwehren.  Doch dann hat die Spielvereinigung die Begegnung in Sandhausen gegen den SV mit 3:1 gewonnen. Obwohl die Fürther Fans beim frühen Tor der Sandhäuser in der 16. Minute erst mal leicht geschockt waren. Ein gelungener Start der kurpfälzischen Mannschaft, die in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren hat. Aber das gelang ihr heute nicht. Denn es war ja nicht das erste Mal in dieser Spielzeit, dass das Kleeblatt einen frühen Rückstand aufholen sollte.

Eine markante Figur im Fürther Team war für mich heute Florian Trinks. Er versemmelte einige gute Möglichkeiten. Dann bewies er sportliche Fairness, als er selbst sein Handspiel anzeigte und damit sein Tor nicht anerkannt wurde. Da hat doch Diego Maradona als „Hand Gottes“ bei der Fußball-WM 1986 ganz anders agiert. Belohnt wurden dann das Kleeblatt und vor allem Florian Trinks durch sein 3:1 (Foto).
Langweilig war es im nur mit 4000 Zuschauern besuchten Hardtwald-Stadion nicht. In der 32. Minute gelang Niclas Füllkrug der 1:1-Ausgleich. Und Zoltan Stieber setzte mit seinem Foulelfmeter noch eins drauf.

Nach diesem Auswärtssieg ist die Spielvereinigung mit 32 Punkten Vize-Herbstmeister der Zweiten Liga. Zwar hat das Kleeblatt noch zwei Spieltage bis zur Winterpause vor sich. Aber nach 17 Spieltagen ist nun mal die Hälfte der Saison vorbei, und trotz der drei gewonnenen Punkte konnte man nicht am 1. FC Köln vorbeiziehen.
Kommenden Sonntag ist das nächste Auswärtsspiel gegen Arminia Bielefeld. Und zwei Tage vor dem Heiligen Abend schließt das Kleeblatt fußballerisch das Jahr 2013 mit seinem Heimspiel gegen den VfR Aalen ab.

Blutiger Heimsieg gegen Cottbus

Sie sind zurück auf dem zweiten Tabellenplatz und liegen nur einen Punkt hinter dem 1. FC Köln. Aber trotz des 1:0-Heimsieges gegen Energie Cottbus hat sich das Kleeblatt heute nicht gerade durch Klasse und überzeugende Aktionen ausgezeichnet.
Ein toller Start in die Partie war das frühe Tor von Florian Trinks in der fünften Minute. Das gab der Mannschaft erst mal Lockerheit, die sie dann auch mit guten Spielzügen – z.B. von Nikolas Füllkrug –  in Treffer umwandeln wollte. Was leider nicht gelang. Bis zur Halbzeitpause passierte nicht viel. Bis auf einen Unfall: Thomas Kleine zog sich nach einem Luftduell mit Boubacar Sanogo bzw. dessen Ellenbogen kurz vor dem Halbzeitpfiff eine blutende Platzwunde zu. Er wurde vom Teamarzt der SpVgg, Dr. Harald Hauer, verarztet und kam mit einem Turban zurück aufs Spielfeld.
Dann sollte sich das Blatt in der zweiten Halbzeit wenden. Die Cottbusser besannen sich auf ihre Qualitäten und brachten das Kleeblatt-Team ein wenig in die Bredouille. Keeper Wolfgang Hesl hatte einiges zu tun, um den Vorsprung nicht zu verschenken. Und Sanogo fiel noch mehrmals durch unfaire Aktionen auf. Doch nicht er, sondern Michael Schulze sah Gelb-Rot und dezimierte seine Mannschaft für die letzten 20 Minuten auf zehn Spieler. Letztlich gingen die Kleeblätter dann mit einem Sieg vom Platz. Keine souveräne sportliche Leistung. Ich hätte mir gegen den Tabellenletzten ein deutlicheres Ergebnis und mehr Dominanz erwartet. Aber was zählt, sind die drei Punkte.
Am kommenden Sonntag, 8. Dezember, gastiert die SpVgg auswärts beim SV Sandhausen. Der ist im Moment auf dem achten Tabellenplatz und hat seine letzten beiden Spiele gewonnen.

Es ging leider doch schief!

Nein, es war kein Zweckoptimismus, dass ich beim heutigen Heimspiel gegen den FC St. Pauli mit einem Sieg, sogar einem hohen Sieg (4:1) gerechnet habe. Ich war vielmehr nach der 1:2-Niederlage in Düsseldorf zuversichtlich, dass das Kleeblatt die Länderspielpause gut genutzt und neue Kräfte getankt hat.

Das Spiel startete gut, aber schon in der 12. Minute traf Sebastian Maier für die Hanseaten ins Tor von Keeper Wolfgang Hesl und eröffnete damit ein torreiches Spiel. Das Kleeblatt agierte druckvoll, versuchte viel und wurde dann auch zwölf Minuten später mit dem Ausgleich durch Stephan Fürstner belohnt. Nervig für alle Beteiligten war im Laufe der Partie der starke Regen, den eigentlich kein Wetterbericht vorhergesagt hat. Der tat zwar der Stimmung bei den Kleeblattfans im mit gut 14.000 Zuschauern besetzten Stadion kaum Abbruch. Aber das half der SpVgg wenig, das Team von St. Pauli war konzentrierter und effektiver.

Nach der Halbzeitpause wechselt St.-Pauli-Coach Michael Frontzeck den angeschlagenen Ex-Fürther Bernd Nehrig aus – Kevin Schindler kam für ihn auf den Platz, und damit sollte das Verhängnis beginnen. Im Abstand von nur acht Minuten traf er zwei Mal und ließ Hesl keine Chance. Beim dritten Tor in der 58. Minute hatte sogar Christopher Nöthe die Vorlage zum Tor geliefert – er hegt offenbar keine sentimentalen Gefühle mehr für seinen ehemaligen Verein. Florian Trinks gelang es dann in der 78. Minute, den 2:3-Anschlusstreffer zu erzielen. Aber in der Trolli-Arena war klar: Hier konnte das Kleeblatt nichts mehr reißen. Im Gegenteil: In der Nachspielzeit (90. +5.!!)  sah Torschütze Fürstner nach grobem Foulspiel gegen Lennart Thy die Rote Karte – er hatte sein Bein  zu hoch und traf seinen Gegenspieler an der Brust. Und dann knallte Fin Bartels zum 4:2 ins Tor der Spielvereinigung. Die Enttäuschung nach Spielende war beim Kleeblatt entsprechend groß (Foto).
Ich muss also einiges zurücknehmen, was ich gestern in meinem Blogbeitrag geschrieben habe. Wenn jemand den Mund zu voll genommen hat, dann waren das nicht die Hamburger, sondern ich.

Schon nächsten Freitag, 25. Oktober, empfängt das Kleeblatt um 18.30 Uhr Tabellenschlusslicht FC Ingolstadt beim nächsten Heimspiel. Ich bin ja versucht, zu schreiben, da kann nichts schief gehen, aber…