Derbysieger, Derbysieger – diesmal nicht!

Der 20. Oktober 1979 und der 24. September 2017 haben etwas gemeinsam: An beiden Tagen hat der 1. FC Nürnberg das Frankenderby gegen die Spielvereinigung im Fürther Ronhof gewonnen. Damals mit 4:1, heute mit 3:1. Schade. Dem Spiel aller Spiele für fränkische Fußballfans gingen viele tiefgründige Analysen, Prognosen und Tipps voraus. Wer hat die stylischere Frisur, was essen die Fans zu Mittag, wer tippt auf welches Ergebnis? Kommt die SpVgg aus dem Formtief heraus?
Das Kleeblatt hatte nach dem 3:1-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf erahnen lassen, was in ihm steckt. Die 0:3-Niederlage dann am letzten Mittwoch bei Eintracht Braunschweig holte optimistische Anhänger zurück auf den Boden der Tatsachen. Die wie lauten? Das Kleeblatt hat in puncto Stellungsspiel einiges gelernt, aber es schwächelt oft im Abschluss.
Heute begann die Partie nach einer originellen Choreografie der Kleeblattfans (Foto: Sportfoto Zink) auf beiden Seiten engagiert, viel Respekt vor den zurzeit sehr erfolgreichen Clubberern war auf Fürther Seite nicht erkennbar. Doch das Tor in der neunten Minute durch Mikael Ishak war für die Kleeblätter ein Schlag ins Gesicht, auch Khaled Narey daran schuldig. Bis zur Halbzeitpause wurde die  Partie dann hauptsächlich vom Nürnberger Defensivspiel geprägt. Das Kleeblatt hätte aktiver sein müssen. weiter lesen

Saisonstart auswärts gegen Darmstadt

Am kommenden Samstag startet offiziell die neue Saison 2017/18. Heute wurde der Spielplan der Deutschen Fußball Liga veröffentlicht. Spannend: Mit einem Livestream konnte man sich das pünktlich um 12 Uhr im Internet ansehen. Der erste Spieltag findet vom 28. bis 31. Juli 2017 statt (die Spielpaarungen sind noch nicht genau terminiert). Die Verantwortlichen bei der Spielvereinigung hatten auf ein Auswärtsspiel gehofft. Und es hat geklappt: Zum Saisonauftakt fährt das Kleeblatt zum Bundesliga-Absteiger SV Darmstadt 98. Das erste Heimspiel gibt es dann eine Woche später gegen Arminia Bielefeld.

Besonders interessant ist für fränkische Fußballfans der Termin des Frankenderbys. Das erste Derby gegen den Lokalrivalen 1. FC Nürnberg steigt am 8. Spieltag (22. – 25. September) zu Hause im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer. Kleeblatt-Trainer Janos Radoki freut sich – so der Vereins-Webseite zu entnehmen – über den Spielplan:

„Mit Darmstadt erwartet uns natürlich gleich eine interessante Aufgabe zum Auftakt. Und dann geht es gleich zu Hause gegen einen uns bekannten Verein aus der vergangenen Saison. Für uns sind das gleich zu Beginn schöne Spiele. Wir freuen uns, wenn es endlich losgeht und am 8. Spieltag dann auch das Frankenderby bei uns vor eigenem Publikum ansteht.“

Der Gastgeber der ersten Begegnung – SV Darmstadt 98 – geht übrigens auch in der Saison 2017/18 mit einem außergewöhnlichen Projekt an den Start: Die Lilien verschenken Dauerkarten an einkommensschwache Menschen und ermöglichen ihnen einen kostenlosen Zutritt zu den Heimspielen am Böllenfalltor. Die Verteilung der personalisierten Dauerkarten an die jeweiligen Empfänger erfolgt über das Sozialdezernat der Stadt Darmstadt. Normalerweise kostet beim SV Darmstadt die günstigste Dauerkarte für einen Vollzahler 182 Euro. Ich finde diese Aktion nachahmenswert.

Ausgerechnet ein Ex-Kleeblatt sorgt für Club-Sieg!

1. FC Nürnberg - SpVgg Greuther FürthNach 2008 hat der 1. FC Nürnberg heute erstmals wieder ein Lokalderby gegen die Spielvereinigung gewonnen – mit 2:1. Bizarr war schon der Beginn des Spiels: Da wenige Minuten vor dem Anpfiff noch Tausende von Zuschauern vor dem Grundig-Stadion auf den Einlass warten mussten, wurde der Beginn der Partie um 15 Minten verschoben. Andere Profi-Vereine lachen sich vermutlich ins Fäustchen, als ob es woanders keine Lokalderbys mit komplizierten logistischen Anreisemodaliäten gäbe! Schalke gegen den BVB, liegt denn da auch das ganze Ruhrgebiet lahm?

Das Spiel startete dann doch noch, und nach sechs Minuten war die Sensation (erst mal) da: Robert Zulj (im Foto rechts) traf nach einer Flanke von Sebastian Heidinger in den Club-Kasten von Raphael Schäfer. Die über 40.000 Clubfans im Stadion waren sprachlos. Und relativ lautlos blieb auch die Atmosphäre nach der Kleeblattführung. Die Spielvereinigung agierte konzentriert mit kurzen Pässen und ließ die Nürnberger Gastgeber weiter blass aussehen. Gab es einmal eine Chance für den Club, dann wusste sie der Kleeblatt-Keeper Sebastian Mielitz zu vereiteln. Als Kleeblattfan hatte man die Hoffnung, dass sich die Führung in die Halbzeitpause retten ließe. Aber Sebastian Kerk traf in der 40. Minute für Nürnberg, und so ging man mit einem 1:1 in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Clubberer dann aktiver und – ihrem dritten Tabllenplatz angemessen – spritzig. Trotzdem hatte das Kleeblatt die besseren Momente: Freis, Röcker, genaue Flanken von Gjasula. Aber das Glück war nicht mehr auf der Seite der Fürther. Das Spiel läpperte so dahin, die 46.000 Zuschauer hatten sich fast schon mit einem Unentschieden arrangiert – da gelang ausgerechnet dem Ex-Kleeblatt Niclas Füllkrug das 2:1. Nach einem langen Kopfball von Margreitter hatte Kapitan Marco Caligiuri kurz den Überblick verloren. Und so köpfte Füllkrug den Ball ins Fürther Tor.

Insgesamt schade für die Spielvereinigung, die beweisen wollte, dass Frankenderbys ihre eigenen Gesetze haben. Und dass nicht unbedingt der Tabellendritte gegen seinen Rivalen, der im Mittelfeld der Zweitliga-Tabelle steht, gewinnen muss.
Groß ausruhen können sich die Mannschaft um Trainer Stefan Ruthenbeck nicht. Schon am kommenden Dienstag empfängt das Kleeblatt im Ronhof Union Berlin, die heute den Karlsruher SC mit 2:1 bezwungen haben.

Frankenderby spaltet eine Hundeseele

Frankenderby_DaisyDas Lokalderby wirft seine Schatten voraus – der Countdown läuft auf Hochtouren. Am morgigen Freitag um 18.30 Uhr ist es so weit. Die Spielvereinigung tritt im Grundig Stadion beim 1. FC Nürnberg an. Mit bislang 259 Begegnungen seit 1904 ist das Frankenderby das älteste und am häufigsten ausgetragene Fußballderby Deutschlands. Dabei gewannen 137 mal die Nürnberger, 73 mal die Fürther und 47 mal endete das Spiel unentschieden. Zwei weitere Spiele wurden abgebrochen und eines davon sportgerichtlich als Sieg für Fürth gewertet. Immerhin: Die letzten sieben Begegnungen gingen entweder unentschieden aus bzw. hat das Kleeblatt den Club besiegt. Legendär der 5:1-Sieg im August 2014. Der letzte Nürnberg-Erfolg (2:1) war am 24. November 2008.

Wer morgen auf jeden Fall nicht orakeln wird, wer als Sieger vom Platz geht, ist Labradormischlingshündin Daisy (über die wir schon mehrfach in unserem Blog geschrieben haben). Nein, wir wollen den Hund nicht in Gewissenskonflikte bringen. Denn Daisys Herrchen ist eingefleischter Clubfan, und da erlebt der Hund zu Hause vor dem Fernseher natürlich oft Begeisterungskundgebungen, wenn der Club gewinnt. Ist Daisy in Fürth und sieht sich da Auswärtsspiele am Fernseher mit den Greuther-Weibern an, dann wird natürlich die weiß-grüne Kleeblattfahne geschwungen. Und Daisy mutiert unweigerlich (oder: unfreiwillig?) zum Kleeblattfan.

Also: Morgen lassen wir Daisy nicht orakeln. Sie ist ja auch nicht Goethes Faust, in dessen Brust zwei Seelen wohnten. Sondern eine intelligente, manchmal auch sture Hundedame, die – um es sich mit keinem zu vergraulen – wahrscheinlich auf ein Unentschieden tippen würde. Wuff!

Von zerdepperten Flaschen und bösen Stickern

Derby_LudwigsbrueckeDer Countdown läuft: Um 13.30 Uhr ist Anstoß im Stadion am Laubenweg. Ganz Nürnberg und Fürth ist seit Tagen, ach was, seit Wochen im Fußballfieber. Die äußeren Bedingungen sind ideal: Tolles, warmes Herbstwetter, die Stimmung ist gut und bislang verlief alles friedlich.
Kurz nach dem Marsch der Kleeblattfans in Richtung Ronhof bin ich den Weg mit dem Rad abgefahren. Natürlich gab es (allerdings nicht gravierende) Verkehrsbehinderungen, die Polizei tat ihr Bestes. Schade, dass am Straßenrand auf der Ludwigsbrücke leere Flaschen mit des Fürthers liebstem Bier lagen, die Kleeblattanhänger dort hingeworfen haben. Einige waren schon kaputt. „Des ist gut, dass ma‘ des fotografiert“ meinte eine Passantin. Auch hier sind aber einige Fürther findig: Ein Mann kam mit einer Kiste auf dem Gepäckträger seines Fahrrades und sammelte die intakten Flaschen ein, wohl um morgen ein paar Euro Pfand einzukassieren.

Derby_1In der Königstraße – unweit des Stadttheaters – wird auch auf das Derby und die „Sympathie“ zum Nachbarverein hingewiesen. Dort stehen seit ein paar Tagen die Stromkästen für die Kärwa, die am 3.Oktober beginnt. „Fuck FCN“ kann man auf einem Aufkleber zu lesen. Hoffentlich ist der bald wieder weg, sonst könnte der eine oder andere Clubfan, wenn er über die Kirchweih schlendert, einen echten „Hals“ bekommen.

Immer um 43 Jahre voraus

Das Lokalderby am 13. September wirft schon seit Wochen seine Schatten voraus. Die Begegnung zwischen der Spielvereinigung und dem „Club“ hat Tradition und ist jedes Mal aufs Neue ein Tanz auf dem Vulkan. Im November 2008 hat der 1. FC Nürnberg zum letzten Mal gegen das Kleeblatt gewonnen. Ein (beinahe schon) Kantersieg gelang dem Kleeblatt am 11. August 2014, als es zu Hause mit 5:1 den 1. FCN in Grund und Boden spielte. Das 258. Lokalderby im letzten Dezember endete dann nur mit einem vor allem für die Fans unbefriedigenden 0:0.

Aufkleber_DerbyZurück zur Rivalität Fürth – Nürnberg: Gestern Abend war ich mit einer Freundin und einer früheren Klassenkameradin in Erlangen Indisch essen. Wir sprachen von alten Schulzeiten und unseren aktuellen Lebensumständen. Natürlich war dann auch irgendwann mein „Greuther-Weiber-Blog“ Thema. Als kleine Überraschung verehrte mir meine Freundin – die weiß, dass ich immer auf der Suche nach ausgefallenen Blogthemen bin – einen Aufkleber, den sie beim „Tag der Franken“ in Erlangen erstanden hat. „Fürth Franken“ ist darauf zu lesen – „Nürnberg immer um 43 Jahre voraus!“ Hintergrund dieser für Nürnberger provokativen Aussage ist die Tatsache, dass die Stadt Nürnberg erst im Jahr 1050 urkundlich erwähnt wurde, Fürth schon im Jahr 1007.
Anders sieht es allerdings bei den Gründungsdaten der beiden Fußballvereine aus, da hat der „Club“ die Nase vorne: Der 1. FC Nürnberg wurde 1900 gegründet, die Spielvereinigung Fürth erst drei Jahre später. Die Städte grenzen seit 1899 direkt aneinander und sind beinahe miteinander verwachsen. So entwickelte sich schnell eine große Rivalität zwischen den beiden Vereinen, die besonders brisant wurde, da beide Mannschaften lange Zeit zu den besten Klubs Deutschlands gehörten.
Also: Der Countdown läuft. Am 13. September ist um 13.30 Uhr Anpfiff im Fürther Ronhof. Und da wird sich – ungeachtet aller historischen Daten – zeigen, welcher Verein zur Zeit das bessere Team hat und den erfolgreicheren Fußball spielt.

Wer noch mehr Infos zur Geschichte der Frankenderbys lesen möchte, der klicke mal auf die Website „Kleeblatt-Chronik“.

„Immer schön fröhlich bleiben…“

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..das empfahl Schweinchen Dick immer am Ende im Abspann der gleichnamigen ZDF-Sendung vor gut vierzig Jahren. Einige von Euch werden sich vielleicht noch daran erinnern?

Den gleichen Satz sollte man als Motto über das Lokalderby zwischen der Spielvereinigung und dem 1. FC Nürnberg stellen, das am Montag, 11. August, ab 20.15 Uhr im Fürther „Stadion am Laubenweg“ über die Bühne gehen wird.

Im Vorfeld wird seit Tagen in den regionalen Zeitungen und Hörfunksendern viel darüber berichtet und gemutmaßt, wie die Begegnung zwischen den beiden Erzfeinden, die in dieser Saison ja beide in der Zweiten Liga sind, wohl aussehen wird. Dass die Mannschaften Haltung bewahren, professionell aufeinander zugehen und auf dem Platz fair spielen werden, daran bestehen wohl wenige Zweifel. Ob aber die Fans der beiden Vereine ruhig bleiben und es zu keiner Eskalation kommen wird, das muss man hoffen. Auf jeden Fall sind die Sicherheitsvorkehrungen in Fürth – vor allem auf dem Weg zum Ronhof und an allen Stadion-Zugängen – besonders ausgetüftelt. So will man vermeiden, dass gewaltbereite Fußballanhänger beider Seiten aufeinander treffen und sich bekriegen. Besonders kritisch ist die Situation ja bekanntlich nicht vor dem Spiel, sondern nach dem Abpfiff. Ganz gleich, welcher Verein gewonnen hat – das Kleeblatt oder der Club: Die Emotionen werden hoch kochen.

Die magischen Hände von Torwart Hesl

Das war wirklich eine ereignisreiche Woche für Fußballfans. Nach dem Sieg der Spielvereinigung im Frankenderby am Sonntag ging es abends weiter mit Uli Hoeneß‘ pikanten Steuerenthüllungen. Am Dienstag besiegte der deutsche Rekordmeister Bayern München im Champions-League-Halbfinale den FC Barcelona mit 4:0. Am selben Morgen war schon bekannt geworden, dass ein Star von Borussia Dortmund, nämlich Mario Götze, ab der nächsten Saison Bayern-Spieler wird. Das hat allerdings weder die Mannschaft vom BVB noch Mario Götze davon abgehalten, gestern Abend ein grandioses Spiel gegen Real Madrid hinzulegen. Sie besiegten in einer tollen Partie die Spanier – im zweiten CL-Halbfinale – mit 4:1 und haben beste Chancen, gemeinsam mit Bayern München am 25. Mai im Endspiel im Londoner Wembley-Stadion zu stehen.

Ich will nach so vielen Highlights aber mal einen Toast ausbringen, auf den Spieler, der der Spielvereinigung vor allem im Derby gegen den Club den Sieg ermöglicht hat: Torwart Wolfgang Hesl. Er hielt mit seinen behandschuhten Händen alles, was ihm in den Weg kam und ist inzwischen zum Fels in der Brandung des gebeutelten Kleeblatts geworden.
Hoffen wir, dass er auch am Freitag, 26. April, ab 20.30 Uhr beim Spiel gegen Hannover 96 seinen Kasten sauber hält. Denn dann hätte die SpVgg gute Chancen, ihren ersten Heimsieg einzufahren.

Das wird ein Super-Sonntag fürs Kleeblatt! Oder?

Was macht Ihr am nächsten Sonntag? Dumme Frage, werden sich viele denken. Diese Greuther-Weiber haben offensichtlich wenig Phantasie. Natürlich sind die meisten Kleeblattfans beim Frankenderby in Nürnberg. Sollte man meinen. Nein, ein Teil des Kontingents im Grundig-Stadion, das der Spielvereinigung für das Spiel am 21. April zusteht, wurde bislang noch nicht verkauft. Liegt’s am Frust aufgrund des aussichtslosen letzten Tabellenplatzes des Kleeblatts in der Bundesliga? Oder an der Unlust, am heiligen Sonntag nach Nürnberg zu fahren? Oder erinnert sich der eine oder andere an die unschönen Szenen nach dem DFB-Pokalspiel 2011 zwischen Fürth und dem Club, das die SpVgg in Nürnberg mit 1:0 gewann?
Ich weiß es wirklich nicht. Hört man sich in Fürth um, ist mangelndes Interesse, zum 256. Derby zu fahren, eigentlich nicht spürbar. Das letzte Derby ging bekanntlich 0:0 aus. Aber was auffällt: Die Stimmung scheint dieses Mal insgesamt nicht so aufgeheizt zu sein.
Auf jeden Fall freuen wir Greuther-Weiber uns – wie immer – auf das hoffentlich spannende Spiel am Sonntag. Vorher sind wir übrigens in Abtswind und werden mit Sicherheit pünktlich zurück sein. Und dann hoffen wir alle, dass sich die Spielvereinigung mit Bravour beim Club behaupten wird. Mein Tipp: 1:0 für die SpVgg.
Ganz im Gegensatz zu Clubfan Andi, der sich gemeinsam mit mir vor dem letzten Derby für die BR-Sendung „Kipfenberg“ interviewen ließ:

„Mein Tipp: Es wird ein knapper Sieg für den Glubb, z.B 2:1 oder 2:0, es ist die letzte Chance für die Fürther, ihren Fans etwas Gutes zu tun, da wird man vielleicht nochmal die Kräfte mobilisieren können! Vielleicht…! Ich hoffe auf ein friedliches Derby, ich hoffe aber auf ordentlich Emotionen auf dem Platz und auf ein Fußballspiel mit mehr Niveau, das Hinspiel war ja fußballerisch absolut grausam. Denke aber nicht, dass wir auf einen fußballerischen Leckerbissen hoffen können. Außerdem freue ich mich auf die große Choreo der Nürnberger Ultras, mal sehen, was da kommt.“

Lamas gehören nicht aufs Spielfeld!

Zum Derby SpVgg Greuther Fürth gegen den Club gibt‘ s jetzt – zwei Tage nach dem 0:0-Debakel – eigentlich nichts mehr zu sagen. Was ich nicht unkommentiert lassen will, ist das Verhalten des Kleeblatt-Spielers Sercan Sararer. Natürlich waren alle Spieler in der Trolli Arena angespannt und standen unter Strom. Dass auch mal das eine oder andere böse Wort fiel, ist nachvollziehbar. Aber aus Wut, Zorn oder Trotz in Richtung eines gegnerischen Spielers zu spucken, ist ja wohl voll daneben. Raphael Schäfer, der Keeper des 1. FCN, hat sich völlig zu Recht über die Unsportlichkeit von Sercan Sararer aufgeregt. Der DFB-Kontrollausschuss hat nun heute Ermittlungen eingeleitet.
Club-Kapitän Raphael Schäfer beschwerte sich gleich nach der Partie in TV-Interviews über das Verhalten Sararers. „Ich glaube, Spucken ist auch Rot“, sagte Schäfer. Bei der Szene in der 38. Minute, als Sararer die Gelbe Karte sah, soll dieser Schäfer bei der anschließenden verbalen Auseinandersetzung angespuckt haben (siehe Foto).
Der Schiedsrichter Felix Brych hat die Szene nicht gesehen, weshalb nachträglich der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes in Aktion trat. Somit dürfte auf Sararer, der in der 61. Minute nach einem vermeintlichen Ellenbogen-Einsatz gegen Javier Pinola mit Gelb-Rot vom Platz musste, eine deutlich längere Pause zukommen. In einem vergleichbaren Fall vor zwei Jahren wurde der Nürnberger Spieler Pinola vom DFB-Sportgericht nachträglich für vier Spiele gesperrt, als er Bayerns Nationalspieler Bastian Schweinsteiger angespuckt hatte.
Und erinnern wir uns nur mal an die Spuck-Attacke des niederländischen Spielers Frank Rijkaard, der bei der WM 1990 im Achtelfinale den deutschen Nationalspieler Rudi Völler anspuckte.
Sercan Sararer – kein Vorbild für unsere Kinder und Jugendlichen, das war ein unfaires Proloverhalten auf dem Spielfeld. Wenn jemand spuckt, dann doch bitte nur Lamas im Zoo.