Greuther-Weiber-TV-Tipp: „Elf Freundinnen“

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Morgen spielt das Kleeblatt um 13.30 Uhr gegen den SV Sandhausen. Danach kann man dann „8 Jahre-Babylon“ des Fürther Kult-Kinos „Babylon“ feiern: Mit Bio-Gegrilltem, süffigem Bier, einem ausgesuchten Filmprogramm und Live-Musik verschiedener Bands, z.B. der „Kapelle Konrad“. Wer danach noch Lust hat, für den habe ich heute einen ganz besonderen Fernsehtipp. Auf 3SAT wird um 21.45 Uhr der Dokumentarfilm „Elf Freundinnen“ gezeigt. Die südkoreanische Regisseurin Sung Hyung Cho zeigt elf Spielerinnen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft privat, beim Training und bei der Vorbereitung auf wichtige Spiele, wozu auch die Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland gehört. In der 100-minütigen Dokumentation kämpft sich die Frauenfußball-Nationalmannschaft vom ersten Trainingslager bis zum WM-Spiel 2011. Die deutsche Frauenfußballmannschaft tritt im Berliner Olympiastadion vor 74.000 begeisterten Zuschauern zu ihrem ersten Spiel an. Davon hatten die Fußballerinnen geträumt: Dass ihr Sport in der Mitte der Gesellschaft ankommen würde. Und davon, dass sie ihrem Publikum ein neues Sommermärchen bescheren könnten. Bekanntlich haben die deutschen Fußballmädels im Viertelfinale der WM gegen Japan zu ihrer großen Enttäuschung nicht den erträumten Sieg erreicht und verpassten somit die Chance auf den nochmaligen Titel.

Schon Sönke Wortmann hatte ja der männlichen deutschen Nationalmannschaft mit dem Film „Deutschland. Ein Sommermärchen“ 2006 gewissermaßen ein Denkmal gesetzt. Neben der Leidenschaft zum Fußball, dem Training und der Vorbereitung auf die Spiele der Frauen interessiert sich Regisseurin Sung Hyung Cho vor allem für die Privatleben und Hintergründe der Spielerinnen. In mehreren Interviews beleuchtet sie die Träume, den Alltag und auch einige Schwierigkeiten der Frauen. Neben den Spielerinnen (darunter Bianca Schmidt, Anja Mittag, Lira Bajramaj und Dszenifer Marozsán) interviewt sie auch Trainer.

Heißer Kampf: Kleeblatt-Mädchen aufgestiegen

SpVgg_Damen_JubelDieser Pfingstmontag war der heißeste in der Wetter-Geschichte (über 35 Grad) – und ausgerechnet an diesem Tag spielten die U23-Mädchen der Spielvereinigung um den Aufstieg in die Bezirksoberliga. Mit dem SpVgg-Bus waren die Damen nach Kalbensteinberg im Fränkischen Seenland angereist, um sich mit dem DJK Gnotzheim – dem Zweitplatzierten der Bezirksliga Süd – im Relegationsspiel um den direkten Aufstieg zu messen. Ich war bei diesem wichtigen Spiel dabei und saß in den ersten 45 Minuten (im Schatten) inmitten von Gnotzheimer Fans, die das Spiel mit witzigen Bemerkungen kommentierten.

Die Partie bei glühenden Temperaturen begann engagiert, in der 12. Minute trafen dann die DJK-Damen nach einer Ecke ins Kleeblatt-Tor. „Die Färdder Torfrau is‘ nix“ war neben mir zu hören. „Na“, meinte ein Zuschauer daneben „die hat doch nur die Sonne geblendet“. Wie auch immer – es stand 1:0 gegen die SpVgg. Aber die Kleeblattfrauen ließen sich nicht den Schneid abkaufen. SpVgg_Damen_TrinkenWegen der großen Hitze musste das Spiel für Wasserpausen unterbrochen werden, der Platz war hoppelig und Aktionen vor den Toren (Abstoß) wurden von Staubwolken begleitet. Überhaupt war ich beeindruckt, wie tough alle Spielerinnen bei diesen Temperaturen in gleißender Sonne agierten. Sie schwitzten und waren ausgepumpt, versuchten aber permanent, mit schnellen Pässen und gezieltem Zuspiel den Gegnerinnen das Leben auf dem Platz noch schwerer zu machen. Und so schaffte Lena Bieber nach einer knappen halben Stunde auch prompt den verdienten Ausgleich. Sehr zum Leidwesen meiner Gnotzheimer Banknachbarn, die immer dann, wenn es vor dem Gnotzheimer Tor brenzlig wurde, riefen „Tormann, Tormann, tu‘ was“. Offenbar ist es für männliche Fans noch schwierig, ihr jahrzehntelanges „normales“ Fußballvokabular auf Damenfußball umzuswitchen?
Nach der Pause ging es schnell und kämpferisch weiter. Nadine Lang schoss das – mit starkem Applaus der zahlreichen aus Fürth mitgereisten Zuschauer belohnte – 2:1. Das blieb dann auch das Endergebnis. Die weiß-grünen Kleeblattmädchen waren nach dem Abpfiff überglücklich und feierten auf dem Spielfeld ihren Sieg und den Aufstieg in die Bezirksoberliga. Eine Superleistung. Hatten doch die Kleeblattgirls vor dem Beginn der Rückrunde tief im Abstiegskampf gesteckt. Doch mit ihrem Coach Oliver Fürstenhöfer ist es ihnen gelungen, in der Rückrunde alle Spiele  – bis auf zwei Unentschieden – für sich zu entscheiden. Der Aufstieg in die Bezirksoberliga ist ein echter Erfolg. Die Greuther-Weiber gratulieren: Wir werden Euch in der nächsten Saison nicht aus den Augen verlieren und immer mal wieder über Euch bloggen!

Samstags die Kleeblatt-Mädels – sonntags die Profis

Wir Greuther-Weiber beschäftigen uns in erster Linie mit allem rund um die Profis der Spielvereinigung. Aber mit großem Interesse verfolgen wir schon länger auch die Spiele und Erfolge der Kleeblatt-Frauenmannschaft. Im letzten Jahr sind die Kleeblatt-Mädels ja mit einem engagierten Schlussspurt in die Frauen-Bayernliga aufgestiegen.

Und dort machen sie sich recht gut. Aktuell liegen sie nach 15 Spielen mit 26 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz. Insgesamt spielen zwölf Teams in der Liga. Der SV Frauenbiburg führt die Liga mit 34 Punkten an. In der Liste der Torschützen liegt übrigens Christina Maier (auf dem Foto links) mit 9 Toren auf dem siebten Platz.

Am kommenden Samstag, 19.04.14, treten jetzt die Kleeblatt-Damen in Fürth um 17.00 Uhr gegen den SC Regensburg an. Ort des Geschehens ist der Rasenplatz des Sportzentrums Kleeblatt in der Kronacher Straße 140. Der Eintritt ist frei.

Es wäre doch super, wenn möglichst viele Zuschauer unsere Mädels anfeuern würden. Nach den Oster-Einkäufen und vor dem (vermutlich) nervenaufreibenden Spiel am Ostersonntag zwischen den Profis der SpVgg und dem härtesten Verfolger beim Projekt „Aufstieg in die Bundesliga“, dem SC Paderborn, wäre das Damen-Fußballspiel doch eine echte Abwechslung. Immerhin stehen den Fußballerinnen der SpVgg noch sechs weitere Spieltage in der Saison 2013/14 bevor. Und wenn sie sich sportlich noch steigern können, dann ist in der Tabelle durchaus noch ein Sprung nach oben möglich.

Fürther Frauenteam auf der Siegerspur!

Was juckt uns das Triple des  FC Bayern München? Wir hier in Fürth denken und fühlen in anderen Dimensionen. Deshalb freuen wir uns über den Erfolg des Frauenteams der Spielvereinigung im Relegationsspiel viel mehr als über einen DFB-Pokalsieg der Münchner.
Foto: Frank KreuzerDie Kleeblatt-Frauenmannschaft hat es geschafft: Sie ist der dritte Aufsteiger in die Frauen-Bayernliga. Neben den beiden Meistern Sp.Vg Eicha (Landesliga Nord) und SV Thenried (Landesliga Süd) setzte sie sich als zweite aus der Frauen-Landesliga Nord im Entscheidungsspiel in Hohenschambach mit 2:0 gegen den FC Moosburg durch. Die Fürther Damen agierten spritziger und dynamischer gegen ihren Gegner und setzten sich am Ende verdient durch. Die Mannschaft von Kleeblatt-Trainer Oliver Fürstenhöfer spielt damit ab der nächsten Saison in der höchsten bayerischen Liga. Übrigens: Sektduschen nach gewonnenen Spielen – das ist nicht nur Franck Ribérys Domäne, das können wir hier in Fürth auch (Dank an Frank Kreuzer für das Foto!).
Gratulation an unsere Mädels von den Greuther-Weibern! Wir wünschen Euch viel Erfolg in der nächsten Saison und werden bestimmt des Öfteren in unserem Blog über Euch berichten!

Erfolgreiche Kleeblatt-Kickerinnen

Foto: Andreas GoldmannDie (männliche) Profimannschaft der Spielvereinigung hat sich in ihrer Erstliga-Saison ja nicht allzu gut geschlagen und wurde mit dem Abstieg bestraft. Dafür ist die Frauenmannschaft des Kleeblatts umso erfolgreicher: Mit 6:3 gewannen die Kleeblatt-Kickerinnen beim Tabellenzweiten ETSV Würzburg und übernahmen damit am letzten Spieltag der Landesliga Nord den Tabellenplatz, der sie zur Teilnahme an der Aufstiegs-Relegation qualifiziert. Für uns Greuther-Weiber eine sehr positive Meldung, die wir unseren Blogleserinnen und -lesern auf keinen Fall vorenthalten möchten.
Trainer Oliver Fürstenhöfer ist – das ist der Website der SpVgg (der wir auch das Foto von Andreas Goldmann entnommen haben) zu entnehmen – über die Entwicklung seiner Schützlinge hocherfreut:

„Dass wir jetzt um einen Platz in der Bayernliga spielen dürfen, das war vor der Saison nicht zu erwarten. Mit dieser jungen Mannschaft wollten wir uns eigentlich erstmal in der Landesliga etablieren. Hut ab vor dieser tollen Leistung!“.

Das Spiel findet morgen, 30. Mai, um 16 Uhr in Hohenschambach (Stadtteil von Hemau im Landkreis Regensburg) statt. Der Gegner der Spielvereinigungs-Mädels steht inzwischen fest: Es ist der SV Moosburg.  Sowohl der SV Thenried als auch der SV Moosburg waren in der Landesliga Süd mit 40 Zählern punktgleich über die Ziellinie gegangen. Im Entscheidungsspiel gewann der SV Thenried, ist damit Meister der Landesliga Süd und steigt in die Bayernliga auf.  Der Verlierer dieses Spiels – der SV Moosburg – ist an Fronleichnam der Gegner der SpVgg-Damen.
Die Kleeblatt-Kickerinnen würden sich über eine lautstarke Unterstützung zahlreicher Fans bei diesem Aufstiegsspiel in die Bayernliga natürlich sehr freuen! Immerhin könnte da der größte Erfolg der noch jungen Geschichte der SpVgg-Frauen eingefahren werden. Mit einem Sprung in die nächsthöhere Liga würden die Kleeblatt-Kickerinnen es den U17-Mädels gleichtun, die vor kurzem den Aufstieg in die Landesliga geschafft haben.

Historischer Sieg für Ex-Kleeblatt Thomas Wörle

Gestern lagen Freude und Enttäuchung beim deutschen Star-Verein Bayern München nah beieinander. Abends verlor das Männerteam in Berlin das DFB-Pokalendspiel gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund mit 2:5 Toren. Wenige Stunden vorher hatte schon das Pokal-Endspiel der Damen stattgefunden. Mit dem sensationellen Sturz des Titelverteidigers und Rekordchampions 1. FFC Frankfurt feierten die Fußballerinnen von Bayern München den ersten Pokaltriumph ihrer Vereinsgeschichte. Der krasse Außenseiter gewann mit 2:0, der mit 60.000 Euro dotierte Triumph ist der größte Erfolg der Bayern-Frauen seit dem Gewinn der Meisterschaft 1976. Keinen Stich konnte der mit zahlreichen Nationalspielerinnen gespickte Favorit aus Frankfurt setzen und verpasste vor 15 678 Zuschauern im RheinEnergie-Stadion in Köln seinen neunten Cup-Erfolg.

Interessant ist der Sieg der Bayern-Frauen für ein Greuther-Weib, bei dem sich ja primär alles rund um die Spielvereinigung dreht, wegen des Trainers des FCB: Thomas Wörle. Er war mal ein Fürther Spieler, hatte in seiner aktiven Fußballerkarriere zur Saison 2008/09 zur Spielvereinigung gewechselt und wurde in 12 Spielen eingesetzt. Auf dem Foto sieht man ihn „voll in action“ vor vier Jahren im Dress der SpVgg. Zum Ende der Saison 2009/10 beendete Wörle aus gesundheitlichen Gründen seine Spielerkarriere und übernahm dann 2010/11 das Traineramt der Damenmannschaft beim Münchner Top-Verein. Seine Schwester Tanja spielt für den Frauen-Bundesligisten. Trainiert wurde die Mannschaft bis 2012/11 von Günther Wörle, dem Vater von Tanja und Thomas Wörle, der dann von seinem Sohn Thomas beerbt wurde.
Während die männlichen Kollegen beim FCB Titel in Serie sammeln, machen sich die Frauen als Talentschmiede einen Namen. Wie in vielen Fußball-Vereinen stehen auch hier die Frauen im Schatten der erfolgreichen Herrenmannschaft, aber seit gestern könnte sich das zumindest im München ein kleines bisschen ändern.
Mir hat nach dem Sieg der Bayern- Frauen besonders gefallen, wie sympathisch und voller Begeisterung Thomas Wörle und sein Team den völlig unerwarteten Gewinn des DFB-Pokals im Kölner Stadion gefeiert haben. Den Münchner Mädels ist es zu gönnen, aber mit einem Ex-Kleeblatt als Trainer war ja eigentlich auch nichts anderes zu erwarten, oder?

 

 

Rachid Azzouzi im „Aktuellen Sportstudio“

Morgen Abend wird’s spannend und für Kleeblatt-Anhänger gibt’s noch ein Zuckerl obendrauf: Kleeblatt-Manager Rachid Azzouzi ist am Samstag, 11. Februar, zu Gast im „Aktuellen Sportstudio“. Anlass hierfür ist die Auslosung der Vorschlussrunde im DFB-Pokal, für die sich die Spielvereinigung im Spiel gegen 1899 Hoffenheim qualifiziert hat. Kim Kuhlig – Nationalspielerin und bekannt durch die Frauen-Fußball-WM im letzten Jahr in Deutschland – wird am späten Abend die Lose ziehen und dadurch die Begegnungen am 20./21. März bestimmen. Das ZDF sendet ab 23 Uhr live aus Mainz.
Wir sind gespannt, ob Kim den Kleeblättern Glück bingt und ein Heimspiel zieht – und einen attraktiven Gegner. Meinen Wunschkandidaten für das Halbfinale habe ich ja schon hier kundgetan. Und wie Kommentatoren meines Beitrags über den Sieg im Viertelfinale schon geschrieben haben: Kommt Fürth ins Finale, halten uns sogar eingefleischte Club-Fans die Daumen!

Mit weiblicher Hand das Spiel geführt

Bibiana Steinhaus hat heute die Partie zwischen dem Kleeblatt und dem MSV Duisburg gepfiffen. Das ist für sie nichts Neues – hat sie doch schon im April 2010 ein Spiel zwischen den gleichen Gegnern (damals allerdings in Duisburg) geleitet. Seit der Frauen-Fußball-WM ist der Name Bibiana Steinhaus in aller Munde. Sie ist die erste Schiedsrichterin im deutschen Profifußball, die Spiele zwischen Männermannschaften (2. Bundesliga) leitet, und die erste Deutsche, die ein Weltmeisterschafts-Finale pfiff. Am 17. Juli fand das Endspiel der Fußball-WM in Frankfurt zwischen Japan und USA statt (die Japanerinnen sind bekanntlich mit 3:1 im Elfmeterschießen Weltmeister geworden). Dass das Endspiel so fair und locker abgelaufen ist, war auch das Verdienst der souverän agierenden 32-jährigen Schiedsrichterin Steinhaus.

Trolli-Arena, 9. September: Nach zähem Beginn fiel erst in der 61. Minute das erste Tor für die SpVgg durch Fürstner. Eine echte Erleichterung für die Fürther Fans, die Trolli Arena war immerhin mit über 9000 Zuschauer für einen Freitagabend gut besucht. Nach dem ersten Tor schien das Kleeblatt Aufwind zu bekommen: Nöthe traf vier Minuten später zum 2:0. Die Ernüchterung folgte allerdings schon eine Minute später. Duisburg schoss den Anschlusstreffer. Während der 93 Minuten Spielzeit hatte die Schiedsrichterin viel zu tun. Viele Fouls, sieben Gelbe Karten hat sie vergeben. Naja, Männer-Fußball ist eben härter als Frauen-Fußball. Sieht man mal von den Nigerianerinnen ab…

Fazit: Das Kleeblatt konnte seine Spitzenposition behaupten. Und Bibina Steinhaus vermochte mal wieder mit ihrer integrativen Art eine gute Figur auf dem Spielfeld zu machen. Ohne die Erfolge der Herrenmannschaft ginge es der Spielvereinigung und dem Verein nicht so gut, stimmt. Aber eine Frau auf dem Spielfeld, das hat doch was?

Frauen – Fußball – Fürth

Spätestens seit der Frauen-Fußball-WM ist es auch bis zum letzten (Mann) durchgedrungen, dass Frauen von Fußball mehr Ahnung haben, als man ihnen zutraut. Viele Mädchen und junge Frauen spielen in Deutschland im Verein Fußball. Und immer mehr Mädchen und Frauen interessieren sich zunehmend für alles rund um dieses Thema.

Dass in Fürth Frauenfußball nicht stiefmütterlich behandelt wird, liegt auch der CSU-Stadträtin Birgit Bayer-Tersch am Herzen. Selbst „Fußball-Mutter“, organisierte sie einen Besuch bei der Spielvereinigung Greuther Fürth. Es ging hauptsächlich um den Stellenwert des Mädchen- und Frauenfußballs beim Kleeblatt und allgemein bei den Fürther Sportvereinen. Das machte uns neugierig – diesen „Ortstermin“ wollten sich die „Greuther-Weiber“ natürlich nicht entgehen lassen.

Spätnachmittags trafen sich also eine gute Handvoll Frauen mit (weiblichem) Anhang vor der Trolli-ARENA. „Ein Vertreter der Spielvereinigung wird durch das Gelände und Gebäude führen und auch für Fragen zur Verfügung stehen“ – so stand es auf der Einladung. Und so nahm sich Julian Heckel vom Marketing/Sponsoring der SpVgg Greuther Fürth der Damen an.

„Wie hoch ist eigentlich die Frauenquote unter den Zuschauern bei einem Spiel im Ronhof?“, lautete gleich die erste Frage. Der Kleeblatt-Vertreter musste mit genauen Angaben passen. Dafür informierte Birgit Bayer-Tersch über die Situation des Frauenfußballs in Fürth: Eigene Mädchenmannschaften gibt es in Poppenreuth, Sack und Stadeln. Und seit zwei Jahren auch bei der SpVgg. „Aber nur, weil es eine Auflage vom DFB war“, räumte Bayer-Tersch ein.YouTube Preview Image
Beim gemeinsamen Rundgang im Kleeblatt-Gebäude – Umkleideräume der Fürther Profis und Gäste – riskierten die weiblichen Gäste einen ersten Blick in Richtung Schiedsrichter-Umkleidekabine. „Und wenn der ‚Herr in Schwarz‘ eine Dame ist?“ – wie z.B. Bibiana Steinhaus, die schon im Ronhof gepfiffen hat? Das sei kein Problem, so die Antwort des Kleeblatt-Vertreters. „Wir sehen das hier alles nicht so eng.“ Auch nicht in punkto  Herrentoiletten: „Sogar unser weibliches Personal vom Teeladen geht hier auf die Männer-Klos.“ Aha, na bravo!
Beim Besichtigen des heiligen Spielfeldrasens stieß vor allem der Fürther Frauenbeauftragten Hilde Langfeld sauer auf, dass hier nur die Profis etwas verloren haben. „Das muss sich ändern, ich schlage vor, dass in Zukunft auch Frauen und Kinder auf den Rasen dürfen. Dann würde diese Riesenfläche besser genutzt. Und vielleicht dient es auch dem Stellenwert des Frauenfußballs bei Fürther Zuschauern und Kleeblatt-Fans.“ Gut gebrüllt. Eine Anregung, die man sich durch den Kopf gehen lassen sollte.

Insgesamt ein interessantes Date bei der Spielvereinigung. Nach dem anschließenden Rundgang durch den VIP-Bereich und dem Ausprobieren der Zuschauersitze auf der Gegengeraden der Trolli-ARENA fuhren alle wieder von dannen. Fazit: In Fürth schlagen viele Herzen für den Fußball und das Kleeblatt. Aber eben (fast) nur, wenn er männlich ist!

 

Kein Frauenfußball auf der neuen Kleeblatt-Homepage?

Eine ansprechende und informative Website zu designen und zu realisieren, erfordert viel Kreativität, Mühe und technisches Know-how. Ich weiß, wovon ich spreche. Seit kurzem verfügt jetzt auch die Spielvereinigung über einen neuen Internetauftritt. Die Seite ist (natürlich) in den Kleeblatt-Farben gehalten, übersichtlich aufgebaut, für meinen Geschmack marketingorientierter als die alte Seite. O.k.
Was ich als Greuther-Weib – auch bei längerer Suche – vermisse, sind Informationen über die Damenmannschaften der SpVgg. Ich habe in der vergangenen Saison ja das eine oder andere Mal über das Fürther Frauen-Team gepostet. Aber jetzt sitzt der Webseiten-Besucher auf dem Trockenen. Wann beginnt die neue Saison? Welche Spielerinnen sind im Kader und wer sind die Gegner? Fehlanzeige. Bei den Inhalten der Homepage hat man Prioritäten gesetzt. Verständlich. Da stehen die Profis an erster Stelle, die anderen (Herren-)Mannschaften folgen sukzessive. Vielleicht fasst sich jemand bei den Kleeblatt-Verantwortlichen schnell ein Herz und versorgt uns mit Infos über die Kleeblatt-Fußball-Frauen? Gerade nach der Fußball-WM war doch ständig zu hören, dass der Frauen-Fußball in Deutschland, ach was, überall auf der Welt einen „Riesenschub“ bekommen hat.  Und das gilt ja hoffentlich auch für Fürth!