Frauenfußball hat’s immer noch schwer

Freundschaftsspiel Deutschland – Brasilien 2015 im Fürther Ronhof (Foto: Sportfoto Zink)

Wir Greuther-Weiber denken gerne an das Spiel im Fürther Ronhof im April 2015 zurück, als die deutsche Frauen-Nationalmannschaft die Cracks aus Brasilien souverän mit 4:0 besiegte. Das Stadion war mit 15.000 Zuschauern toll besucht – eine Super-Kulisse.

Aber: Frauen und Fußball – das ist immer noch ein Thema, über das sich trefflich und hitzig diskutieren lässt. Frauen spielen in den gleichen Ligen wie ihre männlichen Kollegen und nach den gleichen Regeln. Trotzdem galt Frauenfußball lange Zeit als moralisch verwerflich, man sprach darüber voller Vorurteile, nach wie vor kämpft er in vielen Ländern um gesellschaftliche Anerkennung. Frauen, die Fußball spielen – das wurde nicht gerne gesehen. Man erachtete den Sport als „gefährlich für die Gesundheit der Frauen“. Fußball wurde verdächtigt, die „Maskulinisierung“ und Emanzipation dieser Damen zu fördern.

Die Frauen-Bundesliga wurde 1989 in Deutschland eingeführt. Seitdem wachsen Akzeptanz und Zuschauerzahlen stetig. 1989 gewann die deutsche Nationalmannschaft die Europameisterschaft – als Siegprämie erhielt jede Nationalspielerin ein Kaffeeservice! 2003 wurde das deutsche Frauen-Nationalteam in den USA Weltmeister und erstmals in Deutschland zur „Mannschaft des Jahres“ gewählt. 2007 konnte sie den WM-Titel unter der Trainerin Silvia Neid in China verteidigen. Für den Weltmeistertitel gab es pro Spielerin immerhin eine Prämie von 50.000 Euro. Seit ihrer Teilnahme an der Europameisterschaft 1989 errang die deutsche Frauennationalmannschaft (bis auf 1993 und 2017) durchgehend den Titel des Europameisters.

Klar, die Profispielerinnen verdienen nur einen Bruchteil ihrer männlichen Kollegen. Woran liegt das? Die Kickerinnen erhalten wesentlich weniger Aufmerksamkeit als ihre männlichen Kollegen. Fernsehgelder, Sponsoring-Verträge und Kartenverkäufe – bei keiner dieser Einnahmequellen kann der Frauenfußball mit dem Herrensport mithalten. Als Spitzenverdienerin gilt z.B. Dzsenifer Marozsán (2016 bis Anfang 2019 Spielführerin der Nationalmannschaft): Bei ihrem französischen Club Olympique Lyon soll sie mehr als 10.000 Euro im Monat verdienen. Ein gutes Stück unterhalb dessen, was männliche Drittligaspieler in Deutschland bekommen. Im Schnitt verdienen Bundesliga-Spielerinnen in Deutschland auch heute noch weniger als 1000 Euro im Monat. Deshalb arbeiten viele Spitzenspielerinnen neben ihrer Fußballkarriere, einige sogar in Vollzeit. Weil man sich mit Frauenfußball eben keine Existenz sichern kann. Und so besteht ihr Leben neben dem täglichen Training aus Ausbildung, Studium und Arbeit.

Insgesamt muss man sagen, der Frauenfußball erhält noch lange nicht die Anerkennung, die ihm gebührt, trotz spannender und qualitativ anspruchsvoller Begegnungen. Und trotz weiblicher Schiedsrichterinnen wie Bibiana Steinhaus, die inzwischen Bundesliga- und DFB-Pokalspiele der Herren leitet. Bewundernswert ist auf jeden Fall der Enthusiamus der Spielerinnen.
Vom 7. Juni bis 7. Juli 2019 findet die FIFA Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich statt. Mit der neuen Trainerin Martina Voss-Tecklenburg wird es der deutschen Nationalmannschaft bestimmt gelingen, erfolgreicher als ihre männlichen Kollegen bei der WM in Russland zu sein. Und dann ist Frauen-Fußball auch in Deutschland wieder Tagesgespräch. Wir drücken die Daumen!

 

Mehr Frauen in die Fußballstadien!

Das nenne ich eine gute Fan-Aktion: Weil am kommenden Sonntag mit Bibiana Steinhaus erstmals eine Schiedsrichterin ein Bundesliga-Spiel pfeift, hat sich Hertha BSC etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Satte 50 Prozent Sondernachlass erhalten alle Frauen, die sich eine Eintrittskarte für das Berliner Heimspiel gegen den SV Werder Bremen am Sonntag (Anstoß: 15.30 Uhr) kaufen. Der Verein will mit diesem „Bibiana-Steinhaus-Ticket“ den historischen Moment würdigen: die Premiere, dass eine Frau eine Partie im deutschen Oberhaus leitet. Ein Hintergedanke ist natürlich auch, etwas für die Stadionauslastung zu tun. Den 2:0-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart am ersten Spieltag hatten nur 44.751 Zuschauer im Olympiastadion verfolgt, in der Saison 2016/17 waren im Schnitt 47.384 pro Spiel gekommen.
Mir gefällt diese besondere Ticket-Aktion. Das wäre doch auch eine Anregung für die Spielvereinigung. Seit Jahren sind sehr geringe Zuschauerzahlen im Fürther Ronhof zu beklagen. Nach Angaben des Kicker besuchten in der letzten Spielzeit den Sportpark Ronhof Thomas Sommer insgesamt 160.785 Zuschauer, im Schnitt also 9.457 Gäste. Keines der 17 Heimspiele war ausverkauft. Im Vergleich dazu waren beim FC St. Pauli knapp 500.00 Zuschauer, im Schnitt über 29.000 pro Spiel. Und von 17 Begegnungen in Hamburg waren neun ausverkauft. Mit ihrer mageren Zuschauerbilanz rangiert die SpVgg auf dem drittletzten Platz der Zweiten Liga.

Also: Die Preise für die Dauerkarten in dieser Saison deutlich zu reduzieren, ist eine Möglichkeit, mehr Besucher in den Ronhof zu locken. Ab und zu mal günstigere Tickets für Frauen bei Kleeblatt-Heimspielen anzubieten, wäre eine gute Initiative – und natürlich ganz im Sinne der Greuther-Weiber, die sich in ihrem Blog ja besonders um die weiblichen Aspekte des Fußballs überhaupt und beim Kleeblatt im Speziellen kümmern.

Kleeblattmädels in Regionalliga aufgestiegen

Anfang Mai habe ich in meinem Blogbeitrag „Kleeblattmädels sind einfach topp“ über die tolle Saison der Frauenmannschaft der Spielvereinigung geschrieben. Sie hatten nur noch wenige Spiele vor sich, und es bestand die realistische Chance, aus der Bayernliga in die Regionalliga aufzusteigen. Seit dem vergangenen Samstag ist es klar: Das Team von Trainer Kevin Schmidt (auf dem Foto oben links) hat es geschafft. Am letzten Spieltag holten sich die Kleeblattmädels in der wenig spektakulären Partie gegen den TSV Frickenhausen ein 0:0. Dieses Unentschieden bescherte einen Punkt, der am Ende der Spielzeit 2016/17 die Entscheidung brachte. Die SpVgg verteidigte die Tabellenführung vor dem 1. FFC Hof und dem FC Forstern (der Abstand war zuletzt wie Schokoladen-Eis in der Sonne geschmolzen) und steigt als Bayerischer Meister in die Regionalliga des deutschen Frauenfußballs auf.

Die Greuther-Weiber freuen sich mit der Frauenmannschaft der SpVgg und gratulieren herzlich. Das kann dann also in der nächsten Saison spannend werden. Die Regionalliga ist die dritthöchste Spielklasse im deutschen Frauenfußball. Jeder der fünf DFB-Regionalverbände West, Nord, Nordost, Südwest und Süd unterhält eine eigene Regionalliga-Staffel. In der Reginalliga Süd befinden sich 14 Damenmannschaften, u.a. von Eintracht Frankfurt, dem FC Ingolstadt und dem 1. FC Nürnberg. Also: Es wird 2017/18 auf jeden Fall neben den Lokalderbys der beiden Profi-Herrenmannschaften in der Zweiten Liga auch Derbys zwischen dem weiblichen Kleeblatt und der Frauen- und Mädchenmannschaft des „Clubs“ geben. Prima!

Soll „s´Schröggla“ nach Fürth zurückkommen?

schroeckHeute im Sportteil der „Nürnberger Zeitung“ habe ich diesen Artikel gefunden, nach dessen Lektüre der Tag gleich doppelt so schön für mich wurde. Ich kann als Fan dazu nur eines dazu sagen: Nicht nur Stephan Schröck – genannt auch Schröcki oder, ganz liebevoll, auf Färdderisch: „s´ Schröggla“ –  will nach Hause. Wir Greuther-Weiber und sicher die meisten Kleeblatt-Fans hätten ihn ebenso gern wieder in Fürth: als Wirbelwind in der Mannschaft – und zwar so bald wie möglich, wie es eben der Vertrag erlaubt.  Zwischen Schröcki  und Fürth, das ist eine Liebe, gegen die sich weder ein Trainer noch ein Vereinspräsident stellen sollte!

Deshalb starten wir eine Umfrage:

Soll Stephan Schröck nach Fürth zurückkommen?

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Mädchen und Fußball – eine echte Liebe

Maedchen_lieben_FussballMan soll im Leben nie den Humor verlieren. Egal, wie dicke es manchmal kommt. Deshalb habe ich mich auch amüsiert, als ich unlängst auf Facebook ein Posting mit diesem T-Shirt gesehen habe: „Richtige Mädchen lieben Fußball, schlaue Mädchen lieben das Kleeblatt“. Ich finde, diese These muss man unterstützen. Fußballspielende Mädchen gibt es seit vielen Jahren überall auf der Welt. Sie spielen (oft) genauso gut und elegant wie ihre männlichen Kollegen. Aber – und zumindest war das noch bis vor kurzem so – die Menge und die Brutalität der Fouls ist im Vergleich zu den Männern noch akzeptabel.

Letztes Jahr konnte man im fast ausverkauften Ronhof das Freundschaftsspiel zwischen der Deutschen und der Brasilianischen Frauen-National-Mannschaft genießen. Der 4:0-Sieg für die Mädels von Silvia Neid war stark. Und das Spiel hat mir und den über 15 000 Zuschauern richtig gut gefallen. Also: Fußballspielende Mädchen gibt es viele. Und „richtige Mädchen“ lieben Fußball. Ob es tatsächlich nur „schlaue Mädchen“ sind, die das Kleeblatt lieben? Das kann ich beim besten Willen nicht beantworten. Aber das ist – unterm Strich – ja auch nicht so wichtig.

P.S. Wo man das Shirt bekommt, kann ich Euch leider nicht sagen. Wenn mir jemand den Tipp geben könnte…Ich hätte nämlich auch gerne so ein Teil! Das wäre doch ein Super-Outfit für die Greuther-Weiber, oder?

Coole Fußballer in Rosarot

juventusFrauen sehen (angeblich) zuerst auf Äußerlichkeiten. Auf die Haare, Beine, Hintern, auf Bärte, Augen, die Figur. Egal, ob bei Männern oder Frauen – das Äußere zählt. Das ist sicherlich zum Teil nur ein Vorurteil.

Greutherweiber sind da offenbar keine Ausnahme. Denn genau in diese Richtung ging meine Reaktion beim gestrigen Champions League-Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Juventus Turin. Der Spitzname des berühmten Vereins aus der norditalienischen Stadt  ist bezeichnenderweise vecchia signora, das heißt „Alte Dame“. Ursprünglich nannten Fußballfans den Verein seit Anfang der 50er so, weil sich die Trikots im Rücken durch Wind aufblähten und ein „Buckel“ (italienisch: „goeba“) entstand, was im Dialekt des Piemonts gleichbedeutend mit „alter Frau“ ist. Die Profis laufen seit einigen Jahren bei Heimspielen in weiß-schwarz gestreiften Trikots auf.

Gestern nun waren die coolen Fußballer – wie bei allen Auswärtsspielen – in wunderbare rosarote Trikots gekleidet (Foto). Mit passenden Stutzen. Einige Spieler hatten noch dazu schwarze Handschuhe an. Offenbar sind die heißblütigen Latin Lover keine kalten Temperaturen gewöhnt? Das Spiel ging übrigens 1:1 zu Ende. Damit sind die Borussen leider draußen. Und Juventus wird ins Achtelfinale einziehen.

Ich finde das rosarote Outfit super. Italiener haben einfach Stil und machen in ihren Trikots meistens eine „bella figura“. Sicher, die Farben des Kleeblatts sind auch sehenswert. Aber an die Turiner Cracks kommen sie bei weitem nicht ran, oder was meint Ihr?

Kleeblatt spielt im Lokalderby gegen den Club

Gänsehaut-Feeling für das Kleeblatt. Nein, leider nicht für die Profis, die mit aller Macht versuchen müssen, in den letzten vier Saisonspielen dem drohenden Abstieg in die Dritte Liga entgegen zu wirken. Kleeblatt_FrauenEs geht vielmehr um die Frauenmannschaft der Spielvereinigung. Über sie haben ich im Greuther-Weiber-Blog schon öfter geschrieben.
Für die Kleeblatt-Mädels steht am kommenden Freitag – 1. Mai – ein ganz besonderes Spiel auf dem Programm: Das Team von Trainer Oliver Fürstenhöfer steht im Halbfinale des BFV-Verbandspokals. Besonders pikant ist die Partie allerdings wegen der gegnerischen Mannschaft: Es handelt sich um die Frauen des 1. FC Nürnberg. Ein spannendes Duell also, in dem die Kleeblatt-Mädels um 16 Uhr am Trainingszentrum der Profis das Ticket ins Finale lösen wollen. Dazu Trainer Fürstenhöfer auf der Kleeblatt-Website:

„Wir gehen mit Selbstbewusstsein in die Partie und werden alles dafür geben, um am Ende ins Endspiel zu kommen…Der Club ist natürlich klarer Favorit. Die Frauen-Mannschaft aus Nürnberg steht, im Gegenteil zu uns, bereits seit vielen Jahren im Ligabetrieb.“

Naja, nicht so bescheiden! Das Frauen-Team der Spielvereinigung hat es doch ziemlich souverän in das anstehende Halbfinale geschafft. Nach dem 8:1-Kantersieg in der zweiten Runde des Pokals gegen den TSV Brand wurde im Achtelfinale auch der TSV Theuren besiegt. In der nächsten Runde setzten sich die Kleeblatt-Damen mit 4:0 gegen den ETSV Würzburg II durch. Und so war dem Team der Einzug ins Halbfinale nicht mehr zu nehmen. „Die Mädels haben das richtig gut gemacht und tolle Spiele gezeigt. Nun wollen wir auch im Halbfinale gegen den 1. FC Nürnberg wieder eine fußballerisch gute Leistung abrufen und uns für die bisherige Leistung belohnen.“

Der Verein hofft natürlich, dass möglichst viele Fans die Kleeblatt-Frauen am kommenden Freitag im Spiel gegen die Club-Damen unterstützen werden. Das sollte doch zu machen sein, denn die Eintrittskarten zum Halbfinale des BFV-Verbandspokals kosten regulär 3 Euro und ermäßigt 1,50 Euro. Kinder unter sechs Jahren haben sogar freien Eintritt. Und nach dem Sieg feiert das Team hoffentlich genauso ausgelassen wie auf unserem Foto!

Bibiana Steinhaus pfeift bei Frauen-WM 2015

VfR Aalen - SpVgg Greuther FürthIn unserem Blog haben wir schon öfter über Bibiana Steinhaus geschrieben. Erinnert Ihr Euch an ihren kleinen Clinch mit den Bayern-Trainer Pep Guardiola im Oktober vergangenen Jahres?
Jetzt ist die DFB-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus vom Weltverband FIFA für die Frauen-Fußball-WM in Kanada (6. Juni bis 5. Juli) nominiert worden. Die 36 Jahre alte Polizistin nimmt damit an ihrer zweiten Weltmeisterschaft nach 2011 teil. Zu Steinhaus‘ Gespann gehören die Assistentinnen Katrin Rafalski und Marina Wozniak. Insgesamt nominierte die FIFA 29 Schiedsrichterinnen und 44 Assistentinnen.

Bibiana Steinhaus ist seit der Saison 2007/08 die erste Schiedsrichterin im deutschen Profifußball, die Spiele zwischen Männermannschaften (2. Bundesliga, DFB-Pokal) leitet. Darüber unser Posting, wo sie mit weiblicher Hand ein Kleeblattspiel geführt hat. Zuletzt war sie im März im Ronhof bei der Partie zwischen der SpVgg und dem VfR Aalen.

Seit 1995 ist Bibiana Steinhaus Schiedsrichterin. Sie trat in die Fußstapfen ihres Vaters. Ihre Berufung in den Schiedsrichterkader wurde von einem großen Medienecho begleitet. Im Vorfeld hatte der DFB den Werdegang der schweizerischen Schiedsrichterin Nicole Petignat beobachtet, die seit Jahren Spiele der Axpo Super League leitet. Steinhaus wurde für die Frauen-Europameisterschaft 2009 in Finnland nominiert, bei der sie in zwei Vorrundenbegegnungen der Gruppe C sowie einem Viertelfinalspiel zum Einsatz kam. Im April 2011 erfolgte ihre Nominierung als eine von 16 Schiedsrichterinnen für die Frauen-Weltmeisterschaft in Deutschland. Hier pfiff sie die Gruppenspiele Vereinigte Staaten – Nordkorea und Äquatorialguinea – Brasilien sowie das Finale zwischen Japan und den Vereinigten Staaten (3:1 im Elfmeterschießen). Ein Jahr später wurde Steinhaus – neben Felix Brych – bei den Olympischen Spielen 2012 in London als Schiedsrichterin ausgewählt und leitete das Endspiel zwischen den Vereinigten Staaten und Japan (dieses Mal gewannen die USA mit 2:1). Im Mai 2014 wurde sie für die U-20-Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen nominiert.

Nach Einschätzung des Vorsitzenden der DFB-Schiedsrichterkommission, Herbert Fandel, ist Steinhaus „die beste Schiedsrichterin der Welt. Das sage ich überall, wo ich es loswerden kann. Das sieht aber auch jeder, der von Fußball Ahnung hat.“ Trotzdem hat Bibiana es bislang aber leider noch nicht in die erste Bundesliga der Männer geschafft.

Frauen-Nationalmannschaft brachte den Ronhof zum Kochen

Ronhof_Deutschland_Brasilien_2Das war ein ganz tolles Spiel vor einer Traumkulisse. Gestern Abend gab es im Fürther Ronhof ein echtes Highlight in Sachen Fußball: In einem Testspiel traf die deutsche Frauen-Nationalmannschaft auf Brasilien. Ob allen Brasilianern noch die 7:1-Niederlage gegen Deutschland bei der Männer-Fußball-WM 2014 in den Köpfen herumspukt? Klar.

Über 15 000 Zuschauer füllten gestern die Ränge und Tribünen, es war kühles, aber sonniges Wetter. Die Stimmung war erstklassig, denn beide Teams spielten wirklich sehenswerten Fußball. Obwohl die deutschen Frauen in der ersten Halbzeit erst mal nicht so gut ins Spiel kamen. Aber das machten die zweimaligen Welt- und achtmaligen Europameisterinnen im Laufe der 90 Minuten mit einem souveränen 4:0-Sieg wett.

Ronhof_Deutschland_BrasilienUnd die Greuther-Weiber ließen sich so etwas natürlich nicht entgehen. Um uns herum in der Südkurve waren viele Familien und junge Leute, die zum Teil von weither angereist waren und vermutlich zu Spielen der Kleeblätter nicht nach Fürth fahren würden. Sie wollten es sich aber wohl nicht nehmen lassen, einmal live berühmte und erfolgreiche Fußballerinnen wie Nadine Angerer im Tor, Simone Laudehr und Celia Sasic in Aktion zu sehen. Und Trainerin Silvia Neid stand cool und gelassen am Spielfeldrand und hatte an diesem Abend bestimmt wenig zu kritisieren. Für ihr Team war die Partie in Fürth eine optimale Vorbereitung auf die Frauen-Fußball-WM, die vom 6. Juni bis zum 5. Juli in Kanada stattfindet.
Nach einem zaghaften Anlauf klappten gestern Abend übrigens auch die La-Ola-Wellen perfekt. Alle machten mit. Deshalb lief das erfolgreiche Damenteam nach dem Schlusspfiff auch eine Ehrenrunde, um den begeisterten Zuschauern für die großartige Unterstützung zu danken (Foto ganz oben). Nadine Angerer hatte sich auch während des Spiels immer wieder umgedreht, um Fans zuzuwinken.
Das besondere Länderspiel-Event in Fürth war für viele garantiert ein unvergessliches Erlebnis. So eine Kulisse im Stadion würde sicher auch der Spielvereinigung bei den nächsten Heimspielen runtergehen wie Öl!

Länderspiel gegen Brasilien in Fürth

Für unsere Veranstaltungstipps suchen sich die Greuther-Weiber immer etwas Besonderes heraus. Sei es thematisch oder dass es für Fürth ein spannendes Event ist. Dieses Mal möchte ich auf ein echtes Highlight hinweisen – nicht nur für Fußballerinnen und weibliche Fußball-Fans.
Auf dem Weg zur Frauen-Weltmeisterschaft 2015 in Kanada kommt es in Fürth zu einem Treffen der Giganten: Am 8. April spielt ab 18 Uhr die deutsche Frauen-Nationalmannschaft im „Stadion am Laubenweg“ gegen das Team aus Brasilien. Ein Top-Spiel gegen einen hervorragenden Gegner. Und damit genau das Richtige für die DFB-Frauen zur Vorbereitung auf die WM, die vom 6. Juni bis 5. Juli ausgetragen wird. Bundestrainerin Silvia Neid kommentiert die Begegnung so:

„Wir freuen uns, dass wir mit Brasilien auf einen Gegner von Weltklasse-Format treffen, der zu einer der Favoriten auf den WM-Titel zählt. Die individuellen technischen Fähigkeiten der Brasilianerinnen sind herausragend, zudem haben sie in Marta eine außergewöhnliche Spielerin mit unglaublichem Offensivdrang in ihren Reihen. Ich erwarte ein spannendes Spiel auf höchstem Niveau.“

Fußballfans können sich auf ein Treffen von Weltklassespielerinnen freuen. Nadine Angerer im deutschen Tor, Lira Alushi, Dzsenifer Marozsan, Celia Sasic & Co. gegen Marta, den Star des brasilianischen Frauenfußballs (auf dem Foto oben voll in action). Dass dieses Spiel ausgerechnet in Fürth stattfindet, das finde ich bemerkenswert. „Samba in Fürth“ – das verspricht jede Menge Tore und technische Kabinettstückchen. Gestern Abend hat das deutsche Frauenteam übrigens einen mit 3:1 glanzvoll herausgespielten Prestigesieg gegen Brasilien beim Algarve-Cup geschafft. Trotzdem haben die deutschen Damen das Finale verpasst und können ihren Titel aus dem Vorjahr damit nicht mehr verteidigen.Ticket_Frauen-Laenderspiel

Die Tickets (auf dem Foto ist meines!) können übers Internet oder bei den bekannten Vorverkaufsstellen in Fürth (z.B. Franken Ticket am Kohlenmarkt) gekauft werden. Die Karten kosten zwischen 25 und neun Euro.