Kleeblattmädels in Regionalliga aufgestiegen

Anfang Mai habe ich in meinem Blogbeitrag „Kleeblattmädels sind einfach topp“ über die tolle Saison der Frauenmannschaft der Spielvereinigung geschrieben. Sie hatten nur noch wenige Spiele vor sich, und es bestand die realistische Chance, aus der Bayernliga in die Regionalliga aufzusteigen. Seit dem vergangenen Samstag ist es klar: Das Team von Trainer Kevin Schmidt (auf dem Foto oben links) hat es geschafft. Am letzten Spieltag holten sich die Kleeblattmädels in der wenig spektakulären Partie gegen den TSV Frickenhausen ein 0:0. Dieses Unentschieden bescherte einen Punkt, der am Ende der Spielzeit 2016/17 die Entscheidung brachte. Die SpVgg verteidigte die Tabellenführung vor dem 1. FFC Hof und dem FC Forstern (der Abstand war zuletzt wie Schokoladen-Eis in der Sonne geschmolzen) und steigt als Bayerischer Meister in die Regionalliga des deutschen Frauenfußballs auf.

Die Greuther-Weiber freuen sich mit der Frauenmannschaft der SpVgg und gratulieren herzlich. Das kann dann also in der nächsten Saison spannend werden. Die Regionalliga ist die dritthöchste Spielklasse im deutschen Frauenfußball. Jeder der fünf DFB-Regionalverbände West, Nord, Nordost, Südwest und Süd unterhält eine eigene Regionalliga-Staffel. In der Reginalliga Süd befinden sich 14 Damenmannschaften, u.a. von Eintracht Frankfurt, dem FC Ingolstadt und dem 1. FC Nürnberg. Also: Es wird 2017/18 auf jeden Fall neben den Lokalderbys der beiden Profi-Herrenmannschaften in der Zweiten Liga auch Derbys zwischen dem weiblichen Kleeblatt und der Frauen- und Mädchenmannschaft des „Clubs“ geben. Prima!

Kleeblattmädels sind einfach topp!

Die Spielzeit 2016/17 in der Zweiten Liga geht langsam aber sicher ihrem Ende entgegen. Das Kleeblatt hat sich offenbar auf den sechsten Tabellenplatz festgebissen, ein Rang besser wäre noch möglich, aber es stehen noch zwei Hardcore-Begegnungen – FC St. Pauli und Union Berlin – auf dem Programm.

In unserem Greuther-Weiber-Blog beleuchten wir nicht nur die Spielvereinigung aus weiblicher Sicht. Wir picken uns auch immer wieder Themen heraus, die sich im weitesten Sinne mit dem Kleeblatt und der Stadt Fürth beschäftigen. Eine Freundin fragte mich vor kurzem, wie sich eigentlich die Frauenmannschaft der SpVgg in dieser Saison macht. Ich kann ihr Postitives berichten: Die Mädels stehen in der Bayernliga auf dem 1. Platz! In bislang 18 (von 22) Spielen hat das weibliche Kleeblatt 16 Mal gewonnen, fuhr ein Unentschieden ein (am vergangenen Sonntag gegen den SV Thenried) und musste sich nur ein einziges Mal geschlagen geben (im Oktober, ebenfalls gegen die Thenriederinnen). Mit aktuell 49 Punkten rangieren sie mit zehn Punkten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. Da macht Trainer Kevin Schmidt wohl einen guten Job!

Vor drei Jahren (so lange ist das schon her) habe ich ja mal ein Spiel der Kleeblatt-Frauen besucht, in unserem Blog darüber geschrieben und war von ihrem Engagement und Können begeistert. Die Frauenfußballabteilung der SpVgg wurde 2009 gegründet und nimmt seit der Saison 2010/11 am Ligaspielbetrieb teil. Die 1. Mannschaft spielte zunächst Landesliga und stieg im Jahr 2013 in die Bayernliga auf. Sich in einer Sportart zu behaupten, die vor Jahren noch eine Männerdomäne war, das hat was. Übers Lokalderby gegen den Club ging es im Blog Ende April 2015. Wie gut, fair und hochklassig Frauen Fußball spielen, das konnte man als Zuschauer ja im April 2105 im Fürther Ronhof bewundern. Dort kam es zur Begegnung zwischen der Deutschen Frauennationalmannschaft und Brasilien. Das deutsche Team mit der damaligen Trainerin Silvia Neid hat in einer supertollen Zuschauer-Kulisse souverän mit 4:0 gewonnen.

Auf jeden Fall werde ich eines der letzten Spiele der Kleeblattfrauen in der Bayernliga besuchen. Das nächste Heimspiel fällt für mich vom Termin her leider flach, es findet am Sonntag, 21. Mai, um 15.30 Uhr statt. Da spielen zeitgleich die Kleeblattprofis zum letzten Mal in dieser Saison gegen Union Berlin im Ronhof. Also bleibt nur das Heimspiel am Pfingstsamstag, 3. Juni. Da empfangen die Kleeblatt-Mädels im letzten Spiel dieser Saison den TSV Frickenhausen um 17 Uhr im Trainingszentrum Profis SpVgg Greuther Fürth in der Kronacher Straße 177, 90765 Fürth. Jubelnde Spielerinnen (wie auf dem Foto von Frank Kreuzer nach dem Spiel gegen den SV Saaldorf) bei einem Sieg vor zahlreichen Zuschauern wäre als krönender Abschluss einer erfolgreichen Saison 2016/17 doch super.

Kleeblatt spielt im Lokalderby gegen den Club

Gänsehaut-Feeling für das Kleeblatt. Nein, leider nicht für die Profis, die mit aller Macht versuchen müssen, in den letzten vier Saisonspielen dem drohenden Abstieg in die Dritte Liga entgegen zu wirken. Kleeblatt_FrauenEs geht vielmehr um die Frauenmannschaft der Spielvereinigung. Über sie haben ich im Greuther-Weiber-Blog schon öfter geschrieben.
Für die Kleeblatt-Mädels steht am kommenden Freitag – 1. Mai – ein ganz besonderes Spiel auf dem Programm: Das Team von Trainer Oliver Fürstenhöfer steht im Halbfinale des BFV-Verbandspokals. Besonders pikant ist die Partie allerdings wegen der gegnerischen Mannschaft: Es handelt sich um die Frauen des 1. FC Nürnberg. Ein spannendes Duell also, in dem die Kleeblatt-Mädels um 16 Uhr am Trainingszentrum der Profis das Ticket ins Finale lösen wollen. Dazu Trainer Fürstenhöfer auf der Kleeblatt-Website:

„Wir gehen mit Selbstbewusstsein in die Partie und werden alles dafür geben, um am Ende ins Endspiel zu kommen…Der Club ist natürlich klarer Favorit. Die Frauen-Mannschaft aus Nürnberg steht, im Gegenteil zu uns, bereits seit vielen Jahren im Ligabetrieb.“

Naja, nicht so bescheiden! Das Frauen-Team der Spielvereinigung hat es doch ziemlich souverän in das anstehende Halbfinale geschafft. Nach dem 8:1-Kantersieg in der zweiten Runde des Pokals gegen den TSV Brand wurde im Achtelfinale auch der TSV Theuren besiegt. In der nächsten Runde setzten sich die Kleeblatt-Damen mit 4:0 gegen den ETSV Würzburg II durch. Und so war dem Team der Einzug ins Halbfinale nicht mehr zu nehmen. „Die Mädels haben das richtig gut gemacht und tolle Spiele gezeigt. Nun wollen wir auch im Halbfinale gegen den 1. FC Nürnberg wieder eine fußballerisch gute Leistung abrufen und uns für die bisherige Leistung belohnen.“

Der Verein hofft natürlich, dass möglichst viele Fans die Kleeblatt-Frauen am kommenden Freitag im Spiel gegen die Club-Damen unterstützen werden. Das sollte doch zu machen sein, denn die Eintrittskarten zum Halbfinale des BFV-Verbandspokals kosten regulär 3 Euro und ermäßigt 1,50 Euro. Kinder unter sechs Jahren haben sogar freien Eintritt. Und nach dem Sieg feiert das Team hoffentlich genauso ausgelassen wie auf unserem Foto!