Kleeblatt goes Lidl

Am 11. September wird der altehrwürdige Sportpark Ronhof bekanntlich 100 Jahre alt. Die SpVgg startet schon im Vorfeld mit verschiedenen Jubiläumsaktivitäten. So wollen der Verein und der Discounter Lidl mit einer gemeinsamen Aktion der geringen Zahl an Zuschauern bei den Heimspielen Abhilfe schaffen: Interessierte Kleeblatt-Fans können einen Jubiläums-Gutschein kaufen, den es exklusiv in 17 Lidl-Filialen in und um Fürth gibt.

sportparkDer Deal sieht folgendermaßen aus: Wer einen Gutschein im Wert von 19,10 Euro kauft, bekommt dafür zwei Tickets im Wert von bis zu 42 Euro auf der Gegentribüne (Block G und I) für eines von drei Heimspielen des Kleeblatts in der Zweiten Bundesliga. Lidl und die SpVgg haben sich drei Spiele ausgesucht, für die die Gutscheine, die es noch bis zum 4. September zu kaufen gibt, in Eintrittskarten umgetauscht werden können. Natürlich ist das Jubiläumsspiel am Sonntag, 12. September, um 13.30 Uhr gegen Alemannia Aachen mit dabei, ebenso wie die Begegnung am 4. Spieltag (17. – 19. September 2010) gegen den FSV Frankfurt und die Partie am 6. Spieltag (24. – 27. September 2010) gegen den FC Ingolstadt.

Die Gutscheine können entweder direkt am Spieltag an der Tageskasse oder im Vorfeld eines Spiels im Kleeblatt-Fanshop „Greuther Teeladen“ in der Trolli ARENA eingelöst werden. Pro Spieltag steht nur ein begrenztes Karten-Kontingent zur Verfügung. Ein Wermutstropfen für Kleeblatt-Fans: Sollten die Kontingente ausgeschöpft sein, besteht kein Anspruch auf Einlösung der Gutscheine für ein spezielles Spiel. Das Angebot gilt nur, solange der Vorrat reicht. Also: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Entscheidend ist nicht nur, dass man einen Gutschein kauft. Viel wichtiger ist der Gang in den Laubenweg zum „Greuther Teeladen“, um dann dort auch die Karten für das gewünschte Spiel zu bekommen.

Bei welchen Lidl-Filialen es die Gutscheine zu kaufen gibt, findet man hier.

Yes, you did!

Mist, dass ich nicht dabei sein konnte am Bornheimer Hang – diesen Tore-Reigen hätte ich wirklich gar zu gerne live miterlebt! Mein Gott, unsere Mannschaft kommt mir wie komplett ausgewechselt vor, so wie sie jetzt aufspielt. Wie in früheren Zeiten! Gut, dass gegen das „Kellerkind“ FSV Frankfurt drei Punkte drin sein müssten, habe ich mir vorher schon gedacht. Aber dass es gleich ein 5:0-Kantersieg werden würde, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorzustellen gewagt. Danke, Kleeblatt!

Neuzugang Milorad Pekovic allerdings hat durch sein wiederholtes Foulspiel dafür gesorgt, dass ich zeitweise das Nervenflattern bekam. Gut, dass ihn Mike Büskens rechtzeitig vom Platz genommen hat, sonst hätte Pekovic möglicherweise noch Rot gesehen. Außerdem habe ich mich für Fürstner gefreut, der trotz zuletzt recht ansprechender Leistung wegen Pekovic erst mal auf der Bank bleiben musste, dann aber doch gegen den Neuzugang aus Mainz eingewechselt wurde.

Aber sonst können wir, glaube ich, rundum zufrieden in dieses Wochenende gehen und erst mal ein wenig entspannen. Nur vor einem sollten sich unsere Spieler jetzt hüten: zu übermütig zu werden! Auch wenn der nächste Gegner, Energie Cottbus, zurzeit nicht gerade zu den stärksten Zweitligisten gehört – Übermut tut selten gut!

Kleeblätter in Frankfurt: Yes, you can!

Keine Ahnung, ob dieses Phänomen auch in Sprichwörtern und Redensarten thematisiert wird. So nach dem Motto: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“ Auf jeden Fall mache ich persönlich die Erfahrung, dass man – je länger man sich von etwas entfernt und je mehr man sich an etwas anderes gewöhnt hat – dann auch emotional Partei für das Neue ergreift. Was für ein kryptisches Geschwafel, mag jetzt so mancher Blogleser denken.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ich bin in Frankfurt geboren, wohne aber seit über 20 Jahren in Fürth. Und mit diesem Hin- und Hergerissensein habe ich heute Abend ab 18 Uhr mal wieder zu kämpfen. Die Spielvereinigung spielt nämlich in der deutschen Finanzmetropole gegen den FSV Frankfurt.

Nach dem (relativ hohen) 3:0-Sieg gegen Kaiserslautern zu Beginn der Rückrunde am vergangenen Samstag haben die Kleeblätter wieder an Selbstvertrauen gewonnen und einen freieren Kopf. Deshalb kann man für das heutige Spiel gegen Frankfurt – die auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen – hoffen, dass die Fürther um 19.45 Uhr als Winner das Spielfeld im Volksbank-Stadion verlassen. Das Hinrunden-Spiel haben die Kleeblätter schließlich ja auch mit 4:0 gewonnen.

Also, Kleeblätter, fahrt mit erhobenem Haupt nach Hessen und vertraut auf Euer fußballerisches Können. Trainer Mike Büskens‘ Charakter ist allerdings von Realismus geprägt. Deshalb warnt er davor, sich vom Sieg der Spielvereinigung gegen Kaiserslautern und der deutlichen 0:5-Niederlage der Frankfurter gegen den MSV Duisburg blenden zu lassen. Seine Einschätzung der heutigen Partie:

Das wird kein Selbstläufer. Frankfurt ist nicht danach zu bewerten, wie sie vom Ergebnis her gespielt haben. Aber wenn wir eine ähnliche Einstellung zeigen wie gegen Kaiserslautern, dann sind wir mit Sicherheit in der Lage dort etwas mitzunehmen.

Recht hat er, der Mike, und heute Abend – kurz vor der Tagesschau – wissen wir mehr!

4:0 – In Fürth ist die Welt wieder in Ordnung!

Das erfreut das Herz eines Greuther-Weibes. Das Pokal-Spiel gegen Worms war nur mittelprächtig gelaufen – danach konzentrierten sich alle mehr auf den Kopfstoß als das entscheidende Tor. Und bei den Spielen gegen Stuttgart und Kaiserslautern befürchtete man noch, dass gegen das Pech der Kleeblätter kein Kraut gewachsen ist.

Aber heute sind wir mit unserem Verein wieder im Reinen. 4: 0 gegen den FSV Frankfurt, da sagt so mancher, das wäre ein „Kantersieg“, wir nehmen es pragmatisch und freuen uns, dass Fürth für einige Stunden Tabellenführer der zweiten Bundesliga ist. Vielleicht aber wirklich nur kurze Zeit, denn nach dem heutigen Abendspiel zwischen Duisburg und Cottbus werden die Karten ja wieder neu gemischt.

Also: Kleeblätter, dieses Heimspiel war tatsächlich mein Spiel. Wir sind stolz auf Euch und warten in aller Seelenruhe ab, wie der Club morgen in Frankfurt mit Pauken und Trompeten untergehen wird!

Endlich was Eigenes!

Was habe ich doch immer Frau Hoppenstedt in Loriots TV-Sketch beneidet, die nach erfolgreichem Abschluss der Jodelschule „was Eigenes“ in der Hand hatte, ihr „Jodeldiplom“.

Doch jetzt kann man sich auch als Fürther Fußball-Fan glücklich schätzen, endlich „was Eigenes“ zu bekommen: nämlich sein eigenes Spiel. „Heimspiel ist Dein Spiel“, steht vielversprechend auf  der Infotafel kurz vor der Ludwigsbrücke. Ich düse mit meinem Auto vorbei und mein Herz macht einen Luftsprung.

Ich bin jedoch trotz aller Freude, jetzt bei jedem Heimmatch der Spielvereinigung im Playmobil-Stadion ein eigenes Spiel zu bekommen, am Freitag gegen den FSV Frankfurt innerlich zerrissen. In Frankfurt geboren, schlagen nämlich zwei Seelen, ach, in meiner Brust. Bin ich für die Fürther oder die Frankfurter Mannschaft? Aber nach kurzem In-Mich-Gehen entscheide ich, guten Gewissens den Kleeblättern die Daumen zu drücken. Sie sollen gewinnen, haushoch. Denn wenn ich zu einem Frankfurter Fußballverein halte, dann nur zur Eintracht! Vor allem, wenn sie am Samstag gegen den Nürnberger Club spielen!

Kleeblatt-Nachwuchs baut uns auf!

Über das Ergebnis des ersten Bundesligaspiels der Spielvereinigung Greuther Fürth gegen Kaiserslautern am vergangenen Samstag will ich mich nicht mehr auslassen. Das Resultat war ernüchternd, wenn auch nicht überraschend. Wie sich die Kleeblätter am kommenden Freitag im Playmobil-Stadion gegen den FSV Frankfurt schlagen werden, bleibt abzuwarten. Die Frankfurter haben ja im ersten Spiel gegen Duisburg auch 1:2 verloren…

Aufgebaut hat mich allerdings die Leistung der „kleinen Fürther“ gegen Eintracht Frankfurt II. Beim Auftakt der Regionalliga Süd hat der Kleeblatt-Nachwuchs ein Tor geschossen und die hessische Mannschaft 1:0 besiegt. Daran werde ich mich in Zukunft festhalten, sollten sich die Fürther Profis mit dem Toreschießen und Gewinnen schwer tun. Das U23-Team verdient unsere Unterstützung. Schade, dass nur 127 Zuschauer die Partie gesehen haben!

Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auch die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg mehr Erfolg hatte als die Profis: 2:1 gegen den SV Wehen Wiesbaden II. Aber das interessiert einen Fürther Fan nur am Rande…