Kärwa-Highligts aus Kleeblattsicht

Die XXL-Jubiläumskirchweih 2018 in Fürth ist Geschichte. Das ungewöhnlich sonnige und warme Spätsommerwetter hat es mit den Besuchern während der 16 Tage mehr als gut gemeint. Kulinarisch wurde viel geboten, das „Ballonglühen“ am Ulmenweg sowie die beiden Feuerwerke waren emotionale Momente. Insgesamt war die Innenstadt wieder im Ausnahmezustand, aber das nehmen die Anrainer (wie ich) gerne in Kauf. Und auch für überzeugte Kleeblattfans gab es verschiedene Highlights.
Den Erntedank-Festzug erlebten die Greuther-Weiber in diesem Jahr von oben. Der Blick aus der Vogelperspektive auf die vorbeiziehenden prachtvoll geschmückten Wagen war einmal etwas ganz anders. Applaus erhielt der Programmpunkt „Spielvereinigung Greuther Fürth“: Viele Spieler der Profimannschaft liefen mit ihrem Trainergespann im (blau-schwarzen) Outfit hinter den Jung-Kleeblättern, die auf Schildern die Namen der Spieler der letzten gewonnenen deutschen Meisterschaft 1929 trugen (Foto: E. Eckl).

Großen Zuspruch erhielt der Fürth-Stand in der Nähe des Stadttheaters. Hier konnten sich Kleeblattfans nicht nur mit Utensilien der Stadt Fürth eindecken. Nein, es wurden auch witzige Fanartikel im weiß-grünen Design angeboten wie Trikots, Aufkleber oder Hipsterbeutel. Da musste Greuther-Weib uwo natürlich zugreifen (Foto: KH).

Eine lange Schlange stand dann bei der Autogrammstunde der SpVgg-Profis am letzten Kärwa-Dienstag aufgereiht vor dem Fürther Stadttheater. Pünklich um 19.03 Uhr ging’s los, und der Marsch entlang der Tische (Foto: Sportfoto Zink), an denen die Spieler Hunderte von Karten unterschrieben, konnte starten. Maximilian Wittek  wurde zum Beispiel gebeten, seine Autogrammkarte mit den Zusatz „Für Emil“ zu versehen, manche SpVgg-Anhänger sammelten offenbar Karten von allen Profis. Zwei Stunden lang erfüllten die Spieler geduldig jeden Selfie- und Autogrammwunsch. Neben der limitierten Sonderedition an Kärwa-Autogrammkarten wurden auch mitgebrachte weiß-grüne Fanutensilien (Trikots, Schals, Fahnen, Baby-Strampler und sogar Fußballschuhe) signiert. Daniel Keita-Ruel, Sascha Burchert & Kollegen hautnah zu erleben und sie persönlich kennenzulernen – davon zehren nicht nur kleine Kleeblattfans bestimmt noch lange. Eine sympathische Aktion des Vereins, die inzwischen schon Tradition hat.

Kleeblatt-Autogrammstunde auf der Kärwa

Es waren bislang Topbedingungen bei der Fürther Kärwa: Warmes Spätsommerwetter, ein traumhafter Erntedank-Festzug, friedliche Besucher und jede Menge Highlights. Am morgigen Dienstag, 9. Oktober, laden das Kleeblatt und der SpVgg-Sponsor Grüner zur Autogrammstunde auf der Michaelis-Kirchweih ein. Die Kleeblatt-Profis signieren ab 19.03 Uhr vor dem Stadttheater in der Königstraße ca. 90 Minuten lang Autogrammkarten.

Diese beliebte Autogrammstunde – früher bei Trixi’s Ochsenzelt (Foto: 2009, KH) – musste im vergangenen Jahr bekanntlich leider ausfallen. Deshalb werden interessierte Kleeblattfans bei der diesjährigen XXL-Kärwa besonders froh sein, Ihre Lieblingsspieler wie Sascha Burchert, Daniel Keita-Ruel oder Lukas Gugganig hautnah zu erleben. Heuer gibt es eine Besonderheit für alle Kleeblatt-Fans (und vor allem für alle Sammler): Nur bei dieser Autogrammstunde auf der Fürther Kärwa 2018, gibt es eine limitierte Sonderedition von Autogrammkarten – und die sind natürlich im Kärwa-Design! Also schaut vorbei und sichert Euch diese ganz besonderen Andenken!
Das Kleeblatt ist natürlich auch weiterhin auf der Kärwa vertreten. Noch bis zum Ende der Kirchweih, am Sonntag, 14. Oktober, ist die Spielvereinigung wie schon in den vergangenen Jahren mit einem eigenen Stand vor Ort.

Kleiner Dämpfer für die Feststimmung

Feierstimmung in Fürth: Die Kärwa läuft auf Hochtouren, der Himmel beschert uns einen fast sommerlichen Tag, und das Kleeblatt spielt zu Hause. Der SSV Jahn Regensburg ist allerdings kein angenehmer Gegner – und das sollte sich heute wieder einmal bewahrheiten.
Beide Mannschaften starteten äußerst hektisch in die Partie, es kam keine Ruhe in das Spiel. Die Gäste aus der Oberpfalz hatten zunächst die besseren Chancen auf einen Treffer, aber Sascha Burchert war auch diesmal der wichtigste Kleeblattspieler auf dem Feld und bewahrte seine Mannschaft vor einem Rückstand. So ging es torlos in die Kabinen. Aber wir wissen ja: Die SpVgg erzielt ihre Tore in dieser Saison fast ausnahmslos in der zweiten Halbzeit. weiter lesen

Kärwabesucher halten zu „ihrem“ Kleeblatt

Der Erntedank-Festzug auf der Fürther Michaelis-Kirchweih ist einfach Kult! Tagelang haben die Leute auf den 91 Festwagen, in den Kapellen und Spielmannszügen gehofft, dass das Wetter mitspielt. Und es hat geklappt. Schätzungsweise 100.000 Zuschauer standen am Rand der Strecke zwischen Herrnstraße und Uferstraße, der Weg führt quer durch die Fürther Innenstadt, entlang der Neuen Mitte übers Rathaus bis zum Kulturforum.
Besonders interessant für uns Greuther-Weiber war natürlich der Auftritt des Liederhorts Ronhof mit Blasmusik (Foto). Die dargestellte Szene hatte es in sich: In einem großen Bett ein Kranker, der mit einem weiß-grünen Kleeblatt-Laken zugedeckt war. Daneben ein Pfarrer mit sorgenvollem Gesicht. Und die Kapelle spielt mit versteinerter Miene einen Trauermarsch. Dahinter zu lesen: „Wer früher stirbt, ist länger tot…“ – in Anlehnung an den Film von Marcus H. Rosenmüller. Das Kleeblatt auf dem Plakat mit einer schnöden „18“ versehen. Die Aufforderung an der Wagenfront, „Jetzt hilft nur noch beten!“, will uns sagen: Die Spielvereinigung rangiert aktuell in der Zweiten Liga auf dem letzten Tabellenplatz. Manche Skeptiker ahnen schon Schlimmstes und sagen eine Art „Götterdämmerung“ vorher.

Dass die Rote Laterne nur eine Momentaufnahme ist, machte die Kärwazug-Gruppe mit der Nummer 42 spürbar: Die Vertreter der Spielvereinigung – angeführt von den Profis, gefolgt von einigen Fußgruppen, wie z.B. den Ronhof-Rackern – winken den zahlreichen Zuschauern am Straßenrand freundlich zu. Optimismus pur, das Feedback war dementsprechend. Endlich gab es die Kleeblätter mal wieder hautnah zu erleben, in den letzten Jahren saßen sie oft hoch oben auf einem Bus und vermittelten hauptsächlich Distanz zu ihren Anhängern. „Narey, Narey“ und „Khaled, Khaled“ wird neben mir skandiert. Unüberhörbar ein weiblicher Fan von Khaled Narey. Marco Caligiuri, Patrick Sontheimer, Sercan Sararer und seine Kollegen signalisieren mit ihrem sympathischen Auftreten (Foto): Was sind schon vier Punkte nach neun Spielen und der letzte Tabellenplatz? Wir haben noch 25 Spiele vor uns, und bis zum Saisonende am 13. Mai 2018 kann noch unendlich viel passieren, oder?

Wieder dieser verflixte Kärwa-Beginn!

VfB Stuttgart - SpVgg Greuther FürthDer Beginn der Färdder Kärwa scheint dem Kleeblatt kein Glück zu bringen. Mit Grausen erinnere ich mich an das vergangene Jahr, als die SpVgg am ersten Tag der Michaelis-Kirchweih gegen Bochum zu Hause im Ronhof mit 0:5 baden ging. Heute, am dritten Tag der größten Straßenkirchweih in Süddeutschland, hieß es am Ende auswärts beim VfB Stuttgart 0:4 für die Elf von Stefan Ruthenbeck. Und es gab weitere Parallelen: Heute dauerte es 69 Sekunden, bis die Fürther den ersten Treffer des Gegners einstecken mussten, 2015 waren es 111 Sekunden, bis es so weit war. Damals hieß es nach 31 Minuten 0:3 fürs Kleeblatt, diesmal lautete der Spielstand bereits nach 24 Minuten so. Wie im letzten Jahr spielte Bochum eine gewisse Rolle bei der Niederlage: Der neue – leider muss es gesagt werden: äußerst sympathische – Trainer des VfB, Hannes Wolf, ist gebürtiger Bochumer.

Aber genug der Vergleiche! Bleiben wir im Hier und Jetzt – das ist schon schlimm genug! Zwei Treffer von Carlos Mané (2. und 4. Spielminute), der erstmals für den Bundesliga-Absteiger Stuttgart im Einsatz war, brachten die blitzschnelle Führung für den Gegner. Der vom VfB aus dem französischen Lille eingekaufte Pavard setzte in der 24. Minute durch einen Kopfball noch eins drauf, und in der 80. Minute war es Gentner, der zum vierten Tor für Stuttgart einschoss. Vom völlig übertölpelten Kleeblatt kam kaum Gegenwehr, die Fürther waren offenbar so eingeschüchtert, dass sie sich nicht einmal mehr trauten, nach ihren wenigen gut herausgespielten Gelegenheiten überhaupt auf den Stuttgarter Kasten zu schießen – geschweige denn zu treffen. Die Seele der Fürther Fans blutete ebenso wie die von Trainer Stefan Ruthenbeck, der am Spielfeldrand in der Mercedes-Benz-Arena der Verzweiflung nahe war (siehe Foto). Der Kleeblatt-Coach versuchte in der zweiten Halbzeit, durch das Einwechseln von Zlatko Tripic, Benedikt Kirsch und Daniel Steininger die Offensive zu stärken – allerdings ohne Erfolg. Zlatko Tripic wäre in der 88. Minute fast noch der Ehrentreffer gelungen, aber eben nur fast… Während die große Mehrheit der 38.150 Besucher in der Mercedes-Benz-Arena Gesänge wie „Oh, wie ist das schön!“ anstimmte, wünschten sich unsere Kleeblätter wohl nichts so sehnlichst herbei wie den Schlusspfiff, den ihnen Schiedsrichter René Rohde aus Rostock auch ohne jede Nachspielzeit gewährte.

Der nach drei Spielen (während derer er gesperrt war) wieder aufgestellte Robert Zulj enttäuschte heute ebenso wie Serdar Dursun. Statt mit Leistung glänzten beide durch wenig faires Auftreten, das womöglich ihrem Frust geschuldet war, das sich aber trotzdem nicht entschuldigen lässt. Ein bisschen mehr Einsatz wäre stattdessen wünschenswert gewesen! Dass Jurgen Gjasula wegen Verletzung ausfiel, machte sich besonders schmerzlich bemerkbar;  sein Achillessehnenriss dürfte ihn für Wochen lahmlegen. Wenn sich da andere wie Zulj und Dursun nicht mehr ins Zeug legen, sehe ich schwarz.

Der VfB Stuttgart hat an diesem achten Spieltag den Sprung an die Tabellenspitze der Zweiten Bundesliga geschafft, wo er momentan Platz 3 belegt, das Kleeblatt rutschte weiter zurück auf den 8. Platz. Bitte jetzt keine Berg- und Talfahrt, wie wir sie von der Kärwa her kennen!

Fußballerisch gesehen: ein versauter Kärwa-Start!

Da hatten wir heute wirklich Traum-Voraussetzungen: Ein echtes Bilderbuchwetter zum Feiertag und vor allem zum Start der Färdder Kärwa. Mit drei Schlägen hatte am Vormittag Oberbürgermeister Thomas Jung das erste Fass Kärwa-Festbier angestochen, seit Jahrzehnten zum ersten Mal wieder ein Grüner-Festbier, etwas süßer und vor allem stärker als das Helle von Grüner. Pfarrer Volker Zuber von Sankt Michael war zum letzten Mal vor seiner Pensionierung im Mai nächsten Jahres bei der Eröffnungsveranstaltung am Fürther Stadttheater dabei und sprach deshalb ein paar Worte; er wünschte der Michaelis-Kärwa einen segensreichen und friedlichen Verlauf. 1000 weiße und grüne Luftballons stiegen in den blauen Himmel, Böllerschüsse am Karlsteg setzten das Zeichen für den offiziellen Kärwa-Beginn. Und die Kleeblatt-Fans setzten sich in Richtung Ronhof in Bewegung – da noch bei bester Laune.

Doch die sollte ihnen am Laubenweg schnell vergehen. Nur 111 Sekkunden brauchte der VfL Bochum zum Führungstor, das Simon Terodde nach einer Ecke gelang; der Fürther Marco Caligiuri hatte in dieser Situation ziemlich schlecht ausgesehen. Der Schock dieses schnellen Tors saß offenbar tief, denn dem Kleeblatt wollte nichts mehr so recht gelingen in dieser Partie. Zu unpräzise spielte das Team, es fehlte an allen Positionen immer wieder an einem: an Genauigkeit. Auch als in der 20. Minute Derby-Held Sebastian Freis für den angeschlagenen Marco Stiepermann kam, hatte das keinerlei Auswirkungen. Vielmehr schaffte schon vier Minuten später die Revierelf das 2:0 durch einen Weitschuss von Marco Terrazzino. Zwei Torchancen, zwei Tore: So effektiv trat Bochum auf, während bei den Fürthern in der ersten halben Stunde trotz acht Torschüssen einfach gar nichts passte. Und schon in der 31. Minute fiel das 3:0 für die Gäste. Erst sah es nach einem zweiten Treffer durch Terrazzino aus, aber dann wurde auf Eigentor durch Benedikt Röcker entschieden, der heute von Anfang bis Ende einen wahrhaft schwarzen Tag hatte.

Seit fünf Spieltagen ohne Niederlage, vier Siege nacheinander: So war das Kleeblatt in die Partie gegangen, während der VfL Bochum zuletzt mit drei Unentschieden und einer Niederlage eine Krise durchgemacht hatte. Doch ausgerechnet beim Kärwa-Spiel in Fürth überwanden die Bochumer dieses Tief und düpierten das Kleeblatt. Denn nach der Pause kamen die Hausherren gar nicht mehr ins Spiel, hatten anscheinend bereits resigniert. Und so folgte der vierte Treffer der Gäste in der 54. Minute, wiederum durch Terodde. In Minute 71 machte schließlich Peniel Mlapa – ausgerechnet ein ehemaliger Spieler des 1. FC Nürnberg! – das 5:0 für Bochum klar. Da nützte es auch nichts, dass kurz zuvor Fürths Trainer Stefan Ruthenbeck Robert Zulj und Domi Kumbela für Goran Sukalo und Tom Weilandt eingewechselt hatte – auch den frischen Ersatzspielern gelang heute rein gar nichts – so wie die ganze Mannschaft nichts riss. Und deshalb gibt´s heute hier in unserem Blog auch kein Foto des Kleeblatts, sondern eines mit jubelnden Bochumern, die völlig berechtigt so hoch gewonnen haben.

Als enttäuschter Fan kann man heute nur auf die Kärwa gehen und sich mit einem Grüner – oder auch mehreren – und Baggers vom Grauberger über den Frust hinwegtrösten. Die Spielvereinigung hat die Chance, sich in der nun kommenden Länderspiel-Pause zu regenerieren und – hoffentlich! – wieder zu ihrer zuletzt gezeigten Form zurückzufinden. Denn die wird die Mannschaft brauchen: Der nächste Gegner heißt nämlich SC Freiburg. Der musste zwar heute kurzzeitig die Tabellenführung an Bochum abtreten, aber ihm reicht morgen in Karlsruhe schon ein Unentschieden, um sie zurückzuerobern. Einziges Glück fürs Kleeblatt heute: Auch St. Pauli hat diesen Spieltag verpatzt: durch eine 1:3-Niederlage gegen Sandhausen. So bleibt Fürth vorerst auf Rang vier – ziemlich schmeichelhaft!

Kärwa-Highlight: Die Spielvereinigung im Erntedank-Festzug

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Die Fürther Michaelis-Kirchweih steht heuer in vielerlei Hinsicht unter einem guten Stern: Bis zum heutigen Bauernsonntag verlief sie ruhig und friedlich. Und vor allem das Wetter meint es supergut mit der schönsten Jahreszeit Fürths. Der festliche Höhepunkt in jedem Jahr ist der Erntedank-Festzug, bei dem heute über 80 Festwagen und Kapellen durch die Straßen bis zum Fürther Rathaus zogen.

Das absolute Highlight – nicht nur für ausgesprochene Kleeblattfans – ist dort immer der Auftritt der Spielvereinigung Greuther Fürth. In diesem Jahr wurde der Kleeblatt-Festwagen von Makottchen Eddy angeführt, dahinter liefen Kinder aus dem Verein. Auf einem kleinen Leiterwagen thronte sie dann: die 100 Jahre alte Viktoria – die von der Spielvereinigung in Auftrag gegebene Kopie des damaligen Pokals zur ersten Deutschen Meisterschaft der SpVgg Fürth im Jahr 1914. An dieses Jubiläum erinnerte auch die Bus-Aufschrift: „100 Jahre Deutsche Meisterschaft 31.Mai 2014“.

Als krönender Abschluss der Kleeblatt-Präsentation fuhr dahinter ein roter Londoner Oldtimer-Doppeldeckerbus (schade, es gibt wohl keinen weiß-grünen). Vom Oberdeck aus winkten einige Spieler und Mitglieder der Jugendmannschaften aus dem Fenster. Auf meiner Seite entdeckte ich die Profis Benedikt Röcker, Marco Caligiuri und Stephan Fürstner. Und am hinteren Fenster war Trainer Frank Kramer auszumachen. Viele Menschen am Straßenrand applaudierten und jubelten ihrer Fußballmannschaft zu. Vielleicht steht ja auf dem Bus beim nächsten Kärwa-Umzug im Oktober 2015: „Zweiter Aufstieg der SpVgg in die Bundesliga am 24. Mai 2015“. Das hätte doch was!

Heute Abend ab 19.03 Uhr Autogrammstunde

Autogrammstunde auf der Fürther KirchweihHabt Ihr heute Abend schon etwas vor? Wenn nicht, dann sollte man sich das nicht entgehen lassen: Die Mannschaft der Spielvereinigung ist – wie jedes Jahr – zu Gast vor „Trixi´s Ochsenbraterei““ auf der Fürther Michaelis-Kirchweih und gibt dort Autogramme. Für einen echten Kleeblattfan sollte die Startzeit dieses Events um 19.03 Uhr nicht fremd sein – 1903 ist ja bekanntlich das Gründungsjahr des Vereins.
Der Andrang ist bestimmt heute wieder riesig (so wie auch auf dem Foto vom vergangenen Jahr). Groß und Klein, weiß-grün oder neutral gekleidet – viele werden kommen, um ihre Stars mal „in natura“ bewundern zu können. Es wird wieder eine lange Tafel aufgebaut sein, an der die Anhänger entlanggehen und sich Autogramme geben oder auch mal Fotos mit ihren Lieblingsstars schießen können. Da kann kaum etwas schief gehen, und jeder Fan kann die Unterschrift seines Lieblings-Kickers ergattern. Nachdem das Wetter heute Abend warm und trocken sein wird, sollte man die Gelegenheit zur Autogrammstunde wahrnehmen und dabei auch die Neuzugänge dieser Saison einmal hautnah erleben.

Kärwa-Spiel mit 2:0 gewonnen

SpVgg Greuther Fürth - FC Erzgebirge AueAlso – um ganz ehrlich zu sein – ich habe heute in der zweiten Halbzeit sehr zittern müssen. Aber aufgrund der beiden frühen Tore durch Tom Weilandt (Foto) hat die Spielvereinigung den vierten Heimsieg erzielt. Und den zahlreichen Fans – insgesamt 12.690 Zuschauer im Stadion am Laubenweg – eine gelungene Kirchweih-Eröffnung geschenkt. Die drei Punkte gegen den FC Erzgebirge Aue sind mehr als wichtig. Für einen besseren Tabellenplatz und vor allem für die  – nach dem Spiel gegen die Münchner Löwen – angeschlagene Psyche. Und auch den Ausfall von Wolfgang Hesl gilt es erst mal für die kommenden Wochen zu verkraften.

Weilandt nutzte in der achten Minute einen gravierenden Fehler des sächsichen Keepers Martin Männel für den frühen Führungstreffer. Die Vorlage hatte ihm Stephan Schröck spendiert. Und schon neun Minuten später gelang ihm das zweite Tor. Das war die Basis für einen weiteren Kleeblatt-Erfolg im Ronhof. Nach den beiden Toren konnte man sich dann allerdings des Eindrucks nicht erwehren, dass bei der Spielvereinigung die Luft etwas draußen war. Wollte man das Ergebnis einfach nur halten? Da hatte man offenbar nicht mit dem Team aus Aue gerechnet, das sich immer wieder mit guten Aktionen gegen die weiß-grünen Kleeblätter aufbäumte.
Souverän hatte Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus die Partie im Griff. Es kam mehrfach zu heißen Diskussionen. Und Spieler beider Mannschaften forderten mit Fouls, unfairen Attacken und einer „Schwalbe“ die erfolgreiche Unparteiische heraus. Aber Frau Steinhaus behielt die Ruhe und die Übersicht.
Tom Mickel stand heute – er war beim 1860er-Spiel nach Wolfgang Hesls Handverletzung eingewechselt worden – zum zweiten Mal für die SpVgg im Tor, konnte aber nicht wirklich überzeugen. Einen Kopfball von Romario Kortzorg rettete Kapitän Stephan Fürstner für den Keeper kurz vor der Halbzeitpause auf der Linie. Und in der Schlussphase der Begegnung drängten alle Spieler von Erzgebirge Aue in Richtung Tor. Tom Mickel, der lange Zeit nicht gefordert worden war, schwächelte auch jetzt wieder im entscheidenden Moment: Eine gefährliche Aktion von Stipe Vucur in der 83. Minute klärte Goran Sukalo, der vor der Linie richtig stand. Sonst wäre es mit der 2:0-Führung doch noch vorbei gewesen. Dann retteten die Fürther das Ergebnis bis zum Abpfiff.
Das Kleeblatt steht am heutigen Feiertag erst mal auf Tabellenplatz fünf. Nach der Länderspielpause gastiert die Spielvereinigung am Samstag, 18. Oktober, bei Eintracht Braunschweig.

Wird das ein Traumtag für Kleeblattfans?

Training SpVgg Greuther FürthEine ganze Stadt steht gewissermaßen in den Startlöchern und freut sich auf den morgigen Tag: Am „Tag der Deutschen Einheit“ eröffnet OB Thomas Jung ab 10.15 Uhr die Fürther Kirchweih auf dem Vorplatz des Stadttheaters. Das alleine ist schon Grund zur Freude. Zu einem besonderen Tag für Kleeblattfans wird der Freitag aber vor allem deshalb, weil abends die Spielvereinigung den FC Erzgebirge Aue zum 9. Saisonspiel im Ronhof empfängt.

In den letzten Begegnungen hat das Kleeblatt ja nicht so ganz den Erwartungen entsprochen: Sicher, der 5:1-Kantersieg gegen den 1. FC Nürnberg und das 3:0 gegen den FC St. Pauli ließen sich sehen. Der hart erkämpfte 2:1-Sieg gegen Kaiserslautern mit Hängen und Würgen war eine Zitterpartie. Aber die 0:2-Niederlage bei den Löwen in München war alles andere als befriedigend. Noch dazu hat sich Torhüter Wolfgang Hesl bei Rettungsversuch des zweiten Tores verletzt. Morgen wird Tom Mickel im Fürther Tor stehen. Für diese Schlüsselposition hat der Verein noch Verstärkung angeheuert: Miro Varvodić wird in Zukunft die Rückennummer 24 haben. Er soll – da Keeper Nummer drei Mark Flekken wegen eines Kreuzbandrisses auch noch länger ausfällt – parat stehen, wenn man für Tom Mickel Ersatz benötigt.
Der sympathische aussehende Miro Varvodić war zuletzt vereinslos. Der 25-jährige kroatische Torwart erhielt bei der SpVgg einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015. Miro Varvodić ist der Sohn des in den 1980ern und 1990ern aktiven Profi-Torhüters Zoran Varvodić, er spielte bis 2006 in der Jugend von Hajduk Split. Sein Profidebüt in der ersten kroatischen Liga gab er im selben Jahr. Zu Beginn der Saison 2007/2008 wurde er an NK Mosor Žrnovnica ausgeliehen. Im Mai 2008 unterschrieb Varvodić einen Einjahres-Leihvertrag beim damaligen Erstliga-Aufsteiger 1. FC Köln. Zur Saison 2010/11 wechselte er fest zum 1. FC Köln. Am 15. Oktober 2010 gab Varvodic sein Debüt in der Fußball-Bundesliga beim Spiel 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund (1:2). Kleeblatt-Präsident Helmut Hack kommentiert die Entscheidung für Varvodić folgendermaßen:

„Miro hat sich zuletzt im Mannschaftstraining beim FC Schalke 04 fit gehalten. Nach unseren Recherchen sind wir zuversichtlich, dass wir mit Tom Mickel und Miro Varvodić zwei Torhüter in unseren Reihen haben, die unser Vertrauen genießen.“

Morgen Abend rechnet man mit zirka 11.500 Zuschauern im Stadion am Laubenweg. Aber bei der guten Wettervorhersage wäre es doch angesagt, nach dem ersten Gang über die Kärwa das Spiel ab 18.30 Uhr live zu erleben, oder?