Kärwa-Spiel mit 2:0 gewonnen

SpVgg Greuther Fürth - FC Erzgebirge AueAlso – um ganz ehrlich zu sein – ich habe heute in der zweiten Halbzeit sehr zittern müssen. Aber aufgrund der beiden frühen Tore durch Tom Weilandt (Foto) hat die Spielvereinigung den vierten Heimsieg erzielt. Und den zahlreichen Fans – insgesamt 12.690 Zuschauer im Stadion am Laubenweg – eine gelungene Kirchweih-Eröffnung geschenkt. Die drei Punkte gegen den FC Erzgebirge Aue sind mehr als wichtig. Für einen besseren Tabellenplatz und vor allem für die  – nach dem Spiel gegen die Münchner Löwen – angeschlagene Psyche. Und auch den Ausfall von Wolfgang Hesl gilt es erst mal für die kommenden Wochen zu verkraften.

Weilandt nutzte in der achten Minute einen gravierenden Fehler des sächsichen Keepers Martin Männel für den frühen Führungstreffer. Die Vorlage hatte ihm Stephan Schröck spendiert. Und schon neun Minuten später gelang ihm das zweite Tor. Das war die Basis für einen weiteren Kleeblatt-Erfolg im Ronhof. Nach den beiden Toren konnte man sich dann allerdings des Eindrucks nicht erwehren, dass bei der Spielvereinigung die Luft etwas draußen war. Wollte man das Ergebnis einfach nur halten? Da hatte man offenbar nicht mit dem Team aus Aue gerechnet, das sich immer wieder mit guten Aktionen gegen die weiß-grünen Kleeblätter aufbäumte.
Souverän hatte Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus die Partie im Griff. Es kam mehrfach zu heißen Diskussionen. Und Spieler beider Mannschaften forderten mit Fouls, unfairen Attacken und einer „Schwalbe“ die erfolgreiche Unparteiische heraus. Aber Frau Steinhaus behielt die Ruhe und die Übersicht.
Tom Mickel stand heute – er war beim 1860er-Spiel nach Wolfgang Hesls Handverletzung eingewechselt worden – zum zweiten Mal für die SpVgg im Tor, konnte aber nicht wirklich überzeugen. Einen Kopfball von Romario Kortzorg rettete Kapitän Stephan Fürstner für den Keeper kurz vor der Halbzeitpause auf der Linie. Und in der Schlussphase der Begegnung drängten alle Spieler von Erzgebirge Aue in Richtung Tor. Tom Mickel, der lange Zeit nicht gefordert worden war, schwächelte auch jetzt wieder im entscheidenden Moment: Eine gefährliche Aktion von Stipe Vucur in der 83. Minute klärte Goran Sukalo, der vor der Linie richtig stand. Sonst wäre es mit der 2:0-Führung doch noch vorbei gewesen. Dann retteten die Fürther das Ergebnis bis zum Abpfiff.
Das Kleeblatt steht am heutigen Feiertag erst mal auf Tabellenplatz fünf. Nach der Länderspielpause gastiert die Spielvereinigung am Samstag, 18. Oktober, bei Eintracht Braunschweig.

Wird das ein Traumtag für Kleeblattfans?

Training SpVgg Greuther FürthEine ganze Stadt steht gewissermaßen in den Startlöchern und freut sich auf den morgigen Tag: Am „Tag der Deutschen Einheit“ eröffnet OB Thomas Jung ab 10.15 Uhr die Fürther Kirchweih auf dem Vorplatz des Stadttheaters. Das alleine ist schon Grund zur Freude. Zu einem besonderen Tag für Kleeblattfans wird der Freitag aber vor allem deshalb, weil abends die Spielvereinigung den FC Erzgebirge Aue zum 9. Saisonspiel im Ronhof empfängt.

In den letzten Begegnungen hat das Kleeblatt ja nicht so ganz den Erwartungen entsprochen: Sicher, der 5:1-Kantersieg gegen den 1. FC Nürnberg und das 3:0 gegen den FC St. Pauli ließen sich sehen. Der hart erkämpfte 2:1-Sieg gegen Kaiserslautern mit Hängen und Würgen war eine Zitterpartie. Aber die 0:2-Niederlage bei den Löwen in München war alles andere als befriedigend. Noch dazu hat sich Torhüter Wolfgang Hesl bei Rettungsversuch des zweiten Tores verletzt. Morgen wird Tom Mickel im Fürther Tor stehen. Für diese Schlüsselposition hat der Verein noch Verstärkung angeheuert: Miro Varvodić wird in Zukunft die Rückennummer 24 haben. Er soll – da Keeper Nummer drei Mark Flekken wegen eines Kreuzbandrisses auch noch länger ausfällt – parat stehen, wenn man für Tom Mickel Ersatz benötigt.
Der sympathische aussehende Miro Varvodić war zuletzt vereinslos. Der 25-jährige kroatische Torwart erhielt bei der SpVgg einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015. Miro Varvodić ist der Sohn des in den 1980ern und 1990ern aktiven Profi-Torhüters Zoran Varvodić, er spielte bis 2006 in der Jugend von Hajduk Split. Sein Profidebüt in der ersten kroatischen Liga gab er im selben Jahr. Zu Beginn der Saison 2007/2008 wurde er an NK Mosor Žrnovnica ausgeliehen. Im Mai 2008 unterschrieb Varvodić einen Einjahres-Leihvertrag beim damaligen Erstliga-Aufsteiger 1. FC Köln. Zur Saison 2010/11 wechselte er fest zum 1. FC Köln. Am 15. Oktober 2010 gab Varvodic sein Debüt in der Fußball-Bundesliga beim Spiel 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund (1:2). Kleeblatt-Präsident Helmut Hack kommentiert die Entscheidung für Varvodić folgendermaßen:

„Miro hat sich zuletzt im Mannschaftstraining beim FC Schalke 04 fit gehalten. Nach unseren Recherchen sind wir zuversichtlich, dass wir mit Tom Mickel und Miro Varvodić zwei Torhüter in unseren Reihen haben, die unser Vertrauen genießen.“

Morgen Abend rechnet man mit zirka 11.500 Zuschauern im Stadion am Laubenweg. Aber bei der guten Wettervorhersage wäre es doch angesagt, nach dem ersten Gang über die Kärwa das Spiel ab 18.30 Uhr live zu erleben, oder?

Fürther Kärwa eröffnet mit Heimspiel des Kleeblatts

KirchweihspielWie haben viele Kleeblattfans die beiden Spieltermine gegen den Club und den FC St. Pauli genossen! Beide Partien fanden an einem Montagabend statt, um 20.15 Uhr im Fürther Ronhof. Heute wurden von der Deutschen Fußball-Liga nun die nächsten Spiele dieser Saison – die Zweitliga-Spieltage 9 bis 13 – terminiert, und da meinte man es mit den Fürther Zuschauern nicht allzu gut. Einzig das Kärwa-Eröffnungsspiel am Feiertag, Freitag, den 3. Oktober ab 18.30 Uhr, ist ein Knaller. Da wird das Kleeblatt im Stadion am Laubenweg den FC Erzgebirge Aue empfangen. Traditionsgemäß beginnen diese Kärwaspiele immer mit einem Umzug der Fans quer durch das Kirchweihgelände (Foto). Das Stadion ist dann bestens besucht, und die Stimmung nach der (hoffentlich) gewonnenen Partie ist bei den Kleeblattfans und Kärwabesuchern meistens hervorragend. Da mutieren viele zu „Feierbiestern“!

Nach der Begegnung am 3.10. und der folgenden Länderspielpause tritt die Spielvereinigung dann am 10. Spieltag (Samstag, 18. Oktober) ab 13 Uhr bei Eintracht Braunschweig an, bevor eine Woche später der FSV Frankfurt 1899 am Freitag, 24. Oktober, nach Fürth kommt. Anstoß ist wie gewohnt um 18.30 Uhr. Der 12. Spieltag führt das Kleeblatt dann am Freitagabend (31. Oktober) zum 1. FC Union Berlin – auch diese Begegnung wird um 18.30 Uhr angepfiffen. Und am Sonntag, 9. November, ist dann der Karlsruher SC hier in Fürth zu Gast – die Partie am 13. Spieltag beginnt um 13.30 Uhr.

Kleeblatt-Souvenirs auf der Kärwa

Der Auftritt der Spielvereinigung beim diesjährigen Kärwa-Umzug hat mich nicht überzeugt. Eine Handvoll Kinder in weiß-grünem Outfit ist mitgelaufen. Da erinnere ich mich an den Auftritt vor zwei Jahren, als die Profispieler der „Unaufsteigbaren“ samt Trainer Mike Büskens am Rande stehende Fürther zum Jubeln brachten. Klar, die Profis konnten dieses Jahr nicht beim Umzug dabei sein, sie müssen nämlich morgen in Düsseldorf bei der Fortuna (und deren Trainer Mike Büskens!) antreten. Aber es gibt doch genügend Jugend-, U8- bis U23- und Frauen-Mannschaften, die hätten den Verein angemessen repräsentieren können. Schade, man hätte sich mehr Mühe geben und ein paar Leute  mehr mitschicken können.

Interessanter ist auf der Kärwa dafür der „Greuther-Fürth“-Stand direkt vor dem Jüdischen Museum in der Königstraße. Viele Bekannte, die aus anderen Städten herkamen, haben mich darauf angesprochen. Hier gibt es die unterschiedlichsten Fanartikel, wie Schals, Mützen, aktuelle Trikots, Aufkleber und jeden Tag den „Kärwa-Deal“ mit einem Artikel zum Spezialpreis. Und hier kaufen nicht nur Fürther Fans Souvenirs und Fanartikel. Auf meinem Foto sieht man z. B. Ole, der am Stand eine Kleeblatt-Tasse bekommen hat. Er ist mit seinen Eltern aus Hamburg nach Fürth angereist, um Verwandte zu besuchen und möglichst oft über die schönste aller Straßenkirchweihen in Süddeutschland zu gehen. Ihm gefällt – ähnlich wie mir – übrigens auch der Stand „Fang die Maus“ besonders gut.
Die Kärwa endet ja erst am Mittwoch Abend. Ich würde deshalb empfehlen: Auf jeden Fall noch mal beim Kleeblattstand vorbeischauen!

4:0 – Zoltán Stieber läuft zur Höchstform auf!

Ich hatte gestern beim Spiel gegen den Tabellenvorletzten Dynamo Dresden mit einem Sieg des Kleeblatts gerechnet. Dass der Endstand dann mit 4:0 so hoch werden sollte – das war dann auch für mich eine echte Überraschung. Mit gut 12 500 Zuschauern war das Stadion ganz gut gefüllt. Dafür konnte man auf der Fürther Kärwa gleichzeitig die Besucher zählen.
Die Spielvereinigung war gleich vom Anpfiff an spielbestimmend und erdrückend dominant. Die Dresdner brachten in der ersten halben Stunde keinen Fuß auf den Boden und muckten erst in der zweiten Halbzeit auf.
Ein Spieler auf dem Platz hat mich mit seinen sportlichen Leistungen voll und ganz überzeugt: Zoltán Stieber. Er ist – auch schon in den letzten Partien – ein echter Spielmacher und bringt sein Team nach vorne. Er war es auch, der gestern in der 10. Minute das erste Tor fürs Kleeblatt schoss. Und dann die Vorlagen für Tor Nummer zwei (Eigentor Bregerie, kein Tor von Florian Trinks!), Nummer drei (Niko Gießelmann) und Tor Nummer vier (Tim Sparv) lieferte. Das muss ihm erst mal jemand nachmachen! Stieber schießt Ecken, stürmt schnell und dynamisch in den gegnerischen Strafraum. Und er ist immer aufmerksam, um seinen Teamkollegen gefährliche Bälle zuzuspielen. Der zweite Spieler auf dem Platz, der mir gut gefallen hat, war – und da wird sich mancher wundern – der Torwart von Dynamo Dresden: Benjamin Kirsten. Er ist bekanntlich der Sohn von Ulf Kirsten. Ihm hatten es die Sachsen gestern zu verdanken, dass nicht noch mehr Bälle im eigenen Kasten versenkt wurden.

Mit seinem 4:0-Sieg gegen Dynamo Dresden hat das Kleeblatt aktuell 20 Punkte nach neun Spielen auf dem Konto und ist wieder am 1. FC Köln an die Tabellenspitze vorbeigezogen. Spannend wird die nächste Begegnung am Montag, 7. Oktober. Denn da steht dem Kleeblatt Fortuna Düsseldorf gegenüber. Und die Mannschaft wird ja vom Fürther Ex-Coach Mike Büskens trainiert. Allerdings sind die Düsseldorfer in der aktuellen Saison schwach. Die Bundesliga-Absteiger liegen mit gerade mal zehn Punkten auf dem 15. Tabellenplatz und müssen jetzt endlich mal Boden gut machen. Aber ich denke: Das schaffen sie im Spiel gegen das Kleeblatt nicht!

Das wird heute ein friedliches Kärwaspiel

Das erste Kärwa-Wochenende war super – tolles Wetter, kulinarische Highlights und friedliche Stimmung. Heute ist es trüber, aber echte Kleeblattfans sind dennoch bester Laune. Heute Abend findet nämlich um 20.15 Uhr das Heimspiel im Ronhof gegen Dynamo Dresden statt. Im Vorfeld haben viele schon Bedenken geäußert, diesen brisanten Gegner ausgerechnet dann in Fürth zu begrüßen, wenn hier Kirchweih ist. Wir haben im Greuther-Weiber-Blog hier auch darüber gepostet. Aber inzwischen habe ich mich mit einigen Fürther Bürgern unterhalten und deren Meinung dazu ist einhellig: Das wird ein spannendes und faires Spiel werden. Und die Gäste werden die Atmosphäre genießen. Das Foto oben entstand übrigens beim Einlaufen des Kleeblatt-Teams beim Spiel im Februar 2012 in Dresden.

Trainer Frank Kramer kommentiert im Vorfeld auf der Website des Vereins:

„Am liebsten ist es mir, wenn die Fans nach dem Spiel in der Trolli ARENA feiern. Natürlich gewinnt man während der Kirchweih besonders gern, weil man weiß, dass die Party für die Anhänger dann noch größer ausfallen könnte. Aber auf dem Platz darf das keine Rolle spielen. Da müssen wir uns von diesem Umstand lösen und ganz seriös an die Aufgabe herangehen“.

Die Spielvereinigung wird heute Abend natürlich mit aller Macht versuchen, den am Wochenende an den 1.FC Köln verlorenen ersten Tabellenplatz zurückzuerobern. Und auch der 1. FC Union Berlin ist uns schon wieder auf den Fersen.
Ich hoffe, dass die sächsischen Fußballfans nach dem Spiel friedlich zu ihren Autos bzw. Zügen zurückkehren und relaxt nach Hause fahren. Das wäre dann ein gelungener sportlicher Abend während der schönsten Jahreszeit in Fürth.

Drei Kleeblatt-Kids in Action

Über den Kärwa-Marsch der Kleeblattfans vor dem HSV-Spiel habe ich ja schon geschrieben. Witzig war im Vorfeld eine Begegnung auf dem Fürther Bahnhofsplatz. Dort sind mir drei Kinder mit ihrer Mutter aufgefallen, die – voll im Spielvereinigungs-Outfit – gespannt auf den Start des Marsches gewartet haben. Ich bat um ein Foto, und voller Begeisterung warfen sich die Kids für mich und das Greuther-Weiber-Blog in Pose.
Die Familie lebt erst seit drei Jahren wieder in Fürth. Vorher war sie zehn Jahre im fernen Osnabrück  – und ist auch aus der Ferne ihrem Kleeblatt treu geblieben. Die drei Kids – vor allem der 11-jährige Marco – sind große Fans von Gerald Asamoah. Die ganze Familie hofft, dass „unser Kleeblatt es schafft, in der 1. Liga zu bestehen, und wir nicht wieder nächstes Jahr unsere Derbys in der 2. Liga spielen“.
Obwohl der Verein ihres Herzens am Samstag gegen den HSV im Ronhof nicht gewonnen hat, war das für die drei Kinder bestimmt ein toller Tag: Sie waren voll dabei und sind gemeinsam mit vielen anderen Fans für ihr Kleeblatt mitmarschiert. Da kann ich nur sagen: Früh übt sich, wer später vielleicht mal in die Fußstapfen berühmter sportlicher Vorbilder treten möchte.