Süße WM-Verführung an der Fürther Freiheit

Je weiter die deutsche Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Südafrika kommt, desto mehr Begeisterung zeigen die Bürger auf der Straße. Das kann zum Beispiel jeder feststellen, wenn er die Autos zählen möchte, die mit einer Fahne oder einem Außenspiegel-Verhüterli geschmückt sind. Es sind unendlich viele! Dass auch immer mehr Einzelhändler gute Ideen haben, ihr  Angebot WM-mäßig zu vermarkten, darüber habe ich ja schon in der vergangenen Woche geschrieben.

Sueße_Freiheit 002aHeute habe ich beim samstäglichen Einkaufen auf dem Weg zum Wochenmarkt wieder ein  gelungenes Beispiel dafür gefunden, dass Fürther Ladenbesitzer von Spiel zu Spiel immer kreativer werden. Morgen findet das Achtelfinal-Spiel gegen England statt, und ein Café an der Fürther Freiheit hat sich rechtzeitig ganz neue Spezialitäten auf der Karte einfallen lassen: Es gibt einen „Cacau eisgekühlt“ oder einen „Poldi Aperol Sprizz“. Witzig ist auch der Prosecco mit Erdbeermousse namens „Lahm“ und das „Schweini Gutmann Weizen“. Die beiden Besitzer des Schokoladenladens „Süße Freiheit“ – hier wird man im wunderschönem Jugendstil-Ambiente „sinnlich verführt“ – erzählen mir von einer Spezialität, die es bis vor einigen Monaten dort gab: Der ehemaliger Trainer der Spielvereinigung, Benno Möhlmann, war häufig Gast in dem kleinen Café, und sein Lieblingskuchen war die Schoko-Bananen-Torte. Daraufhin – so Inhaberin Frauke Meißner-Pölloth – hat sie die Torte kurzerhand in „Benno-Torte“ umgetauft. Vielleicht – so hoffe ich als Greuther-Weib mit einer Vorliebe für Pralinen und selbstgebackene Kuchen des Cafés – findet irgendwann auch der aktuelle Kleeblatt-Trainer Michael Büskens mal den Weg in die Friedrichstraße. Denn dann könnte aus dem „Schneewittchen-Kuchen“ eine „Mike-Schnitte“ werden. Oder die Schmand-Torte mutiert zur „Tarte à la Büskens“?

Auf meinem Foto steht übrigens der Chef der „Süßen Freiheit“, Heinz Pölloth, in passendem Lahm-Trikot vor seinem Café. Und man könnte meinen, dass er gerade versucht, mit einem freundlichen Lächeln seine Gäste zu einem „Löw Waldbeer Frappé“ zu verführen.

Kreative Bäcker während der WM!

Kulinarisch sind Restaurants ja oft sehr einfallsreich, wenn es darum geht, aktuelle Ereignisse auf ihrer Speisekarte aufzugreifen. Ich denke hier an  Ronhof-Steaks und Bayern-Weißwürste, an Fürther Cocktails in den Farben Grün-Weiß und „Weltmeister-Snacks“. Über die „Fußballsemmeln“, die ein Bäckerstand auf der Fürther Freiheit das ganze Jahr über verkauft, habe ich im Greuther-Weiber-Blog ja schon berichtet.

Afrikaner 001Als besonders kreativ erweisen sich in diesen Tagen während der Fußball-WM in Südafrika aber auch die Bäcker. In der Auslage eines Bäckers in der Fürther Südstadt liegen neben einem pikanten „Weltmeister-Burger“  zum Beispiel noch Quark-Plunder in den Deutschland-Farben „Schwarz-Rot-Gold“. Daneben finden wir eine besonders interessante wie originelle Kreation. So ist aus dem Gebäck-Klassiker „Amerikaner“ mit schwarzer Schokolade und weißem Zuckerguß jetzt der „Afrikaner“ geworden: Ein Teigrondell, bedeckt mit grüner, süßer Schicht, bunten Streuseln und einem schwarz-weißen Fußball oben drauf. Er schmeckt lecker. Und man muss zuversichtlich sein, ob sich diese „Süßen Stückel“ auch dann noch verkaufen, wenn Deutschland heute Abend gegen Ghana nicht gewinnt!

Coraggio, Squadra Azzurra!

Wer mich kennt und mein Blog aufmerksam verfolgt, der weiss, dass von allen Spielern einer Fußball-Mannschaft mein Herz meistens für den Torkeeper schlägt. Sie sind ja oft die Schlüsselfigur im Spiel und müssen nicht nur sportlich was drauf haben, sondern sind auch oft echte „Typen“. (Übrigens ist auch der Torhüter von der SpVgg, Max Grün, auf dem besten Weg so ein Typ zu werden!)

Ich erinnere zum Beispiel an Petar Radencovic, der in den 60er Jahren nicht nur den Kasten von 1860 München sauber halten sollte, sondern auch versuchte, als Sänger Karriere zu machen. Wer ihn nicht kennt, der kann das Fürther Rundfunkmuseum besuchen und dort auf einer der wunderschönen Wurlitzer Juke-Boxen sein berühmtes Lied hören:YouTube Preview Image

Weitere Tormänner, die mir unvergesslich bleiben, sind natürlich auch Andreas Köpke oder der glatzköpfige Fabien Barthez, der von 1994 bis 2006 im Tor der „Equipe Tricolore“ stand. Oder die bayerische Legende Sepp Maier. Mitgefiebert haben wir doch alle vor vier Jahren während der letzten WM beim internen Zweikampf zwischen Oliver Kahn und Jens Lehmann. Ob unser neuer Nationalkeeper, der witzigerweise auch noch so heißt, sich in Südafrika bewähren wird, gut, da sprechen wir uns in einigen Tagen oder Wochen wieder.

Aber auch Italien hatte Torwart-Legenden, wie z.B. Dino Zoff. Ein berühmter Keeper der Neuzeit wird allerdings vermutlich nicht nur im heutigen Spiel Italiens gegen Neuseeland auf der Ersatzbank sitzen: Gianluigi Buffon. Der 32jährige, der in seiner Karriere vier Mal zum Welttorhüter des Jahres gekürt wurde, hat im Vorrundenspiel gegen Paraquay einen Bandscheibenvorfall erlitten und musste seinen Platz für Federico Marchetti räumen. Schade, ungeachtet dessen, wer der bessere Torwart ist, bei Buffon stimmt – wie Greuther-Weiber Kollegin „uwo“ lobend hervorheben würde – auf jeden Fall „die Optik“. YouTube Preview Image

Die Squadra Azzurra ist hoffentlich nicht allzu demoralisiert, wenn sie heute auf Buffon verzichten müssen. Meinem Faible für die italienische Nationalmannschaft hat ihr bislang schwacher Auftritt keinen Abbruch getan. Ich werde heute Nachmittag wie viele Fans rufen: „Coraggio, Azzurri – Nur Mut!“

Vuvuzela-Alarm in Fürth

Fürth ist ja – darauf weise ich immer wieder gerne  hin – eine weltoffene, moderne Stadt mit ungemein hoher Lebensqualität. Und seit einigen Tagen hat sich nun auch diese Stadt vom Vuvuzela-Virus anstecken lassen. Denn viele haben vermutlich Ähnliches erlebt wie ich gestern:

Beim Einkaufen im Supermarkt fragt mich die Kassiererin beim Bezahlen, ob ich – da ich ja mehr als 30 Euro für meinen Einkauf ausgegeben hätte – eine kostenlose Vuvuzela möchte. Als fußballbegeistertes Greuther-Weib zögere ich natürlich keine Sekunde und nehme das verpackte „Instrument“ in Empfang. Die schwarzen, roten und goldenen Einzelteile müssen zusammengebaut werden und dann nur noch reinblasen, so denke ich mir das. Die Stadien bei der Fußball-WM in Südafrika sind ja voll von Menschen, die das super beherrschen. „Ich hab´s versucht“, meint die nette Frau an der Kasse, „aber es hat ned klappt.  Meine Baggn woarn ganz aufbläht, aber ka Don is rauskumma. Aber mei Sohn hat´s g´schafft.“ Das kann ja was werden!

Ich habe – zu Hause angekommen – natürlich gleich meine deutschnationalflaggenfarbige Vuvuzela zusammengesteckt und hatte es dann doch schnell raus, wie man das Ding zum Tröten bringt.YouTube Preview Image

Jetzt haben mich meine Nachbarn bei jedem Vuvuzela-Laut in der Nähe gleich im Verdacht, dass ich die Nervensäge bin. Aber falls es heute Nachmittag nicht wie aus Kannen schüttet, will ich beim Public Viewing des Spiels Deutschland gegen Serbien meine Vuvuzela mitnehmen. Und dann sollen alle Fürther mal sehen und hören, was eine Harke ist.

Kleeblatt-Dauerkarten: Jetzt geht’s los!

Während für die meisten von uns Fußball derzeit primär aus der WM in Südafrika, Daumendrücken für  „La Mannschaft“ (so heißt unser Team in Frankreich!) und dem Daueraufreger Vuvuzela besteht, denken viele Bundesligavereine schon an die Zeit nach dem Finalsieg der deutschen Nationalelf am 11. Juli in Johannesburg (haha!). So startet heute, 16. Juni, der Verkauf der Dauerkarten für die neue Saison bei der SpVgg. Kleeblatt-Trainer Mike Büskens rät den Fans, sich auch jetzt wieder für die SpVgg zu entscheiden:

Eine Dauerkarte ist mehr als nur eine Stammplatz-Garantie. Sie ist ein klares Bekenntnis zum Verein, der Mannschaft und den großen Zielen, die wir gemeinsam erreichen können.

Die Dauerkarte für die Saison 2010/2011 umfasst nicht nur alle 17 Heimspiele der Profis, sondern insgesamt mehr als 60 Spiele:  Die Eintrittskarte gilt zudem für Begegnungen im DFB-Pokal sowie für alle Heimspiele der Kleeblatt-Teams von der U23 in der Regionalliga Süd bis zu den Auftritten der U19- und U17-Junioren in der Bundesliga.

dauerkarteDie neue Dauerkarte hat aber noch viele weitere Vorteile: Enthalten ist ein Gutscheinheft im Wert von rund 100 Euro mit 17 besonderen Angeboten wie Rabatten für weitere Eintrittskarten und enormen Einsparungen bei Speisen und Getränken. Darüber hinaus gibt es dauerhaft zehn Prozent Rabatt auf alle Fan-Artikel. Die neue Jahreskarte gilt auch in der kommenden Saison wieder als Fahrausweis für den öffentlichen Personennahverkehr im gesamten Gebiet des VGN. Für Dauerkarten-Inhaber aus der Vorsaison ist der alte Platz noch bis 17. Juli reserviert.

Wer sich bis 30. Juni für die neue Dauerkarte entscheidet, nimmt außerdem an einem attraktiven Gewinnspiel teil: Zu gewinnen gibt es eine Luxus-Weihnachtskreuzfahrt für zwei Personen im Wert von rund 1.700 Euro.

Also, Kleeblatt-Fans, nichts wie los in den Laubenweg und schlagt zu: Mit der Dauerkarte zeigt Ihr Eurem Verein, dass Ihr ihn unterstützt und dass er Euch auch finanziell einiges wert ist.

Max, Emma und Armani genießen die Fußball-Auszeit

Heute beginnt (endlich?) die Fußball-WM in Südafrika, und die Augen all jener, die sich für Fußball interessieren, konzentrieren sich auf das, was dort geschieht. Da ist es dann in den nächsten vier Wochen auch ziemlich unwichtig, was sich im heimischen Verein abspielt. Deshalb vorher noch schnell die Information von der SpVgg, dass die Mannschaft derzeit im Urlaub ist, sich entspannt und wohl wenig an die nächste Saison denkt.
Gruen_HundeDas wäre alles nicht besonders erwähnenswert, hätte ich auf der Homepage der Kleeblätter nicht noch ein Foto gefunden, das für mich aus einer Belanglosigkeit ein Thema macht. Und hier möchte ich auf eine Vorliebe von Greuther-Weib „uwo“ eingehen. Wer sie kennt und aufmerksam ihr Blog „Achtung,Wolf!“ liest, weiss, dass sie eine Lieblings-Hunderasse hat: Jack Russell Terrier. Und hier schlage ich (jetzt endlich) den Bogen zur SpVgg:  Torkeeper Max Grün weilt derzeit im Urlaub an der Nordsee mit seiner Frau und den beiden Familien-Hunden. Und diese beiden Vierbeiner sind Jack Russell Terrier. Sie heißen Emma und Armani und genießen die Auszeit am Strand offensichtlich genauso wie Max Grün.
Die Rasse der Jack Russell Terrier geht übrigens auf den britischen Pfarrer und Jäger John (Jack) Russell zurück, der 1819 einen weiblichen Terrier erwarb, der quasi als Stamm-Mutter der Rasse gilt.  Ihr Name war Trump, und sie wurde von E. W. L. Davies in seiner Biographie „Memoir of the Reverend John Russell and his Out-Door-Life“ aus dem Jahr 1878 wie folgt charakterisiert:

„Zuerst einmal ist ihre Grundfarbe weiß, mit nur einem braunen Fleck über jedem Auge und Ohr und einem Fleck, nicht größer als ein Penny, auf der Schwanzwurzel. Das Fell ist dichtanliegend und eine geringfügige Rauheit schützt ihren Körper vor Nässe und Kälte. Dieses Fell hat aber keinerlei Ähnlichkeit mit dem langen rauhaarigen Fell eines Scotchterriers. Die Beine sind pfeilgerade, die Pfoten perfekt. Die Lenden und die Gestalt des ganzen Rahmens weisen auf Unerschrockenheit und Ausdauer hin, während die Größe und das Gewicht dem einer ausgewachsenen Füchsin entsprechen.“?

Wer Parallelen zu Max Grüns Hunden sucht, der sehe sich das Foto (der Website der SpVgg entnommen) mal genauer an. Und wer von den beiden ist wohl Emma?

Kurzurlaub von der Fußballhochburg Fürth

20100605 Matmour gg Al HamadiDas ist doch mal wieder typisch: Kaum verlasse ich die heimischen Gefilde – sprich: Fürth – für ein verlängertes Wochenende am Starnberger See, schon überschlagen sich hier die Ereignisse! Im Playmobil-Stadion findet ein Freundschaftsspiel zwischen der Nationalmannschaft Algeriens und den Vereinigten Arabischen Emiraten statt. Schon am Vormittag wird die ganze Stadt von den Farben Weiß und Grün dominiert, die ja eigentlich die Farben der Spielvereinigung sind. Aber dieses Mal handelt es sich um Tausende von Fans der algerischen Mannschaft. Und die positive Stimmung der Gäste ist in der Stadt zu spüren – so habe ich es mir zumindest von meiner Nachbarin berichten lassen, die sich seit ihrer regelmäßigen Lektüre des „Greuther-Weiber“-Blogs  zum engagierten Kleeblatt- und Fußballfan entwickelt hat.

Der Ronhof hat gebebt, und die von überall her angereisten Fans trommelten und sangen, was das Zeug hält. So hätten wir das gerne auch bei Spielen des Kleeblatts! Sogar OB Thomas Jung gibt zu, dass ihm diese Atmosphäre auch bei Heimspielen der SpVgg imponieren würde.

Wie dem auch sei, Algerien hat 1:0 gewonnen. Und als ich gegen 21 Uhr vom Kurzurlaub nach Hause komme, treffe ich in der Innenstadt noch immer auf gut gelaunte Fans mit grün-weißen Fähnchen und entsprechendem Outfit. Das ist ein echter Vorgeschmack auf die bevorstehende Fußball-WM in Südafrika.

Starnberger See 2010 080_640Übrigens: Auch am Starnberger See wurde ich an unsere Fürther Mannschaft erinnert. Vor dem Museum von Lothar-Günther Buchheim (Autor von „Das Boot“, außerdem berühmter Künstler und Sammler) in Bernried stehen witzige Holzfiguren im Park. Mannshoch drücken sie sich im Tor herum und harren offensichtlich der Dinge, die da kommen werden – vermutlich ein Ball. Und auch auf ihren Trikots finde ich zu meiner Freude wieder die Farbkombination, die mein Herz höher schlagen läßt: Weiß und Grün!

Kleeblatt: „Ab jetzt für Deutschland“

Fürth ist ja eine Stadt, die weithin für ihre Toleranz, Flexibilität und Offenheit bekannt ist. Gut, vielleicht nicht in Nürnberg. Egal. Der Fürther ist sich seiner positiven Charaktereigenschaften bewusst und versucht, sie in allen Bereichen umzusetzen und zu leben.

Greuther-Plakat Mai 2010 002So auch beim Thema „Fußball“. Kaum ist die Bundesliga-Saison zu Ende – die SpVgg hat sie mit einem 11.Platz abgeschlossen – da heißt es (wie formuliert das Ex-Keeper Olli Kahn immer so nett?) „Mund abputzen und weiter!“. Gesagt, getan, das nächste Fußball-Großereignis kommt unaufhaltsam näher, und auch das Kleeblatt springt auf den Zug der zu erwartenden Begeisterung auf. „Ab jetzt für Deutschland“ lesen wir an der Ludwigsbrücke auf einer riesigen Plakatwand. Auf grünem Grund ist ein schwarz-rot-goldenes Kleeblatt zu sehen. „Das Kleeblatt dankt allen Fans für ihre Unterstützung, wünscht einen tollen Fußballsommer und freut sich auf euch in der neuen Saison“. Na, wenn das nichts ist?

Also: Vom 11. Juni bis 11. Juli halten wir nicht mehr der SpVgg die Daumen, sondern mit der SpVgg der deutschen Mannschaft bei der WM in Südafrika. Bleibt abzuwarten, wie sich unsere Nationalmannschaft schlagen wird. Ohne Ballack und ohne einen Fürther im Team.