Happy Birthday, Eddy!

Die Website der Spielvereinigung hat eine Rubrik, die nicht nur Chronisten interessiert: Unter „Termine“ findet man die Geburtstage von Spielern. Da erfahren wir zum Beispiel, dass Sebastian Mielitz am 18. Juli feiern kann und dass Marco Caligiuri am 14. April 2017 33 Jahre alt wird.
Heute hat mich der Hinweis auf einen bevorstehenden Geburtstag besonders gefreut: Am Sonntag, 3. Juli, begeht Eddy sein Wiegenfest. Dabei handelt es sich um keinen Profi-Fußballer, sondern um das weiß-grüne Maskottchen des Kleeblatts. Eddy läuft gerne vor dem Anpfiff über das Spielfeld und sorgt auch bei vielen offiziellen Anlässen für gute Laune. Eddy ist ein großer, sympathischer Drache. Klickt man auf der Kleeblatt-Website ein wenig durch, findet man noch weitere Infos zu Eddy:

„Ich bin benannt nach meinem Vorbild Edgar Burkart.
Mein Steckbrief:
Geburtsdatum: Sommer 2005
Traumverein: Einmal Fürth – immer Fürth
Lieblingsspeise: Die Gastmannschaften im Stadion vernaschen
Position: Gesamter Stadioninnenraum
Im Verein: seit Juli 2005
Hobbys: Fußball schauen, Tore der SpVgg bejubeln, Kinder zum Lachen bringen.

Und so wollen wir uns den Wünschen seines Vereins zum 11. Geburtstag anschließen: Alles Gute, lieber Eddy!

Wie feiern Kleeblätter den 111. Geburtstag?

Gruendungsmitglieder_01Die Spielvereinigung feiert heute, 23. September, ihren 111. Geburtstag. Sie wurde im Jahr 1903 gegründet. Wo? Bezeichnenderweise in der Gustavstraße in der Fürther Altstadt. Dort, wo sich über die Frage, wie laut bzw. leise sprechende Menschen sind, die Geister scheiden (Dazu war übrigens heute ein guter Filmbeitrag im „Morgenmagazin“ von ARD und ZDF: hier).

Doch zurück zum Geburtstag. Was geschah eigentlich am 23. September 1903?

„Faustballer im TV 1860 hatten den Anstoß gegeben. Fußballspiele werden auf dem städtischen Platz am Schießanger ausgetragen, der Mitgliederstand wächst, doch immer noch hat das Kind keinen Namen. So trifft man sich am 23. September 1903 im Restaurant Balzer in der Fürther Gustavstraße. Die 1902 gewählte provisorische Vorstandschaft wird bestätigt, man gibt sich Statuten und nennt sich „Spielvereinigung des Turnvereins Fürth“. Mit zwei aktiven Mannschaften und 28 Mitgliedern geht es los, und dank einer um die Jahrhundertwende zur Beschaffung von Geld in Vereinen sehr beliebten Christbaumverlosung erhöht sich das Startkapital der jungen Fußballer auf stolze 100 Mark, die zu Beginn des Jahres 1904 sogleich bei der städtischen Sparkasse angelegt werden.“ (Das Zitat ist aus der Chronik der SpVgg. Das Foto zeigt die vier Gründungsmitglieder der SpVgg Fürth(von links): Ruff, Balzer, Schöffel und Barthel).

Auf Facebook haben jetzt einige vorgeschlagen, ob man dem Verein heute Abend im Fürther Ronhof nicht ein Ständchen bringen sollte. Um 19.03 Uhr. Das wäre dann in der zweiten Halbzeit des Heimspieles gegen den VfR Aalen. Ich stelle mir das so vor: Pünktlich um drei Minuten nach 19 Uhr stehen alle Kleeblattanhänger auf und singen ein lautstarkes „Happy Birthday“ auf die Spielvereinigung. Das hätte doch was! Und nach dem gewonnenen Spiel geht es dann in die Gustavstraße zum Feiern. Denn wie heißt es so treffend: „Wir sind Fürth“.

Wer gibt mir morgen früher frei?

Das Wochenende war in Bezug auf das Wetter zwar trist und kühl, Kleeblattfans wurde gestern aber kurz nach 17.15 Uhr ein innerer Fackelzug beschert. Der „Club“ hat ein entscheidendes Spiel im Kampf gegen einen drohenden Abstieg – gegen Eintracht Frankfurt – nach turbulenten Szenen in der Schlussphase doch mit 2:5 hoch verloren. Auf Facebook überschlugen sich daraufhin die ironischen Kommentare und Postings von Anhängern der SpVgg. Aber wir wollen nicht weiter darauf herumhacken.

Könnt Ihr Euch noch an „FRÜHER FREI FÜR FÜRTH“ erinnern? Ich finde, eine gute Aktion. Die Partner der SpVgg haben dabei die Möglichkeit, vergünstigte Karten für ihre Mitarbeiter zu erwerben und geben denen gleichzeitig die Chance, rechtzeitig zum Spiel in die Trolli ARENA zu kommen. Das ist z.B. morgen, Dienstag, 25. März, der Fall, wenn die SpVgg die Mannschaft von Fortuna Düsseldorf schon um 17.30 Uhr im Ronhof empfängt. Fans demonstrierten immer wieder gegen Spieltermine unter der Woche (Foto), da dann viele nicht die Möglichkeit haben, Spiele zu besuchen. Trainer Frank Kramer hofft trotz der frühen Anstoßzeit morgen aufgrund der Aktion auf die Unterstützung von gut besuchten Rängen. Ihre Teilnahme haben u.a. der Kleeblatt-Hauptsponsor ERGO Direkt, das Autohaus Graf, die infra und natürlich Martin Bauer zugesagt. Und ich weiß auch von kleinen Betrieben und Geschäften in Fürth, die zwar nicht zum erlesenen Kreis der SpVgg-Sponsoren gehören, aber trotzdem nichts dagegen haben, wenn ihre Mitarbeiter schon ein wenig früher gehen, um pünktlich in der Trolli ARENA zu sein. So liegt morgen eine Zuschauerzahl von mehr als 10 000 durchaus im Bereich des Machbaren.

Und noch ein Geburtstags-Glückwunsch von den Greuther-Weibern nach Hannover: Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus, über die ich ja schon öfter gebloggt habe, wird heute 35 Jahre alt. Die letzte Begegnung mit Fürther Beteiligung, die sie gepfiffen hat, war das Spiel gegen den VfR Aalen im Dezember 2013, das die SpVgg mit 1:0 gewonnen hat. Damals wurde Frau Steinhaus wegen „einiger Schwächen in der Zweikampfbewertung“ („kicker“) kristisiert. Kann ja mal vorkommen. Im Großen und Ganzen ist Bibiana Steinhaus ein Lichtblick in einer von Männern dominierten Branche.

Wolle Hesl: Glückwunsch von den Greuther-Weibern

Der Keeper und Kapitän der Spielvereinigung, Wolfgang Hesl, feiert heute seinen 28. Geburtstag. Er ist am 13. Januar 1986 im oberpfälzischen Nabburg geboren. Über den SC Altfalter, den 1.FC Schwarzenfeld, den 1.FC Amberg, den Hamburger SV, den SV Ried und Dynamo Dresden wechselte der Torwart im Juli 2012 nach Fürth zum Kleeblatt. Bereits im Laufe seiner ersten Saison wurde er die Nummer eins der Spielvereinigung und war schnell der sichere Rückhalt seiner Mannschaft. Seit der aktuellen Spielzeit  ist „Wolle“ oder „Casillas“, wie er auch genannt wird, sogar SpVgg-Kapitän. Insgesamt hat er bislang 17 Erstliga-Spiele für das Kleeblatt und zwei für den HSV bestritten sowie 32 Spiele in der 2. Bundesliga (13 Mal Dynamo Dresden, 19 Mal SpVgg Greuther Fürth). Auch das einjährige Intermezzo in Österreich endete für Hesl erfolgreich: Mit dem SV Ried schaffte der Schlussmann den Pokalsieg (ÖFB-Cup) und schlug dabei auf dem Weg ins Finale die favorisierten Mannschaften von Rapid Wien und Sturm Graz.
Ich habe versucht, in den unergründlichen Weiten des Internets noch mehr Infos über Wolfgang Hesl zu finden. Und habe seine Website gefunden. Die verrät einerseits interessante Details: zum Beispiel, dass sein Leitspruch „Fleiß besiegt Talent“ lautet, dass seine Lieblingsband „Coldplay“ ist, dass er seit 2009 verheiratet ist. Und dass er – wie ich auch – meint, dass eine Reise nach New York ein absolutes „Muss“ ist.
Andererseits ist die aufwändig gestylte Homepage von Wolfgang Hesl aber nicht besonders aktuell. Wer Lust hat, guckt sich das mal (wohlwollend, bitte) an. Immerhin: Ich habe dort aufregende Fotos von dem 1.86 Meter großen Torwart gefunden, die die Herzen von weiblichen Fußballfans höher schlagen lassen dürften (und eines für diesen Blogbeitrag entnommen).

Wir Greuther-Weiber wünschen Wolfgang Hesl alles Gute zum Geburtstag, eine Top-Gesundheit und viel Erfolg mit dem Kleeblatt.

Quo vadis, Kleeblatt?

Gestern Abend konnte ich leider nicht mit den anderen 15.500 Zuschauern in der Allianz-Arena dabei sein, als die Spielvereinigung ihr 15. Saisonspiel gegen den TSV 1860 München absolvierte. Ich war nämlich bei der Feier eines Freundes, der in einem Nürnberger Restaurant seinen runden Geburtstag feierte. „Quo vadis?“ heißt das Lokal – und das habe ich mich auch gefragt, als mein Tischnachbar auf seinem Smartphone das Endergebnis des Spieles googelte: 0:1 für die Löwen. „Quo vadis, Kleeblatt“, dachte ich mir, „wohin gehst du?“
Das Spiel war in den ersten 45 Minuten wohl von vielen Ballverlusten und Fehlpässen geprägt. Dann gab es nach der Pause Chancen auf beiden Seiten, die leider die Münchner in der 56. Minute durch das Tor von Dominik Stahl (Foto) verwandeln konnten. Gegen Ende der zweiten Halbzeit war auf der Online-Seite des Sportmagazins „Kicker“ zu lesen: „Der Schneefall in München nimmt zu. Gleichzeitig das spielerische Niveau leider wieder ab. Fürth rennt an, beißt sich aber an gut geordneten Löwen die Zähne aus.“ Am Ende feierten die Löwen den verdienten Heimsieg, die SpVgg verpasste die Tabellenführung.
Noch mal zu „Quo vadis?“. Der Sage nach begegnete der Apostel Petrus auf seiner Flucht aus Rom Christus und fragte ihn „Quo vadis, Domine?“ („Wohin gehst du, Herr?“) und erhielt zur Antwort „Venio Romam iterum crucifigi.“ („Nach Rom, um mich erneut kreuzigen zu lassen“). Daraufhin kehrte Petrus um, wurde in Rom gefangengenommen und gekreuzigt. Im Alltag wird die Phrase „quo vadis“ oft im Sinne von „Wohin soll das noch führen?” oder „Wie soll das weitergehen?” verwendet.
Das frage ich mich generell in  Bezug auf das Kleeblatt eigentlich nicht. Die Fürther sind gut in die Saison gestartet und werden bis zur Winterpause (hoffentlich) noch mal richtig aufdrehen. Gelegenheit dafür haben sie schon am kommenden Sonntag, 1. Dezember, wenn sie um 13.30 Uhr im Ronhof  Energie Cottbus empfangen. Der Tabellenletzte  ist auf jeden Fall zu knacken. Nicht, dass die Cottbusser nach dem Abpfiff Julius Caeser zitieren können: „Veni, vidi, vici“. („Ich kam, sah und siegte“).

Geburtstagsüberraschung für ein Greuther-Weib

Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde – so heißt es. Lange habe ich diese Redensart nicht verstanden. Aber der letzte Samstag hat mich eines Besseren belehrt.

Anlässlich meines Geburtstags habe ich ein kleines Essen gegeben und ein paar gute Freunde eingeladen. Die ersten Gäste haben mir eine Flasche Whisky mitgebracht (lecker!), die nächste meinen heißgeliebten „Literarischen Katzenkalender“ für das Jahr 2014 und schwarze Walnüsse (eine Delikatesse). Ein befreundetes Ehepaar wollte mich dann mit etwas Besonderem aus der Fassung bringen: Eine Mischung aus weiß-grünen Farben (Blumen im stylischen Übertopf) und einer kleinen rot-schwarzen Zugabe. Bei genauerem Hinsehen entpuppte sich das als Fanartikel: ein kleiner Magnet im Clubdress (Foto). Schon mal ein Affront. Die Krone hat mein Bekannter – Clubfan mit Dauerkarte! – dem Ganzen noch aufgesetzt, weil er eine Trainingsjacke in den Farben des Nachbarvereins trug. Humor – meinten die beiden – müsse man als tolerantes Greutherweib immer haben.

Ich fand es lustig und habe es den beiden nicht krumm genommen. Während des Menüs folgte die Rache dann unverhofft auf dem Fuße: Der 1. FC Nürnberg spielte gleichzeitig und verlor das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach mit 1:3. Sicher, das Ergebnis kam vielleicht nicht ganz gerecht zustande, und es ging kurios zu auf dem Spielfeld. Aber für mich war die Welt wieder in Ordnung. Der Club steht jetzt mit sieben Punkten nach zwölf Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz. Immerhin – und das betone ich! – stand das Kleeblatt vor einem Jahr mit ebenfalls sieben Punkten nach zwölf Spieltagen (vor dem FC Augsburg) einen Platz besser da. Thomas – c’est la vie. Und „danke“ für die schönen Geschenke und den lustigen Abend!