Unnötige 0:1-Niederlage beim SV Sandhausen

SV Sandhausen - SpVgg Greuther FürthEine Verkettung unglücklicher Umstände? Oder einfach nur kein guter Tag für das Kleeblatt? Keine Ahnung. Unterm Strich hat die Spielvereinigung beim SV Sandhausen mit 0:1 verloren. Das Tor fiel in der 84. Minute. Aber es waren turbulente Szenen vorausgegangen.
Die Partie vor nur 5.000 Zuschauern im Hardtwaldstadion begann lebendig und engagiert. Selbstbewusste Fürther hier, zurückhaltende Sandhäuser dort. Doch die angereisten lautstarken Kleeblattfans mussten bald erkennen, dass ihre Mannschaft heute (wieder einmal) nicht in der Lage war, gute Aktionen mit einem Treffer abzuschließen. Es gab bis zur Pause sogar einige gute Torchancen für die SpVgg, die sie allerdings nicht umsetzen konnte. Das Spiel war zum Teil ruppig, vor allem gegen Ende der ersten Halbzeit wurde gefoult, was das Zeug hielt.

Das Kleeblatt scheiterte gegen den SVS primär an deren überragendem Tormann Manuel Riemann. Die Krönung seiner Leistung war mit Sicherheit der gehaltene Elfmeter: Nach einem Foul an Röcker, das den zu Fall gebracht hatte, versuchte Stephan Fürstner in der 51. Minute mit einem laschen Schuss das Kleeblatt in Führung zu bringen (Foto). Aber Riemann konnte den Ball halten. Das verlieh den Badenern offenbar Flügel. Und sie machten ihren ersten Saisonsieg nach einem Missverständnis zwischen Fürstner und Korcsmar perfekt. Nach Fürstners Grätsche prallte die Kugel zum freistehenden Andrew Wooten und schwupps: Wolfgang Hesl konnte nur noch hinter sich greifen.
Für mich eine unnötige Niederlage. Grund dafür waren bei der SpVgg weder mangelnder Kampfgeist noch unkonzentriertes Zusammenspiel. Nein, – und da erinnere ich mich nur ungern an die Bundesligasaison nach dem Aufstieg 2012/13: Das Kleeblatt schafft es einfach nicht, den Ball ins gegnerische Tor zu katapultieren.
Fazit: Zu Hause im Ronhof sind die Kleeblätter derzeit dominant und erfolgreich. Aber auswärts – siehe beim FC Ingolstadt und heute beim SV Sandhausen – muss man eine Schippe drauflegen. Die Quittung nach der heutigen Niederlage: Tabellenplatz acht. Am nächsten Samstag, 20. September, empfängt die SpVgg dann den aktuellen Vierten der Zweiten Liga, den FC Kaiserslautern, in Fürth.

3:1 in Sandhausen – Vize-Herbstmeister

Sie sind schon sehr lax mit ihren Chancen umgegangen – dieses Gefühls konnte man sich längerer Zeit nicht erwehren.  Doch dann hat die Spielvereinigung die Begegnung in Sandhausen gegen den SV mit 3:1 gewonnen. Obwohl die Fürther Fans beim frühen Tor der Sandhäuser in der 16. Minute erst mal leicht geschockt waren. Ein gelungener Start der kurpfälzischen Mannschaft, die in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren hat. Aber das gelang ihr heute nicht. Denn es war ja nicht das erste Mal in dieser Spielzeit, dass das Kleeblatt einen frühen Rückstand aufholen sollte.

Eine markante Figur im Fürther Team war für mich heute Florian Trinks. Er versemmelte einige gute Möglichkeiten. Dann bewies er sportliche Fairness, als er selbst sein Handspiel anzeigte und damit sein Tor nicht anerkannt wurde. Da hat doch Diego Maradona als „Hand Gottes“ bei der Fußball-WM 1986 ganz anders agiert. Belohnt wurden dann das Kleeblatt und vor allem Florian Trinks durch sein 3:1 (Foto).
Langweilig war es im nur mit 4000 Zuschauern besuchten Hardtwald-Stadion nicht. In der 32. Minute gelang Niclas Füllkrug der 1:1-Ausgleich. Und Zoltan Stieber setzte mit seinem Foulelfmeter noch eins drauf.

Nach diesem Auswärtssieg ist die Spielvereinigung mit 32 Punkten Vize-Herbstmeister der Zweiten Liga. Zwar hat das Kleeblatt noch zwei Spieltage bis zur Winterpause vor sich. Aber nach 17 Spieltagen ist nun mal die Hälfte der Saison vorbei, und trotz der drei gewonnenen Punkte konnte man nicht am 1. FC Köln vorbeiziehen.
Kommenden Sonntag ist das nächste Auswärtsspiel gegen Arminia Bielefeld. Und zwei Tage vor dem Heiligen Abend schließt das Kleeblatt fußballerisch das Jahr 2013 mit seinem Heimspiel gegen den VfR Aalen ab.

Kleeblätter am Hardtwald

Am nächsten Sonntag, 8. Dezember, tritt die Spielvereinigung um 13.30 Uhr beim SV Sandhausen an. Gestern hat das Team aus dem baden-württembergischen Ort (knapp 15 000 Einwohner, 700 Vereinsmitglieder) im DFB-Pokal gespielt. Es hatte  sich fest vorgenommen, den Erstligisten Eintracht Frankfurt in die Wüste zu schicken. Die Eintracht tat sich gegen den Zweitligisten zunächst tatsächlich nicht leicht: Der SVS trat selbstbewusst auf und machte mit seiner dichten Defensive den Frankfurtern das Leben schwer. Doch dann trafen die Hessen zwei Mal ins Tor des SVS. Partie entschieden? Von wegen! In der 66. Minute stand es dann auf einmal überraschend 2:2. Aber die Übermacht des Erstligisten war zu stark – das Spiel ging 4:2 für die Eintracht zu Ende.

Am Sonntag könnten die Kleeblätter jetzt sicher davon profitieren, dass das DFB-Pokalspiel die Mannschaft des SVS viele Kräfte gekostet hat. Im Moment stehen die Kurpfälzer auf dem achten Tabellenplatz mit 23 Punkten und einem Torverhältnis von 15:14 Toren. Grund für ihren Erfolg ist primär die starke Defensive: Nach dem 1.FC Köln stellen sie zusammen mit dem Karlsruher SC die zweitstärkste Abwehr der Liga. Trotzdem müsste es für die Kleeblätter möglich sein, nach dem 1:0-Sieg gegen Energie Cottbus wieder drei Punkte einzufahren. Ich hoffe, dass sich viele Kleeblattfans auf den Weg nach Sandhausen machen – der Ort liegt ca. acht Kilometer südlich Heidelberg.

Uns Greuther-Weibern gefällt das Plakat des SV Sandhausen, auf dem die Begegnung gegen die Spielvereinigung angekündigt wird, besonders gut. Ich habe es auf der Vereins-Website gefunden. „Kleeblätter am Hardtwald“ – das klingt doch richtig adventlich. Und den 2. Advent, den feiern wir ja am nächsten Sonntag dann auch noch.