3:1-Heimsieg – tolles Geburtstagsgeschenk!

Das war ein richtig schönes Geburtstagsgeschenk, das mir das Kleeblatt heute beschert hat. Im Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 siegte die Spielvereinigung mit 3:1. Das war auch ganz im Sinne der Kleeblattfans, die heute lautstark aus sich herausgingen und endlich mal wieder feiern können.

Das Spiel startete mit großer Dominanz des Kleeblatts – spielerisch und beim Ballbesitz (70 Prozent). weiter lesen

Heimsieg gegen Dynamo – Kleeblatt wieder in der Spur

Länderspielpausen haben auf jeden Fall ihr Gutes: Eine Mannschaft wie die Spielvereinigung kann sich nach drei Niederlagen erst mal wieder sammeln und neu definieren. Das war auch der Plan für das Heimspiel im Fürther Ronhof – übrigens das 800. der Spielvereinigung in der Zweiten Liga! Das Traditionsteam von Dynamo Dresden war zu Gast – und mit ihm fast 2000 angereiste Fans.

Der Fürther Coach hatte im Gegensatz zum 0:2 beim Hamburger SV seine Startelf auf vier Positionen verändert: weiter lesen

Heimsieg auf den letzten Drücker

Heute war bei warmem Herbstwetter der berühmte Grafflmarkt in Fürth. Und wie so oft fand am gleichen Tag im Sportpark Ronhof ein Spiel der Spielvereinigung statt. Der heutige Gegner hieß SV Wehen Wiesbaden. Vor dem Anpfiff lagen die Aufsteiger aus der Dritten Liga auf dem letzten Tabellenplatz der Zweiten Liga. Die Geschichte des hessischen Vereins ist interessant: In der Spielzeit 2006/07 gelang nach 81 Jahren Vereinsbestehen der erstmalige Aufstieg in die 2. Bundesliga. Seit der Saison 2007/08 trägt die Mannschaft ihre Heimspiele nicht mehr im Wehener Stadion am Halberg aus, da es nicht den Anforderungen der Deutschen Fußballliga (DFL) entsprach. Man entschied sich gegen eine Erweiterung und für einen Stadion-Neubau in Wiesbaden (Wehen ist der drittgrößte Stadtteil von Taunusstein und liegt nur zehn Kilometer von Wiesbaden entfernt). Seit der Umsiedlung nach Wiesbaden nennt sich der Verein SV Wehen Wiesbaden.

Das Spiel startete so, wie einige Skeptiker es befürchtet hatten: weiter lesen

Versöhnlicher Saisonabschluss – auch dank Fabian Reese

Spannung bis zur letzten Minute im letzten Spiel der Zweitliga-Saison 2018/19: In der zweiten Minute der Nachspielzeit gelingt Richard Magyar der 2:1-Siegestreffer gegen den FC St. Pauli – das Kleeblatt hat sich damit den 13. Tabellenplatz gesichert. Das erste Tor war Fabian Reese (Foto: Sportfoto Zink) in der 51. Minute gelungen, nach einer Vorlage, die ebenfalls von Magyar kam. Insgesamt ein versöhnlicher Abschluss einer Spielzeit, in die Fürth vielversprechend startete, bevor plötzlich der Wurm drin war und man zeitweise sogar um den Klassenerhalt fürchten musste. 

Zahlreiche St. Pauli-Fans hatten ihr Team nach Franken begleitet, im Ronhof wurde ihnen deshalb ein zusätzliches Kontingent an Plätzen überlassen: Eine mit fast 14.000 Zuschauern beeindruckende Kulisse – schade, dass es in den vergangenen Monaten nicht öfter so war. Außerdem hatten sich die Anhänger beider Mannschaften eine originelle Choreografie einfallen lassen, was er Partie einen zusätzlichen Reiz verschaffte. Zusammen mit den angenehm frühsommerlichen Temperaturen also beste Voraussetzungen für einen interessanten Fußball-Nachmittag.

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Endlich wieder ein Heimsieg!

Paul Seguin erzielt per Elfmeter das 1:0 fürs Kleeblatt (Foto: Sportfoto Zink)

Endlich wieder ein Heimsieg für die Spielvereinigung! Nach zwei Unentschieden in der Englischen Woche – gegen Arminia Bielefeld und beim Nachholspiel gegen Dynamo Dresden – konnten die Kleeblattfans heute ein 2:1 feiern. Gegner war der SV Darmstadt 98.
Fürths Trainer Stefan Leitl hatte heute personell große Sorgen: Maximilian Wittek und Tobias Mohr sind verletzt und nicht einsatzfähig, genauso wenig wie Julian Green. Noch dazu hatte sich Daniel Keita-Ruel beim Aufwärmen vor dem Spiel am linken Sprunggelenk verletzt und musste in der 43. Spielminute ausgewechselt werden. Drei Ex-Kleeblätter standen für die Darmstädter auf dem grünen Rasen: Serdar Dursun, Marcel Franke und Johannes Wurtz.

In der ersten Halbzeit war die Partie für die Zuschauer unspannend und eher mittelmäßig. Noch dazu war Schiedsrichter René Rohde aus Rostock mit Gelben Karten nicht geizig. Nach der Halbzeitpause machten die Kleeblätter dann deutlich mehr Druck. David Atanga versuchte (für Keita-Ruel) immer wieder, vor das Tor der Lilien zu kommen, allerdings waren seine Abspielmöglichkeiten eher suboptimal. Das erste Tor für die SpVgg fiel dann aufgrund einer – meiner Ansicht nach – ungerechten Entscheidung des Referées. Er hatte bei Franke ein Handspiel gesehen und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Die undankbare Aufgabe des Schützen übernahm Paul Seguin, der trocken und souverän ins Tor von Daniel Heuer Fernandes traf. 1:0 im Ronhof – endlich mal die Heimführung!
Fabian Reese war heute in der Startelf und rackerte, was das Zeug hielt. Er hatte ja im Testspiel gegen Ingolstadt sein Potenzial gezeigt und einen Hattrick gelandet. Und endlich wurde sein Engagement in der Zweiten Liga belohnt: In der 83. Minute war er mit dem Ball bis zur Strafraumgrenze vorgestoßen, zögerte – wie so oft – lange, fasste sich ein Herz und schoss dann doch mit dem rechten Fuß. Der Ball war eher harmlos, aber Heuer Fernandes konnte auch diesen Teffer nicht parieren: 2:0!
Vier Minuten Nachspielzeit waren dann auch wieder ein Tick zu viel. Die Kleeblätter – erschöpft und ausgepumpt – hofften auf den erlösenden Schlusspfiff. Doch mit einem Standard verkürzten die Darmstädter noch zum 2:1.

Nach diesem Heimsieg gegen den SV Darmstadt hat die Spielvereinigung mit einem drohenden Abstieg nichts mehr zu tun. Am 29. Spieltag fährt das Kleeblatt am kommenden Sonntag, 14. April, zum VfL Bochum. Der liegt mit nur einem Punkt weniger direkt hinter der SpVgg auf Tabellenplatz elf.

Mehr Glück als Verstand!

Felix Wiedwald hält den zweiten Elfmeter von Daniel Keita-Ruel (Foto: Sportfoto Zink)

Eigentlich reicht die Überschrift schon für ein Fazit dieses Spiels: Mehr Glück als Verstand, viel mehr gibt es dazu kaum zu sagen. Dass die Spielvereinigung die heutige Partie gegen den MSV Duisburg mit 1:0 gewonnen hat, ist einerseits schmeichelhaft, denn beide Teams waren ungefähr gleich harmlos. Andererseits ist es blamabel, denn es hätte am Ende 2:0 heißen müssen. Doch Daniel Keita-Ruel schoss beim zweiten Elfmeter (1. Minute der Nachspielzeit, siehe Foto) den Ball haargenau in die Hände des Duisburger Keepers Felix Wiedwald – und das, nachdem er fünf Minuten vorher bereits einen Foulelfmeter erst durch Nachschuss im Kasten der Gäste versenken konnte (86.). Ein äußerst schwaches Bild, das der Fürther Stürmer da abgab!

Mal ganz abgesehen davon, war schon Elfmeter Nummer eins ein sehr großzügiges Geschenk von Schiedsrichter Harm Osmers an das Kleeblatt. Denn im Zweikampf mit Duisburgs Hajri fiel Julian Green einen Tick zu früh hin, als es mit rechten Dingen hätte zugehen können. Doch der Unparteiische ließ sich weder von einigen protestierenden Duisburger Spielern in seiner Entscheidung beeinflussen noch von ihrem Trainer Lieberknecht, der deshalb schimpfte wie ein Rohrspatz.

Und sonst? Für den neuen Kleeblatt-Trainer Stefan Leitl war es ein glücklicher Einstand. Für ihn zählt nicht, wie dieses Ergebnis zustandegekommen ist – sondern nur, dass es 1:0 lautet und die Spielvereinigung damit den Abstand zum Tabellenende um drei Punkte vergrößern konnte. Ob der „neue Besen“ Leitl wirklich gut kehrt, wird sich beim nächsten Spiel am Sonntag, 17. Februar, gegen Holstein Kiel zeigen. Und für Duisburg? Für die Zebras war es eine bittere Pille, die sie im Ronhof schlucken mussten. Ein 0:0-Unentschieden wäre dem Spiel ehrlicherweise eher gerecht geworden. Aber was heißt im Fußball schon gerecht? Und Glück muss nicht nur der Mensch, sondern auch der Fußballer haben. So gesehen, geht das heute alles in Ordnung.

Fürther Spaßvogel mit an der Vereinsspitze

Heute wurde die Katze aus dem Sack gelassen: Volker Heißmann ist neuer Vizepräsident bei der SpVgg Greuther Fürth (das Foto von Sportfoto Zink zeigt ihn mit dem Präsidenten der Spielvereinigung, Fred Höfler, und Oberbürgermeister Thomas Jung). Ehrlich gesagt, hat mich diese Nachricht heute Mittag durchaus etwas überrascht. Aber schon nach wenigen Minuten dachte ich mir: Klasse! Der Mann hat jede Menge Humor. So einen kann die Spielvereinigung in jedem Fall gut gebrauchen! Er wird nicht alles nur bierernst nehmen wie manch anderer in dieser Position bei bestimmten Vereinen 😉 Und: Heißmann ist ein waschechter Fürther, dessen weiß-grünes Herz schon immer für unsere Spielvereinigung schlägt. Er ist auch viel mehr als ein Komödiant. Das hat er in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder bewiesen, indem er in seiner Heimatstadt verschiedene soziale Projekte unterstützte. Nun kann er – als Nachfolger von Holger Schwiewagner – mit dem Kleeblatt so etwas wie ein sportliches Projekt fördern.

Nachdem die Mannschaft 2012 den Sprung in die Erste Liga geschafft hatte, schmetterte Heißmann bei der Aufstiegsfeier unsere Ronhof-Hymne vom Rathausbalkon: „Dass wir vom Ronhof sind – hallihallo -, das weiß ein jedes Kind!“. Tausende auf den Straßen darunter bejubelten den Auftritt. Als einer der Väter der „Comödie“ Fürth holte Heißmann damals die Fernsehsendung „Blickpunkt Sport“ in das ehemalige Berolzheimeranium. Ein Coup, über den man beim Verein in der östlichen Vorstadt ganz und gar nicht „amused“ war. Heißmann zeigte sich großzügig und lud Vertreter des Erzrivalen ein, in der Sendung aus der „Comödie“ auch aufzutreten. Und die Glubberer? Sie schafften es nicht, ausnahmsweise mal über ihren eigenen Schatten zu springen. Naja, Souveränität war ja noch niemals ihre Stärke!  Volker Heißmann ließ sich jedenfalls auch da nicht die gute Laune verderben.

Wir Greuther-Weiber freuen uns jedenfalls auf die neue Rolle von Volker Heißmann und wünschen uns, dass er ab und zu auch für Riesenstimmung im Ronhof sorgt. So wie früher mal. Dass er nicht nur Vize-, sondern sogar „President“ kann, hat er ja vergangenes Jahr schon bewiesen – wenn auch nur in einer Film-Satire.

Nach dieser guten Nachricht von heute wird das Kleeblatt am Abend gegen den 1. FC Magdeburg bestimmt noch besser gelaunt auftreten als sonst bei Heimspielen.

P.S.: Ob die Laune im Ronhof ein paar Stunden später wirklich gut war, sei mal dahingestellt. Schließlich sah es ja eine Zeitlang so aus, als könnte die Elf aus Sachsen-Anhalt die Partie für sich entscheiden. Aber die Spielvereinigung hat nicht aufgegeben und alles ins Zeug geworfen, was sie aufzubieten hatte. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit sah es noch nach einem 2:2-Remis aus. Die Schlussminuten zeichneten sich dann durch eine gewisse Dramatik aus: Das 3:2 lag spürbar in der Luft. Zum Glück ließ der Unparteiische drei Minuten nachspielen. Und das Kleeblatt machte es bis zur allerletzten Minute spannend. Ganz nach früherer FC Bayern-München-Art (die hatten bekanntlich in der vergangenen Saison dauernd einen solchen Dusel!) fiel in der 93. Minute das heiß ersehnte Siegestor. Jubel auf dem Spielfeld und im Stadion!

Volker Heißmann hat sich also gleich als Glücksbringer für die Fürther erwiesen – vielleicht ist er ja so etwas wie das 4. Blatt im eigentlich dreiblättrigen Kleeblatt.

Erst mal Luft zum Durchschnaufen

Er ist so wichtig im Abstiegskampf – dieser heutige 2:1-Heimsieg des Kleeblatts gegen Eintracht Braunschweig. Sieben Spiele lang war die Spielvereinigung zu Hause schon ungeschlagen, heute also zum achten Mal.

Das Kleeblatt hatte in der ersten Spielhälfte nach einigen Startproblemen eindeutig mehr vom Spiel. In der 21. Minute gelingt es Khaled Narey nach Vorbereitung von Julian Green, seinen Gegner Reichel zu umspielen und einen Schuss aus kurzer Distanz im Kasten der Eintracht zu platzieren. Doch statt aus dieser Führung etwas zu machen, rennen die Fürther im Anschluss erfolglos gegen die Braunschweiger Abwehr an. Und obwohl sie mehr Ballbesitz haben, können sie ihre Dominanz nicht in einen zweiten Treffer ummünzen. Der Eintracht gelingt es nach einer guten halben Stunde, den Druck zu erhöhen. Und nicht nur das: In der 45. Minute schafft ausgerechnet der Ex-Fürther Dominick Kumbela, der in seiner Zeit beim Kleeblatt keinen Treffer landen konnte, den Ausgleich – 1:1 auch der Halbzeitstand.

Und schon müssen die Fans in der zweiten Hälfte wieder zittern. Beim Kleeblatt kommt es immer wieder zu Missverständnissen. Zum Glück können auch die Braunschweiger nicht an ihre starke Phase am Ende des ersten Durchgangs anknüpfen. So bleibt es lange Zeit beim 1:1-Spielstand. Kapitän Marco Caligiuri, der bis gestern gegen eine Grippe kämpfte, lässt in der 77. Minute eine Riesenchance verstreichen, als er, völlig frei stehend, eine einwandfreie Hereingabe von Maxi Wittek aus wenigen Metern Entfernung am Tor der Eintracht vorbeiköpft. Zu diesem Zeitpunkt war man als Fan eigentlich fast am Verzweifeln. Doch dann geht es blitzschnell: Erst ein verpatzter Fürther Konter, dann kann Jurgen Gjasula doch noch zu Sebastian Ernst passen – und der macht in der 79. Minute klare Sache: 2:1 für die Spielvereinigung (Foto: Sportfoto Zink).

Der Rest des Spiels bestand größtenteils nur noch aus Spielerwechseln auf beiden Seiten ohne sehenswerte Spielzüge. Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck gibt drei Minuten obendrauf, die die Eintracht zum Glück auch nicht mehr nutzen kann. Es bleibt beim insgesamt verdienten 2:1. Die Spielvereinigung steht nun auf dem 15. Tabellenplatz und hat sich dadurch zumindest etwas Luft verschafft. Allerdings: Der nun auf Rang 16 platzierte VfL Bochum hat an diesem Wochenende noch nicht gespielt. Und er muss morgen ausgerechnet gegen den 1. FC Nürnberg ran. Eine verflixte Situation, und das vor dem Lokalderby nächste Woche!!!

Drei „big points“ fürs Kleeblatt

Gestern habe ich noch von Masochismus geschrieben, wenn ich über die Situation der Spielvereinigung nachdenke. Heute sieht alles zumindest schon etwas entspannter aus. Denn das Kleeblatt hat das Heimspiel gegen Dynamo Dresden glücklich mit 1:0 gewonnen. Und sich mit drei Punkten auf den Relegationsplatz vorgeschoben.

Ich saß auf dem Balkon meiner Ferienwohnung in der Steiermark und konnte mir alles auf dem Computer ansehen (Foto). Und die Partie ging aus Fürther Sicht gar nicht gut los: Die Sachsen – mit starker Unterstützung zahlreicher angereister Fans – hatte in den ersten Minuten eine Chance nach der anderen. Die sie – Gott sei Dank! – nicht in Tore verwandeln konnten. Das Kleeblatt vermittelte den Zuschauern den Eindruck einer unsicheren Mannschaft, die ihrem Erfolg vergangener Jahre und insbesondere ihrem Selbstvertrauen hinterherläuft. Besonders gefährlich wurde es dann in der 25. Minute, als Lukas Röser den Ball aus dem Lauf wuchtig aufs Fürther Tor drosch. Zum Glück fürs Kleeblatt nur an die Torlatte.
Doch dann passiert es fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff: Maximilian Wittek jagt einen 30-Meter-Freistoß aufs Tor, der Ball prallt als Aufsetzer an den Pfosten. Lukas Gugganig reagiert aufmerksam und schießt die Kugel aus zehn Metern ins Dresdner Tor. Das war erste Treffer der SpVgg im Jahr 2018.
In der zweiten Halbzeit fand das Kleeblatt dann gut ins Spiel und bewies Kampfgeist. Wittek war heute der für mich beste Fürther Spieler: In der Abwehr, im Angriff, seine beherzten Aktionen machten den 10.390 Zuschauern im gut besuchten Stadion im Ronhof Spaß. Und auch Khaled Narey (der ohne Not zweimal den Ball völlig verpeilt zurück zum Fürther Torwart gab) gelangen immer öfter gute Abschlüsse.
Insgesamt ein glücklicher, ja schmeichelhafter Sieg fürs Kleeblatt. Aber die drei „big points“ könnten insgesamt sehr wichtig sein. Die Spielvereinigung liegt jetzt auf dem Relegationsplatz. Allerdings muss ja der SV Darmstadt 98 noch ein Spiel gegen den FC Kaiserslautern nachholen. Da könnte sich in der Platzierung wieder etwas ändern. – Die Spielvereinigung fährt am kommenden Samstag, 17. Februar, zu Fortuna Düsseldorf, dem aktuellen Tabellenführer. Aber: Das Kleeblatt hat das Hinspiel im Ronhof immerhin mit 3:1 gewonnen. Vielleicht kein schlechtes Omen.

Magyars Tor macht Kleeblattfans glücklich

Nach dem fulminanten 4:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli vor zwei Wochen hat das Kleeblatt letzten Samstag gegen den MSV Duisburg wieder geschwächelt. Umso wichtiger sind die drei Punkte, die es heute gegen den 1. FC Heidenheim im Ronhof einfahren konnte. 1:0 lautete das Ergebnis nach dem Abpfiff.

Im Gespräch haben mich diese Woche zwei Fußball-Greenhorns gefragt, woran es in dieser Saison bei der Spielvereinigung eigentlich hakt. Ich brachte es schnell auf den Punkt: Grundsätzlich ist das Zusammenspiel bei den Fürthern harmonisch und effektiv. Die einzelnen Spieler haben durchaus Qualitäten und sind auch motiviert. Aber die Offensive hat im gegnerischen Strafraum oft kein Durchsetzungsvermögen, zu wirklichen Abschlüssen – sprich: Toren – kommt es einfach zu selten. So ähnlich war es auch heute wieder. Die Spielvereinigung agierte mit Mut und Können, aber wo war die Chancenverwertung? Und der FC Heidenheim hatte (Gott sei Dank!) einen schlechten Tag und musste nach zuletzt fünf ungeschlagenen Spielen (vier Siege, ein Remis) wieder mal eine Niederlage einstecken.

Schon in der sechsten Spielminute wäre es beinahe zum Kleeblatt-Tor gekommen: Jurgen Gjasula hatte sich einen Abpraller ergattert und scheiterte nur an einer starken Parade des Heidenheimer Keepers Kevin Müller. In der folgenden halben Stunde gelang den Gästen erst mal nicht viel. Als sie dann endlich Oberwasser hatten und verstärkt im Fürther Strafraum kämpften, waren es die Kleeblätter in der 28. Minute, die zu ihrem heiß ersehnten Treffer kamen: David Raums Pass und Gjasulas Abschluss wurde vom herausrennenden Müller und Timo Beermann erst mal geblockt. Doch Gjasula behielt seinen klaren Kopf, gab an Richard Magyar ab, der seinen Größenvorteil gegenüber Ronny Philp ausnutzte (Magyar ist neun Zentimeter größer) und aus fünf Metern zum 1:0 einköpfte. So lautete auch der Pausenstand.
Gut zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff hätte die SpVgg fast das 2:0 gemacht. Aber Khaled Nareys starker Lauf war nicht vom Erfolg gekrönt, und Julian Greens Kopfball scheiterte an Keeper Müller. Insgesamt bleib der heutige Angstgegner FC Heidenheim in den Zweikämpfen zu zaghaft. Echte Chancen hatten vielmehr die Kleeblätter. Aber – wie oben kritisiert – die Chancenverwertung klappte eben nur mäßig! Bis vor das gegnerische Tor spiel(t)en sie stark, bei vermeintlich todsicheren Gelegenheiten sind die Jungs aber einfach zu lax.

Am Ende reichte es heute durch den einen Treffer von Magyar (der sich nach Spielende richtig freute, Foto: Sportfoto Zink) für drei ganz wichtige Punkte. Mit insgesamt 17 Punkten nähert sich die Spielvereinigung wieder den Nicht-Abstiegsplätzen. Der SV Darmstadt 98 hat gegen Erzgebirge Aue verloren und liegt nach 17 Spielen nur einen Punkt vor dem Kleeblatt auf Tabellenrang 16. Und genau diese Darmstädter sind die Gegner der SpVgg beim letzten Heimspiel des Fußballjahrs 2017 am nächsten Sonntag, 17. Dezember. Hoffentlich kommen dann mehr Zuschauer ins Stadion als heute: Gerade mal 6965 Zuschauer waren da – ein Armutszeugnis!