Sararers Streicheleinheit für die Eckfahne

Nach dem verlorenen Halbfinalspiel gegen Borussia Dortmund im März 2012 hat es die Spielvereinigung im DFB-Pokal nie weiter als bis zur zweiten Runde gebracht. Bis heute! Durch das Tor in der 90. Minute von Veton Berisha (nach einem leidenschaftlich erkämpften Angriff) gewann das Kleeblatt mit 2:1 gegen den Erstligisten Mainz 05.

Die Partie hatte über weite Phasen den Charakter eines Freundschaftspiels: harmlos, ohne Fouls, beide Teams agierten auf Augenhöhe. Bis in der 68. Minute das Tor für die Rheinhessen fiel. Jhon Cordoba war wenige Minuten vorher eingewechselt worden. Yunus Malli zirkelte einen Eckball von links an den Fünfmeterraum, wo eben dieser Cordoba höher als Franke hochschnellte und mit Unterstützung des linken Innenpfostens das Tor machte. Schade fürs Kleeblatt, trotzdem liefen die Fans im Ronhof zur Hochform auf. Leider waren insgesamt nur knapp 6.000 Zuschauer im Stadion – sicherlich der frühen Anstoßzeit geschuldet.

Also, 1:0 für die Gäste. Es plätscherte erst mal weiter dahin. Ein unnötiger Ballverlust der Mainzer, die genau auf Narey spielten, leitete den Ausgleich ein! Veton Berisha gab an Sercan Sararer ab, der im Strafraum aufgetaucht war und den Ausgleich machte. Ausgerechnet Sararer (Foto), der nach seinem Aussetzer am Wochenende gegen Tabellenführer Eintracht Braunschweig – als er wutentbrannt die Eckfahne umkickte, was mit Gelb-Rot geahndet wurde – heute seinen Fehler mehr als wettgemacht hat. Als Zeichen für seine „Reue“ lief Sararer nach dem Tor zur Eckfahne und streichelte sie liebevoll.

1:1 – das roch ziemlich nach Verlängerung. Die Ballbesitzquote war übrigens zu diesem Zeitpunkt 33 Prozent : 67 Prozent für die Rheinhessen. Weder die Spielvereinigung noch die Mainzer Gäste rechneten noch mit einer Glanzleistung von Veton Berisha. Er, der immer viele Pässe an den Gegner verliert, der rackert und sich abtut, aber oft ins Leere rennt, ausgerechnet Veton wird zum Helden dieses Pokalabends. In der 90. Minute läuft er aus der eigenen Hälfte in den gegnerischen Strafraum. Er will zum Teamkollegen passen, Sercan Dursuns Schuss wird geblockt, pfeilgenau zurück auf den Norweger Berisha, der aus zentraler Position souverän ins Tor trifft.

Ihm ist es auf jeden Fall zu gönnen. Wie der gesamten Spielvereinigung. Der 2:1-Sieg katapultiert das Kleeblatt ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Und sichert Trainer Stefan Ruthenbeck hoffentlich (vorerst) seinen Trainerjob. Gut, denn diese unnötigen Trainerdiskussionen bringen in die Mannschaft nur Unruhe.

Schöner Start in neue Saison

SpVgg Greuther Fürth - TSV 1860 MünchenViele Faktoren waren heute ideal: herrlicher Sonnenschein, warme Temperaturen, 13 205 Zuschauer im Stadion. Und auch das Endergebnis – 1:0 gegen 1860 München – ist ein schöner Einstieg in die neue Spielzeit 2016/17. Im Gegensatz zu den Löwen hat das Kleeblatt mit wenig Abgängen seine Mannschaft stabil halten können. Man spürte die Harmonie zwischen Jurgen Gjasula, Robert Zulj, Sebastian Freis und Veton Berisha, die im Laufe der Monate gelernt haben, passgenau zusammenzuspielen. Dass da die eine oder andere Aktion nichts wurde, darüber kann man hinwegsehen.

Der neue Mann im Fürther Tor ist der Ungar Balazs Megyeri. Als Nachfolger von Sebastian Mielitz bewies er heute Mut und Können. Seine Faustabwehraktionen waren erfolgreich, sein Fast-Spagat beim Angriff des neuen Löwenstars Ivica Olic sehenswert.

Ein guter „Neueinkauf“ beim Kleeblatt ist Khaled Narey. Er agiert schnell, engagiert und versuchte vom rechten Flügel aus gefährlich zu werden. Allerdings muss er noch lernen, auch mal den Ball abzugeben und nicht alles in Eigenregie machen zu wollen.

Sehenswert wie so oft waren die Freistöße von Gjasula & Co.: Da wird sich kurz abgesprochen, der eine springt über den Ball, der nächste zögert, irritiert damit den Gegner, und dann wird der Freistoß ausgeführt – und Löwenkeeper Jan Zimmermann hatte alle Mühe, das Wirrwarr zu durchschauen.

Gewissermaßen mit dem Halbzeipfiff traf Robert Zulj ins Münchner Tor. Kurz vorher war ihm noch etwas misslungen, aber die Parade zum 1:0 war wieder mal eine Supereinlage à la Zulj.

Trotz des 1:0-Heimsieges und der drei Punkte, die das Kleeblatt einfahren konnte: Es wäre viel, viel mehr drin gewesen. Vier, fünf wirklich tolle Chancen konnten die Fürther nicht verwandeln. Aber was soll’s? Wir haben ja noch 33 Spiele in der Zweitligasaison 2016/17 – und am Ende wird die Spielvereinigung (wenn sie sich so entwickelt, wie es heute aussah) nicht mehr nur auf dem 9. Tabellenplatz stehen wie zuletzt. Wetten?

Kleeblattsieg mit Berishas Superleistung

SpVgg Greuther Fürth - Fortuna DüsseldorfBei Veton Berisha ist heute der Knoten geplatzt. Sonst ackerte er in vielen Spielen und kam zwar in den Sechzehnmeterraum, aber seine Torausbeute ließ zu wünschen übrig. Mit seinem Doppelpack war er heute endlich erfolgreich und einer der besten Spieler auf dem Platz. Begegnungen im Fürther Ronhof gegen Fortuna Düsseldorf sind ja oft ein wenig schwierig. Wenn etwa der gegnerische Coach Frank Kramer oder Mike Büskens hießen. Und auch die Ex-Fürther Nikola Djurdjic und Sercan Sararer sowie Fortunas Sportdirektor Rachid Azzouzi machten es dieses Mal deutlich, dass der Profi-Fußball ein Geschäft ist, in dem keiner eine nachhaltige Beziehung zum Verein aufbauen kann.
Die heutige Partie vor 9665 Zuschauern startete dynamisch. Berisha bekam in der 10. Spielminute den Ball von Ante Vukusic direkt in seinen Lauf gespielt. Er preschte in Richtung Düsseldorfer Tor und schoss den Ball mit seinem schwächeren linken Fuß aus 17 Metern ins lange Eck. Für den Fortuna-Keeper Michael Rensing unhaltbar. Das Stadion bebte, die Stimmung war super. Bis sieben Minuten später ausgerechnet Sercan Sararer den Ausgleich schaffte. Aber heute setzte Berisha seine Chancen effektiv um: Wieder war es Vukusic, der ihm den Ball auflegte – 2:1. Die Kleeblattfans konnten sich kaum noch einkriegen. Danach hatten die Fortunen einige ganz gute Möglichkeiten. Aber es sollte der Tag der Traumtore für die Spielvereinigung werden: Berisha hatte auf rechts viel Platz, Marco Stiepermann ließ zwei Gegner alt aussehen und schlenzte den Ball aus 16 Metern mit seinem (ebenfalls schwächeren) rechten Fuß an die Unterkante der Latte, von wo sie hinter die Linie sprang: 3:1. Mit diesem Stand ging es dann in die Halbzeitpause.

Die zweiten 45 Minuten hatten dann nicht mehr die Klasse der ersten Hälfte. Die beste Chance zum Anschlussteffer vergeigte Djurdjic, der am hervorragend reagierenden Kleeblatt-Keeper Sebastian Mielitz scheiterte (62. Minute). Eine weitere Glanzparade lieferte Mielitz dann eine gute Viertelstunde vor Schluss des Spiels. Er wehrte einen starken Kopfball von Pohjanpalo ab und lenkte ihn an die Latte. Die perfekte Mischung aus Können und Glück.

Letztlich gewann die Spielvereinigung mit einem hochverdienten 3:1 gegen Fortuna Düsseldorf, das war der vierte Sieg in den vergangenen sieben Spielen. Mit 43 Punkten rutscht das Kleeblatt auf den siebten Tabellenplatz nach oben (und ist punktgleich mit dem Sechstplatzierten Union Berlin). Für die Düsseldorfer wird es immer enger, sie sind nur drei Punkte vom Tabellenende entfernt und müssen nach der zweiten Niederlage in Folge ernsthaft um ihren Verbleib in der Zweiten Liga bangen.
Am kommenden Sonntag, 24. April, fährt das Kleeblatt zu Arminia Bielefeld. Und trifft dort auch wieder auf einen „alten Bekannten“: Wolfgang Hesl steht im Tor der Zweitligaaufsteiger und hat in dieser Saison erst 35 Tore reingelassen.

3:0 – Ein Befreiungsschlag fürs Kleeblatt

SpVgg Greuther Fürth - Eintracht BraunschweigEin Kantersieg war’s nicht. Gefühlt aber schon! Das Kleeblatt hat zu Hause Eintracht Braunschweig mit 3:0 besiegt. Und für Fürther Verhältnisse war das mal ein „haushoher Sieg“. Ich habe 3:0 getippt und endlich, endlich auch mal Recht behalten.
Die Matchwinner bei der heutigen Begegnung im Sportpark Ronhof hießen Robert Zulj (der zwei Tore machte) und Marco Stiepermann (er schoss das 2:0 in der 58. Minute). Aber insgesamt war es eine tolle Mannschaftsleistung. Keeper Sebastian Mielitz und Niko Gießelmann mausern sich zum echten Team. Und Jurgen Gjasula hat mit seinen perfekten Freistößen die Traumvorlagen für die beiden Zulj-Tore geliefert.

Ich finde die Entscheidungen von Trainer Stefan Ruthenbeck mutig und konsequent. Er lässt sich nicht beirren, sondern setzt auf einen (inzwischen erfolgreichen) Angriff und – aber das war heute nicht so entscheidend – eine effektive Abwehr. Von außen betrachtet ist Ruthenbeck der absolut richtige Coach für die Spielvereinigung: Er strahlt Ruhe aus, lässt sich auch von Rückschlägen nicht nachhaltig beeindrucken. Und er gibt der Mannschaft offenbar wieder Selbstvertrauen.

Während des Spiels im Ronhof kamen die Zwischenergebnisse der parallelen Begegnungen rein: Der SC Paderborn schoss ein Tor nach dem anderen gegen St.Pauli, und gewann dann letztlich doch „nur“ mit 4:3. Und der 1. FC Nürnberg machte Arminia Bielefeld mit 4:0 platt. Armer Wolfgang Hesl – ein schwarzer Tag für den Fürther Ex-Keeper!

Also: Die Spielvereinigung ging heute mit einem souveränen 3:0-Sieg vom heimischen Platz (übrigens präsentierte sich zum ersten Mal das Stadion ohne Haupttribüne). Und ist aktuell auf den sechsten Tabellenplatz der Zweiten Liga hochgerutscht. Wenn das nichts ist!?

Wir feiern heute mal ausgelassen in der Gustavstraße (oder auch woanders) mit Mumm-Sekt oder Grüner-Bier. Und freuen uns auf die nächste Begegnung am Sonntag, 20. März, gegen den VfL Bochum. Der liegt im Moment einen Platz vor dem Kleeblatt und wird sich ins Zeug legen, die Spielvereinigung in Grund und Boden zu spielen. Aber da haben sie sich verrechnet! Wetten?

Freis und Wurtz machen heiß ersehnten Heimsieg perfekt

SpVgg Greuther Fürth - FC Union BerlinOft liegen Freud und Leid ganz eng beieinander – so auch heute. Endlich wieder ein Heimsieg für die Spielvereinigung! Das Kleeblatt gewinnt mit 2:0 gegen den 1. FC Union Berlin und kann drei wichtige Punkte für sich verbuchen. Aber schade, schade, dass es so viele gute Chancen vergeigt hat!

Wie beim Frankenderby am letzten Freitag fiel das erste Fürther Tor ganz schnell. Schon in der 4. Minute gelang Sebastian Freis ein druckvoller Start des Kleeblatts: Er traf souverän ins Tor der Berliner. Und druckvoll ging es weiter. Die knapp 8000 Zuschauer im Stadion, die einmal mehr unter einer völlig indiskutablen Anstoßzeit (17.30 Uhr) zu leiden hatten, kamen allmählich auf Touren. Jurgen Gjasula entwickelt sich zunehmend zum Spielmacher, der auch heute einige Chancen hatte, aber mehrfach übers Tor schoss.
Nach der Pause waren dann die „Eisernen“ aufgewacht, sie versuchten, den Rückstand aufzuholen. Aber sie hatten heute – viele wichtige Spieler fehlten, auch Trainer Sascha Lewandowski ist auf unbestimmte Zeit krankgeschrieben – einfach schlechte Karten. Gerade deshalb hätte das Kleeblatt mehr herausholen müssen. Bei Kontern wurde geschwächelt, der Torschütze Freis kam immer wieder bis zum gegnerischen Strafraum und schloss dann den Angriff dilettantisch ab. Das ist nach wie vor die Achillesferse des Kleeblatts. Man brilliert mit exaktem Zuspiel, mit kurzen Bällen und originellem Dribbling. Und dann wird es auf dem Weg zum Tor immer dünner, und alles Engagement war für die Katz‘. Kritisch hätte es heute werden können, wenn Union Berlin stärker gespielt hätte.
Immerhin: Das zweite Tor für die Gastgeber fiel dann in der 80. Minute. Gjasula spielte auf dem rechten Flügel komplett relaxt einen Doppelpass mit Marco Stiepermann, gab den Ball an Johannes Wurtz weiter, der aus kurzer Distanz zum 2:0 verlängerte. Wurtz (der auf dem Foto jubelt) ist sein erstes Saisontor wirklich zu gönnen. So endete die Begegnung mit einem 2:0 – nach fünf sieglosen Partien im Sportpark Ronhof.
Die englische Woche verlangt den Profis einiges ab. Am Samstag ist das Kleeblatt beim Bundesliga-Absteiger SC Paderborn zu Gast. Die Spielvereinigung steht bis dahin mit 32 Punkten auf dem achten Tabellenplatz der Zweiten Liga. Das ist doch nach der Derbyniederlage (die ja auch vermeidbar gewesen wäre) ganz passabel!

Mielitz und Stiepermann: die Helden des Tages

Das war heute eine unterhaltsame und dann sogar auch erfolgreiche Partie im Stadion am Laubenweg! Das Kleeblatt traf auf den TSV 1860 München. Seit einigen Jahren der Angstgegner schlechthin, denn gegen kein anderes Team haben die Münchner Löwen in der Zweiten Liga öfter gewonnen als gegen die Spielvereinigung: 16 Mal. Aber diese Serie wurde heute ENDLICH gestoppt.

Das Kleeblatt startete dynamisch ins Spiel, gute Chancen konnten aber weder Jurgen Gjasula noch Veton Berisha verwandeln. Dann drehten die Gäste aus München die Partie, das Spiel wurde ausgeglichener, und die Löwen hatten auch gute Tormöglichkeiten, die aber Gott sei Dank nicht in den Kasten von Sebastian Mielitz gingen. Zur Halbzeitpause stand es also 0:0. Kaum waren beide  Mannschaften wieder auf dem übrigens völlig überwässerten Rasen im Stadion – was ist dem Platzwart denn da passiert? -, als Veton Berisha dem nachgerückten Marco Stiepermann den Ball abgab. Der machte nicht lange rum und schoss den Ball in der 47. Minute ins linke Eck des Münchner Tors. 1:0! Aufatmen bei den Kleeblattfans, jetzt galt es, den Vorsprung zu halten.

SpVgg Greuther Fürth - TSV 1860 MünchenDass heute tatsächlich drei Punkte auf das Fürther Punktekonto dazukamen, hat die Mannschaft ihrem Keeper Sebastian Mielitz zu verdanken, dem es gelang, mehrere gefährliche Torchancen der Sechziger zu vereiteln. Einmal hielt er mit Hand, Fuß und erneut mit der Hand. Dann vereitelte er eine Attacke von Okotie und riss anschließend bei einer Ecke geistesgegenwärtig die Arme hoch (83. Minute). Wegen minutenlanger Unterbrechungen wurden insgesamt fünf Minuten nachgespielt. Und Mielitz verhinderte in den letzten Spielsekunden, dass die Flanke des Ex-Fürthers Daniel Adlung im Kleeblatt-Tor einschlug.

Ein wichtiger 1:0-Heimsieg der Spielvereinigung gegen 1860 München. Nicht nur vom Ergebnis her, sondern vor allem für die Moral des in den vergangenen beiden Spielen stark gebeutelten Kleeblatts. Torwart Sebastian Mielitz entwickelt allmählich Wolfgang Hesl-Qualitäten. Wenn auch die Fürther Defensive so eine sichere Bank wäre wie er, hätten wir schon viel gewonnen. Doch hier lauern die offensichtlichen Schwächen der Mannschaft: Standardsituationen – wie Freistöße und Eckbälle – werden nur mangelhaft pariert. Die zehn Gegentore in den Spielen gegen den VfL Bochum und den SC Freiburg kamen ja nicht von ungefähr.

Die Spielvereinigung ist am nächsten Freitag, 30. Oktober, beim Frank Kramer-Team Fortuna Düsseldorf zu Gast. Die Düsseldorfer haben heute 1:2 gegen RB Leipzig verloren und liegen aktuell auf dem drittletzten Platz der Zweiten Bundesliga. Bis morgen Mittag darf sich das Kleeblatt über seinen vierten Rang in der Tabelle freuen. Man soll die Feste bekanntlich feiern, wie sie fallen!

3:0 – Jetzt schlagen die Kleeblattherzen höher!

Es macht wieder Spaß, der Spielvereinigung zuzusehen. Heute gewann das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck souverän zu Hause im Ronhof gegen den SC Paderborn. Mit 3:0! Das war eine  fabelhafte Gesamtleistung, da war Passgenauigkeit genauso angesagt wie taktisch raffiniertes Spiel. Das Kleeblatt macht nach dem dritten Sieg in Folge den Eindruck, als ob es wieder zu einer Form gefunden hat, die man jahrelang vermisste.
Es gelang heute dem nach dem Abstieg völlig ausgebluteten SC Paderborn also nicht, beim neunten Spiel im Ronhof endlich einen Sieg hinzulegen. Dabei hatten die Gäste sogar durchaus gute Chancen. Aber der Fürther Keeper Sebastian Mielitz wird von Mal zu Mal zu einem richtig sicheren Torwart mit glänzenden Paraden. Ihm ist es primär zu verdanken, dass die gegnerische Mannschaft einfach keinen Stich machen konnte.

Tor Nummer 1:
Sebastian Freis entwickelt sich zum herausragenden Akteur bei den Kleeblättern. Er ist schnell, exakt und traut sich, aus aussichtsreichen Situationen auch wirklich etwas zu machen.SpVgg Greuther Fürth - SC PaderbornTor Nummer 2:
Tom Weilandt, der in der ersten Halbzeit fast zur tragischen Figur zu werden drohte, traf mit einem Traumtor zum 2:0 in der 59. Minute.

SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn

Tor Nummer 3:
Und Jurgen Gjasula, dem beim letzten Spiel gegen Union Berlin beide Treffer gelangen, machte zehn Minuten vor dem Schlusspfiff den Sack zu.SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn

Die Stimmung bei den knapp 8500 Zuschauern im Stadion am Laubenweg war dann natürlich überschwänglich. Leider schafften es aufgrund der schlechten Anstoßzeit (17.30 Uhr) nicht mehr Fans, in den Ronhof zu kommen. Das wird sich am kommenden Montag, 28. September, vielleicht ändern. Zwar nicht im Stadion, aber vor dem Fernseher. Denn da tritt die Spielvereinigung um 20.15 Uhr auswärts gegen Eintracht Braunschweig an. Mit anderen Worten: Da trifft der Viertplatzierte der Zweiten Liga gegen den (punktgleichen) Tabellenfünften. Das verspricht eine spannende Begegnung zu werden!

Das Kleeblatt gewinnt – aber das Zittern geht weiter!

SpVgg Greuther Fürth - SV Darmstadt 98„Das hat sich heute voll rentiert“, meinte eine Stadionbesucherin nach dem Spiel – und damit hat sie total recht. Die Spielvereinigung gewann das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SV Darmstadt mit 1:0. Für viele Kleeblattfans war das – trotz allem Optimismus – ein unerwartetes, überraschendes Resultat.
Was hatte man in den vergangenen Tagen nicht alles möglich gemacht, um heute das Stadion voll zu kriegen. Fürther Fimen hatten 3000 Eintrittskarten gekauft und sie kostenlos an Dauerkartenbesitzer verschenkt. Und so konnte sich die Zuschauerkulisse sehen lassen: Mit 17 500 Zuschauern war der Ronhof ausverkauft. In unmittelbarer Nähe des Gästeblocks saßen viele Fans des SV Darmstadt und machten mächtig Stimmung. Aber – in aller Bescheidenheit – gegen die lautstarken Kleeblattanhänger hatten sie keine Chance!
Das Spiel begann eher zaghaft und war von Defensivaktionen beider Mannschaften geprägt. Die Kleeblätter zeigten sich im Gegensatz zum letzten Spiel gegen den 1. FC Heidenheim (0:3) heute aktiver und kampfbetonter. Ihre größte Schwäche ist aber nach wie vor das ungenaue Passspiel. Stephan Schröck, der immer als Motor und quirliger Spieler das Fürther Spiel am Laufen hielt, verstand es nur selten, einen gerade eroberten Ball an einen Fürther Mitspieler abzugeben. Der Pass ging entweder ins Leere, oder Schröcki verlor die Kugel an den Gegner.

Bis eine Viertelstunde nach der Halbzeitpause war kein Tor gefallen. Trainer Mike Büskens hatte Marco Stiepermann für Goran Sukalo eingewechselt, und das sollte sich als goldrichtige Entscheidung erweisen. Stiepermann (Foto) schoss in der 61. Minute einen 25-Meter-Freistoß direkt ins linke Darmstädter Eck. Und machte aus dem Ronhof eine fußballerisches Tollhaus. Die Darmstädter Lilien versuchten daraufhin, druckvoller nach vorne zu spielen, um sich ihren zweiten Tabellen- und direkten Aufstiegsplatz in die Bundesliga zu erhalten. Aber sie bissen beim Kleeblatt auf Granit.

Spannend wurde es noch mal, als der oft konfus wirkende Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer entschied, fünf (und letztlich waren es dann sechs) Minuten nachspielen zu lassen. Aber er hatte seine Rechnung ohne Stephan Schröck gemacht, der taktisch klug handelte: Er verzettelte das Spiel absichtlich in die gegnerische Hälfte. Und so gelang es den Darmstädtern nicht mehr, den erhofften Ausgleich zu machen.

Ein wichtiger Sieg für die Spielvereinigung in dieser Saison. Das waren heute die sogenannten Big Points. Trotzdem: Alles hängt vom letzten Spiel am kommenden Sonntag, 24. Mai, bei RB Leipzig ab. Denn die Verfolger in der Zweiten Liga sind dem Kleeblatt nach wie vor dicht auf den Fersen.

PS: Unser Orakel Daisy hat auf Sieg des SV Darmstadt getippt und heute daneben gelegen. Ihre Trefferquote hat sich damit auf 50 Prozent verschlechtert. Aber: Daisy, alle Kleeblattfans sind Dir für Deinen Fehltipp dankbar. Und damit hast Du Dir ein Leckerli zusätzlich verdient!

3:0 – Der langersehnte Heimsieg ist da!

SpVgg Greuther Fürth - Fortuna Düsseldorf„Oh, wie ist das schön!“, schallte es durch das Stadion am Laubenweg. Zu Recht. Nach 211 Tagen war er heute da: der langersehnte Heimsieg. Die Partie gegen Fortuna Düsseldorf beendete die Spielvereinigung souverän mit 3:0. „Hurra, hurra, das Kleeblatt ist wieder da“, schrieb ein Fan auf Facebook. Und damit spricht er vielen aus der Seele.
Wir Greuther-Weiber hatten heute schon vor dem Spiel ein gutes Gefühl. Das Tierorakel Daisy hatte sich nach kurzem Zögern für den Kleeblatt-Fressnapf entschieden – und damit ihren Fußballverstand mit Nachdruck dokumentiert. War der Sieg also sicher?

Das Spiel begann mit druckvollem Spiel der Kleeblätter, die erste wirkliche Chance hatten dann aber die Düsseldorfer Fortunen. Dann sollte es jedoch in der 29. Minute zu einer intelligenten Aktion mit Folgen kommen: Lam fälschte einen Querpass zu Marco Stiepermann (auf dem Foto rechts) ab, der die Chance ergriff und cool aus 16 Metern zum 1:0 ins Düsseldorfer Tor traf. Das war für die Fans im Ronhof wie ein Befreiungsschlag, den sie mit lautstarker Rückendeckung für ihre Mannschaft untermauerten. Kurz vor dem Pausenpfiff wäre Stephan Schröck beinahe ein tolles Tor gelungen, das ihm jeder, der sein Engagement in den letzten Monaten miterlebt hat, gegönnt hätte. Aber der Pfosten stand im Wege. Und dann war es in der 49. Minute schon wieder Schröcki, der es als Passgeber an Robert Zulj möglich machte, dass der zum 2:0 erhöhte. Trainer Mike Büskens begeisterte sich am Spielfeldrand wie ein HB-Männchen und ließ seiner Freude freien Lauf. Es roch verdammt nach dem ersten Heimsieg seit seiner Übernahme des Trainerjobs von Frank Kramer. Das 2:0 toppte Goran Sukalo dann noch in der 66. Minute: Stiepermann war ungehindert mit dem Ball nach vorne gelaufen, behielt den Überblick und gab dem mitgelaufenen Sukalo die Kugel ab. Der fackelte nicht lange und schoss aus 15 Metern mit einem Rechtsschuss zum 3:0.

3:0 blieb dann auch der Endstand vor 11.845 Zuschauern – ein wichtiges Spiel und lebenswichtiges Resultat für die Spielvereinigung im Abstiegskampf. Noch dazu unterlag gleichzeitig 1860 München zu Hause gegen Union Berlin (danke für die Schützenhilfe nach Berlin!), der VfR Aalen hatte mit seiner 2:4-Niederlage gegen Bochum ebensowenig Glück. Das heißt: Das Kleeblatt hat sich mit dem heutigen Sieg Luft verschafft und mit 34 Punkten den 14.Tabellenplatz gefestigt. Am kommenden Sonntag geht es zum FC Heidenheim. Noch drei Spieltage, es bleibt spannend. Aber ich denke, nicht nur das Tierorakel Daisy hat das sichere Gefühl, dass die Spielvereinigung in der Zweiten Liga bleiben wird.

Kärwa-Spiel mit 2:0 gewonnen

SpVgg Greuther Fürth - FC Erzgebirge AueAlso – um ganz ehrlich zu sein – ich habe heute in der zweiten Halbzeit sehr zittern müssen. Aber aufgrund der beiden frühen Tore durch Tom Weilandt (Foto) hat die Spielvereinigung den vierten Heimsieg erzielt. Und den zahlreichen Fans – insgesamt 12.690 Zuschauer im Stadion am Laubenweg – eine gelungene Kirchweih-Eröffnung geschenkt. Die drei Punkte gegen den FC Erzgebirge Aue sind mehr als wichtig. Für einen besseren Tabellenplatz und vor allem für die  – nach dem Spiel gegen die Münchner Löwen – angeschlagene Psyche. Und auch den Ausfall von Wolfgang Hesl gilt es erst mal für die kommenden Wochen zu verkraften.

Weilandt nutzte in der achten Minute einen gravierenden Fehler des sächsichen Keepers Martin Männel für den frühen Führungstreffer. Die Vorlage hatte ihm Stephan Schröck spendiert. Und schon neun Minuten später gelang ihm das zweite Tor. Das war die Basis für einen weiteren Kleeblatt-Erfolg im Ronhof. Nach den beiden Toren konnte man sich dann allerdings des Eindrucks nicht erwehren, dass bei der Spielvereinigung die Luft etwas draußen war. Wollte man das Ergebnis einfach nur halten? Da hatte man offenbar nicht mit dem Team aus Aue gerechnet, das sich immer wieder mit guten Aktionen gegen die weiß-grünen Kleeblätter aufbäumte.
Souverän hatte Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus die Partie im Griff. Es kam mehrfach zu heißen Diskussionen. Und Spieler beider Mannschaften forderten mit Fouls, unfairen Attacken und einer „Schwalbe“ die erfolgreiche Unparteiische heraus. Aber Frau Steinhaus behielt die Ruhe und die Übersicht.
Tom Mickel stand heute – er war beim 1860er-Spiel nach Wolfgang Hesls Handverletzung eingewechselt worden – zum zweiten Mal für die SpVgg im Tor, konnte aber nicht wirklich überzeugen. Einen Kopfball von Romario Kortzorg rettete Kapitän Stephan Fürstner für den Keeper kurz vor der Halbzeitpause auf der Linie. Und in der Schlussphase der Begegnung drängten alle Spieler von Erzgebirge Aue in Richtung Tor. Tom Mickel, der lange Zeit nicht gefordert worden war, schwächelte auch jetzt wieder im entscheidenden Moment: Eine gefährliche Aktion von Stipe Vucur in der 83. Minute klärte Goran Sukalo, der vor der Linie richtig stand. Sonst wäre es mit der 2:0-Führung doch noch vorbei gewesen. Dann retteten die Fürther das Ergebnis bis zum Abpfiff.
Das Kleeblatt steht am heutigen Feiertag erst mal auf Tabellenplatz fünf. Nach der Länderspielpause gastiert die Spielvereinigung am Samstag, 18. Oktober, bei Eintracht Braunschweig.