Zwei Punkte einfach so verschenkt

Es hätte ein so schöner Fußball-Nachmittag im Ronhof werden können. Und lange Zeit sah es auch ganz danach aus. Doch dann verschenkt das Kleeblatt einen schon sicher geglaubten 2:0-Sieg gegen Paderborn und muss den 3. Spieltag mit einem 2:2-Unentschieden abhaken. Mehr als ärgerlich!

Dabei hatte alles so schön begonnen. Die Spielvereinigung spielte von der ersten Minute an weiter lesen

Erst mal Luft zum Durchschnaufen

Er ist so wichtig im Abstiegskampf – dieser heutige 2:1-Heimsieg des Kleeblatts gegen Eintracht Braunschweig. Sieben Spiele lang war die Spielvereinigung zu Hause schon ungeschlagen, heute also zum achten Mal.

Das Kleeblatt hatte in der ersten Spielhälfte nach einigen Startproblemen eindeutig mehr vom Spiel. In der 21. Minute gelingt es Khaled Narey nach Vorbereitung von Julian Green, seinen Gegner Reichel zu umspielen und einen Schuss aus kurzer Distanz im Kasten der Eintracht zu platzieren. Doch statt aus dieser Führung etwas zu machen, rennen die Fürther im Anschluss erfolglos gegen die Braunschweiger Abwehr an. Und obwohl sie mehr Ballbesitz haben, können sie ihre Dominanz nicht in einen zweiten Treffer ummünzen. Der Eintracht gelingt es nach einer guten halben Stunde, den Druck zu erhöhen. Und nicht nur das: In der 45. Minute schafft ausgerechnet der Ex-Fürther Dominick Kumbela, der in seiner Zeit beim Kleeblatt keinen Treffer landen konnte, den Ausgleich – 1:1 auch der Halbzeitstand.

Und schon müssen die Fans in der zweiten Hälfte wieder zittern. Beim Kleeblatt kommt es immer wieder zu Missverständnissen. Zum Glück können auch die Braunschweiger nicht an ihre starke Phase am Ende des ersten Durchgangs anknüpfen. So bleibt es lange Zeit beim 1:1-Spielstand. Kapitän Marco Caligiuri, der bis gestern gegen eine Grippe kämpfte, lässt in der 77. Minute eine Riesenchance verstreichen, als er, völlig frei stehend, eine einwandfreie Hereingabe von Maxi Wittek aus wenigen Metern Entfernung am Tor der Eintracht vorbeiköpft. Zu diesem Zeitpunkt war man als Fan eigentlich fast am Verzweifeln. Doch dann geht es blitzschnell: Erst ein verpatzter Fürther Konter, dann kann Jurgen Gjasula doch noch zu Sebastian Ernst passen – und der macht in der 79. Minute klare Sache: 2:1 für die Spielvereinigung (Foto: Sportfoto Zink).

Der Rest des Spiels bestand größtenteils nur noch aus Spielerwechseln auf beiden Seiten ohne sehenswerte Spielzüge. Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck gibt drei Minuten obendrauf, die die Eintracht zum Glück auch nicht mehr nutzen kann. Es bleibt beim insgesamt verdienten 2:1. Die Spielvereinigung steht nun auf dem 15. Tabellenplatz und hat sich dadurch zumindest etwas Luft verschafft. Allerdings: Der nun auf Rang 16 platzierte VfL Bochum hat an diesem Wochenende noch nicht gespielt. Und er muss morgen ausgerechnet gegen den 1. FC Nürnberg ran. Eine verflixte Situation, und das vor dem Lokalderby nächste Woche!!!

Brandbrief ans Kleeblatt

Liebes Kleeblatt!

Fans müssen zusammen mit ihrer Mannschaft durch dick und dünn – schon klar. Fans können auch nicht erwarten, dass immer alles nach Wunsch läuft. Aber was Ihr uns da zurzeit zumutet, das ist wirklich viel verlangt – manchmal zu viel.

Nach dem grottenschlechten Auftritt, den Ihr in Bielefeld geboten habt, war nach unten ja schon nicht mehr viel Spielraum. Doch wir haben uns trotzdem erhofft, dass Ihr heute im Ronhof zur gewohnten Stärke vor heimischem Publikum zurückfindet. Natürlich war Holstein Kiel kein einfacher Gegner, das wissen wir alle. Aber wenn man an der Tabelle da steht, wo Ihr Euch gerade befindet, darf das keine Ausrede sein. Da darf man vollen Einsatz erwarten, und das nicht nur in der Verteidigung. Dort war die Leistung heute ja durchaus passabel, vor allem dank Marco Caligiuri (Foto: Sportfoto Zink). Doch als Fan will man auch mal was im Angriff sehen, wenigstens ab und zu mal eine gelungene Kombination oder zwei, drei Pässe hintereinander, die tatsächlich dort ankommen, wo sie sollen.

Und vor allem will man nicht 80 Minuten warten, bis Ihr endlich mal aufwacht. Dann ist es nämlich in der Regel zu spät, wie man auch vorhin leider deutlich sehen konnte. Abgesehen von Fabian Reese hat vorher keiner von Euch mal richtig Elan gezeigt, den echten Willen, wenigstens aufs Tor schießen zu wollen, auch wenn es dann mal danebengeht. Habt Ihr eigentlich Angst vor dem Ball, oder was?

Wir sind geduldig. Aber irgendwann reißt auch uns mal der Geduldsfaden. Fußball muss doch mehr sein, als immer nur hinten zuzumachen und den Gegner am Spielen zu hindern. Da muss doch auch mal Initiative nach vorn kommen. Wo ist die bei Euch nur abgeblieben? Die Spielfreude, die Ihr früher mal hattet und die sich dann auf die Fans übertragen hat? Lasst uns doch wenigstens ein bisschen davon wiedersehen beim nächsten Spiel! Denn noch so eine Nullnummer – das vergrault die treuesten Anhänger, das könnt Ihr uns glauben! Bitte tut das nicht!

Eure Greuther-Weiber

P.S. Dass Ihr Euch mit dem einen Punkt gegen Kiel heute ein bisschen Luft im Abstiegskampf verschafft habt, kann uns nicht wirklich trösten!

4:0 – Fußball-Fest im Ronhof!

Wahrscheinlich war es besser, dass sie sich nicht fotografieren ließen, die St. Pauli-Fans, mit denen ich mich heute Mittag unterhalten habe, als sie zum Ronhof gingen. Zuerst wollten sie, dann haben sie doch einen Rückzieher gemacht. Da konnten sie ja noch nicht wissen, wie schlecht ihre Mannschaft heute aussehen würde gegen unser Kleeblatt. Sie tippten auf einen 2:0-Sieg. 2:0 – das war dann allerdings der Pausenstand. Aber nicht für St. Pauli, sondern für Fürth! Und im zweiten Durchgang haben unsere Jungs diesen Spielstand sogar noch verdoppelt. 4:0 gegen St. Pauli, beinahe wäre die Partie sogar noch 5:0 ausgegangen. Partystimmung im Ronhof!

Es hat einfach alles gepasst heute. Zwar dauerte es ein bisschen, bis Drive ins Spiel kam. Man beschnupperte sich erst mal gegenseitig und schaute, was die andere Mannschaft so macht. Doch nach 20 Minuten ist das dem Kleeblatt nicht mehr genug. Khaled Narey hat seine erste gute Chance, die nächste folgt auf dem Fuß. Dann ist es jedoch Maxi Wittek, dem mit dem 1:0 (33. Minute) sein zweiter Saisontreffer gelingt. Schon danach lässt St. Pauli den Kopf hängen und Fürth viel zu aktiv agieren. David Raum wittert seine Chance und hebt den Ball zunächst übers Tor, kurz danach aber trifft er ins linke Eck: 2:0 – eine komfortable Situation zur Pause. Wenn man sich nicht so dumm anstellt wie der 1. FCN letzte Woche gegen Kiel, ist das schon die halbe Miete. Aber Fürth ist ja Gott sei Dank nicht der Club und folglich auch kein Depp.

Rechtzeitig zum Beginn der zweiten Halbzeit scheint die Sonne über dem Laubenweg – ein gutes Omen. Fürth spielt sofort nach dem Anpfiff aggressiver als die Gäste. Und dann macht Khaled Narey aus dem Fast-Tor im ersten Durchgang ein tatsächliches – 3:0 (72.). Julian Green, in der letzten Zeit leider immer wieder verletzt oder erkältet, kommt heute endlich zurück und wird von Minute zu Minute besser. Mit dem 4:0 belohnt sich der zierliche Stürmer selbst (79.)

Der Hamburger Kiezverein lässt sich dagegen in der zweite Runde immer mehr hängen, gibt sich zu schnell auf. Da wäre ein wenig mehr Selbstbewusstsein, wie es die rund 2000 Fans aus Hamburg (Wahnsinn, Hut ab!) mitbrachten, nötig gewesen, um eine Blamage zu vermeiden. Endlich war heute auch unser Stadion wieder einmal besser besetzt als in den vergangenen Wochen – 10.810 Besucher, das ist bei der windigen Kälte ganz anständig. Die Fanbusse (siehe mein Foto oben) waren unermüdlich im Einsatz, und das für die Anhänger beider Teams.

Schade ist nur eins: Das Kleeblatt bleibt trotz dieser Super-Leistung vorläufig auf dem vorletzten Tabellenplatz hängen. Mal sehen, ob sich da morgen noch was ändert. Könnte durchaus sein, denn Dresden, das jetzt einen Platz vor Fürth rangiert, muss morgen gegen Fortuna Düsseldorf ran. Und die will sicher zurück an die Tabellenspitze.

Narey – du Retter in der Not!

Morgen ist es auf den Tag genau drei Wochen her, dass unsere Kleeblattspieler beim beliebten Fürther Kärwazug mitgemacht haben – und das war auch gut so! Der Beifall für die Profispieler hielt sich allerdings zumindest dort, wo wir das Geschehen beobachtet haben, in Grenzen. Schließlich sah es nicht gerade rosig aus für die Spielvereinigung, die sich zu diesem Zeitpunkt mit dem letzten Tabellenplatz  begnügen musste. Deshalb sind wir gern als Claqueure aktiv geworden, als die Mannschaft an uns vorbeizog. Die Leute um uns herum wunderten sich erst ein wenig, dann aber klatschten sie zumindest kurz mit. Und als wir uns den „Khaled, Khaled!“-Rufen einer Narey-Verehrerin anschlossen, da schaute der so Angefeuerte tatsächlich für ein paar Sekunden direkt zu uns herüber. Er wirkte fast ein bisschen erstaunt ob so viel Begeisterung beim sonst eher fränkisch kühl-zurückhaltenden Publikum.
Aber man muss eines sagen: Die Frau hatte recht! Khaled Narey gehört nämlich fast immer zu den Besten auf dem Platz – wenn ihm auch einige Zeit trotz guter Leistung keine Tore glücken wollten. Diese Phase hat er, mittlerweile überwunden. Auch heute ist in erster Linie ihm der Sieg gegen den SV Sandhausen zu verdanken (Narey beim Abklatschen mit den Fans, Foto: Sportfoto Zink). Denn wie schon gegen die Auer Veilchen hat Narey auch heute gegen die Kurpfälzer für das so wahnsinnig wichtige Führungstor gesorgt (28. Minute).
Wir zählen die 28. Spielminute. Narey gelingt ein Traumtor, richtig schön anzuschauen, nach hervorragendem Zuspiel von Patrick Sontheimer – auch das soll nicht verschwiegen werden. Von da an läuft es rund fürs Kleeblatt, das allerdings heute wieder keinen Schnellstart hingelegt hat und wie so oft eher zögerlich ins Spiel gekommen ist. Der Narey-Treffer liegt schon ungefähr seit zehn Minuten in der Luft, bis Khaled das Leder dann tatsächlich in den gegnerischen Kasten versenkt, und das mit Eleganz! Mit der 1:0-Führung im Rücken vergisst man sofort die unangenehm kühlen acht Grad und den nicht minder kühlen Wind, der durch den Ronhof weht, ebenso wie die sinkende Spielqualität der Partie, als es Richtung Abpfiff der ersten Halbzeit geht. weiter lesen

„Alle in Weiß“ zum 1. Heimspiel

Am nächsten Sonntag steigt das erste Heimspiel für die Spielvereinigung in der neuen Zweitliga-Spielzeit im Fürther Ronhof. Gegner ist Arminia Bielefeld. Die Mannschaft ist im Mai haarscharf am Abstieg vorbeigeschrammt und hat 1860 München den Abstieg überlassen. Anpfiff ist um 15.30 Uhr.

Fangruppen des Kleeblatts appellieren an alle Zuschauer, in Weiß (im weißen Shirt oder weißen Trikot) ins Stadion zu kommen. Damit will man für ein harmonisches, beeeindruckendes Erscheinungsbild sorgen und die enge Verbundenheit mit der Spielvereinigung zum Ausdruck bringen. Seit einigen Tagen werden alle Autofahrer, die auf der Poppenreuther Straße in Richtung Norden fahren, an der Kreuzung mit einem großen Plakat (Foto) an diese Fanaktion erinnert. weiter lesen

Sieg Nummer 400 in der Zweiten Liga!

Also, am Anfang war das schon eine Enttäuschung: Da kommt man extra frühzeitig aus einem wunderbaren Langlauf-Urlaub zurück, um das Heimspiel des Kleeblatts gegen Fortuna Düsseldorf nicht zu verpassen – und was kriegt man geboten? Eine erste Halbzeit zum Gähnen, in der sich nach dem schwachen Auftritt in Aue schon die nächste Fürther Nullnummer ankündigte. Nichts wirklich Erwähnenswertes auf beiden Seiten, schlechtes Zuspiel, unkonzentrierte Aktionen. Doch wie aus dem Nichts gelingt Robert Zulj in der 41. Minute das Führungstor für die Spielvereinigung, nachdem sich die Düsseldorfer Abwehr um die falschen Kleeblattspieler gekümmert hat und der Ball direkt vor den Füßen von Zulj gelandet ist. Da lässt sich Zulj natürlich nicht zweimal bitten und sagt auf seine typische Art „danke“! 1:0 kurz vor dem Halbzeitpfiff – strategisch nicht schlecht!

Seitenwechsel nach der Pause, und man fragte sich, was der Düsseldorfer Coach Friedhelm Funkel in der Kabine mit seiner Elf gemacht hatte. Denn die Fortuna schien wie verwandelt und startete fulminant in die zweite Spielhälfte. Ganz schnell hätte es da zum Ausgleich kommen können, wenn nicht sogar zum 2:1 für die Gäste. Die drehen immer mehr auf, setzen das Kleeblatt unter Druck. Fürth kann sich zunächst nur mit einer härteren Gangart – sprich: unerlaubten Aktionen – dagegen zur Wehr setzen. Vor allem Patrick Sontheimer erlaubt sich zu viel und sieht nach einem Foul an Kevin Akpoguma prompt die Gelbe Karte. Trainer Janos Radoki reagiert richtig und nimmt den jungen Spieler schnell vom Platz, bevor noch mehr Unheil passiert. Adam Pinter wird für Sontheimer eingewechselt (53. Minute), er kann aber heute kaum für Aufsehen sorgen. Auch Serdar Dursun fällt nichts Besseres ein, als gegen den gefährlichen Akpoguma den Ellbogen auszufahren – zu Recht gibt es für ihn ebenfalls Gelb. Immerhin: Die Partie ist jetzt richtig spannend, und der Druck durch die Fortuna wird immer stärker – dass den Gästen nach wie vor kein Gegentor gelingt, grenzt fast an ein Wunder.

Aber man braucht manchmal halt auch ein Quäntchen Glück im Fußball. Heute ist es eben der Spielvereinigung hold, bei der inzwischen Veton Berisha für Mathis Bolly ins Spiel gekommen ist (65.). Die Fortuna hat dagegen weniger Fortune, obwohl Trainer Funkel alles riskiert und zum dritten Mal wechselt – weiterhin ohne Erfolg. Im Gegenteil, die Rheinländer lassen in den letzten 20 Minuten der Partie deutlich nach, sehr zur Erleichterung der Gastgeber. Die drehen sogar noch mal richtig auf: In der 85. Minute gelingt Zulj fast das 2:0, aber eben nur fast. Kurz danach verletzt er sich durch einen unglücklichen Aufprall auf dem Boden, für ihn kommt in der bereits angebrochenen Nachspielzeit Sercan Sararer (90.). Die letzten Minuten werden noch einmal zur Zitterpartie – kann das Kleeblatt die knappe Führung über die Zeit bringen oder nicht?

Es kann, obwohl Schiedsrichter Patrick Alt nach den angesagten drei Minuten Nachspielzeit immer noch nicht Schluss machen will. Endlich – er schaut auf die Uhr und greift zur Pfeife! Gott sei Dank! Das Kleeblatt fährt mit diesem 1:0 übrigens einen historischen Sieg ein: Es ist der 400. in der Zweiten Bundesliga. Jede Menge Anlass zum Feiern also im Ronhof. Und dann am kommenden Freitag mit neuer Kraft und Selbstbewusstsein gegen die Würzburger Kickers antreten, die heute ihre lange 1:0-Führung nicht halten konnten und in Bochum am Ende noch mit 1:2 unterlagen. Und nach dem „kleinen Frankenderby“ folgt ja dann am 5. März das große, wenn der Club im Ronhof auflaufen muss.

Harte Woche fürs Fürther Kleeblatt

Morgen findet das erste Zweitliga-Heimspiel für die Spielvereinigung nach der Winterpause statt – gegen den aktuellen Tabellenführer Hannover 96. Das Kleeblatt geht zwar mit positiver Haltung an die schwierige Begegnung ran, hatte in dieser Woche aber erst mal die Niederlage gegen den TSV 1860 München zu verdauen. Da wurden sehr unglücklich drei Punkte liegen gelassen, vor allem Newcomer Stephen Sama wurde mit ungeschickten Aktionen zum Pechvogel des Tages.

Allerdings ist das Freitagsspiel nur der erste Kraftakt, dem sich das Kleeblatt in der nächsten Woche stellen muss. Noch wichtiger für die Mannschaft und den Verein wäre ein Weiterkommen im DFB-Pokal. Am nächsten Dienstag, 7. Februar, gastiert der Bundesligist Borussia Mönchengladbach in den Ronhof und will die Kleeblätter das Fürchten lehren. Zwar liegen die Borussen zur Zeit „nur“ auf dem 13. Tabellenplatz, aber beim DFB-Pokal gelten bekanntlich ganz eigene Gesetze, und in der Vergangenheit schied schon so mancher Favorit überraschend aus. Für die SpVgg war es schon mal ein großer Erfolg, sich nach den beiden Siegen gegen Norderstedt (4:1) und den Erstligisten FSV Mainz 05  (2:1, Tore durch Sercan Sararer und Veton Berisha/Foto) für das Achtelfinale zu qualifizieren.
Besonders erfreulich für Kleeblattfans ist es, dass die Achtelfinalbegegnung am 7. Februar ab 20.45 Uhr hier in Fürth stattfindet. Der Ticketverkauf läuft hervorragend. Prima, denn ein vollbesetztes Stadion und eine lautstarke Kulisse motivieren die Profis der SpVgg auf jeden Fall.

Drei Tage später, am Freitag, 10. Februar, geht es dann in der Zweiten Liga auswärts zum FC Erzgebirge Aue. Wie gesagt: eine schwere Woche!

Zitterpartie für Fürther Fans und Trainer

SpVgg Greuther Fürth - VfL BochumUff! Erst mal durchatmen! Diese letzten Minuten in der Partie gegen den VfL Bochum haben uns Greuther-Weiber wirklich Nerven gekostet! Das war ein Fußball-Thriller erster Güte, und Schiedsrichter Daniel Schlager wollte uns einfach nicht durch den Schlusspfiff erlösen… Zum Glück hatte die Geschichte dann doch einen (verdienten!) guten Ausgang. Und das in mehrfacher Hinsicht: Erstens hat die Spielvereinigung nach fünf Liga-Spielen (davon vier Niederlagen in Folge!) mit dem heutigen 2:1 endlich wieder einen Sieg eingefahren, und zwar – fast schon ein Wunder! – zu Hause im Sportpark Ronhof. Zweitens: Trainer Stefan Ruthenbeck bleibt dem Kleeblatt damit Gott sei Dank erhalten.

Der Begegnung mit der Mannschaft aus dem Revier lag eine äußerst interessante Konstellation zugrunde. Das beginnt damit, dass Gertjan Verbeek als ehemaliger Trainer des 1. FC Nürnberg für Fürth sowieso ein rotes Tuch ist. Dann stammt er zusätzlich aus den Niederlanden. Auf der fußballerischen Intimfeindschaft zwischen Deutschland und Holland muss man in einem Blog wie diesem nicht groß herumreiten – aber sie existiert nun mal! Schließlich liefen heute im Ronhof mit Marco Stiepermann, Johannes Wurtz und Tom Weilandt gleich drei gute Ex-Fürther Spieler auf. Sie kennen die Verhältnsse hier aus dem Effeff, was sicher nicht von Nachteil für ihren jetzigen Verein gewesen sein dürfte. Und ausgerechnet Stiepermann war über weite Strecken der herausragende Mann beim VfL Bochum, von Weilandt dagegen spürte man nicht viel.

Spannende Voraussetzungen also für das heutige Spiel, an das alle Kleeblattfans hohe Erwartungen knüpften. Und spannend sollte es von der ersten Minute an auch werden. Fürth begann ungeheuer druckvoll und sehr offensiv. Einige gute Chancen konnten jedoch – wieder einmal, muss man leider sagen! – nicht in Treffer umgemünzt werden. Dann schien es eine Zeit lang, als sei den Kleeblättern die Puste ausgegangen. Sie zogen sich in die eigene Hälfte zurück, was die Bochumer postwendend damit beantworteten, dass sie das Spiel an sich rissen. Doch die Hausherren schöpften neue Kraft und zeigten lobenswerten Einsatz. Sicher galt der vor allem Trainer Stefan Ruthenbeck, dessen Schicksal an einem dünnen Faden (nämlich dem Ausgang des heutigen Spiels) hing. Die Top-Einstellung der Mannschaft ließ sich vor der Pause zwar nicht mehr in Tore verwandeln, aber sie sendete wichtige Signale zur Trainerbank aus.

So gut wie selten aufeinander eingespielt zeigten sich Veton Berisha und Sercan Sararer. Das Motto „Gemeinsam“, das auf einem Transparent der Kleeblatt-Anhänger zu lesen war (Foto), wurde zum alles bestimmenden Leitfaden dieser Partie, die nach dem Seitenwechsel schnell wieder an Fahrt aufnahm. Für den am Knie verletzten Kapitän Marco Caligiuri brachte Ruthenbeck Bolly ins Spiel, was sich als durchaus geschickter Zug erweisen sollte. Die zwei umjubelten Treffer des Tages gelangen aber Sebastian Freis (51.) und Sercan Sararer (82.), und beide Male hatte Benedikt Kirsch seine Hand – respektive seinen Fuß – direkt davor mit ihm Spiel. Allerdings gab es nach dem 1:1-Ausgleich für den VfL durch den von Verbeek goldrichtig eingewechselten Gündüz (67.) für die Fürther noch einige Angstmomente zu überstehen. Und selbst die 2:1-Führung war bis zur letzten Sekunde in Gefahr, vor allem weil die Nachspielzeit von eigentlich drei Minuten sich beinahe verdoppelte.

Wie gesagt: eine wahre Zitterpartie für die Kleeblattfans. So etwas kostet Nervennahrung! Und die werden wir in ungefähr zwei Stunden beim Pfefferkarpfen-Essen mit Freunden sicher ausreichend bekommen.

Nur einen mageren Punkt gegen das Schlusslicht

Fürth_DuisburgStefan Ruthenbeck hatte ja im Vorfeld der Partie gegen den MSV Duisburg noch davor gewarnt, den Tabellenletzten der Zweiten Liga als sicheren Punkte-Lieferanten zu betrachten. Als Fan sieht man das natürlich etwas anders. Und so war zumindest die Erwartungshaltung der Fürther Anhänger im Vorfeld des Heimspiels gegen die Duisburger klar: Alles andere als ein Sieg gegen das Schlusslicht wäre schon enttäuschend.

Ruthenbeck sollte allerdings mit seiner Prognose recht behalten. Ein mageres 1:1 stand am Ende auf der Ergebnisliste, und während die Duisburger mit dem einen Punkt wohl mehr als zufrieden sein werden, dürften sich die Fürther vor allem mal wieder über eines ärgern: Ihre nach wie vor magere Chancenverwertung, die fast schon chronisch geworden zu sein scheint.

Vor allem in der ersten Hälfte hätten die Gastgeber vorlegen müssen. Die wohl beste Chance hatte Stiepermann in der 17. Minute, als er aus kurzer Distanz zum Schuss kam. Da konnten die Duisburger froh sein, dass Keeper Michael Ratajczak zur Stelle war. Kurz darauf war es wieder der starke Duisburger Torhüter, der die Fürther Führung zu verhindern wusste: Den Schuss von Berisha konnte Ratajczak übers Tor fausten.

Kurz nach dem Wechsel dann der Paukenschlag: Kevin Wolze verwandelte einen Freistoß zur Duisburger Führung, die zu diesem Zeitpunkt wohl als äußerst glücklich zu bezeichnen war. Es dauerte zwanzig Minuten, ehe Jurgen Gjasula einen Foulelfmeter zum 1:1 verwandelte. Doch trotz der Duisburger Unterzahl – MSV-Spieler James Holland war nach dem Foul an Robert Zulj mit Rot vom Platz geflogen – schafften es die Fürther nicht, doch noch den Siegtreffer zu erzielen und blieben sich einmal mehr in Sachen mangelnder Chancenverwertung treu.

Seit fünf Heimspielen wartet die SpVgg nun schon auf einen Sieg. Und wir Fans fiebern ab sofort dem nächsten Freitag entgegen, wenn das Derby gegen den FCN ansteht….