Fürther denken über Kärwa hinaus

Neben all den Vergnügungen auf der Kärwa wenden wir uns allmählich wieder dem Ernst des Lebens zu. Am Sonntag, 16. Oktober, findet um 13.30 Uhr das Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue in der Trolli ARENA statt. Das soll ganz im Zeichen der Solidarität stehen: Die Spielvereinigung erhebt einen sogenannten Sozialzuschlag. Alle Tageskarten kosten einen Euro mehr als sonst üblich. Der dadurch erzielte Erlös geht als Spende an die Bürgerstiftung Fürth. Seit etwa einem halben Jahr unterstützt die SpVgg die Bürgerstiftung: Spieler werben auf Plakaten für das Engagement von Bürgern für Bürger in Fürth. Beim „Grafflmarkt“ versteigerte der Verein verschiedene Raritäten und erlöste so 1500 Euro für die Stiftung. Mit dem Ein-Euro-Aufpreis sollen Projekte der Bürgerstiftung wie beispielsweise das Bündnis für Mobiliät unterstützt werden. Ziel ist es hier, Bedürftigen die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs zu ermöglichen.
Ich finde, eine gute Idee, sehr sozial gedacht. Und der kleine Aufschlag tut keinem von uns weh, wenn er sich ein Ticket für die hoffentlich spannende Zweitliga-Begegnung kauft. Oder was meint Ihr?

 

Attentat auf Fahne – Und die Fürther Reaktion

Die Spielvereinigung Greuther Fürth ist einfach ein Verein, den man wirklich lieben muss! Die Kleeblätter kämpfen in vielen Spielen wie die Löwen, sie haben einen sympathischen Trainer und schließen so manche Saison mit einem respektablen Platz ab. Zumindest in den Vorjahren.

Umso schlimmer ist eine Begebenheit, die sich vor wenigen Tagen in Herzogenaurach abgespielt hat. Es handelt sich um ein grässliches Attentat auf einen Fanartikel eines Ur-Anhängers. Die SpVgg berichtet auf ihrer Homepage genau, wie der Lieblingsverein der „Greuther-Weiber“ auf die Untat reagiert hat:

Kleeblatt-Manager Rachid Azzouzi stattete am Donnerstagmorgen Heinrich Kaltenhäußer aus Herzogenaurach einen Besuch ab, um ihm eine neue SpVgg-Fahne zu überreichen. Aus einem Zeitungsbericht hatte die SpVgg Greuther Fürth erfahren, dass Unbekannte in der vergangenen Woche die Kleeblatt-Fahne, die am Haus der Kaltenhäußers im ersten Stock hängt, abgenommen, verbrannt und die Überreste in den Briefkasten gestopft hatten. Für Rachid Azzouzi war klar, dass die SpVgg hier helfend eingreift: „Rivalität zwischen verschiedenen Vereinen in allen Ehren, aber eine Fahne verbrennen, das hat für mich mit Fußball nichts mehr zu tun. Wir möchten hiermit zeigen, dass uns unsere Fans wichtig sind, auch wenn wir leider nicht jedem helfen können.“ fahnenuebergabe_rachid_azzouziHeinrich Kaltenhäußer, der seit 1948 bekennender Kleeblatt-Fan ist, freute sich riesig über die neue Fahne: „Ich war echt baff, als sich die SpVgg bei mir gemeldet hat, das war eine tolle Überraschung. Es ist schön zu sehen, dass sich meine SpVgg so für ihre treuen Fans engagiert.“ Gemeinsam mit Rachid Azzouzi wurde die neue Kleeblatt-Fahne dann sofort am angestammten Platz an einem Fenster im ersten Stock aufgehängt. (Das Foto haben wir übrigens der Homepage der SpVgg entnommen – danke)

 

Also, die Welt ist für Herrn Kaltenhäußer jetzt wieder in Ordnung. Und die (Atten-)Täter können es sich hinter die Ohren schreiben: So schnell lassen sich Fürther nicht unterkriegen. Wir helfen, wo wir können. Wo kämen wir sonst denn hin?

Kleeblatt-Aktionen für Quelle

Nicht nur wir Greuther-Weiber, nein, mit uns die ganze Stadt Fürth ist stolz auf unseren Kleeblatt-Verein, der wieder einmal Charakter und Herz zeigt: Die SpVgg Greuther Fürth engagiert sich in den nächsten Wochen für den angeschlagenen Versandhändler Quelle und dessen Mitarbeiter. Der Verein wird mit ganz unterschiedlichen Aktionen einen Härtefonds unterstützen, aus dem von der Insolvenz betroffene Quelle-Angehörige Hilfe erfahren sollen.

Eine tolles Angebot für alle Quelle-Mitarbeiter ist außerdem die Möglichkeit, das Heimspiel der Kleeblätter im Playmobil-Stadion am Samstag, 19. September, gegen den SC Rot-Weiß Oberhausen bei freiem Eintritt zu besuchen. Das Unternehmen Quelle, so Vereinspräsident Helmut Hack, gehöre zu Fürth wie die Spielvereinigung. Deshalb freue man sich auf den Besuch der Quelle-Mitarbeiter mit ihren Familien im Stadion.

Vor dieser Kulisse werden die Kleeblätter bestimmt kämpfen wie die Löwen und uns ein tolles Spiel zeigen!