Ex-Kleeblätter im Kader der Störche

Nächsten Sonntag, 20. August (Anpfiff: 13.30 Uhr), bestreitet die Spielvereinigung das dritte Saisonspiel beim Aufsteiger Holstein Kiel. Der Ostsee-Verein hat drei Ex-Kleeblätter im Kader, die für Fürther Fußballfans von Bedeutung waren:

Sebastian Heidinger (Foto: links): Der Mittelfeldspieler wechselte in der Winterpause 2016 vom 1. FC Heidenheim zum Ligakonkurrenten nach Fürth. In der Winterpause der Saison 2016/17 lösten Heidinger und die SpVgg den Vertrag wieder auf, Heidinger ging zum Drittligisten SC Paderborn, bei dem er einen bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag erhielt. Der wurde jedoch 2017 in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. Zur Saison 2017/18 wurde der Spieler vom Zweitliga-Aufsteiger Holstein Kiel verpflichtet. Heidinger stand vergangenen Freitag im Kader, als die „Störche“ in der ersten DFB-Pokal-Runde Eintracht Braunschweig mit 2:1 besiegten.

Ilir Azemi (Foto: Mitte) Azemis Karriere bei der SpVgg war von Höhen und Tiefen geprägt. Am 25. August 2012 gab er für die Profis sein Bundesligadebüt gegen den FC Bayern München. Sein erstes Tor erzielte er am 4. Mai 2013 im Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart, am 25. März 2014 beim 4:1-Sieg über Fortuna Düsseldorf gelang ihm sein erster Doppelpack. Durch einen schweren Autounfall im August 2014 wurde Azemis Karriere eineinhalb Jahre unterbrochen. Erst im Januar 2016 konnte er an einem Testspiel der Kleeblatt-Reserve teilnehmen. Im Januar 2017 wurde er bis zum Saisonende an den damaligen Drittligisten Holstein Kiel ausgeliehen, im Mai 2017 wurde Azemi fest verpflichtet und mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2018 ausgestattet.

Tom Weilandt (Foto: rechts) Im Juni 2013 verpflichtete die erst kurz zuvor aus der Ersten in die Zweite Bundesliga abgestiegene SpVgg Tom Weilandt, die einen Vertrag über drei Jahre mit ihm abschloss. Sein Ligadebüt für Fürth krönte er beim ersten Spieltag  (2:0-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld) mit seinem ersten Tor. Nach Ablauf des Vertrages verließ Weilandt den Verein zum Ende der Saison 2015/16. Beim VfL Bochum unterschrieb er im Sommer 2016 einen Vertrag über zwei Jahre. Dort erzielte er in 22 Ligapartien drei Tore, sieben weitere legte er für seine Kollegen auf. Doch in den letzten Wochen reifte bei dem Mittelfeldspieler der starke Wunsch nach einem Vereinswechsel. Denn unter Bochums neuem Coach Ismail Atalan begann Weilandts Stern in Bochum zu sinken: Er gehörte weder im DFB-Pokal noch in den bisherigen zwei Ligapartien zum Kader. Der 25-Jährige wird bis zum Saisonende an die Kieler Sportvereinigung Holstein ausgeliehen. Für den gebürtigen Rostocker ist der Wechsel an die Ostsee auch persönlich von Bedeutung. Denn der Sohn des ehemaligen Fußballprofis Hilmar Weilandt wurde beim F.C. Hansa Rostock ausgebildet.

Das harte Comeback des Ilir Azemi

SpVgg Greuther Fürth - TrainingslagerProfisportler gehören zu den Personen in unserer Gesellschaft, die besonders bewundert und beneidet werden. Sei es von Kindern und Jugendlichen, auch von Erwachsenen. Man liest, welche exorbitanten Gehälter z.B. einem Fußballer heutzutage bezahlt werden. Und Transfersummen von 30, 70 oder über 100 Millionen Euro (Gareth Bale oder Paul Pogba) haben zur Folge, dass „Normalverdiener“ davon überzeugt sind, dass Sportler völlig den Bezug zur Realität verlieren. Auch den Profis der Spielvereinigung geht es relativ gut: Sie werden umsorgt und hofiert, sie müssen sich um (fast) nichts selbst kümmern. Und haben einzig und allein eine Aufgabe: Gut Fußball zu spielen und erfolgreich zu sein.

Einen solchen Leistungsdruck spürt inzwischen auch wieder Ilir Azemi. Der Kleeblattstürmer verunglückte im August 2014 bei einem Autounfall schwer. Seine Verletzungen ließen es fast unwahrscheinlich erscheinen, dass er noch mal als Profi auf dem grünen Rasen stehen würde. Aber im Frühjahr 2016 war es soweit: Er lief bei einem Testspiel der U23 auf. Und die Kleeblattfans begannen optimistischer zu werden. Azemi schoss sogar Tore. Und als er bei der letzten Zweitliga-Partie gegen den SV Sandhausen zehn Minuten vor Schluss eingewechselt wurde, gab es Standing Ovations im Fürther Ronhof.

Ilir Azemi ist derzeit im Trainingslager am Walchsee mit dabei und plagt sich richtig. Man erwartet allgemein von Azemi, dass er bald wieder voll einsatzfähig ist. Der Ex-Stürmer zeigt sich in einem guten Fitnesszustand, für den Saisonstart ist er im Profi-Team jedoch definitiv noch kein Thema. Schon vor der Abreise nach Tirol hatte Kleeblatt-Präsident Helmut Hack die Erwartungen an den Publikumsliebling relativiert. Und auch Azemi selbst bittet um Verständnis, da es die erste Vorbereitung zwei Jahre nach seinem schweren Autounfall ist. Er habe gemerkt, dass das Gefühl für den Ball „verloren gegangen“ sei.

Trainer Stefan Ruthenbeck beurteilt die Vorbereitungen pragmatisch, er muss natürlich in erster Linie den Erfolg der gesamten Mannschaft und den Start in die neue Saison im Fokus haben. Denn es gibt durchaus Konkurrenten für Azemi im Sturm: „Ante Vukusic und Veton Berisha machen gerade Riesensprünge nach vorne. Da muss Azemi explodieren.“ Ruthenbeck plädiert dafür, dass Azemi Spielpraxis in der U23 nicht schaden würde. „Er ist nicht abgeschrieben. Aber wir haben gemerkt, er braucht noch Zeit.“ Die Tage bis zum Saisonstart werden nicht reichen, sich zu empfehlen. Eines ist klar: Wenn keiner seiner Konkurrenten länger ausfällt, wird man sogar über einen Transfer oder eine Ausleihe von Ilir nachdenken. „Ich hoffe, der Verein ist geduldig“, sagt Azemi, „ich muss es auch sein.“

Gänsehaut zum Saison-Ende

SpVgg Greuther Fürth - SV SandhausenDie Spielzeit 2015/16 ist zu Ende. Das Kleeblatt traf heute im letzten Spiel zu Hause auf den SV Sandhausen und hat die Partie überlegen mit 3:1 gewonnen. Der versöhnliche Schluss einer durchwachsenen Saison, die ganz gut anfing, Höhen und Tiefen hatte und unterm Strich nicht optimal verlief. Ein emotionales Highlight war heute die Einwechslung von Ilir Azemi, der zehn Minuten vor Schluss aufs Spielfeld kam (Foto). Die Kleeblattfans begrüßten ihm lautstark mit „Azemi, Azemi-Rufen“ – Gänsehaut pur. Und eine sportliche Überraschung war Mark Flekken, der heute für Keeper Sebastian Mielitz das Kleeblatt-Tor (fast) sauber hielt.
Vor einem Jahr habe ich im Greuther-Weiber-Blog geschrieben: „Eine Saison mit vielen Tiefschlägen geht für die Spielvereinigung zu Ende. Der Verein ist letzten Endes mit einem blauen Auge davon gekommen. Jetzt sollte man diese Spielzeit ganz schnell abhaken, sich erholen. Und bis zum Anpfiff der Spielzeit 2015/16 Ende Juli werden die Karten neu gemischt. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Engagement eines guten Stürmers?“
Und wie entwickelte sich die Spielvereinigung dann tatsächlich? Nach 17 Abgängen und 2o Spieler-Einkäufen hatte der neue Trainer Stefan Ruthenbeck – der aus dem Rheinland stammt und vom VfR Aalen zum Kleeblatt kam – erst mal alle Hände voll zu tun, sich selbst in Fürth einzugewöhnen und Stallgeruch anzunehmen. Er versuchte, die Mannschaft von Grund auf neu zu strukturieren. Und die Bilanz der ersten neun Spiele sah gut aus: fünf Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen schlugen sich in einem respektablen 4. Tabellenplatz nieder. Doch ausgerechnet am Kärwa-Eröffnungstag, dem 3. Oktober, musste das Kleeblatt gegen den VfL Bochum zu Hause eine 0:5-Klatsche einstecken. Und eine Woche später war das 2:5 gegen den Bundesliga-Absteiger SC Freiburg der nächste Schlag in die Magengrube.
Ab diesem Moment krebste die Spielvereinigung vor sich hin, viele Remis, mal ein niedriger Sieg, sogar das Derby gegen den 1. FC Nürnberg Ende Februar ging nach langer Zeit der Siege mal wieder verloren. Dann fing sich das Kleeblatt noch mal, um zum Saisonende hin bei den letzten drei Spielen gegen Arminia Bielefeld, Heidenheim und den FC Kaiserslautern wieder Niederlagen einzufahren.
Die Stimmung bei den Kleeblattfans verschlechterte sich zusehends. Und auch die Spieler sparten – teils öffentlich – nicht an Selbstkritik. Natürlich sind Robert Zulj und Jurgen Gjasula vielversprechende Talente, die der Mannschaft Rückgrat geben. Klar, Kapitän Marco Caligiuri versucht engagiert, die Defensive effektiv zu gestalten und das Tor von Sebastian Mielitz sauber zu halten. Caliguiri hat gut damit zu tun, den „Laden“ zusammenzuhalten. Und auch Keeper Mielitz hat sich gut integriert, zeigt jedoch dazwischen immer wieder Schwächen, was 54 Gegentore belegen. Es fehlt jedoch – und da hat sich auch in dieser Saison nichts Wesentliches geändert – ein starker Stürmer, der Tore schießt.

Das Geunke von einigen , dass Trainer Stefan Ruthenbeck der falsche Trainer sei, weil er seine Spieler nicht erreiche, daran habe ich meine Zweifel. Denn sogar der – seit dem legendären Bundesligaaufstieg – Fürther Identifikationsfigur Mike Büskens, der in der letzten Saison als „Notnagel“ noch mal einsprang, ist es nur mit viel Mühe gelungen, den Klassenerhalt zu schaffen. Und Frank Kramer hatte es meiner Ansicht nach vorher geschafft, die Mannschaft auf einen guten Weg zu bringen.

Die Vereinspolitik von Präsident Helmut Hack, gute, talentierte Spieler zu verkaufen, um den Vereins-Etat ausgewogen zu halten, muss nicht unbedingt der richtige Weg sein. Denn auf diese Weise wird es jeder Trainer schwer haben, zu Saisonbeginn lauter neue Spieler zu trainieren, sie auf Linie zu bringen und aus ihnen ein erfolgreiches Team zu machen. Es ist für den Coach – egal, wie er heißen mag – jedes Mal mehr oder weniger wieder ein Neubeginn bei Punkt null, nicht – wie man sich es als Fan wünscht – ein Ausbau des vorhandenen Spieler-Potenzials.

Mal sehen, wer jetzt die Spielvereinigung verlassen wird. Man munkelt: Zulj, Gjasula, Berisha. Bleibt Keeper Mielitz? Was ist mit Stiepermann? Und könnte Marco Caligiuri einem lukrativen Angebot – wenn er denn eines bekäme – widerstehen? Fragen über Fragen, auf die wir in den nächsten Wochen Antworten bekommen werden. Und zwar hoffentlich fürs Kleeblatt positive!

Rückkehr von Ilir Azemi zu den Profis

SpVgg Ansbach - SpVgg Greuther FürthEin Sieg mit 7:0 Toren – das geht den Kleeblattfans so richtig runter wie Öl. Allerdings war es nur ein Freundschaftsspiel: Die Spielvereinigung gastierte am Dienstagabend bei der SpVgg Ansbach. Der Landesligameister Nordwest  empfing das Kleeblatt zum Freundschaftsspiel im PIGROL Sportpark. Es sollte ein Kantersieg werden – und die Wiederkehr eines Fußballers nach langer Pause.

Anfangs tat sich  die Spielvereinigung gegen den vermeintlich unterlegenen Gegner sogar ziemlich hart. Doch nach 19 Minuten grätschte dann Johannes Wurtz eine Hereingabe von Tim Bodenröder im Fünfmeterraum zum 1:0 ins Tor. Neun Minuten später war es George Davies, der eine scharfe Flanke von links in den Strafraum schickte, Ante Vukusic musste nur noch abziehen. Und kurz vor dem Halbzeitpfiff gab der Kroate den Ball an der Strafraumgrenze an Wurtz weiter, der mit einem schön gezirkelten Schuss das 3:0 erzielte.

Nach einer halben Stunde Spielzeit hatte Coach Stefan Ruthenbeck Dominik Schad eingewechselt, der nach seinem Mittelfußbruch sein Comeback feiern durfte. Und dann war es knapp vor der Halbzeitpause so weit: Ilir Azemi kam für Maurice Hirsch aufs Spielfeld! Der 24-jährige Stürmer war ja schon seit längerem wieder für die U23 im Einsatz und trainiert seit einer Woche endlich wieder mit der Ersten Mannschaft. In Ansbach konnte er jetzt seine Rückkehr in die Profi-Elf feiern.
Azemi, der Anfang August 2014 kurz nach der Stadtgrenze Nürnberg/Fürth schwer mit seinem Auto verunglückt war, hatte seitdem mit seiner Genesung zu kämpfen. Viele Kleeblattfans verfolgten mit Sorge und großem Interesse Azemis Zeit in der Reha. Wie sich Ilir Azemi in den nächsten Wochen und Monaten beim Training wieder eingewöhnen kann, wird sich zeigen. Er war ja der Meister der spektakulären Tore und fiel vor allem durch seinen extremen Körpereinsatz auf. „Wenn er fit ist, kann er uns helfen. Aber er hat noch einen langen Weg vor sich“, sagte Trainer Stefan Ruthenbeck nach dem Spiel gegen die SpVgg Ansbach.

Das 7:0 gegen Ansbach war zumindest ein bisschen Motivation fürs angeschlagene Selbstvertrauen der Fürther Mannschaft. Hier noch mal die Torschützen: 1:0 Wurtz (19.), 2:0 Vukusic (28.), 3:0 Wurtz (45.), 4:0 Vukusic (56.), 5:0 Vukusic (64.), 6:0 Wurtz (86.), 7:0 Freis (89.). Am Sonntag, 15. Mai, ist bekanntlich das letzte Saisonspiel in der Zweiten Liga. Das Kleeblatt empfängt zu Hause im Ronhof den SV Sandhausen und will alles dransetzen, vor der Sommerpause eine bessere Vorstellung abzuliefern als bei den letzten drei Zweitliga-Begegnungen.

Tripic nach Disco-Sturz schwer verletzt

Die Hiobsbotschaften bei der Spielvereinigung reißen nicht ab. Gestern gab der Verein in einer kurzen Mitteilung bekannt, dass der Kleeblattspieler Zlatko Tripic für längere Zeit ausfallen wird. Der Grund ist ein Sturz in einem Nürnberger Nachtclub, bei dem sich Tripic schwer verletzt hat.
Der Vorfall ereignete sich bereits in der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag. Aus bisher ungeklärten Gründen ist der 23-Jährige von einer Empore in der Diskothek „Indabahn“ am Nürnberger Hauptbahnhof mehrere Meter in die Tiefe gestürzt. Der Fürther Stürmer zog sich dabei schwere Verletzungen im Kopf- und Wirbelsäulenbereich zu.
Inzwischen gibt es Informationen, wie der Unfall passierte: Laut Bundespolizei war es in der Diskothek gegen 2.30 Uhr zu einer Schlägerei zwischen mehreren Männern gekommen, an der Tripic allerdings nicht beteiligt war. Der 23-Jährige habe sich laut Zeugenaussagen von der Schlägerei entfernt und wollte sich auf einem Sofa in Sicherheit bringen. Als ein Tisch gegen das Sofa krachte, habe er das Gleichgewicht verloren und sei drei oder vier Meter in die Tiefe gestürzt. Mit einem Krankenwagen war Tripic dann sofort in ein Nürnberger Krankenhaus gebracht worden.

Zlatko Tripić wurde 1992 in Rijeka, Kroatien geboren, wuchs jedoch im norwegischen Lyngdal auf. Er besitzt neben der norwegischen auch die bosnisch-herzegowinische Staatsbürgerschaft. Er steht seit Januar 2015 bei der Spielvereinigung unter Vertrag und kam in dieser Saison bisher 14 mal zum Einsatz.

In der Vergangenheit hatten ja bereits Ilir Azemi und Stefan Thesker (der aktuell an Twente Enschede ausgeliehen ist) mit Disco-Besuchen für reichlich Schlagzeilen gesorgt. Azemi war im August 2014 nach dem Feiern in einem Club schwer mit seinem Auto in Fürth verunglückt. Stefan Thesker hatte sich Mitte Dezember vergangenen Jahres in der Nürnberger Diskothek „Mach 1“ daneben benommen: Erst soll er dort nach dem 1:2 seines Teams gegen RB Leipzig (Thesker saß 90 Minuten auf der Bank) mit einer Frau gestritten haben. Dann wurde er vom Sicherheitspersonal nach draußen komplimentiert. Auf der Straße pöbelte Thesker den Türsteher an: „Was willst du? Verdienst 2000 Euro im Monat, du Wichser.“ Anschließend zückte er sein Portemonnaie, holte einen Packen Geldnoten heraus und schmiss mit 20-Euro-Scheinen um sich.

Warum Kleeblatt-Profis gerade in Nürnberger Discos so ausgelassen abfeiern, bleibt den Fürther Fans ein Rätsel.

Mal gute News vom Kleeblatt

Training SpVgg Greuther FürthWer erinnert sich nicht an den furchtbaren Unfall des Kleeblatt-Stürmers Ilir Azemi im August 2014. Damals wurde der beliebte und erfolgreiche SpVgg-Profi am frühen Morgen in Höhe der Stadtgrenze zwischen Nürnberg und Fürth bei einem Autounfall schwer verletzt. Er brach sich dabei mehrere Knochen im Beckenbereich, zog sich neben einer Lungenquetschung auch noch schwere Nervenverletzungen im Bein zu. Im Anschluss quälte er sich monatelang durch die Mühlen der Reha – offenbar mit Erfolg. Denn jetzt hat Azemi eine Art Comeback gefeiert. Beim Testspiel der U 23 der SpVgg gegen den TSV Burgfarrnbach war der Stürmer auf dem Platz und spielte ziemlich erfolgreich. Beim 17:0-Erfolg am Mittwochabend wurde der bald 24-Jährige eingewechselt und stellte seine Treffsicherheit unter Beweis. Fünf Mal traf Azemi ins gegnerische Tor, dabei einmal aus knapp 45 Metern Entfernung.
Aber Ilir Azemi leidet noch immer an Folgen des Unfalls. So macht es ihm zu schaffen, dass er seinen Fuß noch nicht uneingeschränkt anheben kann. Der Verein hatte seinen auslaufenden Vertrag im Sommer um zwei Jahre verlängert. Azemi nahm immer wieder am Training teil – dabei entstand auch das Foto vom Juni 2015.
Ob Azemi aber jemals wieder bei den Profis in der Zweiten Liga zum Einsatz kommen wird, ist noch nicht absehbar. Azemi war für seine spektakulären Einsätze im Strafraum der Gegner bekannt. So war ihm keine Mühe zu groß, mit Fallrückziehern und riskanten Aktionen für das Kleeblatt Tore zu erzielen.
Auf jeden Fall: Mit Ilirs Gesundheitszustand geht’s bergauf – und alle Kleeblattfans drücken ihm die Daumen!

Schock fürs Kleeblatt: Präsident Hack in Unfall verwickelt

FC Sankt Pauli - SpVgg Greuther FürthBeim Kleeblatt reißen die Hiobsbotschaften nicht ab. Gestern Abend hatte der Präsident der Spielvereinigung, Helmut Hack, einen Verkehrsunfall auf der Autobahn A3. Sein Auto, ein Audi A6, wurde bei der Kollision mit einem Lkw zwischen der Ausfahrt Tennenlohe und dem Kreuz Fürth/Erlangen schwer beschädigt. Helmut Hack blieb Gott sei Dank unverletzt, er erlitt aber einen Schock. Das hat der Pressesprecher der SpVgg, Immanuel Kästlen, heute bestätigt. Der 65-jährige Kleeblatt-Präsident war zur Beobachtung eine Nacht in der Klinik, die konnte er heute aber wieder verlassen.
Die Schuldfrage ist, wie die Spielvereinigung in einer Pressemitteilung inzwischen verlauten ließ, eindeutig geklärt: Demnach habe der LKW-Fahrer den Unfall verschuldet. Wegen polizeilicher Ermittlungen werde es von Vereinsseite jedoch keine weiteren Aussagen zum Unfallhergang geben.
Das Kleeblatt hat seit einigen Monaten nicht nur mit schlechten sportlichen Leistungen, Verletzungen von Spielern und einem Platz in der unteren Hälfte der Zweiten Liga zu kämpfen. Der Unfall von Helmut Hack erinnert fatal an den 7. August 2014, als sich Kleeblatt-Profi Ilir Azemi bei einem schweren Unfall an einer Fürther Kreuzung gravierende Verletzungen (eine Lungenquetschung und mehrere Knochenbrüche) zuzog. Bis heute versucht der Fürther Hoffungsträger in der Reha gesund zu werden. Der Verein und alle Kleeblattfans hoffen auf ein baldiges Comeback des Stürmers.

Atemlos durch die Gustavstraße

Seit 35 Jahren hat der 1. FC Nürnberg in Fürth keinen Sieg errungen – der Club wartet seit 1979 auf einen Sieg beim Kleeblatt. Damals gewannen die Nürnberger in der damaligen 2. Liga-Süd mit 4:1 gegen die Spielvereinigung. Und übrigens: In den letzten drei Derbys erzielte der Club nicht ein Tor!

Alle Bekannte, die ich heute in der Fürther Innenstadt getroffen habe, reden mit mir nur über das heutige 257. Derby. „Nachher laufen Clubberer durch die Stadt“, meint der eine warnend. Die Buchmacher tippen auf einen knappen Sieg der SpVgg, verheißt eine andere. Und spätestens um 16 Uhr wird ein junger Mann, der in der Nähe des Fürther Bahnhofes wohnt, seine Pflanzen und alle Utensilien reinholen. Eine reine Vorsichtsmaßnahme!

Ich persönlich bin gespannt, ob die anreisenden Clubfans tatsächlich die Shuttlebusse vom Hauptbahnhof zum Stadion am Laubenweg besteigen werden. Oder ob sie auf Schleichwegen durch die Stadt laufen und dabei Anti-Fü-Parolen skandieren werden.

Mein Tipp für das heutige Lokalderby ist ein Sieg des Kleeblatts. Ich tippe auf ein 3:1. Weil Keeper Wolfgang Hesl gut halten wird. Die Stürmer ihr Bestes geben. Und die gesamte Mannschaft für den verunglückten Ilir Azemi etwas reißen will. Und deshalb – davon bin ich überzeugt – hat der Club keine Chancen.

Und wenn dann um 22 Uhr die Partie vorbei ist und Fürth drei Punkte verbuchen kann, dann werden Kleeblattfans allen Unkenrufen zum Trotz in der Gustavstraße feiern. Mit einem Grüner-Bier in der Hand, superguter Laune, im Schein des großen vollen Mondes – da werden viele Kleeblattfans die Nacht zum Tage machen. Und vielleicht auch den aktuellen Kultsong anstimmen: „Atemlos durch die Nacht…“.
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Kleeblatt-Stürmer Ilir Azemi verunglückt

Unfall_Ilir_AzemiIlir Azemi hat im Moment eine Pechsträhne. Er wurde heute in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt: Ein Transporter fuhr am frühen Donnerstagmorgen auf der Fürther Straße, Ecke Höfener Straße, in den Wagen des Fürther Stürmers. Dabei wurde der Audi des Kleeblatt-Stürmers gegen eine Ampel geschleudert. Der Ampelmast wurde daraufhin so stark beschädigt, dass er umzufallen drohte. Die Kreuzung war für mehrere Stunden komplett gesperrt. Wie es zu dem Unfall kam, ist derzeit noch nicht völlig geklärt.

„Es ist nicht lebensbedrohlich“, sagte der Leiter der Lizenzabteilung bei der SpVgg, Martin Meichelbeck. Ilir Azemi wurde nach einem Verkehrsunfall ins Fürther Klinikum eingeliefert, dort erst einmal künstlich beatmet. Die erste Diagnose nach dem schweren Unfall: eine Lungenquetschung und mehrere Knochenbrüche. „Seine Situation ist weiterhin ernst. Das ist einer dieser Fälle, in denen man merkt, dass der Fußball in den Hintergrund rückt“, sagte Meichelback. „Eine Absage des Derbys aus Rücksicht auf den Unfall ziehen wir aber nicht in Erwägung“.

Wie nordbayern.de meldet, fuhr der 22-Jährige Fußballer gegen 4.40 Uhr mit seinem Auto auf der Fürther Straße von Nürnberg kommend in Richtung Fürth. Direkt auf der Kreuzung stieß er mit einem Transporter zusammen, der von der Ludwig-Quellen-Straße in Richtung Höfener Straße unterwegs war. Durch die Wucht des Zusammenstoßes schleuderte der Audi gegen einen auf der Mittelinsel der Nürnberger Straße angebrachten Ampel- und Lichtmast und verkeilte sich dort. Der Fahrer Azemi wurde eingeklemmt und musste von der Berufsfeuerwehr Nürnberg mit schwerem Gerät aus dem total beschädigten Pkw befreit werden, was sich als schwierig gestaltete. Die Fahrertüre hatte sich durch den Aufprall tief in das Wageninnere gedrückt und den Fürther Spieler eingeklemmt. Mit hydraulischen Schneid- und Spreizgeräten wurde der 22-Jährige nach ca. 40 Minuten befreit und umgehend unter medizinischer Betreuung in ein Krankenhaus gefahren.

Zeugen, die den Verkehrsunfall beobachtet haben bzw. Angaben zur Ampelschaltung machen können, werden gebeten, sich mit der VPI Nürnberg unter der Telefonnummer 09 11 65 83 15-30 in Verbindung zu setzen.

„Fußball-Duell zweier Päpste“

Greuther-Weiber müssen trotz allen Engagements für ihre Arbeit auch mal Urlaub machen. Was liegt näher, als dem zweiten Greuther-Weib uwo, das seit März in Bolsena lebt, einen Besuch abzustatten?
Training SpVgg Greuther FürthDer heutige Tag könnte für deutsche Fußballfans ein denkwürdiger werden. Ist die deutsche Nationalmannschaft doch im Endspiel der Fußball-WM in Brasilien, und die Chancen, gegen Argentinien den Cup zu holen, stehen ziemlich gut. Auch hier in Italien ist die Weltmeisterschaft ein wichtiges Thema – obwohl die Squadra Azzurra ja schon schnell  ausgeschieden ist. „Heute ist das WM-Duell der beiden Päpste“ titelte eine italienische Zeitung ihre Sonntagsausgabe. Stimmt: Benedikt XVI. ist Deutscher und Francesco kommt bekanntlich aus Argentinien.

Noch mal zurück zum Urlaub. Ich bin mit optimistischen Gefühlen bezüglich der Spielvereinigung nach Italien aufgebrochen. Einige neue Spieler wurden verpflichtet, und Schröcki ist wieder zu Hause in Fürth. Aber dann erhielt ich eine Hiobsbotschaft auf meiner Kleeblatt-App: Ilir Azemi hat sich beim Training einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zugezogen. Voraussichtlich wird er vier Wochen ausfallen. Das wäre bitter, denn die Zweitliga-Saison startet fürs Kleeblatt am 2. August. Und die Hammer-Partie – das Derby gegen den Club – steht schon  am 11. August an.

Also: Ich wünsche mir nicht nur, dass Deutschland heute zum vierten Mal nach 1954, 1974 und 1990 Fußball-Weltmeister wird und alle Fans so jubeln können wie Ilir Azemi (Foto) es in der vergangenen Woche noch konnte. Ich wünsche ihm vor allem aus dem fernen Bolsena gute Besserung. Ilir, werde schnell wieder fit!