3:0 – Jetzt schlagen die Kleeblattherzen höher!

Es macht wieder Spaß, der Spielvereinigung zuzusehen. Heute gewann das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck souverän zu Hause im Ronhof gegen den SC Paderborn. Mit 3:0! Das war eine  fabelhafte Gesamtleistung, da war Passgenauigkeit genauso angesagt wie taktisch raffiniertes Spiel. Das Kleeblatt macht nach dem dritten Sieg in Folge den Eindruck, als ob es wieder zu einer Form gefunden hat, die man jahrelang vermisste.
Es gelang heute dem nach dem Abstieg völlig ausgebluteten SC Paderborn also nicht, beim neunten Spiel im Ronhof endlich einen Sieg hinzulegen. Dabei hatten die Gäste sogar durchaus gute Chancen. Aber der Fürther Keeper Sebastian Mielitz wird von Mal zu Mal zu einem richtig sicheren Torwart mit glänzenden Paraden. Ihm ist es primär zu verdanken, dass die gegnerische Mannschaft einfach keinen Stich machen konnte.

Tor Nummer 1:
Sebastian Freis entwickelt sich zum herausragenden Akteur bei den Kleeblättern. Er ist schnell, exakt und traut sich, aus aussichtsreichen Situationen auch wirklich etwas zu machen.SpVgg Greuther Fürth - SC PaderbornTor Nummer 2:
Tom Weilandt, der in der ersten Halbzeit fast zur tragischen Figur zu werden drohte, traf mit einem Traumtor zum 2:0 in der 59. Minute.

SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn

Tor Nummer 3:
Und Jurgen Gjasula, dem beim letzten Spiel gegen Union Berlin beide Treffer gelangen, machte zehn Minuten vor dem Schlusspfiff den Sack zu.SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn

Die Stimmung bei den knapp 8500 Zuschauern im Stadion am Laubenweg war dann natürlich überschwänglich. Leider schafften es aufgrund der schlechten Anstoßzeit (17.30 Uhr) nicht mehr Fans, in den Ronhof zu kommen. Das wird sich am kommenden Montag, 28. September, vielleicht ändern. Zwar nicht im Stadion, aber vor dem Fernseher. Denn da tritt die Spielvereinigung um 20.15 Uhr auswärts gegen Eintracht Braunschweig an. Mit anderen Worten: Da trifft der Viertplatzierte der Zweiten Liga gegen den (punktgleichen) Tabellenfünften. Das verspricht eine spannende Begegnung zu werden!

Endlich ein Auswärtssieg fürs Kleeblatt

Jurgen_GjasulaDer Held des Tages heißt Jurgen Gjasula. Ihm ist es zu verdanken, dass die Spielvereinigung nach einem 0:1-Rückstand beim 1. FC Union Berlin das Ruder noch herumreißen konnte. Und die Begegnung mit einem 2:1-Sieg nach Hause trug.

Das Wetter in Berlin war heute mehr als wechselhaft, mal toller Sonnenschein, mal herbe Regengüsse. So auch das Spiel aus Fürther Sicht. Denn schon in der 19. Minute gelang den „Eisernen“ an der Alten Försterei durch Steven Skrzybski ein ernüchterndes 1:0. Nicht überraschend für die 19.000 Zuschauer (eine Handvoll Kleeblattanhänger war im Gästeblock), denn die Berliner hatten bis dahin eindeutig die bessere Leistung gezeigt. Ihr neuer Coach Sascha Lewandowski witterte dann auch sofort Morgenluft. Ihm ging vermutlich kurz der Gedanke durch den Kopf, dass es im 17. Spiel zwischen Union Berlin und dem Kleeblatt nun unter seiner Ägide den zweiten Sieg der Berliner geben könnte.

Der Fürther Keeper Sebastian Mielitz, den ich in seinen ersten Spielen im Kleeblatt-Tor im Greuther-Weiber-Blog kritisiert habe, gefällt mir inzwischen immer besser. Er rettete heute die eine oder andere brenzlige Situation und schaffte es mit sicheren und reaktionsschnellen Aktionen, dass der 1:0-Vorsprung der „Eisernen“ nicht vergrößert wurde.

Wie schon öfter wirkte das Kleeblatt-Team nach der Halbzeit-Pause wacher. Kaum ist der Ball im Spiel, foult Kessel Tom Weilandt an der eigenen Strafraumgrenze. Der Schiedsrichter gibt einen Freistoß für Fürth, der clever gelöst wird: Gießelmann springt über den Ball, anschließend zirkelt Gjasula den Ball ins rechte Torwart-Eck! Ein guter Start in die zweiten 45 Minuten. Und noch mal ist es Jurgen Gjasula, der Fürther Fußball-Herzen höher schlagen lässt: Nach einem Foul an Robert Zujl erkennt der Schiedsrichter in der 70. Spielminute auf Elfmeter, den Gjasula trocken in die linke, untere Ecke schießt. Keeper Haas berührt den Ball noch mit den Fingerspitzen, trotzdem geht der Ball rein.

Als Antwort gingen beide Teams jetzt härter ins Spiel, es hagelte – quasi im Minutentakt – Gelbe Karten. Eine Schrecksekunde für das Kleeblatt gab es dann knapp zehn Minuten vor Schluss: Nach einem Eckball von Union Berlin bringt Kreilach die Kugel per Kopf auf den linken Pfosten, wo Kessel den Ball wenige Zentimeter über die Linie drückt. Ausgleich? Nein, der Schiedsrichter erkennt den Treffer wegen eines vermeintlichen Fouls von Kreilach nicht an.

So bleibt es bei einem 2:1-Auswärtssieg für die Spielvereinigung. Das Auftreten der Mannschafft war heute nach dem glücklichen Derbysieg nicht unbedingt selbstbewusster. Aber die wirklich starke Leistung von Jurgen Gjasula, Robert Zujl und Benedikt Röcker macht die Kleeblattfans heute glücklich. Das Team rangiert aktuell einen Platz vor dem 1. FC Nürnberg mit 11 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz. In der Englischen Woche trifft die SpVgg schon am kommenden Mittwoch, 23. September,  um 17.30 Uhr zu Hause auf den SC Paderborn.

Das „Wunder für Fürth“ in der letzten Sekunde

MSV Duisburg - SpVgg Greuther FürthBuchstäblich in der allerletzten Sekunde der Nachspielzeit hat Marco Stiepermann dem Kleeblatt das Unentschieden in Duisburg gerettet. Bis zu diesem Moment war der Frust bei Kleeblattanhängern groß, obwohl die Mannschaft nach meinem Geschmack recht passabel gespielt hatte.

Der Anfang der Partie gegen den Tabellenletzten, den Aufsteiger MSV Duisburg, war aus Fürther Sicht wenig attraktiv. Beide Teams plänkelten vor sich hin und das Spiel wirkte zerfahren. Dann traf ein guter Schuss des Duisburgers Dasch das Aluminum von Sebastian Mielitz‘ Tor – und ab diesem Moment gewann man den Eindruck, alle 22 Fußballer hätten Hallo-Wach-Tropfen getrunken. Die Partei wurde lebendig und spannend, Torchancen auf beiden Seiten. Die Spielvereinigung wies mehr Ballbesitz auf, leider unterliefen ihr aber unverzeihliche Fehler. So verlor z. B. Niko Gießelmann in der 35. Minute den Ball, der Duisburger Scheidhauer spielte ins Zentrum auf Rolf Feltscher, der zwar im ersten Anlauf an Mielitz scheiterte, dann aber erfolgreich ins linke Eck schoss. Die zirka 400 angereisten Fürther Fans konnten es kaum glauben.
Weiter dann bis zu Halbzeitpause wenig Erwähnenswertes. Dafür verwandelte Jurgen Gjasula, der selber mal ein Duisburger „Zebra“ war, nach einem Foul an ihm souverän den verhängten Elfmeter und traf in den Kasten des MSV-Keepers Michael Ratajczak. Eine gute Viertelstunde vor Abpfiff fiel erneut ein Tor für die Duisburger – zum 2:1. Und damit schienen den Kleeblättern in einer vermeintlich machbaren Begegnung die Felle endgültig davon zu schwimmen. Die SpVgg wartet von allen Teams in der Zweiten Liga bekanntlich am längsten auf einen Auswärtssieg. Und jetzt sollte es sogar wieder eine Niederlage geben? Eigentlich hatten auch die Zuschauer in der Schauinsland-Reisen-Arena mit dem Spiel innerlich abgeschlossen, die Duisburger Fans feierten quasi schon ihren ersten Saisonsieg, da passierte das „Wunder für Fürth“: Marco Stiepermann traf in der dreiminütigen Nachspielzeit nach einer Kopfballvorlage des eingewechselten Ex-Duisburgers Goran Sukalo in der allerletzten Sekunde zum glücklichen 2:2-Unentschieden. Nach dem Spiel ließ sich der Torschütze feiern (Foto).

Tja, so kann’s gehen: Die Kleeblätter haben im Vergleich zur letzten Saison strukturierter und besser gespielt. Aber es fehlen das Quäntchen Draufgängertum und Überraschungseffekte. Das Spiel der Kleeblätter ist oft zu vorhersehbar. Und dann werden gute Fürther Aktionen noch vor dem Strafraum vom Gegner im Keim erstickt.
Aber: Ein Unentschieden ist auch ein Punkt. Ab sofort heißt es trainieren und sich sportlich und mental gut auf den 13. September vorbereiten. Denn da empfängt die Spielvereinigung – nach der Länderspielpause am kommenden Wochenende – den 1. FC Nürnberg zum Franken-Derby im Ronhof. Und das wird mit Sicherheit ein Tanz auf dem Vulkan!

Begegnung mit Gänsehaut-Moment?

MSV_DuisburgMorgen um 13 Uhr trifft die Spielvereinigung in der Schauinsland-Reisen-Arena auf den MSV Duisburg. Bislang trafen die Kleeblätter 22-mal auf die Zebras – alle Partien wurden ausschließlich in der zweiten Liga ausgetragen. Die Bilanz ist dabei ziemlich ausgeglichen: Achtmal konnten die Zebras gewinnen, neunmal die SpVgg, fünfmal wurden die Punkte geteilt. Die Spiele zwischen der SpVgg und dem MSV sind traditionell Begegnungen mit knappem Ergebnis: Weder die Fürther noch die Duisburger konnten eines der Spiele mit mehr als zwei Toren Unterschied gewinnen. Das letzte Heimspiel haben Kleeblattanhänger garantiert noch in Erinnerung. Durch Tore von Olivier Occean und Robert Zillner konnten die Fürther im März 2012 den Ruhrpott-Verein in einer Hängepartie mit 2:0 schlagen.
Die Zuschauer in Duisburg freuen sich auf ein Wiedersehen mit ihren Ex-Profis Jurgen Gjasula, Marco Caliguiri und Goran Sukalo, die derzeit im Kader der SpVgg stehen. Gjasula spielte von 2011 bis 2013, Caliguiri von 2006 bis 2007 und Sukalo von 2010 bis 2013 beim MSV Duisburg.

Geplant ist übrigens eine besondere Aktion: Zebra-Fans wollen im Stadion dem Ex-Spieler Sascha Dum einen Gänsehaut-Moment bescheren. Dum war seit dem Januar 2013 beim Zweitligisten MSV Duisburg verpflichtet und unterschrieb damals bis zum Saisonende 2012/13 mit einer Option auf Verlängerung. Nach dem Lizenzentzug und Zwangsabstieg des MSV aus der zweiten Liga blieb der Abwehrspieler dem Verein auch in der folgenden Drittligasaison treu. Einen festen Stammplatz nahm er zwar nicht ein, stand aber regelmäßig im Aufgebot. 2015 gelang ihm mit der Mannschaft die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Am 24. August 2015 wechselte er nun zum FC Schalke 04, wo er mit dessen zweiter Mannschaft in der Regionalliga West spielt.
Um ihrem „Dumbo“ gebührend zu verabschieden, hat sich der inoffizielle Fanklub „Area 47“ etwas Besonderes einfallen lassen. Die Mitglieder haben ein riesiges Dum-Trikot angefertigt, das der Fanklub gerne am Samstag vor dem Spiel gegen Fürth auf dem Stadionrasen ausbreiten und von der Mannschaft unterschreiben lassen will, um es dann Sascha als Dankeschön zu überreichen. Die Entscheidung des Vereins, ob die Aktion vor dem Anpfiff stattfinden darf, steht noch aus. Außerdem ist unklar, ob Dum auch tatsächlich in der Arena sein wird.