777 Blogbeiträge: darauf einen „Greuther-Schnaps“!

777_GreutherweiberKönnt Ihr Euch noch an den Freitag, 17. Juli 2009 zurückerinnern? Ich schon. Ich habe an diesem Tag den ersten Blogbeitrag für die Greuther-Weiber geschrieben, mit dem vielsagenden Titel „Frauen und Fußball – ja bitte“. Gemeinsam mit uwo und sabbel wurden seitdem 777 Blogbeiträge verfasst. Es gab – wie in einer Beziehung – gute und schlechte Zeiten mit der Spielvereinigung. Wir wollen ja nicht nur den Verein und das Kleeblatt mit den Augen der Liebe und dann wieder kritisch begleiten. Nein, wir versuchen oft, etwas Ungewöhnliches rund um die Spielvereinigung zu finden und für unser Blog aufzugreifen. Dazu gehören Personen in Fürth, deren Herz am Verein hängt, die ihre Geschäftsidee weiß-grün färben oder einfach kreative Ideen haben, wie man Fußball und sonstiges Leben verknüpfen kann. Die sich bemühen, Fußballfans vor und nach Spielen im Ronhof in die Innenstadt zu lotsen, um ihnen dort das typische Kleeblatt-Feeling zu vermitteln. Dazu gehören Kneipen und Restaurants, kleine Läden und Geschäfte, Künstler und richtige Fürther Typen.

Immer noch kritisch sehen einige Fans der Spielvereinigung unseren Blognamen „Greuther-Weiber“. Denn für einen echten Kleeblatt-Änhänger ist der Zusatz beim Vereinsnamen Spielvereingung GREUTHER Fürth ein Unding, ein absolutes No-Go. So werden wir immer mal wieder darauf angesprochen, dass ein anderer Name für dieses Blog der Nürnberger Zeitung doch passender wäre. Politisch korrekter. Aber wir Autorinnen fanden das Wortspiel Greuther-Weiber, das im fränkischen Dialekt ja auch „Kräuter-Weiber“ bedeuten kann, originell. (Die Martin Bauer Group, die ja eine wichtige Bedeutung für den Verein hat, produziert u.a. Kräuter- und Früchtetees.) Und dazu stehen wir auch. Bis heute!

Also: Nach 777 Beiträgen machen wir heute keinen Champagner oder Prosecco auf. Nein, wir feiern stilecht mit einem Grüner-Bier und einem Kräuterschnaps (Greuther-Bitter). Wir freuen uns auf die nächsten Wochen, Monate und vielleicht sogar Jahre, in denen wir über die Erfolge der Spielvereinigung und das weiß-grüne Leben in Fürth rund ums Kleeblatt schreiben werden. Und wir hoffen, Ihr habt auch Spaß daran!

Keeper Wolfgang Hesl trifft auf Greutherweib Kiki

WH_KH_2015Am nächsten Sonntag, 24. Mai, findet für die Spielvereinigung um 15.30 Uhr (mal wieder) ein „Spiel der Spiele“ statt. Es geht um den Klassenerhalt in der Zweiten Liga. Das hätten sich die Fans vor einem Jahr nicht träumen lassen. Damals spielte das Kleeblatt in der Relegation gegen den Hamburger SV, um den Wiederaufstieg in die Bundesliga zu schaffen. Leider scheiterten die Fürther trotz eines hervorragenden und eines akzeptablen Spiels – sie blieben nach der torlosen Partie in Hamburg mit einem 1:1-Unentschieden im Ronhof zweitklassig.
Am Sonntag also geht’s nach Leipzig. Im Stadion sind mindestens 2000 Kleeblattfans, die die 300 Kilometer weite Anreise auf sich nehmen, um „ihren“ Verein lautstark zu unterstützen. Die Spielvereinigung sollte unbedingt gewinnen, um sich aus eigener Kraft im „Herzschlagfinale“ dieser Saison den drohenden Abstieg in die Bedeutungslosigkeit zu ersparen.

Die Zeit bis zum Spiel habe ich mir in dieser Woche bei der Eröffnung eines neuen Restaurants verkürzt. Interessante Architektur, stylischer Lounge-Garten, sehr gute italienische Küche – ich denke, ein echter Gewinn für Fürth. Besonders gefreut habe ich mich darüber, dort einige Profispieler der Spielvereinigung zu sehen. Mit Kleeblatt-Keeper Wolfgang Hesl habe ich mich unterhalten: über das gewonnene Spel gegen den SV Darmstadt am letzten Wochenende und die sportliche Zukunft des Kleeblatts. Hesl ist ein wirklich sympathischer, netter Typ. Und: Er liest unseren Greuther-Weiber-Blog! Hier habe ich ja schon mehrfach über ihn geschrieben. Zum Beispiel über seine „magischen Torwarthände“, im Januar 2013 haben wir ihm zum Geburtstag gratuliert. Und im Juni 2013 ging es um seine Entscheidung, in Fürth zu bleiben, und nicht zu einem anderen Verein zu wechseln. Ob das bald auch wieder Thema unseres Blogs sein wird?

Wieder nix!

Die Hoffnung von Greuther-Weib Kiki hat sich leider nicht erfüllt: In ihrem Blog-Beitrag von gestern hatte sie ein Foto von Mike Büskens und Mirko Reichel zu positiv interpretiert. Wenn die Beiden heute tatsächlich am Ende der Partie gegen den VfR Aalen synchron auf die Anzeigentafel geblickt haben, dürften sie wenig Begeisterung empfunden haben. Ein mageres 1:1-Unentschieden des Kleeblatts gegen den im Augenblick auf dem letzten Platz der 2. Bundesliga liegenden Verein war mit Sicherheit nicht das, was der  nach Fürth zurückgeholte ehemalige Erfolgstrainer als Ergebnis sehen wollte.

FanlanglaufUnd wir, die Fans der Spielvereinigung, schon gar nicht!!! Die Mannschaft hat heute in der Aalener Scholz-Arena wieder nicht gezeigt, was in ihr steckt. Dass das Spiel vor fast leeren Zuschauer-Rängen über die Bühne ging, wundert mich im Nachhinein nicht im Geringsten. Man könnte seine Zeit an einem freien, recht sonnigen Samstagnachmittag im März weitaus sinnvoller nutzen – zum Beispiel so wie auf nebenstehendem Foto: mit Langlauf-Skiern auf traumhaften Loipen. Das Bild ist vor gut zwei Wochen während des Winterurlaubs in Ramsau am Dachstein entstanden, über den Kiki auch schon gepostet hat. In Weiß-Grün habe ich am Fuße des Dachsteins Werbung für unseren Verein und unser Fürth gemacht und nach dem Fußball-Krimi gegen den FC St. Pauli voller Zuversicht die kommenden Begegnungen der SpVgg erwartet.

Inzwischen gab es den Trainerwechsel von Kramer zu Büskens, der mich ebenfalls sehr optimistisch auf die nächsten Wochen schauen ließ. Denn so sehr ich Frank Kramers Qualitäten als Coach des Kleeblatts geschätzt habe – in einer mehr als schwierigen Situation bei der Übernahme des Tranerjobs hat er Zufriedenstellendes geleistet -, so sehr habe ich bei ihm das Temperament von Mike Büskens vermisst. Ich halte ihn einfach für jemanden, der ein Team mehr mitreißen und motivieren kann. Und für uns Fans gibt es mit ihm am Spielfeldrand immer wieder unterhaltsame Momente, wenn er mal aus der Haut fährt und ein anderes Mal begeistert jubelt. Zu Letzterem hatte er heute zunächst ja durchaus einen Grund, als Niko Gießelmann in der 17. Minute in Aalen das verdiente 1:0 gegen die Baden-Württemberger schoss.

Doch im Anschluss tendierte die Begegnung zu einem seicht dahinplätschernden, meist ziemlich langweiligen Spiel ohne jeden Höhepunkt. Schlimmer noch: Der Eindruck drängte sich auf, dass das Team nach dem Führungstreffer erst mal selbstzufrieden die Hände in den Schoß legte. Vor der Halbzeitpause brachten die Fürther nichts Nennenswertes mehr zustande. Das sollte sich nach dem Seitenwechsel bitter rächen, als die Aalener noch einmal auftrumpfen konnten und Quaner in der 68. Minute der Ausgleich gelang. Übrigens nach einem Patzer von Torwart Wolfgang Hesl, dessen Tag das heute definitiv nicht war. Als in der Schlussphase obendrein noch Stephan Schröck Gelb-Rot sah und den Platz verlassen musste (87.), schwanden meine Hoffnungen dahin – und die der meisten anderen Fans wohl auch. Der für Tripic eingewechselte Florian Trinks konnte auch nichts mehr reißen, obwohl die wie immer souveräne Unparteiische Bibiana Steinhaus vier Minuten Nachspielzeit draufgab.

Mit dem mageren Remis belegt das Kleeblatt nun Rang 13 in der Tabelle und muss am Freitag, den 13. (!) , wieder ran. Mit dem TSV 1860 München trifft die Spielvereinigung im Ronhof auf einen Gegner, der ihr schon in der Vergangenheit einiges Pech brachte. Man denke nur an die völlig unnötige Niederlage von Fürth gegen die 1860er in der vergangenen Saison, die dazu geführt hat, dass das Kleeblatt nicht direkt in die Erste Liga aufsteigen konnte, sondern in die Relegation musste. – Oder bringt Freitag, der 13., der Spielvereinigung das längst verdiente Glück eines Heimsiegs? Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

Das geht uns runter wie Öl….

Heute schreiben wir mal einen Blogbeitrag in eigener Sache. Per Zufall bin ich nämlich heute auf die Fußball-Blogschau des Internetportals „ARCOR“ gestoßen, die schon im Februar mit der Überschrift „Kleeblätter im Glück“ ein kleines Loblied auf uns Greuther-Weiber gesungen hat. Nach dem gewonnenen Spiel gegen Schalke 04 fand Autor Carsten Germann unseren Blog  – und er hat ihm offenbar gefallen: „Bei der Nürnberger Zeitung haben zwei Frauen das Sagen bzw. das Bloggen in Sachen Greuther Fürth übernommen. Lesen!“, schreibt er und zitiert ausführlich aus unserem Beitrag. Er hat sich auch die Mühe gemacht, zu recherchieren, wer hinter den „Greuther-Weibern“ steckt und sein Ergebnis mit kleinen Spitzen versehen: „Fürth im Jubelrausch – ein Fall für Kiki und Uwo. Hinter diesen Kürzeln verbergen sich die beiden Autorinnen Kirsten Harder und Ute Wolf. Harder wohnt seit über 20 Jahren in Fürth. «Selbst schuld», werden einige eingefleischte Fans des Erzrivalen 1. FC Nürnberg dazu wahrscheinlich sagen. Aber Kiki ist freiberufliche Journalistin, Regisseurin, Drehbuchautorin und Webdesignerin. Sie bloggt bei der Nürnberger Zeitung (NZ) zusammen mit Uwo Ute Wolf, einer begeisterten Wahl-Fürtherin und Greuther-Fanin über die «Kleeblätter.“ (Kleine Ergänzung von mir: uwo ist Lokalredakteurin bei der „NZ“ und schreibt auch noch engagiert in ihrem Blog „Achtung, Wolf!“. Denn: Wenn man Wolf heißt, ist man wahrscheinlich prädestiniert, über Tiere zu schreiben. Über große und kleine, exotische und heimische, gute und böse. Und über alle, die im Nürnberger Tiergarten leben.)
Wer den gesamten Artikel über die „Greuther-Weiber“ im Fußballblog von „ARCOR“ lesen möchte: Hier ist der Link.