Klassenerhalt endlich geschafft!

Die Mannschaft vor dem in grünen Rauch getauchten Kleeblatt-Fanblock (Foto: Sportfoto Zink)

Um es gleich vorwegzunehmen. Die Spielvereinigung hat heute den Klassenerhalt in der Zweiten Liga geschafft. Das 1:1-Unentschieden beim FC Erzgebirge Aue bescherte dem Kleeblatt 39 Punkte, da kann jetzt am letzten Spieltag zu Hause nichts mehr passieren.

Dass Grün die Farbe von Fürth und des Vereins ist, das demonstrierten die angereisten Fans eindrucksvoll vor dem Spiel. Und dann startete die Partie vielversprechend, ein Tor von Julian Green in der 16. Minute ließ die Herzen der Kleeblattanhänger höher schlagen. Aber der schnelle Ausgleich der Veilchen (20. Spielminute) holte alle auf den Boden der Tatsachen zurück. weiter lesen

Mehr Glück als Verstand: Kleeblatt bleibt in der Zweiten Liga!

RB Leipzig - SpVgg Greuther FürthMeine aktuellen Gefühle zu beschreiben ist nicht schwer: Es ist vor allem Erleichterung über den Verbleib der Spielvereinigung in der Zweiten Liga. Das letzte Spiel einer nicht besonders erfolgreichen Saison 2014/15 endete heute mit einer verdienten 0:2-Auswärtsniederlage gegen RB Leipzig. Das Spiel war ein Abziehbild der meisten Begegnungen und symptomatisch für die sportliche Klasse des Kleeblatts und seine Form in dieser Spielzeit: Fehlpässe en masse, ein engagierter Stephan Schröck, dem im entscheidenden Moment ein Teamkollege zum Abspielen fehlt. Eine immer wieder ratlos wirkende Mannschaft, für die Pressing ein Fremdwort zu sein scheint: Man harrt der Dinge, die da kommen, und wirkt in manchen Szenen so, als ob man mit dem Geschehen auf dem Platz rein gar nichts zu tun hätte. Und: ein überragender Torwart Wolfgang Hesl. Ohne dessen Leistung die Spielvereinigung viel mehr Gegentore bekommen hätte. Und jetzt nicht auf dem schmeichelhaften 14. Tabellenplatz, sondern noch weiter unten stünde.
RB Leipzig war heute einfach die bessere Mannschaft und spielte den effektiveren Fußball. Als gegen Ende der zweiten Halbzeit klar war, dass das Kleeblatt nicht mehr siegen würde, richtete sich die Konzentration der angereisten 2000 Fürther Fans im RB-Stadion und der Kleeblattfans zu Hause vor den Fernsehern auf die Ergebnisse der anderen potentiellen Abstiegskandidaten in der Zweiten Liga. Denn nur dank der Resultate der Konkurrenz startet die SpVgg auch in der Saison 2015/16 in der Zweiten Liga. Zu meiner großen Freude schafft der SV Darmstadt außer dem FC Ingolstadt den direkten Aufstieg in die Bundesliga, der Karlsruher SC geht in die Relegation gegen den Hamburger SV. Und die Absteiger in der Zweiten Liga heißen VfR Aalen und Erzgebirge Aue. 1860 München, mit denen man als Kleeblattanhänger so manche Rechnung offen hat, muss ebenfalls in die Releagtion – gegen Holstein Kiel. Ich persönlich hätte nichts  gegen den Erfolg des norddeutschen Vereins.

Also: Eine Saison mit vielen Tiefschlägen geht für die Spielvereinigung zu Ende. Der Verein ist letzten Endes mit einem blauen Auge davon gekommen. Jetzt sollte man diese Spielzeit ganz schnell abhaken, sich erholen. Und bis zum Anpfiff der Spielzeit 2015/16 Ende Juli werden die Karten neu gemischt. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Engagement eines guten Stürmers?

In den letzten beiden Spielen alles geben!

Klassenerhalt_2015Jetzt auf „Endzeit-Stimmung“ zu machen – das hat gar keinen Sinn. Die Spielvereinigung steht aktuell auf dem 14. Tabellenplatz der Zweiten Liga und hat nur noch zwei Spiele vor sich. Problematisch ist nicht der 14. Platz (man wird ja bescheiden mit der Zeit!), sondern die Anzahl der Punkte der letzten fünf Mannschaften. Mit dem Kleeblatt haben noch St. Pauli und Erzgebirge Aue 34 Punkte, der Tabellenvorletzte, 1860 München, 33 Punkte. Und das Schlusslicht – der VfR Aalen – verfügt über 31 Punkte. Mit anderen Worten: Nachdem schon die letzten Spieltage für Überraschungen gesorgt haben, weil vermeintlich schlechte Mannschsften Spiele gewannen und damit der SpVgg immer näher kamen, geht es jetzt um jeden Punkt fürs Kleeblatt.
Die beiden letzten Gegner der Spielvereinigung sind am Sonntag, 17. Mai, zu Hause der SV Darmstadt, der im Moment auf dem zweiten Tabellenplatz, also einem direkten Aufstiegsplatz rangiert. Die „Lilien“ werden sich hüten, eine Schwäche zu zeigen, und ihren Aufstieg in die Bundesliga zu gefährden. Und der Gegner am letzten Spieltag heißt RB Leipzig. Dieses Auswärtsspiel wird bestimmt nicht leicht, denn der Verein hat schon das Hinspiel in Fürth mit 1:0 gewonnen.

Trotzdem: Jetzt sind alle gefordert, sich noch mal zu konzentrieren und vor allem zu motivieren. Der Klassenerhalt ist auf jeden Fall noch möglich. Deshalb: Liebe Kleeblattfans, engagiert Euch am Sonntag lautstark für das Kleeblatt, schüchtert die Lilien mit Euren Fangesängen ein. Und, liebe SpVgg-Profis: Realisiert endlich, um was es geht. Und reißt Euch am Sonntag am Riemen.

Noch ein Satz zum Foto oben: Wenn man in das schwarze Loch sieht, was ist da in der Tiefe? Schaut genau hin: Die Worte „Hoffnung auf den Klassenerhalt“. Na, also!