VfB-Blog fragt – Greuther-Weiber antworten

Kleeblattfans stehen seit Tagen in den Startlöchern: Morgen um 13 Uhr wird das Spiel gegen den Tabellenersten – den VfB Stuttgart – im Ronhof angepfiffen. Die Stuttgarter sind letzte Saison aus der Bundesliga abgestiegen, haben allerdings neben Union Berlin und Hannover 96 gute Karten, den Wiederaufstieg perfekt zu machen. Aber das Kleeblatt wird morgen ein harter Brocken. Die Spielvereinigung ist seit sechs Spielen ungeschlagen und will, dass das weiter so bleibt. Nicht unmöglich, denn gegen den damaligen Tabellenführer Hannover 96 hat das Kleeblatt Anfang Februar zu Hause mit 4:1 gewonnen.

Auch für die Fans des VfB ist die Begegnung morgen etwas Besonderes. Deshalb wurden die Greuther-Weiber vor ein paar Tagen von den Machern des Blogs „Rund um den Brustring“ gefragt, ob sie sieben provokante Thesen zum morgigen Spiel und zur aktuellen Situation der Spielvereinigung beantworten möchten.  „Rund um den Brustring“ ist ein Blog und ein Podcast, der sich seit Oktober 2015 mit allem rund um den Brustring, also den VfB Stuttgart 1893 e.V., beschäftigt. Regelmäßig werden hier Spiele des VfB besprochen, Experten zum nächsten Gegner oder zu Neuzugängen befragt, außerdem die Vereinspolitik und viele weitere Themen rund um den Brustring kommentiert. Also ein ähnliches Konzept, wie wir es mit unserem Greuther-Weiber-Blog auch verfolgen.
Hier findet Ihr die Fragen des Blogs und unsere Antworten: Rund um den Brustring

Multimediaprojekt mit Kleeblatt Stephen Sama

YouTube Preview Image

Stephen Sama, seit Januar im Kader des Kleeblatts, kommt zu besonderen Ehren: Für das Projekt „Refugee Eleven“ stand der 24-jährige Abwehrspieler vor der Kamera – gemeinsam mit Vedad Ibisevic, Kapitän von Hertha BSC, Neven Subotic, der im Januar von Borussia Dortmund zum 1. FC Köln wechselte, dem ehemaligen Nationalstürmer und Mitglied der SpVgg-Aufstiegself Gerald Asamoah u.a. Elf Profi-Fußballer sind Teil der zwischen September und Dezember gedrehten Webvideo-Serie „Refugee Eleven“ der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), die heute in Berlin vorgestellt wurde. „Refugee Eleven“ ist ein multimediales Bildungsprojekt zum Thema Flucht und Asyl und richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 24 Jahren.

In elf Videos sprechen junge Amateurfußballer – alle Geflüchtete – mit etablierten Fußballprofis über das Thema Flucht – ein Austausch über Ursachen, Erfahrungen und Folgen. Neben Stephen Sama, Ibisevic und Gerald Asamoah wirken Eroll Zejnullahu (1. FC Union Berlin), Mario Vrancic (Darmstadt 98), Enis Alushi (Maccabi Haifa, früher u.a. Nürnberg, Kaiserslautern, St. Pauli), Milad Salem (FSV Frankfurt),  Aisas Aosman (Dynamo Dresden), José Pierre Vunguidica (SV Sandhausen) und Nationalspielerin Fatmire Alushi (zuletzt Paris St. Germain) an der Serie mit. Fast alle blicken auf eine eigene Historie als Flüchtling zurück.
Die Ursprünge des Multimediaprojekts liegen im Jahr 2015, als beim Landesligisten SC Germania Erftstadt-Lechenich (20 Kilometer westlich von Köln) eine Flüchtlings-Mannschaft entstand. In dem Team spielen unter Anleitung von Trainer Alois Görgen Geflüchtete aus 15 Nationen, es firmiert als Vierte Mannschaft des SC Germania und nimmt im Rhein-Erft-Kreis am Spielbetrieb in der Kreisliga C teil.

In der ersten Folge der Videoclips treffen Subotic und der Germania-Mittelstürmer Abdulla Youla Daffe (23) aus Guinea aufeinander. Das Video wird am 7. April auf YouTube und Facebook gepostet. Alle weiteren Filme werden bis Mitte Mai in regelmäßigen Abständen über die sozialen Netzwerke veröffentlicht. Die Videos sind Grundlage für eine unkonventionelle Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht und Asyl in der schulischen und außerschulischen Bildung.
Hier geht’s zur Website über das Projekt.

Beim „kicker“-Ranking noch viel Luft nach oben!

Wie jedes Jahr hat das Sportmagazin „kicker“ auch in dieser Winterpause seine Liste mit den  Topspielern der Zweiten Bundesliga in der aktuellen Saison veröffentlicht. Ich habe mir die unterschiedlichen Positionen durchgesehen und bin leider auf nicht allzu Positives für die Spielvereinigung gestoßen.

Bei den Torhütern kam Balázs Megyeri nach 16 Spielen und der Note 2,81 immerhin auf den guten vierten Rang. Vor ihm liegen Thorsten Kirschbaum vom 1. FC Nürnberg, Michael Rensing, der bei Fortuna Düsseldorf spielt, sowie Robert Wulnikowski vom Zweitliga-Aufsteiger Würzburger Kickers.
Bei der Abwehr liegt Marcel Franke mit der Note 3,09 auf einem respektablen 10. Platz. Niko Gießelmann ist auf Position 44 zu finden, Kleeblatt-Kapitän Marco Caligiuri rangiert auf Rang 54.
Bei den Mittelfeldspielern musste ich weit runterscrollen: Robert Zulj, Note 3,50, teilt sich mit einigen anderen den 42. Rang.
Serdar Dursun ist bei den Stürmern auf Platz 26. Seine Bewertung nach 16 Spielen (bei denen er zehnmal bewertet wurde): 3,55. Sebastian Freis ist auf Rang 33 zu finden (Note:3,71).

Insgesamt also eher ein Armutszeugnis für das Kleeblatt. Die Gesamtbewertung für die Mannschaft ist nach der Hinrunde eine magere 3,64. Das ist Platz 15 von 18. Am Ende der Spielzeit 2015/16 lag die Spielvereinigung mit der Note 3,52 immerhin auf dem 12. Rang. Und – ach, wie schön war es doch im Jahr des Aufstiegs in die Erste Bundesliga 2012: Da rangierte das Kleeblatt mit der Note 3,13 souverän auf dem Spitzenplatz vor Fortuna Düsseldorf (3,29) und Eintracht Frankfurt (3,34).

Kopf hoch: 2017 wird auf jeden Fall besser!

Als am 1. Weihnachtsfeiertag nach so vielen Hiobsbotschaften und dem Abschied von berühmten Stars auch noch George Michael starb, kommentierte die Pop-Ikone Madonna das lakonisch mit „2016 – fuck off!“ („2016 – verpiss‘ dich!“). Dem kann ich mich nur anschließen. Das Jahr 2016 hat für mich nicht gut begonnen und sich dann zum traurigsten, anstrengendsten und schlechtesten Jahr meines Lebens entwickelt.

Auch für die Spielvereinigung war 2016 in sportlicher Hinsicht kein Spitzenjahr. Beim ersten Kleeblatt-Training im Januar 2016 gab Trainer Stefan Ruthenbeck bekannt, dass Publikumsliebling Stephan Schröck mit sofortiger Wirkung vom Training freigestellt wurde. Er spielte daraufhin auf den Philippinen. Sein Wunsch, ab der jetzigen Winterpause nach Fürth und in den Profikader zurückzukehren, war einer unserer meistgelesenen Blogbeiträge  in der Greuther-Weiber-Historie seit Juli 2009.

Das Lokalderby gegen den Club Ende Februar verlor die SpVgg (nach längerer Zeit mal wieder) mit 1:2 durch das Tor des Ex-Kleeblatts Niclas Füllkrug.

Im März konnten wir unseren 777. Beitrag bei den Greuther-Weibern verkünden. Eine Schnapszahl, die wir adäquat feierten. Inzwischen  sind es über 850!

Die Spielvereinigung schloss die Saison 2015/16 mit einem neunten Tabellenplatz ab. Naja.

Dass Ilir Azemi nach seinem schweren Unfall im August 2014 allmählich auf dem Weg der Besserung ist und sogar bei einigen Spielen mit auf dem Platz stand, gehört eindeutig zu den positiven Nachrichten in diesem Jahr. Die Kleeblattanhänger wünschen ihm alles Gute.

Die neue Spielzeit 2016/17 startete im August mit einem Heimsieg gegen 1860 München. Doch schon in den nächsten Begegnungen wurde offensichtlich, was viele immer wieder kritisieren: Das Kleeblatt verschusselt leichtfertig gute Chancen, es fehlt der Biss.

Viele Kleeblattfans lasen im September meine Geschichte über Karola Keil, die seit 70 Jahren Mitglied der Spielvereinigung ist. Das ist wahre Treue!

Im November trennte sich der Verein von Trainer Stefan Ruthenbeck. Er hatte mit seiner ruhigen Art keinen Erfolg und vielleicht einfach nicht den Nerv der Mannschaft getroffen – die sportlichen Ergebnisse ließen zu wünschen übrig. Und der „Neue“ – Janos Radoki – gab mit zwei Siegen in den ersten beiden Begegnungen auf Anhieb einen guten Einstand. Ob und wie er es schaffen wird, das Kleeblatt neu zu motivieren und aus dem Mittelfeld der Zweiten Liga  – aktuell der 12. Platz – hochzupowern, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Sein Vertrag wurde kurz vor Weihnachten bis zum Ende dieser Saison fixiert.

Wir wollen nur einige Schlaglichter auf das vergangene Jahr werfen. Was das neue Jahr bringen wird, wer weiß es? Wir Greuther-Weiber wünschen allen unseren Lesern einen guten Rutsch und ein gesundes, glückliches und erfolgreiches 2017. Höhen und Tiefen gibt es immer. Aber wer auch immer dafür zuständig ist, wie Jahre sind: Der- oder Diejenige könnte nach dem letzten schlechten nun ein gutes Jahr folgen lassen.

Kiez-Kicker unterschätzt – und prompt 0:2 verloren!

SpVgg Greuther Fürth - FC St. PauliIch mag den FC St. Pauli, wirklich. Aber dass die Spielvereinigung heute das letzte Heimspiel dieses Jahres mit 0:2 verloren hat, das war absolut unnötig und fahrlässig. Die erste gute Chance hatte Mathis Bolly schon gleich zu Beginn des Spiels, er konnte sie nicht verwerten und man hoffte auf mehr. Und was den 10. 000 Zuschauern im Fürther Ronhof dann vom Kleeblatt geboten wurde, war mehr als dürftig.

Eigentlich hätte der Hamburger Kiezclub ja ein machbarer Gegner sein müssen. Er lag mit (zu Anfang der heutigen Begegnung) sieben Punkten am Tabellenende, was für Fürth mit dem neuen Trainer Janis Radoki ein gefundes Fressen hätte sein müssen. Vielleicht hat man es sich zu leicht gemacht? Die Passquote (zugegeben auf beiden Seiten) war verheerend. Vom Kleeblatt ging keine ernsthafte Gefahr aus, ab und zu flackerte mal etwas wie Ehrgeiz auf. Allerdings nur schwach. Aber die Mannschaft, die zum Großteil im gegnerischen Strafraum agierte, waren die Hamburger. Wobei sie fußballerisch Nachteile hatten, zum Beispiel aufgrund ihrer Körpergröße in Kopfballduellen.

Aber es kam, wie es sich angedeutet hatte: In der 64. Spielminute machen die Hamburger dem Drama ein Ende. Waldemar Sobota gibt im Strafraum den Ball zurück auf Aziz Bouhaddouz, der schießt, Veton Berisha versucht sein Bestes und blockt. Aber Bouhaddouz ergattert den Ball ein zweites Mal und trifft ins linke untere Eck. Die Gästeecke jubelt, man ist komplett aus dem Häuschen.
Doch nicht mal nach dem Rückstand kamen die Fürther richtig in die Puschen. Coach Radoki nahm offensive Einwechslungen vor, um den Rückstand zu egalisieren oder sogar noch einen Sieg rauszuholen. Ohne Erfolg! Im Gegenteil: Auf einen Freistoß fürs Kleeblatt in der Nachspielzeit reagiert St. Pauli raffiniert mit einem Konter. Cenk Sahin marschiert alleine auf Khaled Narey zu (Foto), nimmt das Tempo raus, umläuft ihn, bekommt den Ball zurück und macht mit einem eleganten Lupfer über den Kleeblatt-Torwart Balasz Megyeri hinweg das 2:0 für St. Pauli.

Wie gesagt: Ich gönne den Kiez-Kickern den ersten Auswärtserfolg nach langer Zeit, damit endete eine Serie von elf Spielen ohne Dreier. Aber für Janos Radoki war es im dritten Spiel die erste Niederlage. Und mein Fazit: Das Kleeblatt machte es sich heute ehrlich gesagt zu leicht und erkannte nicht, dass auch ein Tabellenletzter imstande ist, alle Reserven zu mobilisieren. Der FC St. Pauli kämpfte heute wie ein verletztes Tier ums Überleben in der Zweiten Liga. Die Mannschaft, Trainer Ewald Lienen und die Fans feiern heute bis zum Umfallen!

Soll „s´Schröggla“ nach Fürth zurückkommen?

schroeckHeute im Sportteil der „Nürnberger Zeitung“ habe ich diesen Artikel gefunden, nach dessen Lektüre der Tag gleich doppelt so schön für mich wurde. Ich kann als Fan dazu nur eines dazu sagen: Nicht nur Stephan Schröck – genannt auch Schröcki oder, ganz liebevoll, auf Färdderisch: „s´ Schröggla“ –  will nach Hause. Wir Greuther-Weiber und sicher die meisten Kleeblatt-Fans hätten ihn ebenso gern wieder in Fürth: als Wirbelwind in der Mannschaft – und zwar so bald wie möglich, wie es eben der Vertrag erlaubt.  Zwischen Schröcki  und Fürth, das ist eine Liebe, gegen die sich weder ein Trainer noch ein Vereinspräsident stellen sollte!

Deshalb starten wir eine Umfrage:

Soll Stephan Schröck nach Fürth zurückkommen?

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Zitterpartie für Fürther Fans und Trainer

SpVgg Greuther Fürth - VfL BochumUff! Erst mal durchatmen! Diese letzten Minuten in der Partie gegen den VfL Bochum haben uns Greuther-Weiber wirklich Nerven gekostet! Das war ein Fußball-Thriller erster Güte, und Schiedsrichter Daniel Schlager wollte uns einfach nicht durch den Schlusspfiff erlösen… Zum Glück hatte die Geschichte dann doch einen (verdienten!) guten Ausgang. Und das in mehrfacher Hinsicht: Erstens hat die Spielvereinigung nach fünf Liga-Spielen (davon vier Niederlagen in Folge!) mit dem heutigen 2:1 endlich wieder einen Sieg eingefahren, und zwar – fast schon ein Wunder! – zu Hause im Sportpark Ronhof. Zweitens: Trainer Stefan Ruthenbeck bleibt dem Kleeblatt damit Gott sei Dank erhalten.

Der Begegnung mit der Mannschaft aus dem Revier lag eine äußerst interessante Konstellation zugrunde. Das beginnt damit, dass Gertjan Verbeek als ehemaliger Trainer des 1. FC Nürnberg für Fürth sowieso ein rotes Tuch ist. Dann stammt er zusätzlich aus den Niederlanden. Auf der fußballerischen Intimfeindschaft zwischen Deutschland und Holland muss man in einem Blog wie diesem nicht groß herumreiten – aber sie existiert nun mal! Schließlich liefen heute im Ronhof mit Marco Stiepermann, Johannes Wurtz und Tom Weilandt gleich drei gute Ex-Fürther Spieler auf. Sie kennen die Verhältnsse hier aus dem Effeff, was sicher nicht von Nachteil für ihren jetzigen Verein gewesen sein dürfte. Und ausgerechnet Stiepermann war über weite Strecken der herausragende Mann beim VfL Bochum, von Weilandt dagegen spürte man nicht viel.

Spannende Voraussetzungen also für das heutige Spiel, an das alle Kleeblattfans hohe Erwartungen knüpften. Und spannend sollte es von der ersten Minute an auch werden. Fürth begann ungeheuer druckvoll und sehr offensiv. Einige gute Chancen konnten jedoch – wieder einmal, muss man leider sagen! – nicht in Treffer umgemünzt werden. Dann schien es eine Zeit lang, als sei den Kleeblättern die Puste ausgegangen. Sie zogen sich in die eigene Hälfte zurück, was die Bochumer postwendend damit beantworteten, dass sie das Spiel an sich rissen. Doch die Hausherren schöpften neue Kraft und zeigten lobenswerten Einsatz. Sicher galt der vor allem Trainer Stefan Ruthenbeck, dessen Schicksal an einem dünnen Faden (nämlich dem Ausgang des heutigen Spiels) hing. Die Top-Einstellung der Mannschaft ließ sich vor der Pause zwar nicht mehr in Tore verwandeln, aber sie sendete wichtige Signale zur Trainerbank aus.

So gut wie selten aufeinander eingespielt zeigten sich Veton Berisha und Sercan Sararer. Das Motto „Gemeinsam“, das auf einem Transparent der Kleeblatt-Anhänger zu lesen war (Foto), wurde zum alles bestimmenden Leitfaden dieser Partie, die nach dem Seitenwechsel schnell wieder an Fahrt aufnahm. Für den am Knie verletzten Kapitän Marco Caligiuri brachte Ruthenbeck Bolly ins Spiel, was sich als durchaus geschickter Zug erweisen sollte. Die zwei umjubelten Treffer des Tages gelangen aber Sebastian Freis (51.) und Sercan Sararer (82.), und beide Male hatte Benedikt Kirsch seine Hand – respektive seinen Fuß – direkt davor mit ihm Spiel. Allerdings gab es nach dem 1:1-Ausgleich für den VfL durch den von Verbeek goldrichtig eingewechselten Gündüz (67.) für die Fürther noch einige Angstmomente zu überstehen. Und selbst die 2:1-Führung war bis zur letzten Sekunde in Gefahr, vor allem weil die Nachspielzeit von eigentlich drei Minuten sich beinahe verdoppelte.

Wie gesagt: eine wahre Zitterpartie für die Kleeblattfans. So etwas kostet Nervennahrung! Und die werden wir in ungefähr zwei Stunden beim Pfefferkarpfen-Essen mit Freunden sicher ausreichend bekommen.

Wieder dieser verflixte Kärwa-Beginn!

VfB Stuttgart - SpVgg Greuther FürthDer Beginn der Färdder Kärwa scheint dem Kleeblatt kein Glück zu bringen. Mit Grausen erinnere ich mich an das vergangene Jahr, als die SpVgg am ersten Tag der Michaelis-Kirchweih gegen Bochum zu Hause im Ronhof mit 0:5 baden ging. Heute, am dritten Tag der größten Straßenkirchweih in Süddeutschland, hieß es am Ende auswärts beim VfB Stuttgart 0:4 für die Elf von Stefan Ruthenbeck. Und es gab weitere Parallelen: Heute dauerte es 69 Sekunden, bis die Fürther den ersten Treffer des Gegners einstecken mussten, 2015 waren es 111 Sekunden, bis es so weit war. Damals hieß es nach 31 Minuten 0:3 fürs Kleeblatt, diesmal lautete der Spielstand bereits nach 24 Minuten so. Wie im letzten Jahr spielte Bochum eine gewisse Rolle bei der Niederlage: Der neue – leider muss es gesagt werden: äußerst sympathische – Trainer des VfB, Hannes Wolf, ist gebürtiger Bochumer.

Aber genug der Vergleiche! Bleiben wir im Hier und Jetzt – das ist schon schlimm genug! Zwei Treffer von Carlos Mané (2. und 4. Spielminute), der erstmals für den Bundesliga-Absteiger Stuttgart im Einsatz war, brachten die blitzschnelle Führung für den Gegner. Der vom VfB aus dem französischen Lille eingekaufte Pavard setzte in der 24. Minute durch einen Kopfball noch eins drauf, und in der 80. Minute war es Gentner, der zum vierten Tor für Stuttgart einschoss. Vom völlig übertölpelten Kleeblatt kam kaum Gegenwehr, die Fürther waren offenbar so eingeschüchtert, dass sie sich nicht einmal mehr trauten, nach ihren wenigen gut herausgespielten Gelegenheiten überhaupt auf den Stuttgarter Kasten zu schießen – geschweige denn zu treffen. Die Seele der Fürther Fans blutete ebenso wie die von Trainer Stefan Ruthenbeck, der am Spielfeldrand in der Mercedes-Benz-Arena der Verzweiflung nahe war (siehe Foto). Der Kleeblatt-Coach versuchte in der zweiten Halbzeit, durch das Einwechseln von Zlatko Tripic, Benedikt Kirsch und Daniel Steininger die Offensive zu stärken – allerdings ohne Erfolg. Zlatko Tripic wäre in der 88. Minute fast noch der Ehrentreffer gelungen, aber eben nur fast… Während die große Mehrheit der 38.150 Besucher in der Mercedes-Benz-Arena Gesänge wie „Oh, wie ist das schön!“ anstimmte, wünschten sich unsere Kleeblätter wohl nichts so sehnlichst herbei wie den Schlusspfiff, den ihnen Schiedsrichter René Rohde aus Rostock auch ohne jede Nachspielzeit gewährte.

Der nach drei Spielen (während derer er gesperrt war) wieder aufgestellte Robert Zulj enttäuschte heute ebenso wie Serdar Dursun. Statt mit Leistung glänzten beide durch wenig faires Auftreten, das womöglich ihrem Frust geschuldet war, das sich aber trotzdem nicht entschuldigen lässt. Ein bisschen mehr Einsatz wäre stattdessen wünschenswert gewesen! Dass Jurgen Gjasula wegen Verletzung ausfiel, machte sich besonders schmerzlich bemerkbar;  sein Achillessehnenriss dürfte ihn für Wochen lahmlegen. Wenn sich da andere wie Zulj und Dursun nicht mehr ins Zeug legen, sehe ich schwarz.

Der VfB Stuttgart hat an diesem achten Spieltag den Sprung an die Tabellenspitze der Zweiten Bundesliga geschafft, wo er momentan Platz 3 belegt, das Kleeblatt rutschte weiter zurück auf den 8. Platz. Bitte jetzt keine Berg- und Talfahrt, wie wir sie von der Kärwa her kennen!

Berisha-Brüder gehen international getrennte Wege

Die erste Länderspielpause in der Saison 2016/17 ist schon in dieser Woche. Die Profis der Spielvereinigung sind mit insgesamt drei Spielern international vertreten. Die interessanteste Herausforderung hat der Kleeblatt-Stürmer Veton Berisha: Mit der norwegischen Auswahl trifft er am Sonntag, 4. September, um 20.45 Uhr zu Hause in Oslo auf die deutsche Fußballnationalmannschaft. Bei dem Duell geht es ja schon um die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Beide Nationalteams sind in der Gruppe C. Vetons fußballspielender (ein Jahr älterer) Bruder Valon Berisha wird in Zukunft allerdings nicht mehr gemeinsam mit Veton für Norwegen auflaufen. Valon Berisha, der im zentralen Mittelfeld spielt, verkündete am Donnerstag seinen Wechsel zur Nationalmannschaft des Kosovo.
Valon Berisha wurde 1993 in Malmö geboren und besitzt neben der kosovarischen auch die norwegische Staatsbürgerschaft. Er absolvierte insgesamt 56 Spiele für norwegische Nachwuchsteams und erzielte dabei sechs Tore. Beim King’s Cup 2012 in Thailand gab er sein Debüt für die A-Nationalmannschaft. Mit der U-21-Nationalmannschaft erreichte er das Halbfinale der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2013 in Israel. Valon Berisha ist seit Ende Juli 2012 bei Red Bull Salzburg unter Vertrag.
Veton Berisha durchlief von der U-15 an alle Jugendnationalmannschaften des norwegischen Fußballbundes. Von August 2013 bis März 2016 kam er 15-mal für die U-21-Auswahl zum Einsatz und erzielte insgesamt zwei Tore. Am 29. Mai 2016 debütierte Berisha bei der 0:3-Niederlage gegen Portugal in der A-Nationalmannschaft. Eine Woche später erzielte er bei einer 2:3-Niederlage gegen Belgien sein erstes A-Länderspieltor.
Neben Veton Berisha steht am Wochenende übrigens auch Nürnbergs Innenverteidiger Even Hovland im norwegischen Kader.
Die aktuelle Nummer 1 im Fürther Tor – Balázs Megyeri – reist mit dem ungarischen Nationalteam auf die Färöer Inseln. Das Qualifikationsspiel der Ungarn findet am 6. September statt. Last but not least: Auch das Kleeblatt George Davies wurde für sein Land berufen: Der Mittelfeldspieler tritt am Samstag, 3. September, mit der Nationalelf Sierra Leones zum Qualifikationsspiel für den Afrika Cup gegen die Elfenbeinküste an.

Kleeblatt-Eröffnungsfeier mit viel Programm

Die Saisoneröffnungsfeiern sind immer ein Highlight für Kleeblattfans. In diesem Sommer findet sie am kommenden Sonntag, 31. Juli, ab 11 Uhr statt. Ort ist dieses Mal nicht der Sportpark Ronhof (wie auf dem Foto 2015), sondern – aufgrund der Umbauarbeiten im Stadion – der Kleeblatt Campus in der Kronacher Straße 154. Eine Woche vor dem ersten Zweitligaspiel gegen den TSV 1860 München will der Verein die neue Spielzeit gemeinsam mit seinen Fans bei einer großen Party einläuten.

Für alle Kleeblattanhänger wird wie immer einiges geboten. So kann man sich zum Beispiel bei der Schussgeschwindigkeitsmessanlage duellieren oder bei einer Führung durch das Funktionsgebäude der Lizenzmannschaft und des Kleeblatt-Nachwuchs-Leistungszentrums hinter die Kulissen zu blicken. Außerdem ist es möglich, beim Foto-Spot ein besonderes Andenken mit nach Hause nehmen oder sich beim Kleeblatt-Fanmobil mit weiß-grünen Accessoires eindecken. Doch das ist bei weitem noch nicht alles: Wer Lust hat, Dreharbeiten mal live mitzuerleben, der sollte sich am Shooting des neuen Video-Spots für das Vorprogramm im Stadion aktiv beteiligen.Vielleicht kann man sich dann bald vor den Kleeblatt-Heimspielen auf der Anzeigentafel bewundern. Außerdem können Fans zusammen mit den Horidos 1000 Choreos basteln.
Ab 14.30 Uhr wird auf der Bühne, die sich auf dem Hartplatz neben dem Kunstrasen befindet, die Profi-Mannschaft offiziell vorgestellt. Wer bis dato noch kein Autogramm abstauben konnte, der schafft das sicher bei der Autogrammstunde im Anschluss an die Mannschaftspräsentation.

Da die Saisoneröffnung auf dem Gelände der Spielvereinigung und somit auch auf den Nachwuchs-Trainingsplätzen stattfindet, ist das Mitbringen von Hunden nicht gestattet. Genauso ist das Rauchen auf der Aktionsfläche und dem Kunstrasen aus Sicherheitsgründen untersagt. Alle Besucher können Ihre Autos auf dem Edeka Parkplatz in der Seeackerstraße abstellen oder den RUAG-Parkplatz in der Kronacher Straße – direkt am Kreisverkehr – nutzen. Auch Fahrräder bitte dort abstellen. Der Zutritt zur Saisoneröffnung ist nur zur Fuß über die Kronacher Straße 154 und nur über den Haupteingang vor der Geschäftsstelle der Spielvereinigung möglich.

Besondere Sicherheitsvorkehrungen
Aufgrund der aktuellen Geschehnisse bei kleineren und größeren Veranstaltungen sind keine Rucksäcke und Taschen auf dem Veranstaltungsgelände zugelassen. Dies soll zu einer entspannten und sorgenfreien Stimmung beitragen. Außerdem gibt es Personenkontrollen beim Zutritt auf das Gelände. Dort können Taschen und Rucksäcke gegen eine Gebühr von 50 Cent abgegeben werden. Am besten wäre es natürlich, wenn die Besucher an diesem Tag auf das Mitbringen von Taschen und Rucksäcken verzichten. Glasflaschen auf dem Veranstaltungsgelände sind ohnehin verboten.