Zitterpartie für Fürther Fans und Trainer

SpVgg Greuther Fürth - VfL BochumUff! Erst mal durchatmen! Diese letzten Minuten in der Partie gegen den VfL Bochum haben uns Greuther-Weiber wirklich Nerven gekostet! Das war ein Fußball-Thriller erster Güte, und Schiedsrichter Daniel Schlager wollte uns einfach nicht durch den Schlusspfiff erlösen… Zum Glück hatte die Geschichte dann doch einen (verdienten!) guten Ausgang. Und das in mehrfacher Hinsicht: Erstens hat die Spielvereinigung nach fünf Liga-Spielen (davon vier Niederlagen in Folge!) mit dem heutigen 2:1 endlich wieder einen Sieg eingefahren, und zwar – fast schon ein Wunder! – zu Hause im Sportpark Ronhof. Zweitens: Trainer Stefan Ruthenbeck bleibt dem Kleeblatt damit Gott sei Dank erhalten.

Der Begegnung mit der Mannschaft aus dem Revier lag eine äußerst interessante Konstellation zugrunde. Das beginnt damit, dass Gertjan Verbeek als ehemaliger Trainer des 1. FC Nürnberg für Fürth sowieso ein rotes Tuch ist. Dann stammt er zusätzlich aus den Niederlanden. Auf der fußballerischen Intimfeindschaft zwischen Deutschland und Holland muss man in einem Blog wie diesem nicht groß herumreiten – aber sie existiert nun mal! Schließlich liefen heute im Ronhof mit Marco Stiepermann, Johannes Wurtz und Tom Weilandt gleich drei gute Ex-Fürther Spieler auf. Sie kennen die Verhältnsse hier aus dem Effeff, was sicher nicht von Nachteil für ihren jetzigen Verein gewesen sein dürfte. Und ausgerechnet Stiepermann war über weite Strecken der herausragende Mann beim VfL Bochum, von Weilandt dagegen spürte man nicht viel.

Spannende Voraussetzungen also für das heutige Spiel, an das alle Kleeblattfans hohe Erwartungen knüpften. Und spannend sollte es von der ersten Minute an auch werden. Fürth begann ungeheuer druckvoll und sehr offensiv. Einige gute Chancen konnten jedoch – wieder einmal, muss man leider sagen! – nicht in Treffer umgemünzt werden. Dann schien es eine Zeit lang, als sei den Kleeblättern die Puste ausgegangen. Sie zogen sich in die eigene Hälfte zurück, was die Bochumer postwendend damit beantworteten, dass sie das Spiel an sich rissen. Doch die Hausherren schöpften neue Kraft und zeigten lobenswerten Einsatz. Sicher galt der vor allem Trainer Stefan Ruthenbeck, dessen Schicksal an einem dünnen Faden (nämlich dem Ausgang des heutigen Spiels) hing. Die Top-Einstellung der Mannschaft ließ sich vor der Pause zwar nicht mehr in Tore verwandeln, aber sie sendete wichtige Signale zur Trainerbank aus.

So gut wie selten aufeinander eingespielt zeigten sich Veton Berisha und Sercan Sararer. Das Motto „Gemeinsam“, das auf einem Transparent der Kleeblatt-Anhänger zu lesen war (Foto), wurde zum alles bestimmenden Leitfaden dieser Partie, die nach dem Seitenwechsel schnell wieder an Fahrt aufnahm. Für den am Knie verletzten Kapitän Marco Caligiuri brachte Ruthenbeck Bolly ins Spiel, was sich als durchaus geschickter Zug erweisen sollte. Die zwei umjubelten Treffer des Tages gelangen aber Sebastian Freis (51.) und Sercan Sararer (82.), und beide Male hatte Benedikt Kirsch seine Hand – respektive seinen Fuß – direkt davor mit ihm Spiel. Allerdings gab es nach dem 1:1-Ausgleich für den VfL durch den von Verbeek goldrichtig eingewechselten Gündüz (67.) für die Fürther noch einige Angstmomente zu überstehen. Und selbst die 2:1-Führung war bis zur letzten Sekunde in Gefahr, vor allem weil die Nachspielzeit von eigentlich drei Minuten sich beinahe verdoppelte.

Wie gesagt: eine wahre Zitterpartie für die Kleeblattfans. So etwas kostet Nervennahrung! Und die werden wir in ungefähr zwei Stunden beim Pfefferkarpfen-Essen mit Freunden sicher ausreichend bekommen.

Endlich ein Sieggefühl!

FSV Frankfurt - SpVgg Greuther FürthEs gibt Tage, an denen man an das Wesentliche im Leben erinnert wird: Wenn Arnd Peiffer beim Verfolgungsrennen im Biathlon in Presque Isle im amerikanischen Maine schwer verunglückt, dann ist vieles nebensächlich. Und wenn der Fürther Defensivspieler Stefan Thesker, der seit diesem Winter von der SpVgg an Twente Enschede ausgeliehen ist, an Hodenkrebs erkrankt und in dieser Woche operiert wurde – mit 24 Jahren -, dann ist der Sport, ist Fußball einfach nur zweitrangig. Die Kleeblattspieler trugen heute, als sie zum Spiel gegen den FSV Frankfurt ins Frankfurter Volksbank-Stadion einliefen, T-Shirts mit dem Aufdruck „Bleib stark, Thes!“. Eine tolle Geste!

Nach so vielen sportlichen Flops drohte die heutige Begegnung erst mal eine Zerreißprobe für die strapazierten Nerven der Kleeblattfans zu werden. Doch gleich vom Anpfiff an machten die Profis der Spielvereinigung eine gute Figur. Da stimmte das Zusammenspiel, und der FSV Frankfurt lief hinterher wie eine Dritt-Liga-Mannschaft. Dann in der 12. Minute das Tor von Sebastian Freis – Heidinger flankte von rechts gekonnt in den Rückraum, und Freis traf aus zirka zehn Metern ins gegnerische Tor. Für die (unter 5000 Zuschauern) mitgereisten Kleeblattanhänger der Moment, wo sie nach langer Zeit mal wieder Oberwasser hatten und durchschnaufen konnten.

Kurz darauf gab Schiedsrichter Thorben Schrieber einen weiteren Treffer von Freis wegen einer Abseitsstellung von Berisha nicht. So wartete der Kleeblatt-Top-Torjäger eben bis zur 30. Minute für seinen neunten Saisontreffer: Nach einem abgeblockten Schuss von Jurgen Gjasula landete der Ball direkt vor Freis – und der machte das zweite Tor für die Spielvereinigung.
Der 1:2-Rückschlag ereignete sich dann kurz nach der Halbzeitpause. Die Frankfurter nutzten eine schwache Phase der SpVgg. Aber dabei sollte es dann auch bleiben.
Das Kleeblatt kann heute mit dem Auswärtssieeg beim FSV Frankfurt endlich mal wieder drei Punkte einfahren. Die nächste Partie ist das Heimspiel am kommenden Freitag, 19. Februar, gegen den MSV Duisburg. Mal sehen, ob man aus dem Sieggefühl etwas machen kann!

28 500 Fußballfans singen im Stadion Weihnachtslieder

Die Weihnachtstage liegen hinter uns, am heutigen Sonntag ist man noch ein bisschen in Faulenzerstimmung. Aber man hat auch wieder Zeit, sich um das Thema „Fußball“ zu kümmern.
Dabei bin ich auf etwas gestoßen, was mir echt imponiert. Ein Verein der Zweiten Liga hat seine Fans ins Stadion geladen und viele, viele kamen. Das traditionelle Weihnachtssingen des 1. FC Union Berlin fand am Mittwochabend mit 28 500 Fans eine neue Rekordbeteiligung. Zum zweiten Mal mussten die Tickets verkauft werden, weil die Alte Försterei in den Jahren zuvor bei kostenfreiem Eintritt an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen war. Der inzwischen berühmteste Weihnachtschor Deutschlands war 2003 durch 89 Anhänger vom Club „Alt-Unioner“ begründet worden. Bei der 13. Auflage der besinnlichen Stunden im Kerzenschein wurde am 23. Dezember der 150 000. Sänger begrüßt.

Ich finde, das wäre doch auch mal eine gute Idee für Anhänger der Spielvereinigung. Man trifft sich im Ronhof und Tausende Kleeblattfans singen gemeinsam „Stille Nacht, heilige Nacht“. Das wären doch Emotionen und Gänsehaut pur!

Auf youtube habe ich einen Videoclip der „Berliner Morgenpost“ gefunden, der Impressionen vom xmas-Singen in der „Alten Försterei“ in 100 Sekunden zeigt:
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Kleeblattfans: Heute 19.03 Uhr ist Fan-Stammtisch

Fanstammtisch_Juni_2015Habt Ihr heute Abend schon etwas vor? Egal, auf jeden Fall sollten sich echte Kleeblattanhänger nicht den ersten Fan-Stammtisch dieser Saison entgehen lassen. Primär soll die sportliche Situation der laufenden Spielzeit und die gesamte Entwicklung der Spielvereinigung diskutiert werden. Beginn ist – wie immer – zur symbolträchtigen Uhrzeit, also 19.03 Uhr, im STECHERT Business- und Tagungszentrum. Wer es noch nicht kennt: Es befindet sich im Stadion am Laubenweg, Zugang und Parken über/auf Parkplatz B. Einlass ist ab 18.30 Uhr, die Veranstaltung endet gegen 22.00 Uhr.

Den Fragen interessierter Kleeblattfans stellen sich Cheftrainer Stefan Ruthenbeck, Direktor Sport Martin Meichelbeck, Direktor Profifußball Michael Mutzel, Kleeblatt-Kapitän Marco Caligiuri, sowie Leiter Fanwesen Nicolas Heckel und der Fanbeauftragte Patrick Benninger. Alle Verantwortlichen werden Rede und Antwort stehen und hoffentlich auch kritische Fragen beantworten. Ich denke, es wird nicht so heiß hergehen wie im Juni (Foto), als der Verein die Fans eingeladen hatte. Damals war das Kleeblatt nur knapp dem Abstieg entgangen und dementsprechend aufgeheizt war die Stimmung der Fans.
Alle Kleeblatt-Fans sind eingeladen, heute Abend Fragen und Anregungen zum Fanstammtisch mitzubringen. Wer Lust hat, kann seine Fragen schon mal vorab der Spielvereinigung zukommen lassen. Dazu schickt die Fragen mit Eurem Namen per Mail an folgende E-Mail-Adresse: fanstammtisch@greuther-fuerth.de.

Kleeblatt-Fanstammtisch am 23. Juni

Fanstammtisch_Maerz_2015Nur einen Tag vor dem ersten Einsatz der Spielvereinigung nach der Sommerpause – dem Freundschaftsspiel gegen Jahn Regensburg in Cadolzburg am 24. Juni um 18 Uhr – findet am kommenden Dienstag, 23. Juni 2015, ein Fan-Stammtisch statt. Der Verein lädt ab 19.03 Uhr in seine Räume am Laubenweg ein. Nachdem beim letzten Stammtisch im März (Foto, damals mit Caoch Mike Büskens) der Unmut einiger Fans deutlich wurde, dass diese Aussprachen zu selten anberaumt werden, sollten jetzt möglichst viele Kleeblattfans die Gelegenheit wahrnehmen zu kommen. Neben Präsident Helmut Hack werden Geschäftsführer Holger Schwiewagner, Direktor Sport Martin Meichelbeck und Direktor Profifußball Michael Mutzel Rede und Antwort stehen und die (hoffentlich) kritischen Fragen beantworten. Schade, dass der neue Trainer Stefan Ruthenbeck nicht mit dabei ist. Ihn würden die Kleeblattanhänger natürlich gerne persönlich erleben.
Bestimmt wird es beim Stammstammtisch heiß hergehen. Helmut Hack wird sich zur Trainerwahl äußern, die Spielereinkäufe kommentieren und eine Erfolgsvorschau für die neue Saison 2015/16 in der Zweiten Liga wagen. Außerdem werden die finanzielle Situation der SpVgg und mögliche Investitionen in neue Spieler ein Thema sein.

Treffpunkt ist die STECHERT VIP Lounge (hinter der Gegengerade des Stadion am Laubenweg; Zugang und Parken über den Parkplatz Tor C). Einlass ist ab 18.30 Uhr. Wer möchte, kann schon vorab seine Fragen und Anregungen per Mail an die SpVgg schicken: fanstammtisch@greuther-fuerth.de.

Wer nach dem Fan-Stammtisch von Fußball noch nicht genug hat, der soll sich ein paar Stunden ausruhen und dann nachts ab 4 Uhr das Achtelfinalspiel bei der Frauen-Fußball-WM in Kanada zwischen Japan und den Niederlanden ansehen.

Im Epizentrum der Kleeblattfans gehen die Lichter aus

FC Erzgebirge Aue - SpVgg Greuther FürthOrkanähnliche Stürme fegen seit gestern über Fürth hinweg. Nicht nur Sturmtief Niklas beutelt die Stadt. Nein, hier ist Unruhe in vielerlei Hinsicht. Das wichtigste Ereignis für die Spielvereinigung ist der Weggang von Stephan Fürstner. Er wird im Sommer zum 1.FC Union Berlin wechseln und das Kleeblatt nach sechs Jahren verlassen. Der 27-jährige Mittelfeldspieler absolvierte hier 157 Ligaspiele. Mit ihm wird also eine weitere Säule der Mannschaft zukünftig nicht mehr zur Verfügung stehen. Auf der Vereins-Website kommentiert Stephan Fürstner die Gründe für seinen Entschluss:

„Es war für mich die schwierigste sportliche Entscheidung meines Lebens. …Das schwierige Jahr in der Bundesliga, das Scheitern in der Relegation und der aktuelle Kampf um den Klassenerhalt haben mich viel Kraft gekostet. Auch wegen der weiteren Entwicklung meiner Persönlichkeit möchte ich noch einmal etwas Neues beginnen. …Ich möchte mich bei allen im Verein und bei den Fans für die tolle Zeit bedanken, und ich kann nur jedem versprechen, dass ich bis zum Ende der Saison mein letztes Hemd für die Spielvereinigung geben werde.“

SpVgg Greuther Fürth - AufstiegsfeierDer nächste echte Umbruch für Kleeblattfans ist die Schließung des Wirtshauses „Zum Gelben Löwen“ in der Gustavstraße. Genau vier Jahre nach dessen Eröffnung machen die beiden Wirte Susi Dresel und Peter Heßler den Laden dicht. Hier habe ich gemeinsam mit begeisterten Kleeblattanhängern im April 2012 und Spielern wie Gerald Asamoah, Stephan Schröck, Thomas Kleine und Trainer Mike Büskens glücklich den Aufstieg in die Bundesliga gefeiert. Hier traf man sich nach verlorenen und gewonnenen Begegnungen, um in Gesprächen alles noch mal Revue passieren zu lassen, was vorher auf dem Spielfeld im Ronhof geschehen war. Im „Gelben Löwen“ hat das inzwischen zum Kultgetränk gewordene Grüner-Bier seine Wiederauferstehung gefeiert. Für viele Kleeblätter ist das Lokal praktisch das emotionale Epizentrum der Gustavstraße.

Schade, aber es wird weitergehen. Mit neuen Treffpunkten und neuen vielversprechenden Spielern. Hoffentlich bringt das Kleeblatt die letzten acht Begegnungen mit Siegen und vielen Punkten möglichst gut über die Bühne, um am 24. Mai dann auf einem guten Mittelfeldplatz der Zweiten Liga die Spielzeit 2014/15 zu beenden. Und im August startet eine neue Mannschaft in die nächste Saison – und wird wieder positiv von sich reden machen.

Wieder nix!

Die Hoffnung von Greuther-Weib Kiki hat sich leider nicht erfüllt: In ihrem Blog-Beitrag von gestern hatte sie ein Foto von Mike Büskens und Mirko Reichel zu positiv interpretiert. Wenn die Beiden heute tatsächlich am Ende der Partie gegen den VfR Aalen synchron auf die Anzeigentafel geblickt haben, dürften sie wenig Begeisterung empfunden haben. Ein mageres 1:1-Unentschieden des Kleeblatts gegen den im Augenblick auf dem letzten Platz der 2. Bundesliga liegenden Verein war mit Sicherheit nicht das, was der  nach Fürth zurückgeholte ehemalige Erfolgstrainer als Ergebnis sehen wollte.

FanlanglaufUnd wir, die Fans der Spielvereinigung, schon gar nicht!!! Die Mannschaft hat heute in der Aalener Scholz-Arena wieder nicht gezeigt, was in ihr steckt. Dass das Spiel vor fast leeren Zuschauer-Rängen über die Bühne ging, wundert mich im Nachhinein nicht im Geringsten. Man könnte seine Zeit an einem freien, recht sonnigen Samstagnachmittag im März weitaus sinnvoller nutzen – zum Beispiel so wie auf nebenstehendem Foto: mit Langlauf-Skiern auf traumhaften Loipen. Das Bild ist vor gut zwei Wochen während des Winterurlaubs in Ramsau am Dachstein entstanden, über den Kiki auch schon gepostet hat. In Weiß-Grün habe ich am Fuße des Dachsteins Werbung für unseren Verein und unser Fürth gemacht und nach dem Fußball-Krimi gegen den FC St. Pauli voller Zuversicht die kommenden Begegnungen der SpVgg erwartet.

Inzwischen gab es den Trainerwechsel von Kramer zu Büskens, der mich ebenfalls sehr optimistisch auf die nächsten Wochen schauen ließ. Denn so sehr ich Frank Kramers Qualitäten als Coach des Kleeblatts geschätzt habe – in einer mehr als schwierigen Situation bei der Übernahme des Tranerjobs hat er Zufriedenstellendes geleistet -, so sehr habe ich bei ihm das Temperament von Mike Büskens vermisst. Ich halte ihn einfach für jemanden, der ein Team mehr mitreißen und motivieren kann. Und für uns Fans gibt es mit ihm am Spielfeldrand immer wieder unterhaltsame Momente, wenn er mal aus der Haut fährt und ein anderes Mal begeistert jubelt. Zu Letzterem hatte er heute zunächst ja durchaus einen Grund, als Niko Gießelmann in der 17. Minute in Aalen das verdiente 1:0 gegen die Baden-Württemberger schoss.

Doch im Anschluss tendierte die Begegnung zu einem seicht dahinplätschernden, meist ziemlich langweiligen Spiel ohne jeden Höhepunkt. Schlimmer noch: Der Eindruck drängte sich auf, dass das Team nach dem Führungstreffer erst mal selbstzufrieden die Hände in den Schoß legte. Vor der Halbzeitpause brachten die Fürther nichts Nennenswertes mehr zustande. Das sollte sich nach dem Seitenwechsel bitter rächen, als die Aalener noch einmal auftrumpfen konnten und Quaner in der 68. Minute der Ausgleich gelang. Übrigens nach einem Patzer von Torwart Wolfgang Hesl, dessen Tag das heute definitiv nicht war. Als in der Schlussphase obendrein noch Stephan Schröck Gelb-Rot sah und den Platz verlassen musste (87.), schwanden meine Hoffnungen dahin – und die der meisten anderen Fans wohl auch. Der für Tripic eingewechselte Florian Trinks konnte auch nichts mehr reißen, obwohl die wie immer souveräne Unparteiische Bibiana Steinhaus vier Minuten Nachspielzeit draufgab.

Mit dem mageren Remis belegt das Kleeblatt nun Rang 13 in der Tabelle und muss am Freitag, den 13. (!) , wieder ran. Mit dem TSV 1860 München trifft die Spielvereinigung im Ronhof auf einen Gegner, der ihr schon in der Vergangenheit einiges Pech brachte. Man denke nur an die völlig unnötige Niederlage von Fürth gegen die 1860er in der vergangenen Saison, die dazu geführt hat, dass das Kleeblatt nicht direkt in die Erste Liga aufsteigen konnte, sondern in die Relegation musste. – Oder bringt Freitag, der 13., der Spielvereinigung das längst verdiente Glück eines Heimsiegs? Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

Bart oder kein Bart – das ist hier die Frage

Fast zehn Jahre liegen zwischen diesen beiden Fotos des Fürther Publikumslieblings Stephan Schröck. Im Jahr 2005 war er noch jungenhaft und soft. 2015 ist er männlicher, markanter, hat mehr Tattoos. Und: Seit einiger Zeit schmückt ihn ein mehr oder minder langer Bart. Einige weibliche Kleeblattfans fahren voll auf dieses wollige Outfit ab, andere reagieren eher mit zurückhaltender Begeisterung.

Dieser Bart wäre Stephan Schröck bei der Ankunft auf dem Flughafen in Antalya fast zum Verhängnis geworden. Auf dem Weg ins Trainingslager in der Türkei mussten alle Kleeblattspieler routinemäßig durch die Passkontrolle. Keiner hatte Probleme – bis auf „Schröcki“. Das Foto in seinem Reisepass hat wohl so gar nichts mehr damit zu tun, wie er heute aussieht. Aber nach einigem Hin und Her legten die türkischen Grenzbeamten dann kein Veto mehr ein. Und Stephan Schröck durfte einreisen. Gut unterrichtete Kreise haben übrigens gemeldet, dass Schröck seinen Gesichtsschmuck inzwischen auf Millimeterlänge rasiert haben soll.

Heute Abend ab 19.03 Uhr Autogrammstunde

Autogrammstunde auf der Fürther KirchweihHabt Ihr heute Abend schon etwas vor? Wenn nicht, dann sollte man sich das nicht entgehen lassen: Die Mannschaft der Spielvereinigung ist – wie jedes Jahr – zu Gast vor „Trixi´s Ochsenbraterei““ auf der Fürther Michaelis-Kirchweih und gibt dort Autogramme. Für einen echten Kleeblattfan sollte die Startzeit dieses Events um 19.03 Uhr nicht fremd sein – 1903 ist ja bekanntlich das Gründungsjahr des Vereins.
Der Andrang ist bestimmt heute wieder riesig (so wie auch auf dem Foto vom vergangenen Jahr). Groß und Klein, weiß-grün oder neutral gekleidet – viele werden kommen, um ihre Stars mal „in natura“ bewundern zu können. Es wird wieder eine lange Tafel aufgebaut sein, an der die Anhänger entlanggehen und sich Autogramme geben oder auch mal Fotos mit ihren Lieblingsstars schießen können. Da kann kaum etwas schief gehen, und jeder Fan kann die Unterschrift seines Lieblings-Kickers ergattern. Nachdem das Wetter heute Abend warm und trocken sein wird, sollte man die Gelegenheit zur Autogrammstunde wahrnehmen und dabei auch die Neuzugänge dieser Saison einmal hautnah erleben.

Ein Knopf im Ohr wirkt manchmal Wunder!

Faengesaenge_hoerenDas Top-Spiel gegen den FC St. Pauli am kommenden Montag, 1. September, ab 20.15 Uhr im Fürther Ronhof rückt unaufhaltsam näher. Gott sei Dank. Alle Kleeblattfans freuen sich auf die Begegnung und sind davon überzeugt, dass die 0:2-Niederlage gegen den FC Ingolstadt am letzten Sonntag nur ein Ausrutscher war.

Wenn man mit offenen Augen durch Fürth geht, stößt man immer wieder auf Indizien, dass sich immer mehr Bewohner und Geschäftsinhaber der Kleeblattstadt seit dem großen Erfolg der Spielvereinigung zunehmend mit dem Thema „Fußball“ identifizieren. Und das liefert uns dann immer wieder gute Aufhänger für den „Greuther-Weiber-Blog“.
So habe ich heute zum Beispiel ein witziges Plakat in der Fürther Königstraße gesehen: Ein Laden, der sich mit Hörsystemen beschäftigt (und sowohl für Discofreaks als auch für viele ältere Semester bestimmt ein Segen ist), wirbt dafür, dass man bald wieder „Fangesänge hören“ kann.  Stimmt, das wäre doch zu schade, wenn man nach einem Tor von Stephan Schröck oder einer gelungenen Parade von Torwart Wolfgang Hesl nicht mitbekäme, wie Tausende Kleeblattanhänger im Stadion ihrer Mannschaft zujubeln. Oder – noch schlimmer – man könnte weder der Aufforderung „Steht auf, wenn Ihr Fürther seid“ Folge leisten noch in die Hymne „Weil wir vom Ronhof sind“ einstimmen.
Wer also befürchtet, am Montag nach den (hoffentlich zahlreichen) Toren im Heimspiel gegen die Hanseaten die Fangesänge der Kleeblattanhänger nicht hören zu können, der sollte schnell noch etwas unternehmen…